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Kommentare zu:
Wie die Magdeburger "Volksstimme" gegen LGBTI-Aufklärung hetzt


#1 DramaQueen24Profil
  • 15.02.2020, 10:07hBerlin
  • Das ist nicht die "Volkes Stimme", das ist Müll, was der Typ verbreitet. Und Müll gehört in den Mülleimer!
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#2 MaenneAnonym
  • 15.02.2020, 10:22h
  • Da scheint er ja in guter Tradition zu sein. Sein Vorgänger war mal Redakteur einer rechtsextremen Burschenschaftschaftszeitschrift. Sagt jedenfalls Wikipedia.
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#3 Ralph
  • 15.02.2020, 11:17h
  • In meiner Schulzeit (1968-82) haben wir über Sexualität, sexuelle Orientierung und Geschlechtsidentität sowie über die Stellung entsprechender Minderheiten in der Geschichte und aktuell in der Gesellschaft gelernt: NULL. Dahin möchte dieser Redakteur zurück. Alles, was vor der Hochzeitsnacht (natürlich der heterosexuellen) liegt, ist schädliche Frühsexualisierung. Alles, was außerhalb der Ehe (wiederum der heterosexuellen) läuft, ist Sünde. Alles, was nicht heterosexuell ist, ist pervers. Alles, was nicht binär männlich oder weiblich ist, ist geisteskrank. So darf man denken. Das darf man sogar schreiben. Wir sind ein freies Land. Aber man darf sich nicht wundern, wo man dann politisch verortet wird.
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#4 PiakAnonym
#5 Homonklin_NZAnonym
  • 15.02.2020, 19:50h
  • Der Typ will Menschen verbieten, die ihm nicht in sein imaginäres Volk passen. Aber was will man auch erwarten, in der Art Ductus und Umfeld, wo man sich das Volk zurechtknetet und dessen Stimme auf Marschtakt moduliert?

    Habe von dem Blatt noch nie gehört, noch was gelesen. Allzu prominent dürfte das nicht sein. Zumindest nicht in der ungefähren Mitte des ungefähr informativen, journalistisch qualitativen Mainstream.

    Qualität, die da also bemängelt wird, und selbst wohl kaum geboten wird. Ja, solche Nischenhefte gibt es heutzutage zuhauf.
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#6 FinnAnonym
  • 15.02.2020, 21:00h
  • Solche Verunglimpfungen müssen dazu führen, die Bestrebungen noch zu verstärken. Denn sie zeigen, dass noch viel Aufklärungsarbeit nötig ist.

    Vor allem muss das endlich verpflichtend im Lehramtsstudium in ganz Deutschland werden, damit alle Schüler Lehrer haben, die auch in diesem Themenbereich ausgebildet wurden und für alle Schülerinnen und Schüler ein offenes Klima schaffen können, wo alle gerne zur Schule gehen und niemand Angst haben muss.

    Bildung ist Deutschlands einzige Ressource. Da kann es sich Deutschland nicht leisten, Schüler aus ideologischen Gründen einer schrillen Minderheit dumm zu halten.

    Es geht nicht nur um die LGBTI-Schüler, sondern auch um die Hetero-Schüler, die auch davon profitieren, etwas über die reale Welt zu lernen und die ohne Hass leichter durchs Leben zu kommen.
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#7 keyjahn
  • 15.02.2020, 23:58h
  • Ich habe 2004 für ein Journalistenbüro gearbeitet, dass einige der Bereiche der Volksstimme beigesteuert hat. Zumindest unser Büro war sehr offen und aufgeschlossen. Zu lesen, was aus dem Blatt geworden ist, ich hatte immer gute Erinnerungen an die Zeit, aber vielleicht auch nur, weil ich nie mit der Hauptzentrale arbeiten musste.
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#8 lindener1966Profil
#9 FatalyAnonym
  • 16.02.2020, 09:44h
  • Antwort auf #6 von Finn
  • "wo alle gerne zur Schule gehen und niemand Angst haben muss."

    Schule war für mich wie Gefängnis mit Ausgang und selbst während des Ausgangs musste man stets damit rechnen, von Feinden aus dem Schulumfeld überfallen zu werden. Es war eine Umgebung in der ich meinen Peinigern ausgeliefert war und niemand hat mir geholfen. Nur geringfügig anders sein hat da gereicht. Das muss aufhören, aber ich glaube nicht, dass das klappen wird. Die meisten Menschen sind halt im Innern primitive Tiere, selbst wenn sie die Maske eines Menschen tragen.
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#10 Ralph
  • 16.02.2020, 11:27h
  • Antwort auf #9 von Fataly
  • Ja, so kenne ich das auch aus meiner Schulzeit. Allerdings musste ich die 9. Klasse wiederholen, so dass ich in einen anderen Jahrgang wechselte. Und schlagartig war Ruhe. Nicht dass ich nicht weiter fühlbar ausgegrenzt worden wäre, das war weiter so, aber nicht mehr -wie vorher- von allen. Es gab nun tatsächlich Leute, die da nicht mehr mitmachten. Und die offenen Anfeindungen, Beleidigungen, Bedrohungen und körperlichen Angriffe, die ich neun Jahre lang gewohnt gewesen war - die fielen einfach weg. Erklären kann ich mir das bis heute nicht.
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#11 AlexAnonym
  • 16.02.2020, 16:53h
  • Antwort auf #8 von lindener1966
  • Für alle, die hier auf den vermeintlich rechten Titel des Blatts und dessen Irrelevanz verweisen:

    Die Magdeburger Volksstimme erscheint seit 1890 unter diesem Titel und gehört damit zu den traditionsreichsten Zeitungen auf dem deutschen Markt

    So schlimm das Geschreibsel des Chefredakteurs auch sein mag, nervt mich in diesem Kontext dann doch die leider sehr westdeutsche Haltung: Kenn ich nicht, muss also unwichtig sein.

    Es ist ein bisschen schade - und das sage ich als gebürtiger Hesse - wie wenig sich viele mit Ostdeutschland beschäftigen und lieber aus der Ferne Kritik, Spott und Häme austeilen.

    Alex
    Wahlheimat Leipzig seit 2010
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#12 Homonklin_NZAnonym
#13 lindener1966Profil
  • 17.02.2020, 00:26hHannover
  • Antwort auf #11 von Alex
  • Ganz ruhig Blut. Es ist mir schon klar, dass das Blatt schon recht alt ist. Seit den 20ern (letztes Jahrhundert oder vielleicht schon vorher) ist der Begriff "Volk" aber ziemlich toxisch geworden. Denn "Volk" meint eben nicht mehr "die Bevölkerung", egal ob in Ost- oder Westdeutschland. Nichts anderes habe ich gemeint. Und ich muss mich schon um ostdeutsche Befindlichkeiten kümmern, meine Familie wohnt nämlich in Thüringen....Soviel dazu. Ansonsten kümmert sich in Norddeutschland auch niemand um bayerische Befindlichkeiten, wenn er keinen persönlichen Bezug dazu hat. Das finde ich ganz normal.
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#14 Ralph
  • 17.02.2020, 14:10h
  • Der Begriff "Volk" im Sinne des Grundgesetzes meint einfach die Gesamtheit aller Personen, die die Staatsangehörigkeit der Bundesrepublik Deutschland besitzen. Daran ist nichts völkisch oder nationalistisch, schon gar nicht nationalsozialistisch. Die NS-Ideologie verwendete den Begriff "Volk" nicht in diesem Sinne, sondern sprach von der "Volksgemeinschaft" und deutete den Begriff "Volk" nicht staatsrechtlich, sondern rassistisch. Wir sollten uns hüten, jedes Wort, das auch Nazis benutzten, als auf alle Zeiten vergiftet zu betrachten und nicht mehr zu verwenden. Nach dieser kurzsichtigen Denkweise wäre sogar das Wort "Friede" nationalsozialistisch, denn der für 1939 angesetzte Massenaufmarsch der Nazis hieß "Parteitag des Friedens". Parteitage dürfte es dann ohnehin nicht mehr geben, bestenfalls Parteiversammlungen (oder wie bei den Grünen "Bundesdelegiertenkonferenzen"). Auch dürften wir unsere Sprache nicht mehr Deutsch nennen und unsere Heimat nicht mehr Deutschland, sondern vielleicht Südgermanisch zur Sprache sagen und den frühmittelalterlichen Namen für Deutschland wiedereinführen: Ostfranken. Derartige Sprachpolizei bringt erstens nichts und ist zweitens einfach nur lächerlich. Was nun Zeitungsnamen angeht, so sind die in der Tat zum Teil so alt, dass man kaum noch weiß, wo sie herkommen. So ist der Trierische Volksfreund nicht etwa eine NS-Postiille, sondern lediglich die Übersetzung von Ami du Peuple, der Zeitung der französischen Besatzungsmacht in den 1790er Jahren. Anders sieht es mit manchen Begriffen aus, die nationalsozialistisch sind, aber als solche gar nicht erkannt werden, typisches Beispiel: Deutsche Weinstraße, eine Wortschöpfung von Joseph Bürckel, dem Statthalter der Westmark (die heute Pfalz heißt). Der Name wurde gleich nach dem Krieg abgeschafft, aber nach kurzer Zeit wiedereingeführt, vermutlich weil er so schön werbewirksam für den Weinbau und den Tourismus ist. Tatsächlich wirbt er nur für den NS-Staat. Nicht umsonst beginnt die Weinstraße im Süden mit einem bombastischen, noch heute vorhandenen Tor, das ein riesiger nationalsozialistischer Prunkadler ziert. Nur das Hakenkreuz hat man entfernt.
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