Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35537

Polizeibericht

Regenbogenkiez: Trans Frau mit Reizgas besprüht

Erneut kam es in Berlin zu einer transfeindlichen Straftat: In der Fuggerstraße wurde eine trans Frau am Sonntagmorgen von zwei Männern bedrängt, beleidigt und angegriffen.


Der Tatort Fuggerstraße liegt mitten im Berliner Regenbogenkiez (Bild: Alte Wilde Korkmännchen / flickr)

Am Sonntagmorgen wurde eine trans Frau im sogenannten Berliner Regenbogenkiez im Stadtteil Schöneberg von bisher zwei Unbekannten belästigt. Die meldete die Polizei der Hauptstadt am Mittag.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand trafen die beiden Männer gegen 6.15 Uhr in der Fuggerstraße auf die Frau und sollen versucht haben, diese mit Annäherungsversuchen zu bedrängen. Nachdem das Duo von ihr abgewiesen wurde, soll einer der Männer die Frau mit Reizgas besprüht und sie transphob beleidigt haben. Im Anschluss entfernten sich die mutmaßlichen Täter in Richtung Motzstraße.

Die trans Frau blieb körperlich unverletzt. Die weiteren Ermittlungen hat, wie bei Hasskriminalität üblich, der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Mehrere Vorfälle in wenigen Tagen

In der vergangenen Woche hatte die Berliner Polizei bereits mehrere Übergriffe mit transfeindlichem Hintergrund gemeldet: So wurde ebenfalls in Schöneberg am Donnerstag ein 44-jähriger trans Mann aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus beleidigt. Im Bezirk Neukölln wurde der Balkon einer 64-jährigen trans Frau wiederholt mit Eiern beworfen (queer.de berichtete). Am Sonntag vor einer Woche wurde eine 51-jährige Frau in der U-Bahn von zwei Jugendlichen beleidigt, angespuckt und mit Pfefferspray besprüht. Diese hatten ihr außerdem ein Feuerzeug vorgehalten und gedroht, ihre Haare anzuzünden (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)



#1 FinnAnonym
  • 16.02.2020, 14:45h
  • Angela Merkel:
    "Deutschland - ein Land, in dem wir gut und gerne leben."

    Gilt offenbar nicht für alle...
  • Antworten » | Direktlink »
#2 SeliAnonym
#3 Homonklin_NZAnonym
  • 17.02.2020, 00:24h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Die bundesdeutsche Muddi meint immer gern Leute, wie sie selbst und Affiliates, wenn sie sowas sagt. Da kommt dann das "christliche" Weltbild mit durch, das so gar nicht mit Inklusion klar kommt.

    Die Art Angriffe hat es doch aber in den Neunzigern nicht so häufig gegeben, oder täuscht man sich da, und die Erinnerung behielt nur das Bessere? Vermutlich wurden sie da weniger explizit im Polizeibericht geführt, kann auch sein.

    Berlin war doch mal eine recht weltoffene Stadt, manche verglichen sie gar mit Toronto. Okay, das hielt ich auch für weit hergeholt. Aber was da zum Teil abgeht, kommt doch nicht nur durch die Fokussierung auf die Berichte zustande. Der Ruf danach, dass die Politik da was ändern müsse, kommt ja hier oft als Beipackzettel. Was aber soll die Politik daran tun, dass anscheinend etliche Leute keine Erziehung haben, und keine wenigstens rudimentären Umgangsformen kennen?

    Ich weiß. Darüber sollen sich schon Philosophen in der Antike mitgeteilt haben. Genützt hat es nichts.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 TheDadProfil
  • 17.02.2020, 06:13hHannover
  • Die Häufung der Übergriffe in den letzten 2 Wochen ist merkwürdig auffällig..

    Erst Bülowstraße, dann Fuggerstraße, zwischendrin ein Balkon, der sicher auch nicht weit weg liegt (oder hängt)..

    Da machen sich offenbar einige Deppen daran, einen Stadtteil zu terrorisieren..
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Svetlana LAnonym
  • 17.02.2020, 06:46h
  • "Erst Bülowstraße, dann Fuggerstraße, zwischendrin ein Balkon, der sicher auch nicht weit weg liegt (oder hängt)."

    Na ja, Neukölln ist schon noch "ein paar Meter" entfernt. Das ist aber auch vollkommen wurscht, auffällig ist aber die Zahl der Vorfälle in kürzester Zeit (und das sind ja auch "nur" die angezeigten Fälle). Vier transfeindliche Vorkommnisse innerhalb einer Woche, das ist sehr bedenklich und ich warte auf den großen Aufschrei aus der Politik und in den Medien. Niemand hat das Recht, sich ungefragt derart in das Leben anderer einzumischen. Es wird Zeit, dass Politik und Zivilgesellschaft nicht nur an den "queeren Feiertagen" Solidarität bekunden, sondern jetzt, heute und an jedem Tag gegen homosexuellen- und transfeindliche Straftaten Stellung beziehen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 17.02.2020, 07:09h
  • Antwort auf #5 von Svetlana L
  • "Vier transfeindliche Vorkommnisse innerhalb einer Woche, das ist sehr bedenklich und ich warte auf den großen Aufschrei aus der Politik und in den Medien."

    Bei vier judenfeindlichen Vorkommnissen innerhalb einer Woche wäre das längst geschehen. Was den leider sehr eindeutigen Schluss zulässt, dass wir Diskriminierte zweiter Klasse sind.

    Und nein: ich will auf keinen Fall Minderheiten gegeneinander ausspielen. Aber es wird in unserer Gesellschaft immer noch mit mehrerlei Maß gemessen.

    Und wir nehmen das hin - viele behaupten gar, wir seien längst "vollständig in der Mitte der Gesellschaft angekommen", und was wir überhaupt noch wollten. Leider auch hier.

    Es ist eine Schande.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 marcocharlottenburgAnonym
  • 17.02.2020, 14:39h
  • Jedes einzelne Opfer ist eines zu viel! So schlimm es ohnehin ist, eine Häufung von Taten sehe ich allerdings nicht, wenn ich mir die Opferzahlen 2019 anschaue. Es ist nur leider so, gibt es keine anderen Nachrichten, stechen diese nur wieder deutlich hervor.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
#9 Homonklin_NZAnonym
  • 18.02.2020, 06:52h
  • Vorausgesetzt, das wären die immer selben Idioten, die sich hier zu einer Art Rotte zusammen getan haben, und sich Trans*idente gezielt für derart Angehen aussuchen, müsste es möglich sein, denen ein Bein zu stellen. Ich weiß nicht, wie weit da polizeiliche Maßnahmen heute möglich sind. Früher gab es "Entrapment Task forces" - was allerdings für die LGBTIQ* eher negativ ausfiel, man erinnere sich an die Vice Police und George Michael, der so einem Beamten uf den Leim ging.

    Also solchen Leuten eine Falle zu stellen, ist in D vermutlich zugriffsstrategisch oder rechtlich gar nicht abgedeckt, da muss man im Vorfeld auch erst mal auskundschaften, ob da überhaupt Verknüpfungen da sind. Kommen die Fälle immer innerhalb des ungefähr selben Radius vor, ist das allerdings schon sonderbar.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDadProfil
  • 18.02.2020, 21:28hHannover
  • Antwort auf #9 von Homonklin_NZ
  • ""man erinnere sich an die Vice Police und George Michael, der so einem Beamten uf den Leim ging.

    Also solchen Leuten eine Falle zu stellen, ist in D vermutlich zugriffsstrategisch oder rechtlich gar nicht abgedeckt, da muss man im Vorfeld auch erst mal auskundschaften, ob da überhaupt Verknüpfungen da sind.""..

    Aha..
    Under-Cover-Trans*-Polizisten..

    Wenn da mal nicht der Ruf laut würde, diese Rollen müssten unbedingt von Authentischen Personen besetzt werden..

    Aber ernsthaft..
    Früher hat man durch Einweg-Spiegel spekuliert um Männer in Flagranti auf dem Klo zu beobachten..
    Was damals gängig war, muß Heute Recht&Billig sein um derlei Idioten in die Falle tapsen zu lassen..
  • Antworten » | Direktlink »