Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=35552
Home > Kommentare

Kommentare zu:
Katholische Schule "erzwingt" Kündigung von homosexuellen Lehrern


#1 PetterAnonym
  • 18.02.2020, 14:58h
  • Da sieht man wieder mal, dass Gesetze nötig sind, um solche Leute in ihre Schranken zu weisen und ihnen klar zu machen, dass sie nicht über dem Gesetz stehen.

    Auch in Deutschland hat das von Union und SPD verabschiedete AGG ja leider Ausnahmen für Religionsgemeinschaften, die weiterhin über dem Gesetz stehen.

    Und bisher machen Union und SPD keine Anstalten, das zu ändern.

    Ein Anti-Diskriminierungs-Gesetz, das nicht alle Menschen vor Diskriminierung schützt und sogar manchen Arbeitgebern explizit die Diskriminierung erlaubt, hat seinen Namen nicht verdient und ist eine Pervertierung der eigentlichen Idee.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Julian SAnonym
  • 18.02.2020, 15:32h
  • " [...] nicht weiter unterrichten, weil sie ihre Liebsten heiraten wollen."

    Aha, wenn sie ihr Leben weiterhin im Verborgenen geführt hätten, so als seien sie Aussätzige, wäre es OK gewesen?

    Das zeigt nur die ganze Scheinheiligkeit, Bigotterie und Doppelmoral dieses Kirchen-Konzerns...
  • Antworten » | Direktlink »
#3 Julian SAnonym
  • 18.02.2020, 15:37h
  • Antwort auf #1 von Petter
  • Ja, Deutschland ist auch keinen Deut besser:

    Ziemlich bekannt wurde ja die lesbische Putzfrau, die in einem katholischen Kindergarten gekündigt wurde und der Chefarzt, der seinen Posten in einem katholischen Krankenhaus verloren hat, weil er geschieden war und dann neu heiraten wollte.

    Aber das ist nur die Spitze des Eisbergs. Es gibt so viele Fälle, die nicht bekannt wurden...

    In welchem Jahrhundert leben wir eigentlich?
    Tiefstes Mittelalter?

    Und das unverschämteste ist ja, dass diese konfessionellen Kindergärten, Schulen, Krankenhäuser, Seniorenheime, etc. eigentlich vom Staat, also vom Steuerzahler finanziert werden. Die Kirche gibt nur ihren Namen, um sich dann als angeblich "barmherzige" Wohltäter vermarkten zu können. Und dann maßen die sich auch noch an, dort nach Gutdünken ihre eigenen Gesetz zu machen und umzusetzen.

    Das muss endlich ein Ende haben!
    Die Ausnahmen im AGG müssen endlich komplett abgeschafft werden!

    Wenn Union und SPD das nicht schaffen oder nicht wollen, müssen eben andere ran....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#4 UnrechtAnonym
  • 18.02.2020, 15:47h
  • >>>>> dürfen offenbar an einer katholischen Schule in der Nähe von Seattle nicht weiter unterrichten, weil sie ihre Liebsten heiraten wollen. <<<<<

    Gleichgeschlechtliche Ehen sind legal. Punkt.

    Da sollen also Leute entlassen werden, weil sie etwas tun, was absolut legal ist. Sie machen nichts Illegales und nehmen nur ihrre Rechte wahr. Und sollen für diese Selbstverständlichkeit entlassen werden.

    Das ist eine Pervertierung des Rechtsstaats.

    Ausgerechnet vom größten Kinderschänder-Verein der Welt. Ausgerechnet die maßen sich an, andere Menschen zu entlassen, nur weil die anderen sich legal verhalten.

    Dieser Verein wird sich niemals ändern.

    Da hilft nur Kirchenaustritt:

    www.kirchenaustritt.de/

    Ich frage mich, wie man sich selbst als Christ bezeichnen kann, aber diesen Verein noch weiter durch seine Mitgliedschaft ideell und finanziell unterstützen kann...
  • Antworten » | Direktlink »
#5 Alexander_FAnonym
  • 18.02.2020, 17:26h
  • Antwort auf #4 von Unrecht
  • "Ich frage mich, wie man sich selbst als Christ bezeichnen kann, aber diesen Verein noch weiter durch seine Mitgliedschaft ideell und finanziell unterstützen kann..."

    Och, in der Schwarte, auf die sich die Herrschaften alle berufen, stehen noch ganz andere Sachen drin. Da ist so eine Kündigung noch harmlos gegen.

    Ansonsten kann ich mich deinem Aufruf zum Austritt aber natürlich nur anschließen. Hab es mit 18 gemacht und seitdem nie bereut.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#6 Homonklin_NZAnonym
  • 18.02.2020, 18:17h
  • Da sieht man es mal wieder dran, wie bescheuert diese Religiotie funktioniert. wenn Menschen sich in Einvernehmlichkeit lieben und verloben, schließlich heiraten, werden sie geschmäht, wenn sie das gleiche Geschlecht haben.

    Dann sind die wohl "freiwillig" gegangen worden...

    Wenn Kinder oder Jugendliche jenseits jeder Einvernehmlichkeit zu sexuellen Handlungen gezwungen werden, missbraucht, pädophil terrorisiert, ist das für diese Kirche kein großes Problem.
    Man könnte genau hinschauen und wird möglicherweise pädophil interessierte Lehrer finden, die bleiben konnten.

    Methoden eines Glaubens-Konzerns, wie er seine Unglaubwürdigkeit befördert...
  • Antworten » | Direktlink »
#7 PetterAnonym
  • 18.02.2020, 18:20h
  • Antwort auf #4 von Unrecht
  • Ja, dass man entlassen werden soll, nur weil man gültiges Recht anwendet und sich an die Gesetze hält, ist an Skurrilität, Realitätsverlust und Verachtung demokratisch beschlossener Gesetze nicht mehr zu überbieten.

    Diese Organisation muss endlich mal in ihre Schranken gewiesen werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #4 springen »
#8 Ex-KatholikAnonym
  • 18.02.2020, 19:22h
  • Was soll eigentlich der ganze Unfug mit "katholischen" und "evangelischen" Schulen??! Genauso wie die Rassentrennung mit getrennten Schulen bis in die 50er auch eine Art Apartheid. Ist katholischer Sport anders? Ist katholisches Englisch anders?
  • Antworten » | Direktlink »
#9 Ralph
  • 18.02.2020, 20:13h
  • Als ich zur Grundschule ging, war das noch eine "Christliche Simultanschule", d.h. die staatliche Regelschule war zwangsweise christlich. Es gab gar keine andere Schule (außer man hätte irgendwo eine bekenntnisfreie Privatschule gefunden). Aus heutiger Sicht ein Unding. Die Lehrerinnen mussten einer Kirche angehören (Lehrer gab es nicht), und es wurde evangelischer bzw. katholischer Religionsunterricht erteilt (und zwar hardcore). Uns kleinen Kindern wurde eingetrichtert, dass Gott ein Massenmörder ist (Sintflut, Sodom und Gomorrha; Moses) und wir lernten, das gut zu finden als Strafe dafür, wenn man Gottes Geboten (d.h. den Moralvorstellungen der Kirchen) nicht gehorcht. Komischerweise war meine Klassenlehrerin (evangelisch) geschieden und wiederverheiratet. Die anderen Lehrerinnen waren unverheiratet. Die Schülerschaft wurde in zwei Gruppen eingeteilt: evangelische Mehrheit und katholische Minderheit. Schon als Sechsjährigen war uns klar: Die Menschheit teilt sich in Protestanten und Katholiken, und wir betrachteten die Konfession als bestimmendes Identifikationsmerkmal. Und nein, das war nicht zur Zeit von Bismarck, sondern zur Zeit des Kanzlers Willy Brandt.
  • Antworten » | Direktlink »
#10 Alexander_FAnonym
  • 18.02.2020, 23:42h
  • Antwort auf #8 von Ex-Katholik
  • "Christlich" wirkt in diesem Fall als Wieselwort: eine christliche Bildung entzieht der Bildung jeden Wert, weil sie die Grundlage aller Bildung, die einen Wert haben könnte, nämlich eine kohärentes Verständnis von Wahrheit, von vornherein ausschließt. Ebenso ist ein christlicher Staat ein despotischer Unstaat, und davon, was sich christliche Demokratie bzw. christlicher Sozialismus schimpft, brauchen wir erst gar nicht anzufangen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#11 lindener1966Profil
#12 lindener1966Profil
  • 19.02.2020, 17:36hHannover
  • Eine pluralistische Demokratie und Sondergesetze für Religionsgemeinschaften passen einfach nicht zusammen. Leider werden gerade auch in den USA immer mehr die Rechte für die Religionsgemeinschaft hervorgehoben. Mike Pence sei dank.

    ich schaue gerade "The Handsmaid´s Tale". da kann man dann sehen, wie es anfängt und wo es endet, wenn man religiösen Fundamentalisten keinen Widerstand entgegenzusetzen vermag. Es fängt erst im Kleinen an, aber Irgendwann ist es zu spät.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 DragonProfil
  • 19.02.2020, 21:05hKamp-Lintfort
  • Auf der anderen Seite: wer an eine katholische Schule geht, der weiß doch auch was ihn erwartet, ist ja nicht so als wäre das ein Geheimnis.
    Das soll das nicht rechtfertigen, im Gegenteil, ich habe auch keine Ahnung wie die Rechtslage in Seattle aussieht.

    An staatlichen Schulen in Deutschland hängt es sehr vom Klientel ab, sowohl der Kollegen, als auch der Schülerschaft.
    Ich und meine Frau sind beide an einer Gesamtschule, wir haben letzten Freitag geheiratet, sind offen out, unsere beiden Klassen kamen mit Rosen und Torte zum Standesamt, ebenso unser stellv. Schulleiter zum gratulieren. Aus unserer Sicht ist es völlig utopisch, aufgrund unserer Sexualität auf Probleme zu stoßen. Unsere Schulleitung unterstützt unseren Wunsch und den der Schüler_innen 'Schule der Vielfalt' zu werden wo sie kann.

    Und dann gibt es schwule Kollegen, die uns auf einer Fortbildung erzählen, dasa ihnen die Schulleitung 'dringend' davon abgeraten hat sich zu outen, aus Angst vor der Reaktion der Schüler_innen und Elternschaft... und das an staatlichen Schulen, wo keine Kirche ihre Finger im Spiel hat. Auch das gibt es noch leider.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 Harmloser BoyAnonym
  • 19.02.2020, 22:12h
  • Das Thema Beseitigung der diskriminierenden, rückständigen Ausnahmen für Religionsgemeinschaften im AGG hört man leider auch in Deutschland viel zu selten in diesen Jahren!!!

    Die Grünen, die Linke und auch die SPD am Groko-Koalitionstisch sollten dieses Thema viel öfter zur Sprache bringen!!!

    Allerdings könnte zudem die Ergänzung von Artikel 3 Grundgesetz in Bezug auf die katholische Kirche den Abbau von Diskriminierung vorabtreiben. Denn wo die Gleichberechtigung ausdrücklich in der Verfassung steht, müsste dann doch wirklich auch "die Kirche" in der Pflicht sein ...! Ein ganz wichtiger Grund für die zügige, baldestmögliche Ergänzung von Artikel 3 des Grundgesetzes!!!

    Denn was will ein Staat, der in den Schulen selber Diskriminierung nicht effektiv verhindert, einem 14-jährigen, 17-jährigen, 12-jährigen, 13-jährigen, 15-/16-jährigen Schüler erzählen, der eine gute Schulausbildung für sein Leben möchte, der sachlich über die Welt informiert sein möchte, und der das Recht, die Freiheit und die Gerechtigkeit sucht?
    Eine qualitative Schulausbildung muss auch freiheitliche, demokratische Werte vermitteln!!!
    In der Wahrnehmung der Jugendlichen steht Schulausbildung hohl, demaskiert und lächerlich da, wenn sie selber diskriminierend in Erscheinung tritt!!!

    Der Staat muss bestmöglich dafür sorgen, dass jegliche Diskriminierung aus den Schulen herausgehalten wird!
    Und dies gilt an allen Schulen, und natürlich auch an kirchlichen Schulen!

    Und die katholische Kirche muss, wenn sie als Kirche Schulen verwaltet, die allgemeinen staatlichen und gesellschaftlichen Werte der Anti-Diskriminierung und der Gleichberechtigung akzeptieren!!! Oder sich aus dem Schulwesen heraushalten!!! Entweder - oder!
    Aber nicht Schüler in einer künstlichen, diskriminierenden, altertümlichen Situation "verbilden" wollen! Das ist den jugendlichen Schülern gegenüber nicht fair!!!

    Also: Die diskriminierenden Ausnahmen im AGG streichen!
    Und Artikel 3 ergänzen!
    So könnte in Deutschland die verbleibende Diskriminierung an kirchlichen Schulen endlich effektiv gestoppt werden!

    ... Und ich bin schwul, und ich bin sehr stolz darauf!
  • Antworten » | Direktlink »
#15 Homonklin_NZAnonym
  • 20.02.2020, 12:49h
  • Antwort auf #8 von Ex-Katholik
  • Das ist im Grunde genommen natürlich alles derselbe Käse, schon klar. Die Katholen halten sich für die Puristen oder Fundis und die Evangelischen halten sich für fortgeschritten, weil die das Märchenbuch neu interpretieren. Ist so ähnlich, wie bei Persil und dem "neuen" Persil. Weißer gewaschen als nur weiß.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #8 springen »
#16 TheDadProfil
  • 20.02.2020, 20:20hHannover
  • Antwort auf #13 von Dragon
  • ""Und dann gibt es schwule Kollegen, die uns auf einer Fortbildung erzählen, dasa ihnen die Schulleitung 'dringend' davon abgeraten hat sich zu outen, aus Angst vor der Reaktion der Schüler_innen und Elternschaft... und das an staatlichen Schulen, wo keine Kirche ihre Finger im Spiel hat.""..

    Äh ?
    So etwas wie "keine Finger im Spiel" gibt es nicht, denn nicht nur die Schüler*innen und ihre Eltern/Erziehenden sind Angehörige verschiedener "Religionen",
    sondern auch die Kolleg*innen..

    Je höher der Anteil in den jeweiligen Gruppen von etwa "Katholizismus" oder Islam-Zugehörigkeit, je größer die Möglichkeit einer Homo-und Trans*phoben "Grundstimmung" in dieser Schule, die, wen sie sich in einem Stadtteil befindet wo "Religionszugehörigkeit" dann auch noch besonders stark ausgeprägt ist, noch gesteigert wird..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#17 Homonklin_NZAnonym
  • 21.02.2020, 11:10h
  • Antwort auf #13 von Dragon
  • Das Problem liegt dann daran, dass indirekt über die Introjektion mit religioten "Ablegern" doch wieder Kirchen die Finger im Spiel haben. Die allermeisten Leute werden nicht einfach so von sich aus "gläubig" oder durch Unterdrückungsmechanismen aus dem religiösen Kontext so kulturscheu.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #13 springen »
#18 Nk231Anonym

» zurück zum Artikel