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Öffentlich-rechtlicher Sender

KiKa tritt "Charta der Vielfalt" bei

Der Kinderkanal von ARD und ZDF verpflichtet sich, Vielfalt zu fördern – ausdrücklich auch die Vielfalt der sexuellen Orientierung oder Identität.


KiKa ist in Deutschland der TV-Marktführer bei den Drei- bis 13-Jährigen

KiKa, der in Erfurt beheimatete 1997 gegründete öffentlich-rechtliche Sender für Kinder und Jugendliche, wird am kommenden Freitag die "Charta für Vielfalt" unterzeichnen. Das bestätigte Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk gegenüber dem Medienmagazin dwdl.de.

"Vielfalt definieren wir als besonderen Wert und zentralen Grundstein für das Gemeinwohl, für den wir uns programmlich und außerprogrammlich einsetzen", erklärte KiKa-Programmgeschäftsführerin Astrid Plenk. "Diese vermeintliche Selbstverständlichkeit muss als Querschnittsthema aber immer wieder ins Bewusstsein gerückt werden. Mit der Unterzeichnung der 'Charta der Vielfalt' bekennen wir uns nach innen und außen zu unserer gesellschaftlichen Verantwortung." Der KiKa hat angekündigt, zum Deutschen Diversity-Tag am 26. Mai einen "detaillierten Blick" auf seine Formate werfen zu wollen.

Mehr als 3.000 Mitgliedsunternehmen

Die "Charta der Vielfalt" ist eine 2006 ins Leben gerufene Arbeitgeberinitiative zur Förderung von Vielfalt in Unternehmen und Institutionen. Ziele sind ein von Vorurteilen freies Arbeitsumfeld und Wertschätzung der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter unabhängig von Geschlecht, geschlechtlicher Identität, Nationalität, ethnischer Herkunft, Religion oder Weltanschauung, Behinderung, Alter, sexueller Orientierung und Identität. Bisher haben mehr als 3.000 deutsche Unternehmen und Organisationen unterschrieben, darunter Wirtschaftsriesen wie BASF, Bayer, Daimler, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Ford und Siemens.

Auch alle öffentlich-rechtlichen Landesrundfunkanstalten sind bereits Unterzeichner der Charta. Als erste war 2007 der WDR beigetreten, danach folgten der NDR (2008), Radio Bremen (2011), der BR (2014), der SWR (2016), der RBB (2018), sowie der SR, der HR und der MDR (2019). Die Deutsche Welle ist bereits seit 2011 dabei. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 20.02.2020, 13:47h
  • Sehr gut.

    Es ist wichtig, dass Kinder altersgerecht über die Vielfalt der realen Welt informiert werden.

    Kinder bekommen ja durchaus mit, dass es noch mehr als Vater-Mutter-Kind gibt und haben dann Fragen, die besser altersgerecht, kompetent und pädagogisch sinnvoll beantwortet werden als dass die sich da basierend auf Gerüchten und Vorurteilen eigene Horrorstorys zusammenphantasieren.
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#2 Ralph
  • 21.02.2020, 17:51h
  • Mal sehen, ob dem Jubel die Tat folgt. Dann müsste der KiKa sich in altersgemäßer Form ab und zu mit sexueller Orientierung und Geschlechtsidentität befassen - ohne Furcht vor dem dann sicheren Geschrei von rechts, dass Kinder frühsexualisiert und der Genderideologie ausgesetzt werden, und das von einem öffentlich-rechtlichen Sender auf Gebührenzahlers Kosten!

    A propos Charta der Vielfalt und SWR: Wir beide mussten ja zwei Gebühren zahlen, damals noch an die GEZ. Nach der Verpartnerung wollten wir nur noch eine zahlen. Der SWR lehnte das ab. Lebenspartnerschaft sei nicht Ehe und die Ehe gegenüber der Lebenspartnerschaft bevorzugt wegen ihres grundgesetzlichen Schutzes - der ganze Quatsch halt, den später das Bundesverfassungsgericht in die Tonne getreten hat, sobald dort die Richter di Fabio und Landau emeritiert waren. Wir klagten gegen den SWR - und siehe da: Zur Strafe wurden fortan sogar drei Gebühren erhoben! Dass in BW bei exakt gleicher Rechtsgrundlage bereits abschließend geurteilt worden war, dass Lebenspartner nur eine Gebühr schulden, interessierte den SWR nicht. In RLP sei zwar der Normtext der völlig gleiche, aber gegenteilig auszulegen. Erst nach Stellungnahme des kurz vorher zum Justizminister aufgestiegenen früheren Fraktionsvorsitzenden der SPD im Landtag, dass man in RLP von einer Änderung der Gebührenordnung abgesehen habe, weil die textgleiche Verordnung von BW ja bereits obergerichtlich zu Gunsten von Lebenspartnern ausgelegt worden sei und beide Länder die selbe Rundfunkanstalt haben, die nicht in der selben Frage dieseits und jenseits vom Rhein unterschiedlich Gebühren erheben dürfe, gab der SWR auf. So viel zu Bekenntnissen von Rundfunkanstalten zur Vielfalt. Ich weiß nicht, wann der SWR der Charta beitrat, vorher oder nachher. Aber Geisteshaltungen ändern sich nicht sofort durch eine Unterschrift unter ein Blatt Papier. Ich fürchte eh, dass diese Charta manchem Unterzeichner als bloßer Sichtschutz dient.
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