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Mönchengladbach

Homophobe Schmierereien gegen schwules Prinzenpaar

Das erste schwule Prinzenpaar im Mönchengladbacher Karneval sorgte beim Umzug für gute Stimmung. Jetzt wurde bekannt, dass kurz zuvor der Prinzenwagen mit schwulenfeindlichen Sprüchen beschmiert worden war.


Axel Ladleif und Thorsten Neumann führten den diesjährigen Karneval in Mönchengladbach an (Bild: Ira Ingenpass / MKV)

Tausende Menschen hatten beim Veilchendienstagszug Axel I. und Prinz "Niersius" Thorsten zugejubelt (queer.de berichtete). Zuvor hatte das erste schwule Prinzenpaar im rheinländischen Karneval noch erklärt, dass es zu "99,8 Prozent" positive Reaktionen auf sie gegeben habe.

Doch wie jetzt bekannt wurde, gab kurz vor dem Umzug auch einen homophoben Zwischenfall: Wie die "Rheinische Post" berichtet, war der Prinzenwagen am Wochenende "mit üblen homophoben Schmierereien" beschädigt worden. Zwar sind diese bis zum Veilchendienstag wieder übermalt worden. Allerdings habe der Karnevalsverband MKV die Tat fotografisch festgehalten und Anzeige gegen Unbekannt erstattet.

Erste Bilder vom Zug :-) Fotos © @Denise Brenneis. Die Bilder dürfen gerne bei Facebook geteilt werden, sind aber urheberrechtlich geschützt und somit ist eine anderweitige Verwendung untersagt!

Gepostet von MKV – Mönchengladbacher Karnevals-Verband e.V. am Dienstag, 25. Februar 2020
Facebook / MKV – Mönchengladbacher Karnevals-Verband e.V. | Eindrücke vom Umzug am Veilchendienstag

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Tat möglicherweise ein Insiderjob

Bei der Tat könnte es sich um einen Insiderjob gehandelt haben, denn der Wagen wurde in der Wagenbauhalle beschmiert. Der oder die Täter hatten dabei keine Einbruchspuren hinterlassen, sie könnten also einen Schlüssel gehabt haben. "Wir können leider nicht ausschließen, dass es jemand aus den Reihen der Karnevalisten war", räumte MKV-Chef Gert Kartheuser ein. "Das fände ich nicht nur traurig, sondern eine Unverschämtheit." Kartheuser hob jedoch die generell positiven Reaktionen auf das offen schwule Prinzenpaar hervor und konstatierte trocken: "Idioten gibt es immer wieder."

Axel Ladleif und Thorsten Neumann sind bereits seit 13 Jahren ein Paar. 2009 ließen sie sich verpartnern, vergangenes Jahr wandelten sie ihre Lebenspartnerschaft in eine echte Ehe um. Vor drei Monaten sind sie vor mehr als 1.000 Gästen offiziell als Prinzenpaar proklamiert worden (queer.de berichtete). Oberbürgermeister Hans Wilhelm Reiners (CDU) setzte damals den schwulen Jecken feierlich die Prinzen-Kappe auf. (dk)



#1 PetterAnonym
  • 27.02.2020, 13:59h
  • Wieder mal Feiglinge, die im Schutz der Anonymität ihre Hetze verbreiten wollen. Sind wahrscheinlich so frustriert über ihr eigenes Leben, dass sie ihre Wut darüber an anderen auslassen wollen.
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#2 Ralph
  • 27.02.2020, 15:10h
  • Nein, das waren keine "Idioten", sondern Menschenfeinde, und man sollte sie nicht als "Idioten" verharmlosen.
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#3 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 27.02.2020, 17:25h
  • ""Idioten gibt es immer wieder.""

    Mit solchen Aussagen kann man solche Taten natürlich wunderbar herunterspielen und bagatellisieren. Passt natürlich auch zu deren vorheriger Aussage, dass sie ja "SO normal" seien.

    Alles "ganz normal"? Ganz offensichtlich ja doch nicht. Oder werden Karnevalswagen auch sonst regelmäßig mit Hassbotschaften beschmiert, und diesmal hat es eben zufällig die Schwulen getroffen?

    Schon ein bisschen sehr blauäugig.
    Und einfach auch gefährlich, weil mit solchen Äußerungen gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit kleingeredet wird.

    Sie ist in unserem Land aber kein kleines Problem à la "Idioten gibt es immer wieder", sondern ein riesiges Problem. Wer das trotz der Ereignisse wie zuletzt Hanau immer noch nicht verstanden hat, schwebt irgendwo über den Wolken, im besagten -kuckucksheim. Die Realität zu verharmlosen bzw. gar zu leugnen, wird allerdings mit Sicherheit nicht dazu führen, dass in unserer Gesellschaft die gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit plötzlich von ganz allein zurückgeht.

    Ganz im Gegenteil.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 LinusAnonym
  • 27.02.2020, 18:59h
  • Antwort auf #3 von RuferInDerWueste
  • Da habt ihr natürlich recht. Auch für mich sind solche Leute nicht nur Idioten, sondern Faschisten.

    Aber die Frage ist dennoch, ob man als Betroffene denen noch mehr Aufmerksamkeit geben sollte, als sie verdienen.

    Vielleicht fühlen die sich sogar noch bestätigt, wenn man dann anfängt, sich darüber aufzuregen, wie die Gesellschaft verroht und wo das hinführen soll, etc. Ja, es ist eine Verharmlosung, solche Täter nur als "Idioten" zu bezeichen.

    Aber vielleicht trifft nichts die Täter so sehr, als wenn man einfach nur sagt "Idioten gibt es immer wieder" und dann einfach wieder zu schöneren Themen wechselt. Dann sehen die Täter, dass sie uns nichts einschüchtern können und dass sie uns nicht unsere Freiheit nehmen können.

    Ich denke da so ein bisschen an einen Kommentar der US-Präsidentschaftskandidatin Elizabeth Warren, die in einer Fernsehdiskussion die Frage eines Zuschauers beantworten sollte. Er hatte bezüglich ihrer LGBTI-freundlichen Haltung gefragt: "Was antworten Sie mir, wenn ich Ihnen sage, dass ich gleichgeschlechtliche Ehen aufgrund meines Glaubens ablehne?!"

    Ihre Antwort:
    "Dann heiraten sie halt nicht gleichgeschlechtlich - so einfach ist das."

    Sie hätte genauso gut einen längeren Vortrag über Grundrechte, Freiheit, Grenzen von Religion, etc. halten können, was den Zuschauer aber vielleicht noch bestärkt hätte und seiner kruden Meinung mehr Aufmerksamkeit verschafft hätte, als sie verdient hat.

    Aber mit diesem knappen Kommentar hat sie ihn in einem einzigen Satz komplett deklassiert und die Absurdität seiner Frage für alle Zuschauer entlarvt. Dieses Video ging nicht ohne Grund durch die sozialen Medien.

    Oft ist es auch gut, solchen Leuten zu zeigen, dass einem die Zeit zu schade ist, sich überhaupt noch mit deren kruden Ansichten und Verhalten länger als wenige Sekunden zu beschäftigen.
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#5 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 27.02.2020, 19:19h
  • Antwort auf #4 von Linus
  • "sich überhaupt noch mit deren kruden Ansichten [...] zu beschäftigen."

    Diesem "überhaupt noch" kann ich halt leider nicht zustimmen. Wir haben seit einigen Jahren eine extrem verstärkte Zunahme an offener gruppenbezogener Menschenfeindlichkeit. Die werden wir, ich bin da absolut sicher, mit Bagatellisieren oder gar Ignorieren definitiv NICHT aus der Welt schaffen.

    Ganz im Gegenteil.

    In diesem Zusammenhang möchte ich einen Auszug des neuesten Nollendorfblog-Artikels zitieren, der perfekt wiedergibt, was ich meine:

    ""Ich schreibe diesen Text, weil ich müde bin. Müde, zu hören, dass [...] ich nicht alles auf die Waagschale legen soll, dass ich lernen muss, damit umzugehen, dass ich mich auf all die guten Dinge konzentrieren soll. Ich bin müde, zu hören, dass alles halb so wild ist. Denn es ist wild, es ist grausam, es schmerzt und drückt und hallt nach. Ich bin müde, hören zu müssen, dass ich doch verstehen muss, dass andere mich nicht verstehen. Und dass ich die anderen verstehen soll, die mich nicht verstehen wollen.""

    Es lohnt sich, den ganzen Artikel zu lesen:

    www.nollendorfblog.de/?p=11714
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#6 TheDadProfil
  • 28.02.2020, 08:17hHannover
  • Antwort auf #4 von Linus
  • ""Aber die Frage ist dennoch, ob man als Betroffene denen noch mehr Aufmerksamkeit geben sollte, als sie verdienen.""..

    Es geht dabei nicht um "Aufmerksamkeit" für die Täter*innen !

    Die Aufmerksamkeit gilt der TAT !

    Und genau diese Aufmerksamkeit muß dann auch zur sozialen Ächtung der TATEN führen..
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#7 AndreasKAProfil
  • 28.02.2020, 09:05hKarlsruhe
  • Antwort auf #5 von RuferInDerWueste
  • Danke für deinen Beitrag, ich finde, du hast Recht!

    Der Eintrag auf dem Nollendorfblog führt das sehr gut vor Augen. Wir sollten immer wieder versuchen, uns in die Menschen, die von Anfeindungen betroffen sind, hinein zu versetzen, und dieser eindringliche Text schafft es ausgezeichnet, die echte Not, die etwa hinter scheinbar banalen Alltagsdingen steht, zu verstehen.

    Und dazu gehört auch ein Graffiti auf einem Karnevalswagen. Das Banalisieren durch das Etikett Idiot ist sicher gut gemeint gewesen. Vielleicht dachte man sich, die Tatsache, dass ein schwules Prinzenpaar allseits beklatscht wird, ist ein hinreichender Ausweis, dass sie voll akzeptiert werden. Doch das greift als Solidaritätsbekundung zu kurz.

    Eine einzige Schmiererei kann alles Erreichte aushebeln oder zumindest in Frage stellen. Jedesmal wird dabei eine vermeintliche Sicherheit torpediert und als brüchig erkennbar. Dabei ist es völlig Wurscht, ob es sich um besoffene, leichtfertige Teenager als Täter handelt, oder um jemanden, der echten Hass auf Schwule hegt.

    Solange Schwulsein sich als Schmähung eignet, ist der Weg der Akzeptanz noch nicht zu Ende gegangen.

    Solidarität ist kein Selbstläufer.
    Solidarität kann nur von Menschen, die selbst nicht betroffen sind, erwartet werden.
    Solidarität entsteht aus Mitfühlen und Verstehen, dass es purer Zufall ist, welcher Gruppe, die diskriminiert werden kann anzugehören. Und aus dem Begreifen, wie schnell sich ein Mainstream-Wind drehen kann und nahezu jedem hart ins Gesicht blasen bzw. umwehen kann.

    Jeder, absolut jeder ist auf die Solidarität anderer angewiesen.

    Gerade angesichts der quälenden, opferreichen Entwicklung für uns als Homosexuelle in Richtung Akzeptanz und Toleranz seitens des Gros der Gesellschaft, kann ich nicht verstehen, dass Schwule und Lesben ihrerseits nicht vorbehaltlos etwa auch Transpersonen unterstützen ... wie übrigens etwa auch people of colour, Menschen, die nicht deutsch aussehen oder heißen, Menschen mit Handicap ... die Liste kann verlängert werden.

    Es geht dabei doch nicht um die Vorstellung Kämpfe für andere mitzukämpfen.

    Es geht um Haltung, die im Alltag gelebt wird und durch Taten sichtbar wird. Nur das kann Diskriminierten helfen. In der Straßenbahn, auf dem Klo, im Karneval, in Demos oder sonstwo.
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#8 zundermxeAnonym
  • 28.02.2020, 13:09h
  • Kontra!

    Die Absicht und das Verständnis verstehe ich sehr gut, warum einige von uns immer eine kompromisslose Reaktion auf solch manifestierten Hass fordern. Teile das auch ausdrücklich als eine mögliche Reaktion.
    Jedoch ist alles ambivalent und es sollte nicht einfach stets als wegducken, relativieren wollen, normatives Verhalten oder gar Feigheit ausgelegt werden wenn wer anders mit Hass umgeht.
    Die Umstände machen die Aussage.

    Es bleibt die Tatsache, dass bewusster Hass auch von einer für die/den Täter*innen erkennbaren Gegenreaktion lebt, bzw. von einer wie auch immer gearteten Art von Öffentlichkeit.
    Es geht um persönliche Beachtung, um Befriedigung der eigenen Gefühle und um möglichst viel Aufmerksamkeit der Täter*innen selbst.
    Käme aber auch so gar kein Echo, wäre das für viele ihrer Taten bewusste Täter*innen sehr frustrierend.
    Ob sie dann irgendwann aufhören würden, ihren Hass steigern würden oder neue Hassobjekte suchen würden, ist völlig offen und daher auch an dieser Stelle spekulativ.

    Dies soll kein Plädoyer für das Schweigen sein!!!

    Möchte nur, dass nicht jede*r unter Generalverdacht steht, wenn nicht immer mit den spitzesten Formulierungen geurteilt wird oder die größt möglichen Gegenreaktionen gefordert werden.
    Sich so zu verhalten kann ganz verschiedene Motivationen und Absichten haben. Diese sind nicht immer zwangsläufig einer Heteronormativität geschuldet und sogar in dem ein oder anderen Einzelfall individuell gut durchdacht.

    Ein Beispiel vollkommen aus einer anderen Welt.
    Hab die ersten Jahre meiner Berufstätigkeit im Handwerk aufm Bau als Arbeiter verbracht.
    Sex und erotische oder sexuelle Momente mit und unter Männern gibt es da natürlich genauso wie sonst überall auch (wer sie denn lesen kann und will). Einige meiner schönsten Erinnerungen rühren aus der Zeit.
    Aber hier keine Details! :-)
    Wenn da ein doofer Spruch kam ( hier müsst ich sagen homophober Spruch) bin ich nie zu nem Vorgesetzten oder hab viel Lärm drum gemacht. Sondern hab denjenigen mit ner passenden Antwort ganz unaufgeregt direkt kaltgestellt. Vom selben kam das nie ein zweites mal. Wenn andere dabei waren, stand der Sprücheklopfer ziemlich blöd da.
    In dieser Arbeitssituation und dann noch rein unter Männern wäre jede andere Art der Reaktion weniger effektiv und nachhaltig gewesen.
    Das war in der Zeit in der Situation meine authentische Art damit umzugehen - das war angebracht aber nicht angepasst.
    Weder zu Studentenzeiten noch in irgendwelchen Angestelltenjobs konnt ich danach so unbeschwert sein. Lass uns mal drüber reden, wie ist das eigentlich, das darfst du dir aber nicht gefallen lassen etc... macht ja manchmal Sinn, ist aber nicht selten der reine Ego-Trip und eine ständig gestellte Erwartung sich und alles zu erklären.
    Meine Lebenserfahrung ist halt, dass je größer die Verkopfung und die damit idR verbundene Erwartungshaltung von innen wie von außen, desto verklemmter und vom eigentlichen Anlass entfernt spielen sich die Dinge jenseits eines konstruktiven Effekts ab.

    Wie gesagt, kein Plädoyer für das Schweigen. Aber es gibt eine Palette von Möglichkeiten zu reagieren. Welche gewählt wird, sollte zu allererst den Betreffenden überlassen werden ohne, dass sich Dritte ohne Personen und Details zu kennen uniform und urteilend dazu äußern. Egal wie richtig das vllt im Prinzip sein mag, deckt es halt eindeutig nicht jeden Einzelfall ab.
    Keine Regel ohne Ausnahme.
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#9 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 28.02.2020, 22:06h
  • Antwort auf #8 von zundermxe
  • Ich komme aus einer Familie, in der ALLES Unangenehme totgeschwiegen wurde und wird. Einer der häufigsten Sätze, die ich je gehört habe, ist "Sag' BLOSS nichts!" Als ich mich dann geoutet habe, hieß es "Sag' BLOSS nichts den Nachbarn und Verwandten!" Mir wurde tausende Male der Mund verboten, denn alles war peinlich, durfte keiner wissen, musste geheim bleiben. Inclusive meiner Homosexualität.

    Wenn ich mal Stress mit Mitschüler_innen hatte, hieß es "Du musst dich halt anpassen. Trag dein Herz nicht auf der Zunge." Noch heute redet meine Mutter alles klein und findet für jeden Sch***dreck eine entschuldigende Ausrede. Auch sie hätte diese Schmierereien ziemlich sicher bagatellisiert und würde mir de facto den Mund verbieten, indem es hieße, ich "solle mich doch nicht so aufregen". "Das sei doch gar nicht so schlimm - schließlich sei ja nichts passiert."

    Dem Schicksal sei Dank, hatte ich zumindest ab etwa meinem 18. Lebensjahr meist die Kraft, gegen diese perfekte Erziehung zum Duckmäusertum aufzubegehren und zu rebellieren.

    Nein, ich lasse mir NICHT den Mund verbieten, wenn es gilt, Missstände zu benennen und anzuklagen. Nein, ich passe mich nicht dem Mainstream an und erkläre alles für "doch gar nicht so schlimm".

    Die Form der Erziehung, die ich "genossen" habe, tötet alles ab, das versucht, den Finger in Wunden zu legen, um auf himmelschreiend Falsches oder Ungerechtes aufmerksam zu machen und das nicht dem mütterlichen Einlullen zu überlassen, das einem permanent sagt "Pass dich an, halt den Mund". Statt Einlullen kann ich auch Ersticken sagen - jegliches Aufbegehren gegen Missstände soll(te) erstickt werden.

    Ich mache das schon sehr lange nicht mehr mit. Und werde das auch weiter so halten. Dadurch bekomme ich Luft, kann atmen, bin Teil dieser Gesellschaft eben auch als Mahner und Rufer. Immer noch werde ich oft genug nicht gehört, immer noch muss ich mich oft genug gegen Versuche zur Wehr setzen, mich zum Schweigen zu bringen.

    Aber ich sehe meine Aufgabe in dieser Gesellschaft nicht darin, alles hinzunehmen, alles zu beschönigen, alles zu bagatellisieren - mir oder anderen die rosarote Brille aufzusetzen. Unsere Gesellschaft braucht auch Leute wie mich, die immer wieder rufen "Passt auf! Das ist nicht in Ordnung!"

    Und ich werde erst dann aufhören, wenn ich mich wegen schwerer Krankheit, Altersschwäche oder Tod nicht mehr artikulieren KANN.
    Sonst bin ich vorher schon sozial gestorben.
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