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TV-Show

RTL plant schwule Ausgabe von "Take Me Out"

Nach den Erfahrungen mit "Prince Charming" setzt der Sender weiter auf die Gay Community – zumindest die männliche.


Ralf Schmitz soll auch die schwule Version moderieren (Bild: TVNOW / Stefan Gregorowius)

Die populäre Dating-Sendung "Take Me Out" wird demnächst schwul: Wie der Kölner Sender RTL in sozialen Netzwerken bekannt gab, könnten sich nun interessierte "Männer, die Männer suchen", für eine Teilnahme bewerben.

"Take Me Out – For Gays" soll die Sonderausgabe der populären Reihe heißen und ebenfalls von Ralf Schmitz moderiert werden. Das Konzept der ursprünglich aus Australien stammenden Show bleibt das gleiche: Während einer Sendung werden drei Männer vorgestellt, die versuchen, 30 Single-Frauen bzw. in diesem Fall schwule Singles von sich zu überzeugen. Diese zeigen ihre Zu- oder Abneigung per Buzzer.

Twitter / RTLde

"Mach mit und finde deinen Traumprinzen, denn jetzt sind die Männer am Buzzer!", schreibt RTL auf Instagram oder Twitter. Bewerbungen seien bei regulären Castings in mehreren Städten in den nächsten Tagen oder über ein Online-Formular möglich. "Bist du Manns genug, zwischen 18 und 40 Jahre alt, schlagfertig und um keinen Spruch verlegen? Dann bewirb dich jetzt!", heißt es dort zur "Gay"-Version. Rückfragen in sozialen Netzwerken, was denn mit "Frauen, die Frauen suchen" sei, blieben unbeantwortet.

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Zunahme schwuler Formate

In dieser Woche hatte RTL bereits bekannt gegeben, für sein Streamingportal TVNOW ein neues Format zu produzieren, in dem drei Drag Queens Frauen bei der Wiederentdeckung ihres Selbstbewusstseins helfen sollen (queer.de berichtete). Das Konzept erinnert an die frühere amerikanische Show "RuPaul's Drag U".

Derzeit zeigt TVNOW die britische Ausgabe von "RuPaul's Drag Race" (nachdem Pro 7 im letzten Jahr eine inoffizielle deutsche Adaption des Formats in der Primetime ausgestrahlt hatte). Außerdem arbeitet das Streamingportal an einer zweiten Staffel der eigenproduzierten schwulen Datingserie "Prince Charming", einer offiziellen Adaption eines US-Formates. Für diese Show werden derzeit neue Kandidaten gesucht (queer.de berichtete). (cw)



#1 LilieAnonym
  • 21.02.2020, 12:41h
  • Ich finde es an sich gut, trotzdem würde ich mich auch über solche Formate mit Frauen freuen. Meiner Ansicht nach sind wir lesbischen Frauen unterpräsentiert.

    Und wo in dem Beitrag gerade die Rede von TVNOW ist: Ich kann nur hoffen, das man Formate mit homosexuellem Content auch mal im TV zeigt, so hat das was von Pseudotoleranz. Ich hätte nämlich sehr gerne Prince Charming geschaut aber nicht auf TVNOW.
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#2 Leon 4Anonym
  • 21.02.2020, 13:12h
  • Antwort auf #1 von Lilie
  • ? Im Artikel steht doch gar nicht dass das für TV now produziert wird, die Folge wird ganz normal wie alle anderen Folgen der Show im linearen TV ausgestrahlt....

    Und es gibt ja wohl allmählich hunderte an formaten die ausschließlich online beziehbar sind, n ganzen haufen der großen Serien der letzten Jahre wurden exclusiv von und für streamingdienste produziert (house of cards, stranger things, pose sind alles zb netflix Eigenproduktionen....).. Hier von pseudotoleranz zu reden wenn man das absolut vernachlässigbare, lineare TV ausschließen würde ist doch ziemlich gestrig, gerade bei Shows deren Zielgruppe eher bei U40 zu verordnen ist...
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#3 olfwobAnonym
  • 21.02.2020, 14:38h
  • Antwort auf #1 von Lilie
  • Vielleicht -schön wäre es - sind lesbische Frauen aber auch einfach nicht so mediengeil wie die Schwulen, die in den Formaten der RTL-Gruppe auftauchen. Leider versucht RTL etc. gewöhnlich - wenn schon ein schwuler Part auftaucht -, dass dieser dann aber auch möglichst so vielen schwulen Klischees entspricht. Das fängt beim schrillen Schwulen in Pumps bei DSDS an und hört bei Ross Anthony und dem Bananenbadeanzug tragenden Produkttester bei "Ich bin ein Star" auf. Schön wäre es ja echt, wenn RTL einfach nur keine Lesben finden würde, die Bock haben denen da ein Klischee zu servieren.
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#4 michael hnkAnonym
  • 21.02.2020, 15:06h
  • Gleiche Rechte für alle sollte es auch im Trash-TV geben, insofern bin ich dafür.

    Meine Kritik zielt auf das Format an sich. Es geht hier nur noch um den Ausverkauf von Menschen und Emotionen. Früher hatten Kuppel-Shows wie "Herzblatt" noch einen gewissen Charme und die Macher Respekt übrig für die Kandidaten. Heute werden sie entweder weg gebuzzert oder der Bachelor knutscht und fummelt sich durch, jedesmal wenn der Redakteur ein Zeichen gibt und das rote Licht der Kamera leuchtet. Und so was soll dann das RTL-Publikum für "Liebe" halten... Ganz schön armselig.
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#5 Martha ReiserAnonym
  • 21.02.2020, 15:24h
  • Die ÖR bekommen 8 Milliarden Euro für ihre 'Selbstversorgungsanstalten' im Jahr. Über Homosexualität kommt aber nix. Wie kann das sein? Wenn in Deutschland 10% LGBT-Menschen leben- warum kommt dann nicht 10% im Fernsehen darüber?

    Ist diese Diskriminierung noch hinnehmbar?
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#6 Leon 4Anonym
  • 21.02.2020, 15:36h
  • Antwort auf #3 von olfwob
  • Da hast du recht @ Klischees... Ich möchte aber anmerken das du zumindest als schwuler Mann von niemanden mehr angegangen wirst als von anderen schwulen Männern wenn man nicht mindestens die Hälfte der klassischen Klischees, über deren Darstellung man sich gerne empört, erfüllst, von daher ist die Repräsentation zwar sehr einseitig, aber dennoch nicht verfälscht....

    Wenn die lesbische community da weiter is, gut so + Glückwunsch, andere Teile der community lernen noch...

    (meine Erfahrungen sind primär auf die Stuttgarter Region gemünzt, kann mir durchaus vorstellen das des in anderen Städten besser läuft.....)
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#7 Leon 4Anonym
  • 21.02.2020, 15:44h
  • Antwort auf #5 von Martha Reiser
  • In den Nachrichten werden queere Themen nicht gesendet? Keine schwulen im Tatort, daily soaps, traumschiff? Queer 4 you? Die Mediatheken von Funk bzw Funk allgemein? Der gesamte ESC?....

    Interessante Definition von "gar nix".....
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#8 NuminexEhemaliges Profil
  • 21.02.2020, 16:47h
  • Antwort auf #5 von Martha Reiser
  • Ich simme dir nicht zu, dass nichts kommt, denn die ÖR haben immer wieder LGBT in populäre Eigenproduktionen eingebracht, bspw. Lindenstraße oder der Berliner Tatort. Der RBB hat sogar Queere Filmwochen ins Leben gerufen, ARTE diverse Biopics, etwa zu George Michael oder Fritz Bauer gebracht, Dokus über den 175er und alles kostenlos in die Mediathek gestellt und auch queere Kinofilme wie zuletzt "Roads" produziert. Auch laufen immer wieder Hochkaräter wie Philadelphia, Moonlight oder Milk. Wieviel Prozent das am Gesamtprogramm sind, kann ich nicht beurteilen, aber vermutlich unter deinen 10 Prozent. Da sind wir daccord. Was mich eher stört, sind die Sendezeiten, denn bspw. die Filme der RBB Wochen kamen immer so gegen 0.00 Uhr, also für Kinder und junge Jugendliche mit der Schule unvereinbar und für Arbeitnehmer, die wie ich um 4.30 Uhr aufstehen müssen, ebenso.
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#9 Leon 4Anonym
  • 21.02.2020, 17:05h
  • Antwort auf #8 von Numinex
  • Bin mir bei den ÖR nicht so sicher, aber haben die ihr Programm nicht auch 7 oder 30 Tage lang nach Ausstrahlung immer noch in den Mediatheken....? Meinte diese Filme sind immer so mit ner zeitlichen Befristung abrufbar...
    (moonlight ist ein so verdammt guter Film.... Milk war nicht so meins, fand ich ehrlich gesagt recht öde)
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#10 NuminexEhemaliges Profil
  • 21.02.2020, 17:55h
  • Antwort auf #9 von Leon 4
  • Ich denke bei manchen könntest du Recht haben, habe da aber noch ein Negativbeispiel im Kopf. Wollte unbedingt "Herzstein" sehen, ein Isländer mit (Achtung) deutscher Synchro, der in der Mediathek aus urheberrechtlichen Gründen aber gesperrt war. Da gabs nur noch den Trailer. Ich bin mir nicht sicher, aber ich denke, dass in den Mediatheken nur Eigenproduktionen verfügbar sind oder solche, an denen man zumindest als CoProduzent beteiligt war.
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