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USA

Schwuler Polizist erhält wegen Diskriminierung 10 Millionen Dollar

Jahrelang war Keith Wildhaber wegen seiner Homosexualität von Kollegen gemobbt und von Vorgesetzten bei Beförderungen übergangen worden. Jetzt einigte er sich mit den Behörden auf eine Schadensersatzzahlung.


Keith Wildhaber hat gewonnen: Das Polizeipräsidium in St. Louis, das offenbar noch bis vor kurzem ein Mekka der Homo-Hasser war, muss LGBTI-freundlicher werden

Ein offen schwuler Polizist mit 22 Dienstjahren hat sich diese Woche mit der Bezirksverwaltung von St. Louis (US-Bundesstaat Missouri) außergerichtlich auf eine Schadensersatzzahlung in Höhe von 10,25 Millionen US-Dollar (9,4 Millionen Euro) geeinigt. Keith Wildhaber hatte den Bezirk zuvor wegen Diskriminierung aufgrund seiner sexuellen Orientierung verklagt.

Eine Geschworenenjury sprach ihm deshalb im Oktober in erster Instanz einen Schadensersatz in Höhe von 19,9 Millionen Dollar zu (queer.de berichtete). Mit der jetzt bekannt gegebenen außergerichtlichen Einigung erreichen beide Seiten, dass der Fall nun abgeschlossen ist und keine weitere Gerichts- und Anwaltskosten anfallen.

Wildhabers Anwälte erklärten, sie seien mit der Einigung zufrieden. Diese schließe auch eine Beförderung ihres Mandanten ein, der künftig die neu formierte Einheit für Vielfalt und Inklusion im Polizeipräsidium leiten werde.

Direktlink | Bericht in den Lokalnachrichten

Vorgesetzter: Tu nicht so schwul!

Mit der Einigung endet eine mehr als mehrjährige Odyssee: Wildhaber hatte den Bezirk 2017 verklagt und behauptet, er sei insgesamt 23 Mal bei Beförderungen übergangen und zuletzt gegen seinen Willen versetzt worden. Ferner habe ihm ein Mitglied der fünfköpfigen Polizeikommission im Jahr 2014 gesagt, dass Homosexualität in der Polizeiführung als nicht akzeptabel gelte. Wolle er befördert werden, müsse er seine sexuelle Orientierung in der Öffentlichkeit verstecken und solle "nicht so schwul tun". Außerdem hieß es in der Klageschrift, dass Wildhaber andauernd von Kollegen homophob gemobbt worden sei, ohne dass dies zu Konsequenzen geführt habe.

Seine Anwälte hatten argumentiert, dass ihr Mandant diskriminiert worden sei, "weil er sich nicht den geschlechtsbasierenden Normen, Erwartungen und/oder Präferenzen des Bezirkes angepasst" habe. Er sei bestraft worden, "weil er nicht den Klischee-Normen dessen entspricht, was ein 'Mann' zu sein hat". (dk)



#1 ahmadAnonym
#2 Miguel53deProfil
  • 13.02.2020, 22:52hOttawa
  • Sehr gutes Resultat. Hoffentlich versucht und kann ein Trump so ein Urteil nicht über seinen Beschützer Barr verwässern. Nur mal as ironische Anmerkung.

    Im Artikel steht, der Kläger/Gewinner würde nun ein neue, hoffnungsvolle Abteilung gegen Diskriminierung leiten. Im TV-Bericht heißt es allerdings, er trete in den Ruhestand und das habe nichts mit seinem juristischen Erfolg zu tun.

    Was denn nun?

    Den Ruhestand gönne ich ihm. Die angekündigte Aufgabe wäre allerdings sehr hilfreich.
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