Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35510

US-Präsidentschaftswahl

Rush Limbaugh: Küssender Buttigieg ist ein Problem für Eltern

Vor wenigen Tagen wurde Russ Limbaugh von Präsident Trump mit der Freiheitsmedaille ausgezeichnet. Jetzt geht der Kommentator mit Homophobie auf den ersten schwulen möglichen Trump-Herausforderer los.


Rush Limbaugh erhielt am 4. Februar während Trumps "Rede zur Lage der Nation" die US-Version des Bundesverdienstkreuzes – die Auszeichnung wurde ihm von Präsidentengattin Melania Trump überreicht (Bild: The White House)

Der amerikanische Kommentator Rush Limbaugh hat den schwulen US-Präsidentschaftskandidaten Pete Buttigieg in seiner Radiosendung dafür kritisiert, dass er seinen Ehemann öffentlich küsst. Das bereite Eltern von Kindern mehr Probleme als alle Taten von US-Präsident Donald Trump, so seine Andeutung.

Limbaughs Worte sind einflussreich: Der 69-Jährige gehört mit einem Jahreseinkommen von 85 Millionen Dollar zu den reichsten US-Promis und erreicht seit den Achtzigerjahren mit seiner wochentäglichen Sendung "The Rush Limbaugh Show" Millionen von Fans. Sie wird in hunderten Radiosendern übertragen, außerdem wird eine Aufzeichnung der Show im Internet gezeigt.

Konkret sagte Limbaugh laut dem Blog "Media Matters": "Ich habe eine Werbung für Bürgermeister Pete Buttigieg gesehen, in der er erzählte, wie Eltern in Amerika Probleme damit haben, ihren Kindern Präsident Trump zu erklären. Und dann sehe ich das hier." Dabei hielt Limbaugh ein Foto in die Höhe, in dem sich Buttigieg und sein Ehemann bei einer Wahlkampfveranstaltung einen Kuss geben ("das tut er häufig"). An seine Zuschauer gerichtet fuhr Limbaugh fort: "Sie denken – und das ist eine natürliche Schlussfolgerung – wenn er sowas tut, was ist damit?", während er das Bild in die Kamera wedelte.

Twitter / mashable | So etwas ist laut Limbaugh schlimmer als alles, was Trump ("Grab them by the pussy") getan hat

In sozialen Netzwerken wurde Limbaugh für seine Äußerungen scharf kritisiert. Praktisch alle Präsidentschaftskandidaten würden ihre Eheleute öffentlich küssen, auch Trump. Dies werde jedoch nie als Problem angesehen. Der einzige Unterschied: Diese Politiker haben verschiedengeschlechtliche Partner.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Buttigieg auch bei New-Hampshire-Vorwahl stark

Buttigieg wird derweil immer mehr zu einem in der Wählergunst ernstzunehmenden Kandidaten: Bei der zweiten innerparteilichen Vorwahl in New Hampshire konnte er am Dienstag zwar nicht wie in der Vorwoche in Iowa gewinnen, landete aber mit 24 Prozent nur anderthalb Prozentpunkte hinter dem Sieger Bernie Sanders, der aus dem Nachbarstaat Vermont stammt. Der linksgerichtete Sanders ist laut einer Umfrage der Favorit unter LGBTI (queer.de berichtete).

Sowohl Sanders als auch Buttigieg konnten sich damit je neun Delegierte für die Wahl des Präsidentschaftskandidaten auf einem Parteitag im Sommer sichern. Bei den nächsten Vorwahlen in weniger "weißen" Bundesstaaten dürfte Buttigieg allerdings ein wenig zurückfallen, da er sich gerade unter schwarzen Wählern schwer tut. Wettbüros sehen ihn inzwischen allerdings als Nummer drei – knapp hinter Sanders und dem New Yorker Milliardär Michael Bloomberg, aber inzwischen vor Ex-Vizepräsident Joe Biden.

Twitter / CNN

Limbaugh war erst vor einer Woche bei der "Rede zur Lage der Nation" von Präsident Donald Trump überraschend eine "Presidential Medal of Freedom" überreicht worden, die höchste zivile Auszeichnung der USA (queer.de berichtete). Der Schritt schockierte viele Demokraten, da Limbaugh mit seinen rechtspopulistischen Thesen seit Jahrzehnten die Gesellschaft mit abwertenden Äußerungen über Ausländer, Umweltpolitiker, Homosexuelle oder andere Gruppen spalte. Dabei hängt er teilweise absurden Verschwörungstheorien an – etwa, dass Feministinnen ("Femi-Nazis") daran schuld seien, dass die männliche Penisgröße schrumpfe (queer.de berichtete). Für Trump ist Limbaugh im Wahljahr besonders wichtig, da dieser dem Präsidenten bislang unkritisch ergeben ist und in praktisch jeder Sendung für ihn wirbt. (dk)

Twitter / realDonaldTrump | Lob für Trump liegt in Limbaughs DNS



#1 dellbronx51069Anonym
  • 12.02.2020, 17:54h
  • Es war ja klar dass diese Karte in der US Theokratie über kurz odèr lang bei Buttigieg gezogen würde.
    Ich wünsche diesem Kandidaten viel Glück und Mut .Das wird er brauchen bei den Dreckkübeln die über ihm ausgeleert werden.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Carsten ACAnonym
  • 12.02.2020, 18:42h
  • Jaja, ein Kuss ist schon eine große Gefahr.

    Dann lieber um sich schießende Actionhelden statt Liebe....
  • Antworten » | Direktlink »
#3 FinnAnonym
  • 12.02.2020, 19:02h
  • "Sie denken und das ist eine natürliche Schlussfolgerung wenn er sowas tut, was ist damit?"

    Was soll denn schon damit sein?

    Das ist nicht mehr und nicht weniger, als wenn ein anderer Politiker den Partner oder die Partnerin küsst.

    So what?

    Get over it...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 DramaQueen24Profil
  • 13.02.2020, 02:56hBerlin
  • Limbaugh ist in den USA unter Rechten und Fundichristen beliebt, nicht jedoch bei kritisch denkenden Menschen. Warum wohl?
    Vielleicht, weil er lieber hetzt, als Fakten vertritt, weil er ein Anhänger von Verschwörungstheorien ist?
    Ich weiß es nicht!
  • Antworten » | Direktlink »
#5 DramaQueen24Profil
  • 13.02.2020, 03:00hBerlin
  • Antwort auf #2 von Carsten AC
  • Achtung, Satire:
    Ein schwuler Kuss ist gefährlicher als ein Mösen grabschender Präsident.
    Ein schwuler Kuss untergräbt die heilige patriarchalische Ordnung, wonach Männer fremdgehen dürfen, Frauen jedoch nicht (sind schließlich das "Eigentum" des Mannes).
    Ein schwuler Kuss fördert öffentliche Unmoral (dafür lieber Frau und Kinder schlagen, vergewaltigen und ermorden, denn schließlich ist das "normal").
    Satire aus!
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Ralph
  • 13.02.2020, 09:43h
  • In der Tat: Buttigieg betreibt die perfideste Form der Frühsexualisierung und des Genderwahns überhaupt. Allein um Kinder zu verwirren und Eltern zu ängstigen, bewirbt er sich um das Präsidentenamt und macht seinen Wahlkampf zu einer öffentlich zelebrierten perversen Sexorgie. Und das Schlimmste: Er verweigert beleidigende und anzügliche Äußerungen über Frauen und darüber, wie man ihnen an die Pussy fasst. Dabei sind es doch gerade solche Sexsprüche eines Präsidenten, die die Jugend dringend braucht, um sich richtig orientieren zu können. Nicht Liebe zeigen, sondern möglichst eklig von Sex reden - das ist das Gebot der Stunde. The Donald kann das. Dass Trump sich einen Hetzer gegen Buttigieg engagiert, indem er ihm den höchsten Orden verleiht, ist schon nur noch die üblich gewordene Selbstbedienung, die die amerikanische Öffentlichkeit sowieso klaglos hinnimmt. Man stelle sich vor, Friedrich Merz kaufe sich einen Schmierenjournalisten durch Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (den Einfluss hätte er sicher), damit der gegen Jens Spahn hetze.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 ahmadAnonym
  • 13.02.2020, 09:44h
  • widerlicher Kerl dieser Rush Limbaugh

    so ein typ hätte im dritten reich bei uns in Deutschland sehr große Karriere gemacht
  • Antworten » | Direktlink »
#8 TheDadProfil
#9 TheDadProfil
  • 13.02.2020, 12:09hHannover
  • Antwort auf #6 von Ralph
  • ""Man stelle sich vor, Friedrich Merz kaufe sich einen Schmierenjournalisten durch Verleihung des Bundesverdienstkreuzes (den Einfluss hätte er sicher), damit der gegen Jens Spahn hetze.""..

    Ich bin mir sicher, es gibt von diesen ""Schmierenjournalisten"" auch ohne Einfluß von Merz und ohne Bundesverdienstkreuz schon genügend, die mit den Hufen scharren um loslegen zu können..

    Die "BILD" hat ja mit ihrem Artikel schon einmal ausgelotet wie weit man künftig gehen könnte, um hinterher nicht blöde aufzufallen..

    Man schaut "dem Volk" ja bloß aufs Maul um nachher deren "Meinung" wiedergeben zu können..
    Perfide versteckte Homophobie unter dem Deckmantel einer irrelevanten Frage..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDadProfil
  • 13.02.2020, 12:11hHannover
  • Antwort auf #7 von ahmad
  • ""so ein typ hätte im dritten reich bei uns in Deutschland sehr große Karriere gemacht""..

    Dieser Tyt hat in den USA eine sehr große Karriere gemacht..

    Doch was sagt das jetzt über die USA im Vergleich zum 3.Reich ?
  • Antworten » | Direktlink »