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Polizeibericht

Regenbogenkiez: Trans Frau mit Reizgas besprüht

Erneut kam es in Berlin zu einer transfeindlichen Straftat: In der Fuggerstraße wurde eine trans Frau am Sonntagmorgen von zwei Männern bedrängt, beleidigt und angegriffen.


Der Tatort Fuggerstraße liegt mitten im Berliner Regenbogenkiez (Bild: Alte Wilde Korkmännchen / flickr)

  • 16. Februar 2020, 12:19h 10 2 Min.

Am Sonntagmorgen wurde eine trans Frau im sogenannten Berliner Regenbogenkiez im Stadtteil Schöneberg von bisher zwei Unbekannten belästigt. Die meldete die Polizei der Hauptstadt am Mittag.

Nach derzeitigem Ermittlungsstand trafen die beiden Männer gegen 6.15 Uhr in der Fuggerstraße auf die Frau und sollen versucht haben, diese mit Annäherungsversuchen zu bedrängen. Nachdem das Duo von ihr abgewiesen wurde, soll einer der Männer die Frau mit Reizgas besprüht und sie transphob beleidigt haben. Im Anschluss entfernten sich die mutmaßlichen Täter in Richtung Motzstraße.

Die trans Frau blieb körperlich unverletzt. Die weiteren Ermittlungen hat, wie bei Hass­kriminalität üblich, der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt Berlin übernommen. Nähere Angaben zu den Angreifern wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Mehrere Vorfälle in wenigen Tagen

In der vergangenen Woche hatte die Berliner Polizei bereits mehrere Übergriffe mit transfeindlichem Hintergrund gemeldet: So wurde ebenfalls in Schöneberg am Donnerstag ein 44-jähriger trans Mann aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus beleidigt. Im Bezirk Neukölln wurde der Balkon einer 64-jährigen trans Frau wiederholt mit Eiern beworfen (queer.de berichtete). Am Sonntag vor einer Woche wurde eine 51-jährige Frau in der U-Bahn von zwei Jugendlichen beleidigt, angespuckt und mit Pfefferspray besprüht. Diese hatten ihr außerdem ein Feuerzeug vorgehalten und gedroht, ihre Haare anzuzünden (queer.de berichtete).

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)

-w-

#1 FinnAnonym
  • 16.02.2020, 14:45h
  • Angela Merkel:
    "Deutschland - ein Land, in dem wir gut und gerne leben."

    Gilt offenbar nicht für alle...
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#2 SeliAnonym
  • 17.02.2020, 00:20h
  • Ein Hoch auf die Berliner Polizei ob ihrer offenen Kommunikation!!!
    :)
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#3 Homonklin_NZAnonym
  • 17.02.2020, 00:24h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Die bundesdeutsche Muddi meint immer gern Leute, wie sie selbst und Affiliates, wenn sie sowas sagt. Da kommt dann das "christliche" Weltbild mit durch, das so gar nicht mit Inklusion klar kommt.

    Die Art Angriffe hat es doch aber in den Neunzigern nicht so häufig gegeben, oder täuscht man sich da, und die Erinnerung behielt nur das Bessere? Vermutlich wurden sie da weniger explizit im Polizeibericht geführt, kann auch sein.

    Berlin war doch mal eine recht weltoffene Stadt, manche verglichen sie gar mit Toronto. Okay, das hielt ich auch für weit hergeholt. Aber was da zum Teil abgeht, kommt doch nicht nur durch die Fokussierung auf die Berichte zustande. Der Ruf danach, dass die Politik da was ändern müsse, kommt ja hier oft als Beipackzettel. Was aber soll die Politik daran tun, dass anscheinend etliche Leute keine Erziehung haben, und keine wenigstens rudimentären Umgangsformen kennen?

    Ich weiß. Darüber sollen sich schon Philosophen in der Antike mitgeteilt haben. Genützt hat es nichts.
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