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Las Vegas

Anschlag auf queere Bar geplant: Neo-Nazi bekennt sich schuldig

Conor Climo wollte ein Massaker in einer queeren Bar anrichten und eine Synagoge in die Luft jagen, doch das FBI stoppte ihn rechtzeitig. Jetzt drohen dem Rechtsextremisten bis zu drei Jahre Haft.


- seine Verhaftung im vergangenen Jahr schaffte es bis in die nationalen Nachrichtensendungen (Bild: Screenshot NBC)

Der 24-jährige Rechtsextremist Conor Climo hat sich am Montag in der amerikanischen Spielermetropole Las Vegas schuldig bekannt, mehrere Anschläge aus Hass auf Homosexuelle und Juden geplant zu haben. Er hatte konkret geplant, ein Massaker in einer queeren Bar und einen Bombenanschlag auf eine Synagoge oder das Büro der jüdischen Bürgerrechtsorganisation Anti-Defamation League zu verüben.

Wegen der Planung derartiger Anschläge droht ihm nach dem Schuldeingeständnis eine Haftstrafe von zwei bis drei Jahren. Der Richter will das Urteil am 14. Mai verkünden. Hätte er sich "nicht schuldig" bekannt, wäre laut der Nachrichtenagentur AP ein Strafmaß von bis zu zehn Jahren Haft und/oder eine Geldstrafe in Höhe von bis zu 250.000 US-Dollar (230.000 Euro) möglich gewesen.

Twitter / USAO_NV | Die Staatsanwaltschaft sieht das Schuldeingeständnis als Erfolg an, um "potenzielle hassmotivierte Massengewalt" proaktiv zu bekämpfen

Climo war im vergangenen August in Las Vegas von FBI-Beamten verhaftet worden (queer.de berichtete). In seiner Wohnung konnten die Beamten mehrere Materialien zum Bombenbau sicherstellen, darunter etwa Thermit und Schwefelsäure. Der Verhaftete habe sofort zugegeben, "Afro-Amerikaner, Juden und Homosexuelle" gehasst zu haben; er habe deshalb versucht, Bomben herzustellen, teilten die Behörden damals mit. Außerdem habe er Kontakte zu anderen militanten Neo-Nazis gesucht, um gemeinsam ein "Sniper Platoon" (eine Scharfschützeneinheit) zu gründen.

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Kontakte zur Terrororganisation "Atomwaffen Division"

Die Bundespolizei war Climo auf die Schliche gekommen, weil er Kontakte zur rechtsterroristischen Organisation "Atomwaffen Division" (AWD) gehabt hatte. Laut dem FBI unterstütze die AWD Gleichgesinnte in Waffenausbildung und gebe Hilfestellung beim Bombenbau. Ziel sei es, den "Rassenkrieg" zu starten. Hauptanschlagsziele der AWD, die in den letzten Jahren für mehrere rechte Attacken mitverantwortlich gemacht wurde, seien neben Einrichtungen der US-Bundesbehörden insbesondere Minderheiten wie Juden und Homosexuelle.

2016 hatte der Lokalsender KTNV einen Bericht über Climo gesendet, in dem er ankündigte, eine Bürgerwehr starten zu wollen. Er wolle mit dem unter Amokläufern beliebten Sturmgewehr AR-15 in der Nachbarschaft patrouillieren, sagte er damals. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 13.02.2020, 11:51h
  • Der ist eine tickende Zeitbombe und eine Gefahr für die Gesellschaft. Hoffentlich wird der nie mehr auf die Menschheit losgelassen.
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#2 gastAnonym
#3 PepeTheFrogAnonym
#4 PiakAnonym
#5 SqueezerAnonym
  • 13.02.2020, 15:28h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Jemand der einen MASSENMORD geplant hat und nur durch Glück nicht ausführen konnte, muss also einer Haftstrafe von 2 bis 3 Jahren entgegensehen. Wow! Und ich dachte, nur in Deutschland gäbe es eine so menschenverachtente Justiz. Dann kann er ja in ein paar Jahren, wenn er wieder draußen ist, da weiter machen, wo er aufgehört hat.
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#6 Miguel53deProfil
  • 13.02.2020, 23:03hOttawa
  • Antwort auf #5 von Squeezer
  • Also bei allem Verständnis über die Furcht, die solche Menschen auslösen. Deutschland eine menschenverachtende Justiz zu bescheinigen? Und das im Vergleich zur US-Amerikanischen?

    Das zeugt nicht gerade von Kenntnis der völlig anderen, absolut gegensätzlichen Justiz in beiden Ländern.

    Ich bin mit Dir einig darüber, dass der Typ gleich hinterher da weitermachen kann, wo er aufgehört hat. Da fürchte ich mich ebenfalls. Und habe dafür auch keine direkte Lösung parat.

    Trotzdem ist Deine Anmerkung gänzlich unangebracht. Das erlaube ich mir nicht zuletzt, weil ich als ehemaliger Schöffe in Deutschland die Stärken und Schwächen deutscher Gerichte ein bisschen beurteilen kann.
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