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Welle der Gewalt

Berlin: Trans Frau beleidigt, bespuckt und geschlagen

In Kreuzberg kam es Samstagabend erneut zu einem transphoben Übergriff – der sechste in diesem Monat. Am Nachmittag wird in Neukölln gegen queerfeindliche Gewalt demonstriert.


Der Berliner Staatsschutz ermittelt derzeit in mehreren Fällen gegen Personen, die offenbar aus Hass trans Menschen angegriffen haben (Bild: Sebastian Rittau / flickr)

Am Samstagabend kam es in Berlin-Kreuzberg zu einem transfeindlichen Übergriff. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Sonntagvormittag.

Nach den bisherigen Erkenntnissen soll eine trans Frau um 21 Uhr am Mehringplatz von einem bisher unbekannten Tatverdächtigen beleidigt und bespuckt worden sein. Im weiten Verlauf soll der Angreifer der Frau gegen den Kopf geschlagen haben.

Ein Zeuge, der die Auseinandersetzung mitbekam, konnte den Übergriff beenden. Der Angreifer flüchtete daraufhin und konnte unerkannt entkommen. Die trans Frau wurde nicht verletzt. Der Polizeiliche Staatsschutz des Landeskriminalamtes Berlin hat, wie bei Hasskriminalität üblich die Ermittlungen aufgenommen. Nähere Angaben zum Angreifer wurden im Polizeibericht nicht gemacht.

Transfeindliche Übergriffe häufen sich

Der Vorfall ist bereits die sechste Straftat mit transfeindlichem Hintergrund, die die Polizei in diesem Monat meldete. Zuletzt wurde am vergangenen Sonntag eine trans Frau im Berliner Regenbogenkiez mit Reizgas besprüht (queer.de berichtete). Ebenfalls in Schöneberg wurde drei Tage zuvor ein 44-jähriger trans Mann aus einer Gruppe von Jugendlichen heraus beleidigt. Im Bezirk Neukölln wurde der Balkon einer 64-jährigen trans Frau wiederholt mit Eiern beworfen (queer.de berichtete). Am Sonntag vor zwei Wochen wurde eine 51-jährige Frau in der U-Bahn von zwei Jugendlichen beleidigt, angespuckt und mit Pfefferspray besprüht. Diese hatten ihr außerdem ein Feuerzeug vorgehalten und gedroht, ihre Haare anzuzünden (queer.de berichtete).

Als Reaktion auf die Vorfälle findet am Sonntagnachmittag eine Demonstration gegen Gewalt und für queere Sichtbarkeit unter dem Motto "It's T*-Time – Jetzt erst recht!" statt. Treffpunkt ist um 15 Uhr am Richardplatz in Neukölln, die Route führt zum Bezirksrathaus. "Wir werden demonstrieren, um zu zeigen, dass sich niemand von uns einschüchtern lässt", heißt es im Aufruf. "Wir stehen zusammen. Wir sind solidarisch. Wir unterstützen uns gegenseitig. Der Gewalt und der Missachtung setzen wir eine gelebte Utopie entgegen. Wir zeigen, wie vielfältig, wie divers, wie wunderschön wir Menschen sind."

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)



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#1 GerritAnonym
  • 23.02.2020, 11:12h
  • Wenn ich sehe, wieviel homo- und transphobe Gewalt es alleine in Berlin gibt, will ich gar nicht wissen, wie viel das deutschlandweit ist.

    Leider erfahren wir nur von den Fällen in Berlin, weil die dortige Polizei das dankenswerterweise statistisch auswertet.

    Eine deutschlandweite Erfassung wird ja, trotz diverser Anträge von Grünen und Linkspartei, von CDU, CSU und SPD regelmäßig blockiert. Es soll wohl niemand das wahre Ausmaß erfahren...
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#2 YannickAnonym
  • 23.02.2020, 13:50h
  • Wie lange will die Politik noch wegsehen und runterspielen?

    Wohin das führt, haben wir ja jetzt wieder in Hanau gesehen.

    Es müssten längst alle Alarmglocken schrillen, aber Union und SPD regieren Deutschland weiter ins Koma.

    Und was ich der Groko neben ihrem Nichtstun in Sachfragen echt übel nehme, ist dass sie damit die AfD immer stärker machen.
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#3 FriseurAnonym
  • 23.02.2020, 15:58h
  • Antwort auf #1 von Gerrit
  • Ich glaube nicht, dass man die TäterInnen und Opferzahlen deutschlandweit über einen Kamm scheren kann. Die Demografie an den Berliner Orten unterscheidet sich schon sehr von den Tatorten in Durchschnittsdeutschland.
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#4 TimonAnonym
  • 23.02.2020, 16:13h
  • Antwort auf #3 von Friseur
  • Aber gerade weil das alles nur Vermutungen sind, wäre es halt wichtig, das mal zu erfassen.

    Dann könnte man auch sehen, wo es vielleicht geografische Häufungen gibt, ob es bestimmte Täterstrukturen gibt, etc.

    Aber obwohl sonst in Deutschland alles mögliche erfasst und ausgewertet wird, wird gerade bei diesem Thema von Union und SPD immer weiter geblockt.

    Gerade auch nach Hanau darf es jetzt kein Weiter So mehr geben.
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#5 FriseurAnonym
#6 David JacobAnonym
#7 TheDadProfil
  • 24.02.2020, 08:26hHannover
  • Antwort auf #6 von David Jacob
  • ""Und wieder das scheiss Berlin.""..

    Wäre es an dieser Stelle besser gewesen etwas über Salzburg oder Castrop-Rauxel zu lesen ?

    Anstatt sich darüber aufzuregen das Berlin die Informationen über solche Überfälle veröffentlicht, kann man sich mal darüber aufregen das weder Salzburg noch Castrop-Rauxel derlei Informationen preisgeben !
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#8 alxaAnonym
#9 QuarkAnonym
#10 FriseurAnonym