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#NichtMitUns

LSVD ruft zur Teilnahme an Protesten in Erfurt auf

Mit der Forderung "Kein Pakt mit Faschist*innen" will ein breites Bündnis der Zivilgesellschaft in der thüringischen Hauptstadt demonstrieren. Auch der LSVD ruft dazu auf, nach Erfurt zu kommen.


Am Samstag wollen verschiedene Gruppen dafür demonstrieren, dass Demokraten nicht mit Faschisten zusammenarbeiten sollten

"Lasst uns gemeinsam und lautstark auf dem Domplatz deutlich machen, dass es in Thüringen keine Zusammenarbeit mit rechten Parteien geben darf." Mit diesen Worten ruft Sabine Stelzl, Landesvorstandsmitglied des Lesben- und Schwulenverbandes Thüringen, zur Teilnahme an der Großdemonstration "#Nichtmituns: Kein Pakt mit Faschist*innen – niemals und nirgendwo!" am Nachmittag des 15. Februar in Erfurt auf, zu der mehrere tausend Menschen erwartet werden.

Anlass ist, dass sich der FDP-Politiker Thomas Kemmerich am 5. Februar mit Hilfe von Stimmen der besonders radikalen Höcke-AfD zum Ministerpräsidenten hat wählen lassen. Dies war bereits kurz nach der Wahl scharf vom LSVD-Bundesverband kritisiert worden (queer.de berichtete).

Die Thüringer LSVD-Aktivisten weisen insbesondere auf die extreme Homo- und Transphobie der Rechtsextremisten hin: "Die AfD greift mit ihrer LSBTIQ*-Feindlichkeit die Grundfesten unserer Gesellschaft an und gefährdet so das friedliche Miteinander in Thüringen", so Stelzl. "Daher darf es zukünftig keinerlei Zusammenarbeit mit der AfD im Landtag geben, das gilt für alle demokratischen Parteien."

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Auch Gewerkschafter, Umweltaktivisten und Bürgerrechtler demonstrieren gegen Höcke-AfD

Nicht nur LGBTI-Aktivisten, auch viele andere Organisationen unterstützen den Aufruf. Darunter befinden sich etwa der Deutsche Gewerkschaftsbund (DGB), die Globalisierungskritiker von Attac Deutschland, der Bund für Umwelt und Naturschutz (BUND), die Initiative Schwarze Menschen und die Omas gegen Rechts.

Die Organisatoren begründen die Demo damit, dass der 5. Februar einen "Tabubruch" markiere. "CDU und FDP haben gemeinsam mit der extrem rechten AfD in Thüringen einen Ministerpräsidenten gewählt. Auch wenn dieser inzwischen zurückgetreten ist, zeigt die Brandmauer gegen Faschist*innen seitdem einen tiefen Riss", so das Bündnis "#Unteilbar". "Wir als solidarische Zivilgesellschaft lassen uns diesen Tabubruch nicht bieten und werden mit der Demonstration ein deutliches Zeichen setzen. Unser Antifaschismus ist #unteilbar!" (cw)

15.02, Erfurt #NichtMitUns. Kommt zahlreich morgen nach Erfurt zur Großdemonstration ?????? Lasst uns gemeinsam und…

Gepostet von LSVD Thüringen am Freitag, 14. Februar 2020
Facebook / LSVD Thüringen

Demonstration #NichtMitUns

15. Februar 2020 um 13.00 Uhr am Domplatz in Erfurt


#1 FinnAnonym
  • 14.02.2020, 16:12h
  • Diesem Aufruf kann ich mich nur anschließen.

    Was CDU und FDP in Thüringen versucht haben, ist ein Skandal und ein Dammbruch, den es seit dem "Dritten Reich" nicht gegeben hat.

    Hier wurde Vertrauen in die Demokratie zerstört und die AfD wurde salonfähig gemacht.

    Dem müssen wir uns mit aller Macht entgegenstellen und zeigen, dass wir das nicht akzeptieren.

    Wehret den Anfängen.
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#2 GerritAnonym
  • 14.02.2020, 17:38h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • "Was CDU und FDP in Thüringen versucht haben, ist ein Skandal und ein Dammbruch"

    Von der CDU erwarte ich eh nichts anderes.

    Aber auch die FDP hat ihr wahres Gesicht gezeigt.

    Für die Thüringer FDP mag man die Bundes-Partei nur begrenzt verantwortlich machen können.

    ABER:
    Christian Lindner hat das zunächst runtergespielt und wollte das so lassen, falls es funktioniert. Erst einen Tag später ist er aufgrund des medialen und öffentlichen Drucks zurückgerudert.

    Und so jemand gewinnt dann auch noch eine Vertrauensabstimmung in der FDP.

    Oder Wolfgang Kubicki, der die Vorgänge in Thüringen sogar bejubelt hat und immer noch seine Ämter hat und keinerlei Konsequenzen fürchten muss.

    Für die Vorgänge in Thüringen ist nur die Thüringer FDP verantwortlich. Aber für die Reaktionen der Bundes-FDP ist die Bundes-FDP verantwortlich.
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#3 Carsten ACAnonym
  • 14.02.2020, 18:14h
  • Wenn so eine Kungelei mit rechten Parteien stattfindet wie in Thüringen, ist es erste Bürgerpflicht eines jeden Demokraten, Flagge zu zeigen und dagegen zu demonstrieren.

    Egal ob man LGBTI oder hetero ist.
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