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Kommentare zu:
Wie der Regenbogenkiez durch die Politik zerstört wird


#21 FilipProfil
  • 24.02.2020, 14:51hHamburg
  • Antwort auf #19 von Techniker
  • ""die Zeiten, wo Cruising und öffentliche Aborte für viele Schwule die einzige Möglichkeit waren, mit Gleichgesinnten Sex zu haben, sind doch wohl schon ein paar Jährchen vorbei."

    Och, wurdest Du im Park mal von jemanden übergangen und nicht beachtet?
    Selten so einen biederen und "gefrusteten" Kommentar gelesen.

    Glücklicherweise ist Cruising noch immer nicht vorbei. Und öffentlich einsehbar ist da in der Regel kaum etwas. Und Sex im Gebüsch und der Natur ist natürlich nicht verboten. Und wer da "hinterherkriecht", sucht das gleiche und fühlt sich nicht gestört. Aber dich scheint ja schon die Vorstellung "zu erregen".

    Ansonsten verhält es sich mit der Szene in Hamburg leider ähnlich wie in dem sehr guten Kommentar des Artikels beschrieben!
    Und die meisten Anmerkungen der anderen User treffen den Nagel ebenfalls auf den Kopf. Danke dafür!
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#22 Sudo134Anonym
  • 24.02.2020, 15:38h
  • Mal ehrlich: Viele der Läden im Regenbogenkiez haben ihre besten Zeiten hinter sich. Genauso wie viele aus der Klientel, die dort wohnt und verkehrt. Die Szene hat sich sehr stark diversifiziert und hat sich in andere Gegenden Berlins verlagert. Früher gabs in Kreuzberg eine kleine Szene und in Neukölln so gut wie gar keine, heute ist Kreuzkölln der schwullesbische Hotspot. Der Niedergang des Regenbogenkiezes mag teilweise mit den neuen digitalen Möglichkeiten zusammenhängen, ein großer Teil liegt jedoch auch an der überholten Ausrichtung so mancher Läden dort.
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#23 Klaus 0018Anonym
  • 24.02.2020, 16:04h
  • Berlin schafft sich ab. Zuerst sind die Saunen zugemacht worden, jetzt die Cruising Bars.
    Bei Strassenfesten wird die Bürgersteignutzung ab 22.00 Uhr bestraft und kontrolliert... preussischer geht nicht mehr.. Profitieren tut Mallorca oder Gran Canaria.. die Umwelt dankt den Vielfliegern... na ja aber hauptsache wir haben wieder eine Hauptstadt..
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#24 Taemin
  • 24.02.2020, 17:12h
  • Jetzt mal ein bisschen eigene Erfahrung. Ich kenne Leute von unter 20 bis über 70. Die Jungen sind keine Menschen mehr, sondern Zombies. Sie betreten den Raum, zücken ihr Smartphone und versinken in ihrer virtuellen Scheinwelt. Irgendwann erheben sie sich und gehen wieder. Leute von über 40 sehen einander derweil an und fragen sich, warum die Buben überhaupt gekommen sind. Sozialkontakt in Form eines einfachen Gesprächs ist gar nicht möglich. Ich glaube auch nicht, dass einer von denen je Sex hat. Wie soll das gehen übers Smartphone? (Nein, ich überspitze nur geringfügig.) Einer von denen ist mal kurz aus dem Smartphone aufgetaucht und hat mich gefragt: "Sag mal, wie habt ihr einander früher eigentlich kennengelernt?" Das war das erste Mal, dass ich gemerkt hab, dass der überhaupt sprechen kann. Noch während ich ihm erklärte, dass es Kneipen, Gruppen und Treffpunkte gab, wo man einander traf und miteinander redete, dann auch abschleppte oder abgeschleppt wurde, versank er schon wieder im Smartphone. Ich weiß gar nicht, ob er meine Antwort noch vollständig hörte und zu erfassen vermochte. Manchmal gehen die Alten und die Jungen gemeinsam ins Kino. Wir Alten gucken den Film, die Jungen surfen im Netz. Oder wir gehen essen oder in die Eisdiele oder in den Park. Wir Alten schwatzen, die Jungen glotzen taubstumm aufs Smartphone. Was für eine Generation.
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#25 TheDadProfil
  • 24.02.2020, 19:33hHannover
  • Antwort auf #19 von Techniker
  • ""Genaues Lesen hilft. Ich schrieb:""..

    Genaues Zitieren hilft auch !
    (auch bei sich selbst !)

    ""Und ehrlich: Ich will weder fickenden Heteros noch Homos im Park begegnen - die Zeiten, wo Cruising und öffentliche Aborte für viele Schwule die einzige Möglichkeit waren, mit Gleichgesinnten Sex zu haben, sind doch wohl schon ein paar Jährchen vorbei.""..

    Es geht nicht um "die Zeiten", sondern darum was Du in der Öffentlichkeit nicht sehen willst !

    Wie anmaßend anderen Menschen ihr Freizeitverhalten vorschreiben zu wollen, nur weil Du selbst vermeintlich ein anderes Verhalten an den Tag legst..

    Aber offenbar ist Dein "moralischer Kompass" dann die einzige Richtschnur die Du dazu kennst ?

    Exakt das war dann auch der Grund für meine erste Intervention..
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#26 TheDadProfil
  • 24.02.2020, 19:40hHannover
  • Antwort auf #24 von Taemin
  • ""(Nein, ich überspitze nur geringfügig.)""..

    Nöö..
    Du beschreibst meinen Tagesablauf..
    Und der findet nicht einmal in einer "Szene" statt..

    Würde sich der Raum bewegen, man könnte meinen in einer Straßenbahn zu sein, denn die Teilnahmslosigkeit mit der die Anwesenden auf ihre "Smartphones" starren, egal ob sie nun tatsächlich damit kommunizieren, oder einfach nur über irgendwelche "Candy-Crush"-Spielchen gleichfarbige Ballons zum zerplatzen bringen, ist schier unerträglich..
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#27 Robert NiedermeierAnonym
  • 24.02.2020, 20:10h
  • Niemand, wirklich kein schwuler Mann will einen schwulen Mann aus der "Szene" zum Heiraten kennenlernen. Und wer außer Touristen und längst obsoleten Flyerverteilern geht noch in Schöneberg aus? Schlimmer ist, dass die neue Single "Wann (Mr. 100%)" von Marianne Rosenberg kein Hit geworden ist.
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#28 ButterweichAnonym
  • 24.02.2020, 22:41h
  • Ich kann jetzt nur von meinen persönlichen Erfahrungen (also eigene sowie die von Freunden/Bekannten, Dates) mit der sogenannten "Szene" und den dazugehörgien Bars und Kneipen berichten, meine Ausführungen sind daher alles andere als repräsentativ. Und auch nicht Berlin, aber immerhin Großstadt. Und ich schreibe fortan immer "Lokale", auch wenn Cafes, Bars, Kneipen usw. gemeint sind.

    1. Der Großteil, eigentlich fast alle Lokale, wirken einfach ziemlich aus der Zeit gefallen - das betrifft die Einrichtung und das Konzept insgesamt. Veraltet und einfallslos, oftmals renovierungsbedürftig. Die immer gleichen DJs - irgendwann wirds halt einfach öde.

    2. Es sind halt auch irgendwie immer die gleichen Leute dort anzutreffen. Ich war gut 3 Jahre lang in Szene-Locations unterwegs als ich hierher zog. (also in Discos, nicht in Kneipen)
    Am Anfang war alles aufregend neu. In der Zeit eröffneten sogar ein paar neue LGBTI-Lokale (und sind mittlerweile wieder geschlossen). Aber schon nach ein paar Monaten kannte man gefühlt 90% der Leute dort (wenn auch nur vom Sehen).

    3. Egal mit wem ich spreche - Typen, die in der Szene verkehren haben mittlerweile einen ziemlich schlechten Ruf - gerade bei Jüngeren. Das geht los mit:

    "Da kennt jeder jeden und es wird ständig getrascht und gelästert" (und zwar stellenweise ziemlich übel, selbst oft genug mitbekommen)

    Weiter mit: "Es kennt nicht nur jeder jeden, sondern es hat auch schon gefühlt jeder jeden in der Kiste gehabt". => Das ist ja nichts schlimmes. Aber gerade diejenigen, die was Ernstes suchen, sind mit Szene-Typen schon ziemlich oft auf die Schnauze gefallen. Und sowas spricht sich halt auch rum.

    Hinzukommt die Häufigkeit sexuell übertragbarer Krankheiten, ChemSex usw.

    4. Es wurde ja schon paar mal angesprochen: Um heutzutage jemand kennenzulernen braucht man keine Szene mehr. Man findet genausogut im Alltag oder über DatingApps Leute kennen.
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#29 ButterweichAnonym
  • 24.02.2020, 23:10h
  • Antwort auf #17 von RuferInDerWueste
  • @RufiInDerWueste:

    Sorry, aber was du schreibst ist doch Schwachsinn! Das Gegenteil ist doch der Fall!
    Denk du (und all die anderen) doch bitte mal genau nach!

    Wo sind wir denn wieder unsichtbar??? Das Gegeteil ist der Fall! Früher waren "wir" unsichtbar.
    Abgeschottet in einer eigenen Welt, bestehend aus sogenannten Szene-Treffs.
    Was gab es denn früher für Vorurteile und Klischees über uns?
    Verschrien als "schrille", ominöse Minderheit, die sich in schummrigen Kneipen trifft und entweder in Frauenfummeln oder Lederklamotten rumläuft. "Du bist schwul - oh hoffentlich hast du kein AIDS."

    So wurden wir doch früher gesehen, oder nicht?

    Ich bin dankbar in einer Zeit zu leben, wo ich mich eben nicht nur in einer abgeschotteten Subkultur frei bewegen kann.

    Ich bin schwul, habe eine handvoll schwul-lesbischer Freunde, aber meine engsten und der überwiegende Teil meiner Freunde sind hetero, viele davon seit Kindheitstagen.
    Ich bin Dauersingle, lebe promiskutiv. Meine Hetero-Freunde hingegen haben mittlerweile fast alle Frau/Freundin und Kinder, und zahlen brav ihr Häuschen ab.
    Sie leben also fast alle ein Leben, das ganz anders aussieht wie mein Alltag. Trotzdem verstehen wir uns prächtig, pflegen Hobbies und ziehen (mittlerweile zwar leider selten) um die Häuser. Und während ich bei gemeinsamen Treffen mal wieder von frustiert oder freudestrahlend von irgendwelchen Dates spreche, erzählen sie halt öfter von ihrem Alltag als Ehemann und Vater. So what?

    Warum stieg unsere Akzeptanz in der Gesellschaft überhaupt?
    Doch nicht durch irgendwelche Flyer oder Inforbroschüren, die zu mehr Toleranz und Akzeptanz aufriefen?!
    Nein, sondern weil wir eben nicht mehr abgeschottet lebten, nur unter uns. Sondern weil wir sichtbarer wurden. Da merkten die Leute plötzlich, dass wir eben nicht alle nur schräge Vögel sind, die tuntig-tuckig durch die Gegend schlawenzeln und mit jedem Typen vögeln möchten, der nicht bei 3 aufm Baum ist. So war doch die Denke früher.
    Wir leben freier und akzeptierter, weil wir vielfältiger leben. Und integrierter. Ein zunehmend kleiner Teil lebt nachwievor in der Szene, ein zunehmender Teil kann damit eben nichts (mehr) anfangen. Man findet uns in allen Schichten, allen Berufen und allen unterschiedlichen Facetten des Lebens. Ist es nicht gut, wenn all die Klischees, die uns lange genug das Leben schwer machten, endlich widerlegt sind? Muss ich als Schwuler zwangsweise in der Szene verkehren? Muss ich als schwuler ESC-Fan sein? Muss ich als schwuler die Ehe und Monogamie ablehnen? Was meinst du und die anderen mit "hetero-normativen Leben"? Verhälst du (und andere) euch nicht genauso intolerant, wenn du anderen schwulen vorschreiben möchtest, wie sie zu leben haben?

    Und auch wenn es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat:
    Was ich noch nie verstanden habe ist, wenn Schwule (gilt auch für Lesben) ausschießlich Freunde haben (möchten), die auch homosexuell sind. Wir fordern einerseits Offenheit und Akzeptantz, aber selbst wollen wir mit Heteros nicht befreundet sein?
    Ich suche mir meine Freunde danach aus, ob sie meine Interessen, Hobbies, Ansichten teilen, aber doch nicht danach, mit wem sie ins Bett gehen!
    Und meiner Meinung nach ist es sowieso besser, Freundschaft und Sex klar zu trennen.
    Wie oft erlebe und habe ich es miterlebt: Schwule Kumpels, der eine will mehr, der andere nur Freundschaft. Oder: Beide Kumpels Single, der eine lernt jemanden kennen, der neue Freund ist eifersüchtig auf den Kumpel, und dann wurden teils jahrelange Freundschaften mal ebenso beendet. "Mein Freund ist halt eifersüchtig auf dich, kannst du sicher verstehen!" Tolle Einstellung!
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#30 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 24.02.2020, 23:27h
  • Antwort auf #29 von Butterweich
  • "Sorry, aber was du schreibst ist doch Schwachsinn! "

    Sorry, aber auf dem Niveau diskutiere ich nicht. Ich habe außerdem jetzt keinen Nerv, Deinen unfassbar hanebüchenen Kommentar jetzt in all seine Einzelteile zu zer- und dann zu widerlegen. Zumal ich nicht davon ausgehe, dass Du auch nur irgendwie an einer ernsthaften Diskussion interessiert bist.

    Mal wieder zitiere ich Dannecker, ohne davon auszugehen, dass Du wirklich begreifst, was damit gemeint ist, aber das fasst eigentlich alles zusammen, was ich meine und wofür ich stehe:

    "Was wirkliche Toleranz von Scheintoleranz unterscheidet, ist ihr Wissen um das noch Differente und das Akzeptieren des Anderen als Anderen."
    (Martin Dannecker in Der Homosexuelle und die Homosexualität, 1978)

    Mach' Dir Gedanken darüber oder lass' es. Aber unterstelle Anderen, die sich zwangsläufig jahrzehntelang mit dem Thema auseinandergesetzt haben und damit noch lange nicht aufhören zu gedenken, nicht "Schwachsinn", nur weil sie nicht DEINE Meinung 'runterbeten.

    Amen.
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