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Frankreich

Rapper Koba LaD begrüßt Ermordung eines 14-jährigen Schwulen

Nach der Veröffentlichung eines homophoben Videos gibt es Boykottaufrufe gegen den französischen Rapper Koba LaD. Dieser rudert inzwischen zurück.


Koba LaD hat sich am Wochenende über die Ermordung eines schwulen Teenager aus Homophobie gefreut – jetzt fordern Aktivisten, er solle nicht mehr auf Festivals auftreten dürfen

Der 19-jährige Rapper Koba LaD hat in Frankreich mit homophoben Äußerungen für einen Skandal gesorgt: Der aus dem Umland von Paris stammende Künstler hatte vergangenen Sonntag auf Snapchat einen Artikel über den Mord an einem 14-jährigen schwulen Amerikaner, der 2017 von seinem homophoben Vater getötet worden war, mit dem Kommentar "gut gemacht" und einem Händeschütteln-Emoji kommentiert. Von dem Video, das wie bei Snapchat üblich nach 24 Stunden automatisch gelöscht wird, kursieren in sozialen Netzwerken mehrere Screenshots.

Twitter / Matt_vnk | "Koba LaD ist scheiße": In sozialen Netzwerken gibt es Empörung über die Äußerungen

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Koba LaD: "Habe nicht nachgedacht"

Koba LaD, der derzeit Urlaub ausgerechnet im homophoben Reiseland Marokko macht, hat sich inzwischen in sozialen Netzwerken für die Äußerungen entschuldigt. Er habe bei der Veröffentlichung nicht nachgedacht und sich schlecht ausgedrückt, behauptete er: "Ich unterstütze den Mord und Homophobie nicht", so der 19-Jährige. "Ich bin nicht homophob, steckt mir dieses Etikett nicht an."

Twitter / Scientistofmyn1 | Der Rapper rudert vom Urlaub aus zurück

Viele Kritiker nehmen ihm die Entschuldigung allerdings nicht ab und fordern, ihn von Konzerten auszuladen. Laut Medienberichten soll er in den nächsten Monaten auf 15 Konzerten und Festivals in Frankreich und Belgien auftreten, darunter etwa beim bekannten Festival im wallonischen Dour oder beim We-Love-Green-Festival in Paris. Bislang hat ihn noch kein Veranstalter ausgeladen. Das Art-Rock-Festival in der Bretagne hat allerdings auf Facebook erklärt, dass man "die homophoben Bemerkungen entschieden verurteilt" und im Kontakt mit dem Management des Rappers stehe.

[Communiqué] Nous sommes en contact avec l'équipe de Koba LaD et demandons des explications suite à sa publication sur…

Gepostet von Festival Art Rock am Montag, 17. Februar 2020
Facebook / Festival Art Rock

Koba LaD ist seit einigen Jahren in Frankreich sowie den franzsösischsprachigen Gebieten Belgiens und der Schweiz sehr populär. Seine ersten beiden Alben "VII" und "L'Affranchi" schafften es in den französischen Charts jeweils auf den dritten Platz. (dk)



#1 mactorProfil
  • 18.02.2020, 16:17hBerlin
  • Wenn Medien - auch dieses Medium - diese Person und Ihre Tat immer Namentlich und mit großem buntem Foto erwähnen fördert man die Bekanntheit dieses Menschen weiter und verbreitet diese dummen Tat.

    Finde ich persönlich nicht klug.

    Wenn Ihr berichtet sollte es KEIN FOTO, keinen vollen Namen geben.
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#2 FredericAnonym
  • 18.02.2020, 16:25h
  • Widerlicher Typ. Wer soll ihm denn bitte glauben, dass er kein schwulenfeindliches Arschloch ist, dass Mord gut findet?!

    Den Typen müssten man wegen Volksverhetzung anklagen, sofern es einen solchen Tatbestand in F gibt.
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#3 Leon 4Anonym
#4 NuminexEhemaliges Profil
  • 18.02.2020, 16:33h
  • Wahnsinn, wie tief man sinken kann, um den Mord eines Kindes zu feiern.
    Ich denke bei "gut gemacht" und "Händeschütteln" gibt es rein gar nichts falsch zu verstehen, weshalb sein Dementi vollkommen absurd und umso ekelerregender ist. Nach dem Motto: Tötet die Schwulen, aber nennt mich nicht homophob.
    Was bitte, muss man bei einer Meldung über den Mord eines schwulen 14 Jährigen durch den eigenen Vater auch überhaupt erst nachdenken?

    @mactor: Ist glaube ich nur eine Seite der Medaille, denn andererseits braucht es doch gerade die Aufmerksamkeit und das entsprechende Bild, dass in Zukunft jeder mit dem Namen oder dem Gesicht diese widerliche Geisteshaltung verknüpft und erinnert.
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#5 JadugharProfil
  • 18.02.2020, 17:33hHamburg
  • Wenn er glaubhaft zurückrudern will, muß er Buße tun. Das bedeutet, von nun an muß er aus Leineskräften die schwule Communitiy unterstützen und fördern und gegen Homophobie öffentlich kämpfen!
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#6 TrekieAnonym
  • 18.02.2020, 17:50h
  • Wenn bei so was keine Konsequenzen (ausladen von Konzerten und was sonst so im Geldbeutel weh tut), is das eine gute Masche für gratis Medienpräsenz...
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#7 MariposaAnonym
  • 18.02.2020, 18:01h
  • Immer die gleiche Leier. Erst austeilen, dann zurückrudern (bei Trixi von Storch hieß es "auf der Maus ausrutschen). Es ist zum K*****
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#8 TechnikerAnonym
  • 18.02.2020, 18:30h
  • Paßt doch alles - Maulheldentum, Frauen- und Schwulenfeindlichkeit sowie sonstige abfällige Bemerkungen und Mackersprüche sind in diesen "Künstler"kreisen doch Einstellungsvoraussetzung.

    Gegen diese Dummbratzen gibt es ein einfaches Mittel: den Rotz nicht hören, nicht auf "Konzerte" der Flitzpiepen gehen - schon müssen sie es mit ehrlicher Arbeit probieren!
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#9 AlexAnonym
  • 18.02.2020, 19:30h
  • Im Screenshot steht, er behaupte zu dem Zeitpunkt unter Drogeneinfluss gestanden zu haben. Das ist zwar eine lausige Ausrede, aber es hätte der Vollständigkeit halber im Artikel erwähnt werden sollen.
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#10 axelsProfil
  • 18.02.2020, 19:42h-
  • Ein Zeichen setzen! Schreibt Konzertveranstalter und Ticketplattformen an: Konzerte canceln, Ticketverkauf stoppen! Erst mal für ein Jahr, dann kann mensch weitersehen.
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