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Bayern

2.148 Unterschriften: Petition fordert besseren Schutz von queeren Menschen

LGBTI-Aktivisten fordern, dass Bayern dem Beispiel der anderen 15 Bundesländer folgt und einen Aktionsplan gegen Homo- und Transphobie auflegt.


Die Petition wurde im bayerischen Landtag den Fraktion der demokratischen Parteien übergeben (Bild: Twitter / LSVD Bayern)

Mit der Übergabe von mehr als 2.000 Unterschriften hat der LSVD Bayern einen besseren staatlichen Schutz von Lesben, Schwulen, Bisexuellen, Trans- und Interpersonen verlangt. "Die Landesregierung ist dazu aufgefordert, homophobe und transphobe Gewalt im Freistaat Bayern ernst zu nehmen", sagte Markus Apel, Landesvorstand des Lesben- und Schwulenverbandes am Donnerstag in München. Dazu brauche es koordinierte Maßnahmen zur Aufklärung über die Vielfalt der Gesellschaft und Maßnahmen zur Sensibilisierung von Polizei und Staatsanwaltschaften.

Insgesamt unterzeichneten 2.148 Personen die Petition "Aktionsplan Queeres Bayern", die im Landtag den Fraktionen von Grünen, SPD, FDP, CSU und Freien Wählern übergeben wurde. Die AfD sei wegen ihrer seit Jahren geführten Frontalangriffe gegen die Rechte und Freiheiten von LGBTIQ bewusst ausgelassen worden. "Die Partei vertritt eine Ideologie der Ungleichwertigkeit, der wir uns tagtäglich in unserer Arbeit entgegenstellen", sagte Apel. Die Hetze der AfD trage zudem zur Gewalt gegenüber LGBTI im Alltag bei.

Es sei eine Schande für den Freistaat, dass die alltägliche Gewalt gegen LGBTI bisher nicht umfassend angegangen worden sei, sagte Uschi Unsinn, Polit-Drag-Queen vom Bündnis gegen Trans- und Homophobie Nürnberg und Initiatorin der Petition.

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15 von 16 deutschen Ländern haben Aktionspläne für LGBTI

Bayern ist das einzige Bundesland in Deutschland, das kein Aktionsprogramm für geschlechtliche und sexuelle Vielfalt plant oder schon umgesetzt hat. Dies hatten im vergangenen November auch zahlreiche Experten bei einer Anhörung im Landtag beklagt. 2015 hatte die damalige CSU-Alleinregierung noch erklärt, dass es für einen landesweiten Aktionsplan "keine Notwendigkeit" gebe (queer.de berichtete). (dpa/cw)