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US-Präsidentschaftswahl
Rush Limbaugh: Küssender Buttigieg ist ein Problem für Eltern
Vor wenigen Tagen wurde Russ Limbaugh von Präsident Trump mit der Freiheitsmedaille ausgezeichnet. Jetzt geht der Kommentator mit Homophobie auf den ersten schwulen möglichen Trump-Herausforderer los.

Rush Limbaugh erhielt am 4. Februar während Trumps "Rede zur Lage der Nation" die US-Version des Bundesverdienstkreuzes – die Auszeichnung wurde ihm von Präsidentengattin Melania Trump überreicht (Bild: The White House)
- 12. Februar 2020, 13:18h 3 Min.
Der amerikanische Kommentator Rush Limbaugh hat den schwulen US-Präsidentschaftskandidaten Pete Buttigieg in seiner Radiosendung dafür kritisiert, dass er seinen Ehemann öffentlich küsst. Das bereite Eltern von Kindern mehr Probleme als alle Taten von US-Präsident Donald Trump, so seine Andeutung.
Limbaughs Worte sind einflussreich: Der 69-Jährige gehört mit einem Jahreseinkommen von 85 Millionen Dollar zu den reichsten US-Promis und erreicht seit den Achtzigerjahren mit seiner wochentäglichen Sendung "The Rush Limbaugh Show" Millionen von Fans. Sie wird in hunderten Radiosendern übertragen, außerdem wird eine Aufzeichnung der Show im Internet gezeigt.
Konkret sagte Limbaugh laut dem Blog "Media Matters": "Ich habe eine Werbung für Bürgermeister Pete Buttigieg gesehen, in der er erzählte, wie Eltern in Amerika Probleme damit haben, ihren Kindern Präsident Trump zu erklären. Und dann sehe ich das hier." Dabei hielt Limbaugh ein Foto in die Höhe, in dem sich Buttigieg und sein Ehemann bei einer Wahlkampfveranstaltung einen Kuss geben ("das tut er häufig"). An seine Zuschauer gerichtet fuhr Limbaugh fort: "Sie denken – und das ist eine natürliche Schlussfolgerung – wenn er sowas tut, was ist damit?", während er das Bild in die Kamera wedelte.
/ mashable | So etwas ist laut Limbaugh schlimmer als alles, was Trump ("Grab them by the pussy") getan hatPete Buttigieg's kiss with husband Chasten was a radical moment https://t.co/WII9R28C5M pic.twitter.com/nJqLGlbtuz
Mashable (@mashable) April 16, 2019
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In sozialen Netzwerken wurde Limbaugh für seine Äußerungen scharf kritisiert. Praktisch alle Präsidentschaftskandidaten würden ihre Eheleute öffentlich küssen, auch Trump. Dies werde jedoch nie als Problem angesehen. Der einzige Unterschied: Diese Politiker haben verschiedengeschlechtliche Partner.
Buttigieg auch bei New-Hampshire-Vorwahl stark
Buttigieg wird derweil immer mehr zu einem in der Wählergunst ernstzunehmenden Kandidaten: Bei der zweiten innerparteilichen Vorwahl in New Hampshire konnte er am Dienstag zwar nicht wie in der Vorwoche in Iowa gewinnen, landete aber mit 24 Prozent nur anderthalb Prozentpunkte hinter dem Sieger Bernie Sanders, der aus dem Nachbarstaat Vermont stammt. Der linksgerichtete Sanders ist laut einer Umfrage der Favorit unter LGBTI (queer.de berichtete).
Sowohl Sanders als auch Buttigieg konnten sich damit je neun Delegierte für die Wahl des Präsidentschaftskandidaten auf einem Parteitag im Sommer sichern. Bei den nächsten Vorwahlen in weniger "weißen" Bundesstaaten dürfte Buttigieg allerdings ein wenig zurückfallen, da er sich gerade unter schwarzen Wählern schwer tut. Wettbüros sehen ihn inzwischen allerdings als Nummer drei – knapp hinter Sanders und dem New Yorker Milliardär Michael Bloomberg, aber inzwischen vor Ex-Vizepräsident Joe Biden.
/ CNNHere is CNN's estimate of the New Hampshire delegate count:
CNN (@CNN) February 12, 2020
Bernie Sanders: 9
Pete Buttigieg: 9
Amy Klobuchar: 6#cnnelection https://t.co/LlTbwR2VeZ pic.twitter.com/eNBrtHixpD
Limbaugh war erst vor einer Woche bei der "Rede zur Lage der Nation" von Präsident Donald Trump überraschend eine "Presidential Medal of Freedom" überreicht worden, die höchste zivile Auszeichnung der USA (queer.de berichtete). Der Schritt schockierte viele Demokraten, da Limbaugh mit seinen rechtspopulistischen Thesen seit Jahrzehnten die Gesellschaft mit abwertenden Äußerungen über Ausländer, Umweltpolitiker, Homosexuelle oder andere Gruppen spalte. Dabei hängt er teilweise absurden Verschwörungstheorien an – etwa, dass Feministinnen ("Femi-Nazis") daran schuld seien, dass die männliche Penisgröße schrumpfe (queer.de berichtete). Für Trump ist Limbaugh im Wahljahr besonders wichtig, da dieser dem Präsidenten bislang unkritisch ergeben ist und in praktisch jeder Sendung für ihn wirbt. (dk)
/ realDonaldTrump | Lob für Trump liegt in Limbaughs DNSThanks Rush! @FoxNews pic.twitter.com/x8XogwA8VX
Donald J. Trump (@realDonaldTrump) April 24, 2019
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Ich wünsche diesem Kandidaten viel Glück und Mut .Das wird er brauchen bei den Dreckkübeln die über ihm ausgeleert werden.