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TV-Schauspielerin outet sich

Christina Hecke ist seit zwei Jahren mit einer Frau verheiratet

Im Alter von 40 Jahren spricht die aus vielen deutschen TV-Produktionen bekannte Schauspielerin über die Liebe zu ihrer Ehefrau. Der Begriff "lesbisch" behage ihr aber überhaupt nicht.


Christina Hecke spielte in den letzten Jahren in unzähligen deutschen Serien mit (Bild: Jens Best / flickr)

Die deutsche TV- und Filmschauspielerin Christina Hecke hat sich in einem Interview mit der "Bild"-Zeitung geoutet. Sie sei bereits seit acht Jahren mit der Berliner Fotografin Stefanie Henn liiert, im April 2018 habe das Paar standesamtlich geheiratet.

"Ich kann kein ehrliches Leben führen, wenn ich an einer Stelle immer lüge", so begründete die 40-Jährige ihre neue Offenheit. Sie erklärte, sie habe diese persönlichen Information bislang zurückgehalten, weil sie sich und ihre Frau "vor Angriffen durch Dritte schützen" wollte. Weiter sagte sie: "Ich mag den Begriff lesbisch übrigens überhaupt nicht. Da steckt irgendwie immer noch wenig bis gar keine Wertschätzung drin."

Auf die Frage, ob sie jetzt Angst habe, weniger Filmangebote zu erhalten, antwortete Hecke: "Ich habe in meinem Leben die Erfahrung gemacht: Wenn ich mich für Angst entscheide, dann entscheide ich mich für das Gefängnis. In dem Moment wo ich mich für die Kraft entscheide, entscheide ich mich für die Freiheit."

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Kein Kinderwunsch

Eine Regenbogenfamilie planten Hecke und ihre Frau bislang offenbar nicht: "Ich hatte oft eine Idee davon, mich als Mutter zu sehen. Aber Kinderkriegen ist für mich in diesem Leben nicht meine Aufgabe."

Anlass für das Coming-out ist für Hecke die Veröffentlichung der Autobiografie "Mal ehrlich: Mein Blick hinter unser Leben". Dabei erzählt sie von ihrer schwierigen Jugend; so habe sie mit 15 Jahren einen Suizidversuch unternommen.

Die 1979 in Stuttgart geborene Schauspielerin war in vielen TV-Produktionen wie "Tatort", "Polizeiruf 110" (beide Das Erste) oder "Wilsberg" (ZDF) dabei. Sie spielte auch in einer Folge der ARD-Satireserie "Kroymann" mit. Außerdem stellte sie die Freundin von Henning Baums Figur in der Sat.1.-Krimiserie "Der letzte Bulle" dar. Zuletzt stand sie für den Südwestrundfunk für die schwäbische Mudartserie "Spätzle Arrabiata" vor der Kamera. Im Kino war sie unter anderem in der Filmkomödie "Hot Dog" an der Seite von Til Schweiger und Matthias Schweighöfer zu sehen. (dk)



#1 T-800Anonym
  • 12.02.2020, 19:58h
  • Erwähnenswert wäre vielleicht noch, dass sie in "Brief an mein Leben" quasi Anne Will gayspielt hat.
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#2 Schrödingers LesbeAnonym
  • 13.02.2020, 00:10h
  • "Ich mag den Begriff lesbisch übrigens überhaupt nicht. Da steckt irgendwie immer noch wenig bis gar keine Wertschätzung drin."

    Die Menschen, die den Begriff "lesbisch" abwertend verwenden, werden Sie, liebe Frau Hecke, auch dann nicht stärker wertschätzen, wenn Sie versuchen, zugleich mit dem Begriff auch das anhaftende Stigma zu umschiffen. Für die sind sie eine olle Lesbe, und die werden Sie damit abwerten, ob Sie selbst das schlimme L-Wort nun verwenden oder nicht.

    Wie eine politische Solidarität oder Emanzipation gelingen soll, wenn man sich selbst die Begriffe wegnimmt, die die eigene Identität bezeichnen könnten, das muss mir mal jemand erläutern.

    Vielleicht urteile ich hier ja voreilig, aber bei solchen Sätzen habe ich immer den Verdacht, dass eine möglichst geschmeidige Assimilation dem solidarischen politischen Handeln und der selbstbewussten Differenzhaltung vorgezogen wird.

    Naja, nicht jede prominente Lesbe, Entschuldigung: Frau, die mit einer Frau zusammenlebt, qualifiziert sich auch gleich für den Sichtbarkeits-Award.

    Aber das kann jede Person halten, wie sie mag. Meine eigenen Strategien sind halt andere.
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#3 FilipProfil