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USA

Trump-Regierung unterstützt homophobe Organisation "Nutten für Jesus"

Erneut bringt ein Whistleblower das Weiße Haus in Erklärungsnot: Die US-Regierung habe Geld für Organisationen gegen Menschenhandel unter anderem an Hardcore-Christen weitergeleitet, die das Geld für Evangelisation nutzen. Das ist eigentlich illegal.


In drei Jahren soll die homophobe Organisation der Ex-Sexarbeiterin Annie Lobert 530.190 US-Dollar aus dem Staatshaushalt erhalten haben (Bild: Facebook / Hookers for Jesus)

  • 12. Februar 2020, 15:37h 6 2 Min.

Das amerikanische Justizministerium soll Zuschüsse für Organisationen, die sich um Opfer des Menschenhandels kümmern, illegal an die in Nevada beheimatete homophobe Gruppe "Hookers for Jesus" (Nutten für Jesus) weitergeleitet haben. Wie die Nachrichtenagentur Reuters berichtet, habe ein Whistleblower den Skandal zum Vorschein gebracht.

Demnach habe die Trump-Regierung in den letzten drei Jahren mehr als eine Million Dollar nicht an von unabhängiger Seite als föderwürdig bewertete Hilfsorganisationen geleitet, sondern aus politischen Gründen an andere Gruppen. Neben den "Nutten für Jesus" erhielt eine Organisation aus South Carolina eine sechsstellige Förderung, die von der Tochter eines prominenten Republikaners geführt wird. Die Familie hatte Trump im letzten Wahlkampf Spenden zukommen lassen.

Die "Nutten für Jesus" werden von der Ex-Prostituierten Annie Lobert geleitet, die eigenen Angaben zufolge inzwischen eine "wiedergeborene Christin" ist. Die Organisation hilft zwar Opfern von Menschenhandel in einem "Safe House", also einer sicheren Unterkunft – sie steht aber in der Kritik, weil sie offenbar von diesen Opfern verlangt, an evangelikalen Gottesdiensten teilzunehmen. Außerdem heiße es in einem Handbuch der Gruppe, dass Homosexualität unmoralisch sei. Wer auf dem Gelände der Organisation wohne, sei es verboten, "säkulare" Magazine mit "weltlichen Tipps über das Leben, Sex, Kleidung und Make-up" zu besitzen.

"Nutten für Jesus" weisen Vorwürfe zurück

Laut dem Reuters-Bericht könne dieser Zuschuss als Verstoß gegen Bundesrecht gewertet werden, das öffentliche Gelder für Evangelisation verbietet. Lobert wies gegenüber Reuters die Vorwürfe zurück. Personen im "Safe House" würden nicht gezwungen werden, Gottesdienste besuchen. "Wir diskriminieren niemanden", behauptete die 52-Jährige. "Allerdings sind wir Christen. Und bevor jemand zu uns kommt, machen wir deutlich, dass wir Christen sind."

Die Fördermittel waren zuvor an zwei andere Gruppen gegangen, darunter auch eine katholische Organisation. Ihnen wurde offenbar zum Verhängnis, dass sie die restriktive Einwanderungspolitik der Trump-Regierung kritisiert hatten. (dk)

-w-

#1 Carsten ACAnonym
  • 12.02.2020, 18:41h
  • "Das ist eigentlich illegal."

    In einem Land, in dem sich die Finanz-Elite alles erlauben kann, spielt das keine Rolle.
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#2 DramaQueen24Ehemaliges Profil
  • 13.02.2020, 02:51h
  • Trump zeigt immer wieder sein wahres Gesicht! Seine "Freunde" bekommen Kohle, die ihn kritisieren, nicht! Und Geld an Fundichristen zu geben, oder Organisationen, die nachweislich Trump Geld zukommen ließen, geht schon mal gar nicht! Aber seit er Dank seiner willfährigen "Freunde" im Senat das Impeachment gewonnen hat, glaubt er, sich alles erlauben zu können. Sogar, sich in Anträge von Staatsanwaltschaften einzumischen!
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#3 DramaQueen24Ehemaliges Profil