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Kommentare zu:
Wie der Regenbogenkiez durch die Politik zerstört wird


#11 stromboliProfil
  • 24.02.2020, 09:28hberlin
  • Antwort auf #5 von Homonklin_NZ
  • kicher..
    das ist ja die crux; die grundgute kiezbürgermeisterIn hat zwar was vom "amsterdamer model " mitbekommen, aber nicht die zusammenhänge erfasst.

    Mein tip: vielleicht in dem geplanten mobilen bürgermeisterInnenbüro auf dem spielplatz ecke eisenacher- fuggerstrasse einen, für die dort auf bürgeranstandsunterricht wartenden stricher selbstangebauten peacemaker kostenfrei abgeben.
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#12 andreAnonym
  • 24.02.2020, 11:48h
  • Was in dem guten Artikel steht, ist, in München schon passiert. Die Gentrifizierung ist abgeschlossen. Zur Aufzählung schwul/lesbischer Örtlichkeiten, reicht eine Hand. Die teuren Kinderwagen mit Latte-Macchiato-Halterung gibts wirklich. Drin quäken Thorben, Malte und Johanna, wenns mit Mutter, in einen der zahlreichen Bio-Läden geht, zum Einkaufen. Selbstverständlich mindestens glutenfrei und vom Bio-Bauern. Ihr werdet es kaum glauben, im schwulen "Ghetto", was es, bis in die 90iger gab habe ich mich, als sog. "Ausgegrenzter" sauwohl gefühlt. Weil, dieses "Ghetto" war auch ein gewisser Schutzraum, wo sich kaum ein Anderer verlaufen hat. Ja, auch manchmal versifft. Hatte aber irgendwas. Kriminalität gabs, in diesem "Ghetto" übrigens nie.
    Meine Meinung. Die schwul/lesbische "Generation nach mir, ist nicht ganz unschuldig an der Entwicklung. Davon steht auch nichts im Artikel. Wer heterosexuelle Lebensmodelle, krampfhaft und widerstandslos, 1:1 übernimmt und das dann noch "Gleichstellung" nennt, muß sich nicht wundern, wenn vom schwul/lesbischen Modell fast nichts übrig bleibt. Ich habe alles mitgemacht und kann zufrieden sein. Ich schaue jetzt glücklich aufs Karwendel-Gebirge aus meinem Fenster.
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#13 Taemin
  • 24.02.2020, 11:57h
  • Als jemand, der weder in Berlin wohnt noch irgendwann dorthin kommt, gewinne ich durch Artikel und Diskussionsbeiträge hier den Eindruck, dass in dieser Stadt eine konzertierte Aktion läuft: einerseits Angst und Schrecken verbreiten durch Gewalttaten gegen Schwule und Lesben, transidentische und zwischengeschlechtliche Menschen; andererseits Zersetzung der Szene durch städtische Kontrollen und Auflagen sowie durch massive Verteuerungder Immoblien. - Eine Politik, die ein Szeneviertel lebenswert halten will, fördert diejenigen Personen und Institutionen, die für das Viertel stehen. Offenbar geschieht genau das Gegenteil. Und das von Seiten der grünen Besserverdienenden- und Wellnessfraktion.
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#14 GhostbusterAnonym
  • 24.02.2020, 12:29h
  • Antwort auf #7 von Techniker
  • "... die einzige Möglichkeit waren, mit Gleichgesinnten Sex zu haben, sind doch wohl schon ein paar Jährchen vorbei."

    Ach Du meine Güte!
    Denkst Du ernsthaft, die Leute gehen auf Klappen oder in Parks, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben? Die Leute vögeln dort, da es ihren sexuellen Wünschen, Vorstellungen, Fetischen entspricht! Und dagegen ist auch nichts einzuwenden!
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#15 NevermindAnonym
  • 24.02.2020, 12:45h
  • Antwort auf #13 von Taemin
  • >>Angst und Schrecken verbreiten durch Gewalttaten gegen Schwule und Lesben,<< es ist wirklich lächerlich, welcher Eindruck hier verbreitet wird. Als jemand, der in Berlin wohnt, kommt es mir eher so vor, dass, wenn jemand aus Versehen in Richtung eines Schwulen hustet, sofort geschrien wird: antischwule Gewalt! Und rot-rot-grün tut nichts und Schuld sind sowieso SPD und vor allem die Groko! Und wenn jemand tatsächlich reagiert und etwas tut: Man nimmt uns unsere Freiräume, sexuelle Freiheit stirbt mit Sicherheit! Rot-rot-grün ist Schuld, SPD und Groko sowieso.

    Irgendwie gibt es nur noch Feindbilder, CDU, SPD, grüne Besserverdienende Wellnessfraktion, rot-rot-Grün, LSVD; wer bleibt eigentlich noch übrig, der es der Community recht machen kann?
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#16 Carsten ACAnonym
  • 24.02.2020, 13:01h
  • Die Zerstörung schwuler Einrichtungen und schwuler Subkultur hat mit ganz vielen Dingen zu tun.

    Ein Faktor ist auf jeden Fall die Gentrifizierung, die man in allen Großstädten beobachten kann.

    Aber natürlich macht auch das Internet viel kaputt. Wenn ich in den 1990er-Jahren in schwule Kneipen ging, war das natürlich auch, um andere Schwule kennenzulernen oder vielleicht auch einen Partner kennenzulernen. Aber wenn sowas heutzutage nur noch über Websites oder Apps abläuft, ist das natürlich der Todesstoß für schwule Kneipen, Cafes, Discos, Buchläden, etc.

    Da geht ein ganzes Stück schwuler Geschichte, schwuler (Sub-)Kultur und schwulen Alltagslebens für immer und unwiderbringlich verloren. Schade.

    Ich bin zwar froh, dass ich auch noch die anderen Zeiten miterlebt habe, habe aber auch Angst, dass dadurch Schwule und schwules Leben wieder aus der Öffentlichkeit in den Untergrund gedrängt werden. Wenn es nämlich solche Lokalitäten nicht mehr im Straßenbild gibt und man dort die Leute rein- und rausgehen sieht, sondern wenn man sich nur noch im Internet verabredet und dann irgendwo alleine trifft.

    Und daneben fehlt auf jeden Fall auch das Wir-Gefühl und dass man auch Schwule kennenlernt, mit denen man nicht ins Bett will, sondern mit denen man sich einfach gerne auf ein Bierchen oder auf einen Cafe und zum Quatschen, Ausgehen und Feiern trifft.

    Eine vielleicht unvermeidliche, aber dennoch traurige und bedenkliche Entwicklung.
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#17 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 24.02.2020, 13:40h
  • Antwort auf #12 von andre
  • "Wer heterosexuelle Lebensmodelle, krampfhaft und widerstandslos, 1:1 übernimmt und das dann noch "Gleichstellung" nennt, muß sich nicht wundern, wenn vom schwul/lesbischen Modell fast nichts übrig bleibt."

    Bravo! Was für eine perfekte Formulierung.
    Ich rufe Selbiges, nur nicht so schön formuliert, ja auch schon seit Jahren in die Wüste hinaus.
    Die neue Spießigkeit wird uns als "neue Freiheit" verkauft. Nur dass es sich dabei nicht um eine Freiheit, etwas zu tun, handelt, sondern eine Freiheit VON. Eine Freiheit von Schutzräumen z.B., oder eine Freiheit von Treffpunkten.

    In der schönen neuen Ehe-für-Alle-Welt sitzen sie eben lieber in ihren Doppelhaushälften und posaunen herum, man brauche ja keinerlei spezifisch queeren Räume mehr - man könne sich ja genauso gut überall treffen.

    Irgendwann wird in Vergessenheit geraten sein, wie es sich anfühlt, z.B. eine schwule Kneipe zu betreten und zu wissen, dass da ziemlich sicher alle auch tatsächlich schwul sind. Es wird sich dann wieder so anfühlen wie in meiner Jugend in der Kleinstadt - nämlich dass es nichts geben wird, wo man (im doppelten Sinne) "sich sicher sein kann".

    Da sind dann halt wieder 90% aller Menschen hetero, und man braucht wieder ein extrem feines Gespür dafür, wen man überhaupt ansprechen kann, ohne sich dabei eine blutige Nase zu holen.

    Schöne neue Welt. "Hurra - endlich sind wir (wieder) unsichtbar." Wo doch Unsichtbarkeit genau das ist, wo die Mehrheitsgesellschaft uns immer noch haben will. Und wir laufen laut "Gleichstellung" blökend alle in deren Falle. Schlimmer noch: verlangen auch von allen anderen queeren Menschen, dass die das genau so auch gut zu finden haben.

    Individualität? Solidarität? Schlagwörter von vor-vorgestern. Heute ist Assimilation angesagt.

    Resistance is futile.
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#18 seb1983
  • 24.02.2020, 13:40h
  • Antwort auf #16 von Carsten AC
  • Interessant ist es schon:

    Warum werden schwule Läden immer weniger, warum findet kein Generationenwechsel statt, die Läden gibts oft seit Jahrzehnten unverändert(!!!!), dass sich sowas auch mal abnutzt...

    Herkömmliche Bars, Cafes, Restaurants usw gibt es mehr als genug, immer wieder entstehen neue Formate alla Vinothek, Yoghurt Bar und was weiß ich.
    Offenbar ziehen Szeneeinrichtungen bei den meisten jüngeren Schwulen nicht mehr. Vielleicht sollte da mal das Angebot überarbeitet werden.
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#19 TechnikerAnonym
  • 24.02.2020, 13:43h
  • Antwort auf #14 von Ghostbuster
  • "Denkst Du ernsthaft, die Leute gehen auf Klappen oder in Parks, weil sie keine anderen Möglichkeiten haben?"

    Genaues Lesen hilft. Ich schrieb:
    "die Zeiten, wo Cruising und öffentliche Aborte für viele Schwule die einzige Möglichkeit waren, mit Gleichgesinnten Sex zu haben, sind doch wohl schon ein paar Jährchen vorbei."

    Und da es ja so furchtbar schwer zu verstehen scheint:
    "Die Leute vögeln dort, da es ihren sexuellen Wünschen, Vorstellungen, Fetischen entspricht! Und dagegen ist auch nichts einzuwenden!"

    Jeder kann und soll sich vergnügen, wo und wie er will - solange er Dritten nicht auf den Sack geht. Wer sich in Tom's Bar übers Gerammel beschwert, hat was nicht verstanden. In öffentlichen Parks ist hemmungsloses Rumgepoppe aber wohl fehl am Platze - ob sich da Männlein mit Männlein oder Männlein mit Weiblein vergnügen, ist wurst.
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#20 mactorProfil
  • 24.02.2020, 14:19hBerlin
  • Nichts ist für die Ewigkeit.

    Die meisten, so auch ich, sind nur zum Stadtfest in dieser Gegend.
    Ansonsten hat die Stadt schon lange bessere und schönere schwule Hotspots.

    Fand diese Läden dort schon immer überbewertet.
    Aber gut.
    Wenn die Läden sich rechnen werden sie bleiben wenn nicht dann nicht... Einfache Rechnung.
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