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Kommentare zu:
Wie der Regenbogenkiez durch die Politik zerstört wird


#31 FilipProfil
  • 24.02.2020, 23:54hHamburg
  • Antwort auf #29 von Butterweich
  • Ich empfehle Dir ganz dringend, den NollendorfBlog und Beiträge von Der Zaunfink nachzulesen und versuchen, zu verstehen!

    Was Du in Deinem Kommentar zum Besten gibst, ist für mich zum Erschaudern. Sorry!

    Auszug deines Posts: "Da merkten die Leute plötzlich, dass wir eben nicht alle nur schräge Vögel sind, die tuntig-tuckig durch die Gegend schlawenzeln und mit jedem Typen vögeln möchten, der nicht bei 3 aufm Baum ist."

    Für das Protokoll: Selbst wenn wir Schwulen alle so wären, wir dürften das und würden keinen unserer Mitmenschen damit in ihrem Leben durch dieses Verhalten einschränken. Selbst dann müssten wir nicht um Toleranz betteln, sondern wir hätten trotzdem ein Recht darauf.

    Und auch der Rest deiner Sätze lassen bei mir nur eine Schlussfolgerung zu: Du leidest an schwulem Selbsthass.

    Wie kommst Du zudem zur Einschätzung, die User hier hätten nur schwule Freunde???

    Und dann hältst Du die schwule Szene, sprich "schummrige Kneipen" usw. in deinem vorherigen Beitrag gleich mal komplett für obsolet? Das ist schon fast ein kompletter Gegenbeitrag zu dem Artikel, den Du hier kommentierst.

    Benutze bitte weiter deine Datingapps. Aber weine nicht, wenn auch diese uns vielleicht wegen der sexualisierten Bilder in der Zukunft abgeschaltet werden.
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#32 TheDadProfil
  • 25.02.2020, 08:04hHannover
  • Antwort auf #28 von Butterweich
  • ""3. Egal mit wem ich spreche - Typen, die in der Szene verkehren haben mittlerweile einen ziemlich schlechten Ruf - gerade bei Jüngeren.""..

    Was nichts mit diesen "Typen" und ihrem aufsuchen der Szene zu tun hat, sondern mit denjenigen, die sich in ihrer "moralischen Überlegenheit" anmaßen die Freizeitgestaltung dieser "Typen" als "verkommen" zu beschreiben..

    Darin enthalten die ziemlich dumme Idee, dieses Verhalten würde irgendwelche Rückwirkungen auf das Ansehen der "moralisch Überlegenen" entfalten, und die Masse der Bevölkerung Schwule nach dem Freizeitverhalten der Szene-Gänger beurteilen..
    Das eigene Ansehen würde durch sie Schaden nehmen..

    Bei Licht betrachtet haben damit Teile der Schwulen Männer als Gruppe die abwertende Beschreibung eines "Homosexuellen-Milieus", verbunden mit Halbwelt und Kriminalität fest in sich internalisiert..

    Und diese Internalisierung ist ein Problem, und nicht die Szenen oder ihre Nutzer*..
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#33 TheDadProfil
  • 25.02.2020, 08:09hHannover
  • Antwort auf #29 von Butterweich
  • ""Und auch wenn es mit dem eigentlichen Thema nichts zu tun hat:
    Was ich noch nie verstanden habe ist, wenn Schwule (gilt auch für Lesben) ausschießlich Freunde haben (möchten), die auch homosexuell sind. Wir fordern einerseits Offenheit und Akzeptantz, aber selbst wollen wir mit Heteros nicht befreundet sein?""..

    Das ist jetzt Blödsinn..

    Denn um Freundschaften und Bekanntschaften zu Heten kommt man als Schwuler gar nicht herum..
    Heten um Freundschaften zu Schwulen aber schon, denn über die immer noch bestehende Ausgrenzung hält sich die Otto-Normal-Hete absichtlich "Schwule Freunde" vom Hals..

    ""Wie oft erlebe und habe ich es miterlebt: Schwule Kumpels, der eine will mehr, der andere nur Freundschaft. Oder: Beide Kumpels Single, der eine lernt jemanden kennen, der neue Freund ist eifersüchtig auf den Kumpel, und dann wurden teils jahrelange Freundschaften mal ebenso beendet. "Mein Freund ist halt eifersüchtig auf dich, kannst du sicher verstehen!" Tolle Einstellung!""..

    Jepp..
    Kennen Heten unterschiedlichen Geschlechtes aber auch..
    Das hat überhaupt nichts "exotisches"..
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#34 TheDadProfil
  • 25.02.2020, 08:14hHannover
  • Antwort auf #31 von Filip
  • ""Für das Protokoll: Selbst wenn wir Schwulen alle so wären, wir dürften das und würden keinen unserer Mitmenschen damit in ihrem Leben durch dieses Verhalten einschränken. Selbst dann müssten wir nicht um Toleranz betteln, sondern wir hätten trotzdem ein Recht darauf. ""..

    Eigentlich kann man eine deutliche Absage an die Internalisierung solch heteronormativen Unsinns nicht besser formulieren..

    Es besteht für die Heten dieser Gesellschaft KEIN ANSPRUCH darauf im realem Leben nicht mit der Vielfalt der Gesellschaft in Kontakt zu kommen..

    Das Problem an dieser Gesellschaft ist dann auch nicht diese Vielfalt, sondern diejenigen die sich dafür aussprechen überall Schränke aufzustellen..
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#35 Taemin
  • 25.02.2020, 11:40h
  • Antwort auf #34 von TheDad
  • Meine Rede. Es ist falsch zu glauben, der richtige Weg zur Akzeptanz sei, alles, was von der Mehrheit unterscheidet, abzulegen und sich völlig anzugleichen. Akzeptanz ist nichts, was die Minderheit leisten oder durch Aufgabe der eigenen Identität fördern muss. Akzeptanz schuldet die Mehrheit. Alle Menschen sind gleich. Ja. Aber das heißt, sie sind gleich trotz allen Unterschieden. Es heißt nicht, sie müssen diese Unterschiede ablegen, um gleich sein zu dürfen. Nichts ärgert mich so sehr wie der Satz: "Das hätte ich bei Ihnen/Dir nicht vermutet. Sie sind/Du bist doch so normal." Das heißt doch nichts anderes als dass derjenige, der nicht weiter auffällt, akzeptiert wird, jeder andere aber nicht. So wie der unauffällige Jude, so lange er keine Kippa trägt.
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#36 mactorProfil
  • 25.02.2020, 12:01hBerlin
  • Antwort auf #29 von Butterweich
  • @Butterweich

    Ich habe selten so treffende Kommentare gelesen. Finde ich gut und die passen wie die Faust aufs Auge.
    Sehr realistischer Blick und stimmig.
    Klar haben einige was zu meckern was aber vermutlich am Alter der Schreiber liegt (jede Generation hat da komplett andere Erfahrungen gemacht).
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#37 ButterweichAnonym
  • 25.02.2020, 12:06h
  • Richtig, ich stimme dir da vollkommen zu.

    Ich fühle mich beim Lesen eurer Antworten auf meine beiden gestrigen Beiträge gerade richtig schlecht und auch ziemlich missverstanden.

    Ich habe, ausgehend von meinen persönlichen Erfahrungen und den Meinungen meiner schwulen Freunde, Bekannte und Dates versucht, Gründe widerzugeben, weshalb sie mit der hiesigen Szene nichts anfangen können. Das war alles natürlich kein positives Feedback. Aber die Kritikpunkte beziehen sich doch NICHT darauf, zu sagen: "Ihr lebt falsch, bitte passt euch an!"
    Die Kritik bezieht sich lediglich darauf, dass ich (und mein Umfeld) mit "Szene-Typen" einfach nichts anfangen kann/können.

    Und das ist doch ein Riesenunterschied! Das eine ist die Frage, mit wem man in Bezug auf Liebe/Sex zu tun haben möchte. Und da hat nunmal jeder seine Kriterien. Das andere ist die Frage, wie jemand zu leben hat.

    Ich habe in den späten 80ern und hauptsächlich in den 90ern als junger Mann dafür gekämpft, von der Mehrheitsgesellschaft so wie ich bin akzeptiert zu werden. VIele von uns haben das. Und wir haben unser Ziel gut erreicht. So schlimm gewisse Tendenzen und die Afd-Hanseln sind, aber die Mehrheit steht glücklicherweise hinter uns!

    Und nun soll ich mir, nur weil ich mich negativ/schlecht über die Szene geäußert haben, von anderen Schwulen vorwerfen lassen, ich sei eine Art Nestbeschmutzer, schwulenselbsthassend und heteronormativ! Das ist ziemlich traurig!

    Was heißt heteronormativ? Die Frage ist ernstgemeint, nicht polemisch! Wenn es so etwas gibt, müsste es umgekehrt ja auch sowas wie "Homonormativ" geben. Gibt es das? Und ist jeder, der nicht homonormativ lebt, automatisch ein Selbsthasser?
    Die Antworten ein paar User lesen sich für mich so, dass jemand wie ich, der mit der Szene einfach nichts anfangen kann, gleichbedeutend ist mit Selbsthasser, der zu angepasst lebt und nicht solidarisch genug zu unsereins ist.
    Auch wenn es total widersprüchlich klingt: Ich finde es im Übrigen auch schade, dass Szene-Viertel nach und nach aussterben. Aber - ich sehe da nicht die Politik oder die heterosexuelle Mehrheit als Schuldigen für, sondern uns selbst. Die Szene ist für viele einfach out. Gründe habe ich versucht darzulegen. Aber was sollen ich und andere machen? Aus Solidarität nun vermehrt in Szenelokalen verkehren, obwohl ich/Man damit nichts anfangen kann?
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#38 ButterweichAnonym
  • 25.02.2020, 12:09h
  • Antwort auf #35 von Taemin
  • Richtig, aber bitte nicht umgekehrt Menschen wie mich, die mit der Szene usw. nichts anfangen können, gleich als Selbsthasser titulieren. Und damit meine ich nicht dich, sondern andere User.
    Wir wollen nicht von der heterosexuellen Mehrheit vorgeschrieben bekommen, wie wir zu leben haben. Umgekehrt möchte ich aber auch nicht von Homosexuellen vorgeschrieben bekommen, wie "wir" zu leben haben.
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#39 TheDadProfil
  • 25.02.2020, 20:01hHannover
  • Antwort auf #35 von Taemin
  • ""Nichts ärgert mich so sehr wie der Satz: "Das hätte ich bei Ihnen/Dir nicht vermutet. Sie sind/Du bist doch so normal." ""..

    Solche Sätze verbitte ich mir regelmäßig, denn ich bin alles andere als "so normal"..

    Das ist im höchstem Maße beleidigend..

    ""Das heißt doch nichts anderes als dass derjenige, der nicht weiter auffällt, akzeptiert wird, jeder andere aber nicht. So wie der unauffällige Jude, so lange er keine Kippa trägt.""..

    Exakt das ist auch so ein Problem dieser Gesellschaft..
    Denn Schwul-Sein kann man so weit es irgendwie geht verstecken, eine Kippa man man absetzen und muß sie gar nicht erst tragen..

    Aber jeden anderen vor allem auch sichtbaren Unterschied der "Migration" offensichtlich macht, den kann man nicht verstecken, der macht so sichtbar, wie man nur sein kann..

    Ob dann Kassel, Erfurt, oder Hanau, oder wie ganz aktuell Volkmarsen, ein Angriff mit 61 Verletzten bei einem Karnevalsumzug..

    Jedes Mal zeigt sich anschließend irgendein Depp aus der Politik "tief betroffen" und heuchelt Solidarität mit den Opfern..

    Wenn wie hier ganze Lebens-Perspektiven zu nieder gemacht werden, Menschen aus ihren Quartieren gedrängt, Orte und Treffpunkte zugunsten der Kapital-Rendite "Gentrifiziert" werden, eine zutiefst asoziale Strategie, dann regen sich nicht einmal örtliche Honoratioren auf, oder eben auch nicht die anderen Teile der Bevölkerung, die mit den Verdrängten dort zusammen leben..

    Wo bleibt der Protest ?
    Wo die Demonstrationen, die öffentlichen Diskussionen ?
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#40 Jens WassmerAnonym
  • 25.02.2020, 21:24h
  • Ich war lange nicht in Berlin, ich würde aber gerne mal wissen ob es aktuell geschlossene Darkrooms gibt dort? Es gab doch so geile Läden damals dort:
    Toms,Reizbar,Scheune, Hafen,Mutschmanns? Was war da los in den 90ern:-))) Schlimm wenn das alles jetzt stirbt! Dort hat mal Leute kennengelernt,in den Apps passiert doch so gut wie nix, jeder meint er ist der Schönste und zickt rum...Auch im Tiergarten war immer Tag und Nacht reges Cruisen angesagt an den Klappen! Also mir war diese Szene wo wir unter uns waren viel angenehmer als Heute!
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