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Kommentare zu:
Berlinale-Jurypräsident "aus vollem Herzen" für die Ehe für alle


#1 NuminexEhemaliges Profil
  • 20.02.2020, 17:22h
  • Bin ich jetzt nur nicht leichgläubig oder mit Vorurteilen behaftet, wenn ich ihm nach den zitierten Sätzen vor sieben Jahren, diesen Gesinnungswechsel pünktlich zur Berlinale nicht abkaufe? Für mich ist diese Besetzung eine weitere, krasse Fehlentscheidung, ähnlich wie die Bewerbung von Verfolgerstaaten auf der Tourismusmesse.
    Will sagen: Wenn man weis, dass die Berlinale von der Friedensinitiative Zehlendorf, der Heinrich-Böll-Stiftung und dem Weltfriedensdienst e.V., der deutschen Sektion von Amnesty International unterstützt wird, die auch Preise vergeben, macht die Ernennung eines Präsidenten, der solche Aussagen von sich gibt, für mich überhaupt keinen Sinn.
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#2 FilipProfil
  • 20.02.2020, 17:38hHamburg
  • Ob er der Richtige war, vermag ich nicht zu sagen.

    ABER Menschen können sich ändern und tun dies oftmals auch, sowohl in ihrer Einstellung wie auch im Handeln, sowohl im Guten wie im vermeintlich Bösem.
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#3 Leon 4Anonym
  • 20.02.2020, 18:07h
  • Ich möchte anmerken dass Herr Irons sich damals schon unmittelbar nach Veröffentlichung des Interviews zu Wort gemeldet hatte und meinte das er absolut nicht gegen die homo ehe sei, sondern das er mit dem Beispiel auf mögliche, juristische "Nachspiele" verweisen wollte die jetzt noch niemand auf den Schirm haben würde.... Und hat im gleichen Satz gesagt das er aber auch wünschte auch das nicht gesagt zu haben!

    Und zum Abtreibungsthema: seine Aussage war das Frauen selbstverständlich die Hoheit über ihren Körper haben und es die Entscheidung der Frau ist, aber auch das die Kirche das Recht hat zu bestimmen was sie als Sünde ansieht!

    Natürlich kann man von den Aussagen halten was man will, aber halte es dann auch für wichtig die Aussagen vollumfänglich wiederzugeben....
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#4 NuminexEhemaliges Profil
#5 Denise DevereauxAnonym
  • 20.02.2020, 19:54h
  • Ich denke auch, dass Menschen sich ändern können und finde es super, dass er ein so deutliches Statement abliefert. Finde aber die juristischen Bedenken eher vorgeschoben, da nach dieser Logik ein Vater seine Tochter oder eine Mutter ihren Sohn heiraten könnte, um die Erbschaftssteuer zu umgehen. Zumindest vor 7 Jahren könnte eine zumindest unbewusste Homophobie bei dem Guten vorgelegen haben. Frei nach dem Motto: "Ich habe ja nichts gegen die Ehe für alle, aber..."
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#6 Ralph
  • 21.02.2020, 10:54h
  • Na ja, mancher hat inzwischen seine Meinung geändert. Auch Barack Obama war ursprünglich nicht für die Eheöffnung. Der von Jeremy Irons genannte Sachverhalt war allerdings ähnlich abenteuerlich wie der einst von Erzbischof Dyba geäußerte Vorwurf, die (damals noch) Lebenspartnerschaft werde dazu führen,dass deutsche Schwule ihre exotischen Lover ins Land holen (was deutsche Heten natürlich nie täten), wobei Schwulenhass und Rassismus einander trafen; oder wie die Behauptung eines gewissen "Professors" Kutschera, das schwule Paare Jungen adoptieren, um sie dann zu vergewaltigen. Man braucht für alle drei Aussagen schon sehr viel menschenfeindliche Phantasie. Unabhängig davon, wie Herr Irons wirklich denkt und ob er tatsächlich zu besserer Einsicht gelangt ist, darf man seine jetzige Äußerung als gut und richtig und wichtig einstufen. - Was Abtreibung angeht, möchte ich doch anmerken, dass es hier sehr wohl grundlegend verschiedene Ansichten geben kann, da es um das Leben von Menschen und seine Beendigung geht, ohne dass die eine Position frauenfreundlich wäre und die andere frauenfeindlich. Eine vielfältige Gesellschaft muss es aushalten, wenn für die einen das Selbstbestimmungsrecht der Schwangeren den Ausschlag gibt, für die anderen aber das Lebensrecht des ungeborenen Kindes.
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