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Kultserie

Disney Channel sendet "Golden Girls" zur Primetime

Die mehr als drei Jahrzehnte alte Sitcom über eine Damen-WG kehrt ins deutsche Free-TV zurück – und das auch noch zur besten Sendezeit.


Die "Golden Girls" waren unter Schwulen sehr populär, weil sie in der Zeit der Reagan-Ära auch Themen wie Homosexualität aufgriff. V.l.n.r: Rue McClanahan, Estelle Getty, Beatrice Arthur und Betty White (Bild: NBCUniversal)

Der deutschsprachige Ableger des Disney Channel hat angekündigt, die 180-teilige Comedyserie "Golden Girls" ab Anfang April immer sonntags zur Hauptsendezeit um 20.15 Uhr zu wiederholen. Am 5. April zeigt der Privatsender zum Auftakt sechs Folgen am Stück. Zuletzt hatte der Disney Channel die Sitcom im April 2018 ausgestrahlt, damals aber nur zu einer eher ungünstigen Sendezeit um Mitternacht.

Die "Golden Girls" waren zwischen 1985 und 1992 von der Disney-Tochter Buena Vista gedreht und im großen amerikanischen Sender NBC ausgestrahlt worden. In Deutschland lief die Sitcom zwischen 1990 und 1995 im Nachtprogramm von Das Erste und wurde später in den dritten Programmen und dann in Sendern der RTL-Gruppe wiederholt.

Nicht nur in den USA war die Serie in der schwulen Community äußerst beliebt, da sie anders als ähnliche zeitgenössische Produktionen schon früh damals noch tabuisierte Themen aufgriff, darunter auch Homosexualität. Das war insbesondere in den Zeiten der Aids-Krise während der äußerst homophoben Regierung von Präsident Ronald Reagan außergewöhnlich.

Von den Hauptdarstellerinnen lebt heute nur noch die inzwischen 98-jährige Betty White (Rose Nylund). Als Erste der "Golden Girls" war 2008 Schauspielerin Estelle Getty (Sophia Petrillo) mit 84 Jahren gestorben (queer.de berichtete). 2009 starb dann im Alter von 86 Jahren die Schauspielerin Beatrice Arthur, die eigentlich ein Jahr älter als Getty war, aber in der Serie Sophias Tochter mimte, nämlich die sarkastische Dorothy. Einen Teil ihres Vermögens vermachte Arthur, die sich stets für LGBTI-Rechte engagierte, einem Zentrum für homosexuelle Jugendliche (queer.de berichtete). Im Juni 2010 verstarb mit nur 76 Jahren Rue McClanahan, die die eitle männerbesessene Blanche Elizabeth Devereaux verkörperte (queer.de berichtete).

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Netflix plant Neuauflage der "Golden Girls"

Vor wenigen Monaten wurde bekannt, dass der Streamingdienst Netflix offenbar eine moderne Variante der "Golden Girls" plant. An der Serie sind die offen lesbische Schauspielerin Jane Lynch ("Glee") und die wegen ihres LGBTI-Engagements mehrfach ausgezeichnete Sängerin und Schauspielerin Cyndi Lauper ("Girls Just Want to Have Fun") beteiligt (queer.de berichtete). (dk)



#1 AlexAnonym
#2 FinnAnonym
  • 17.02.2020, 11:33h
  • Die Golden Girls sind für mich immer noch eine der besten Sitcoms aller Zeiten.

    Natürlich gab es auch dort schwächere Episoden. Aber unterm Strich ist das immer noch super.

    Unterhaltung aus einer Zeit, als Unterhaltung auch noch mit Haltung und mit Qualität zu tun hatte und nicht zig Pseuo-Reality-Formate anschwemmten.

    Ist für mich Nostalgie pur, die man aber auch heute noch gut sehen kann.
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#3 Leon 4Anonym
  • 17.02.2020, 11:46h
  • Antwort auf #2 von Finn
  • "Unterhaltung aus einer Zeit, als Unterhaltung auch noch mit Haltung und mit Qualität zu tun hatte und nicht zig Pseuo-Reality-Formate anschwemmten."...

    Damals gab's 3 Programme und diese bringen heute egtl noch genau den gleichen mumpitz wie damals....??? Und du bist der Meinung das in Zeiten von fleabag, marvelous, crown, house of cards, thrones, high castle, picard, handmaids tale, sense 8, when they see us, unbelievable, crazy ex, good place, fargo, true detectives, the oa, pose, dear white people, Master of none etc keine Qualitätsserien existieren? Oha...
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#4 SoSoAnonym
  • 17.02.2020, 12:20h
  • Antwort auf #3 von Leon 4
  • Das ist un.a das Problem, wenn Leute immer noch nur lineares Fernsehen schauen.
    Dann bekommen die auf den Privatsendern so viel Dauer-Müll und Werbung reingespult, dass sie sich, genauer betrachtet zu Unrecht, nach den alten ÖR Zeiten mit 3 Programmen zurücksehnen.
    Denn ich erinnere mich gut, dass da auch viel Schund lief.
    Aber das Gute bleibt meist in Erinnerung, der Mist wird verdrängt.
    Daum war im Hirn vieler Älterer früher immer alles besser.
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#5 FinnAnonym
  • 17.02.2020, 18:10h
  • Antwort auf #3 von Leon 4
  • 1. Nein, auch damals gab es nicht nur 3 Programme. Die Golden Girls liefen zwar damals in der ARD, aber es gab auch schon mehrere Privatsender, z.B. RTL, Sat1, Tele5. Aber auch Sender, die es heute gar nicht mehr gibt.

    2. Wo habe ich denn geschrieben, dass es heute gar keine Qualität mehr gäbe? Aber gerade bei den von Dir genannten Sendungen der Streaming-Portale darf man eines nicht vergessen: die sind komplett durchdesignt:

    Es wird genau analyisert, welche Szenen wie ankommen und dann werden diese Dinge verstärkt bzw. abgeschwächt. Das ist auch kein Geheimnis, sondern das geben die ganz offen zu.

    Bei den Serien von früher gab es das teilweise auch, aber das war lange nicht so fein granuliert und so direkt in den Auswirkungen.

    Das meinte ich mit "Haltung":
    wenn damals die Autoren der Meinung waren, man müsse Blanche einen schwulen Bruder geben und zeigen, dass Blanche damit zunächst Probleme hat, dann haben die das einfach gemacht. Heute würde man bei diesen Reißbrett-Serien eher sagen: "Nein, die vier Ladies haben viele schwule Fans, da können wir nicht Blanche erst mal latent homophob sein lassen. Da schalten zu viele weg, ehe sie merken, dass sie sich wandelt."

    Dass diese am Reißbrett durchdesignte Serien viele Fans haben ist klar. So sind sie halt gemacht. Auch mir gefällt manches davon, wenn auch nicht alles. Aber die alten Sachen waren halt echter, weil da die Autoren viel mehr Freiheiten hatten.
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#6 TheDadProfil
  • 17.02.2020, 20:56hHannover
  • Antwort auf #3 von Leon 4
  • ""Damals gab's 3 Programme""..

    Es geht um die Jahre 1990 bis 1995, und deshalb :

    Nöö..

    ""Am 1. Januar 1984 um 9:58 Uhr startete in Ludwigshafen am Rhein mit dem Kabelpilotprojekt Ludwigshafen das duale Rundfunksystem in Deutschland. Aus einem Kellerstudio begrüßte Jürgen Doetz gemeinsam mit der Moderatorin Irene Joest die Zuschauer: Meine sehr verehrten Damen und Herren, in diesem Moment sind Sie Zeuge des Starts des ersten privaten Fernsehveranstalters in der Bundesrepublik Deutschland. Die Programmgesellschaft für Kabel- und Satellitenrundfunk (PKS) wurde gegründet, aus der ein Jahr später im Jahre 1985 Sat.1 wurde (damals mit Sitz in Mainz).""..
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#7 Leon 4Anonym
  • 18.02.2020, 09:13h
  • Antwort auf #5 von Finn
  • "Unterhaltung aus einer Zeit, als Unterhaltung auch noch mit Haltung und mit Qualität"... <-- Da!

    Und auch wenns mehr als Programme gab ändert des ja nix an der Aussage, huh....

    Und zu "Haltung"... Nö, sry, Schwachsinn, gugg halt mal rum....
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#8 Andy2Anonym
  • 18.02.2020, 15:39h
  • Ich stimme vielen Vorrednern zu: Die Golden Girls sind nach wie vor zeitlos und waren ihrer Zeit einfach voraus.

    Solche Serien werden heute nicht mehr gedreht. Mir tut die heutige Generation leid, die den ganzen Netflix-Quark und Amazon-Einheitsbrei als gute Unterhaltung empfinden. Da bricht bei mir Mitleid aus. Die Qualität der Fernsehserien nimmt meiner Meinung nach immer weiter ab!

    Ich schaue inzwischen kaum noch fern (das beinhaltet auch streamen), weil die neuen Formate einfach alle so schlecht sind. Es gibt nur ganz wenig gute neue Serien meiner Meinung nach.
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#9 Spielefee9Anonym