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Von-der-Leyen-Besuch in Addis Abeba

Afrikanische Union fordert von Europa "Akzeptanz" für Verfolgung Homosexueller

Der AU-Kommissionschef stellt beim Besuch seiner EU-Amtskollegin klar, dass der afrikanische Kontinent an der Verfolgung von sexuellen Minderheiten und an der Todesstrafe festhalten wolle.


Für Moussa Faki Mahamat ist Homophobie offenbar Teil der afrikanischen Identität (Bild: Chatham House / wikipedia)

Der Kommissionsvorsitzende der Afrikanischen Union (AU), Moussa Faki Mahamat, hat Differenzen mit der EU bei Themen wie Homosexuellen-Rechten und der Todesstrafe hervorgehoben. "Sicherlich haben wir unterschiedliche Standpunkte, etwa bei der internationalen Strafgerichtsbarkeit, sexueller Orientierung und Identität, der Todesstrafe", sagte Faki am Donnerstag bei einem Treffen mit Vertretern der EU-Kommission im äthiopischen Addis Abeba. Dies sei "normal" und könne nur mit "Anerkennung und Akzeptanz" angegangen werden.

EU-Kommissionspräsidentin Ursula von der Leyen betonte, die EU werde deutlich machen, wo es Unterschiede gebe, diese aber auch akzeptieren. "Wir versuchen zu überzeugen, aber wir erkennen an, dass es unterschiedliche Positionen gibt." Dabei dürfe die EU "nicht von der Afrikanischen Union erwarten, dass sie sich anpasst", sagte die CDU-Politikerin.

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Mehrheit der afrikanischen Länder lassen Homosexuelle verfolgen

34 von 54 afrikanischen Länder stellen gleichgeschlechtlichen Sex unter Strafe. Erst kürzlich führte Gabun ein Homo-Verbot ein (queer.de berichtete). In Äthiopien droht auf dieses "Delikt" lebenslange Haft. In Mauretanien, dem Sudan sowie Teilen Nigerias und Somalias können Menschen sogar wegen Homosexualität hingerichtet werden.

Anlässlich des Spitzentreffens mit der AU hält sich von der Leyen bereits zum zweiten Mal innerhalb von drei Monaten in Äthiopien auf. Sie hatte bereits für ihren ersten Besuch als Kommissionspräsidentin außerhalb der EU Anfang Dezember Addis Abeba und den Sitz der AU gewählt.

Nun reiste sie gemeinsam mit 21 ihrer Kommissare und Stellvertreter nach Äthiopien. Bei den Gesprächen sollte es unter anderem um die wirtschaftliche Entwicklung und Zusammenarbeit, den Umwelt- und Klimaschutz und um Migrationsfragen gehen. Von der Leyen bezeichnete die beiden Kontinente als "natürliche Partner" in diesen Bereichen.

Menschenrechte könnten Hindernis für vertiefte Zusammenarbeit sein

Das Thema Menschenrechte könnte allerdings ein Hindernis für eine vertiefte Zusammenarbeit darstellen, sagte die Expertin für Entwicklungspolitik bei der Stiftung Center for Global Development Mikaela Gavas: "Afrikanische Länder werden sich nicht über Regierungsführung und Menschenrechte belehren lassen wollen", betonte sie. (AFP/dk)



#1 Ralph
  • 27.02.2020, 15:26h
  • Sobald die Afrikanische Union erklärt, dass es in Ordnung ist, Menschen nach ihrer Hautfarbe verschiedene Wertigkeiten zuzuerkennen und ihnen volle Grundrechte zu gewähren oder auch nicht, bin ich gerne bereits, über die Akzeptanz der Schwulenverfolgung in afrikanischen Staaten zu diskutieren. Das eine wie das andere ist gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit. Wer aber die eine Form dieser dreckigen Gesinnung für in Ordnung erklärt, muss auch die andere akzeptieren. Ich lehne beide ab. So lange die Afrikanische Union und die meisten ihrer Mitgliedstaaten Rassismus verurteilen, aber ihre schwulen Bürger verfolgen, stehen sie außerhalb der menschlichen Zivilisation. Dabei haben sie ein Vorbild in den eigenen Reihen: die Verfassung der Südafrikanischen Republik, und um einen Namen zu nennen, der doch angeblich in ganz Afrika verehrt wird: Nelson Mandela.
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#2 goddamn liberalAnonym
  • 27.02.2020, 16:40h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Gerade das Südafrika Mandelas mit seiner frühen Einführung der Ehe für alle belegt ja, dass Homophobie nicht als kulturelles Recht zu rechtfertigen ist.

    Das Reaktionäre ist nun mal einfach reaktionär und nichts sonst.

    Widerlich ist natürlich die Werteverrat von von der Leyen.

    Aber was kann man schon erwarten?
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#3 FliegenAnonym
#4 BedenkenträgerAnonym
  • 27.02.2020, 17:36h
  • So absurd die Argumentation auch klingt, müssen wir bedenken, dass es sich in den meisten Ländern um eine Verachtung von Menschen handelt, die auf religiösen Wahnvorstellungen ("gegen Gottes Plan")beruht. Die sind im Talmud begründet, auf dem Judentum, Islam und Christentum (deren vielfältige Bekenntnisse nur jüdische Sekten sind) gemeinsam beruhen.
    Den ehemaligen Kolonien haben wir Europäer diese "Werte" auf mörderische Weise beigebracht und noch heute leben Millionen von Afrikanern durch wirtschaftliche Unterstützung von evangelikalen Organisationen (nicht nur aus den USA, sondern auch aus Deutschland), die das, was sie als unmoralisch diffamieren, für das wirtschaftliche Elend großer Teile der afrikanischen Bevölkerung verantwortlich machen. Diese christlichen wie muslimischen oder orthodox-jüdischen Hassprediger zu bekämpfen ist sicher ein Weg, der LGBT*-Personen überall auf der Welt hilft, ohne dass Europäer, Nordamerikaner oder Australier sich (wieder) arrogant als Klüger und moralisch besser aufführen.
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#5 ThorstenNRWAnonym
  • 27.02.2020, 17:38h
  • Dabei dürfe die EU "nicht von der Afrikanischen Union erwarten, dass sie sich anpasst", sagte die CDU-Politikerin.

    Mir platzt der Kragen. Menschen werden wegen ihrer Sexualität hingerichtet und wir sollen das akzeptieren? Was erlaubt sich diese Person, so eine Aussage zu tätigen. Das kann sich auch nur jemand erlauben, der durch Mauscheleien ohne Wählerauftrag ins Amt gekommen ist.
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#6 Kosequent handelnAnonym
  • 27.02.2020, 18:28h
  • Gavas: "Afrikanische Länder werden sich nicht über [...] Menschenrechte belehren lassen wollen."

    Belehrungen sind selbstverständlich der falsche Ansatz. Die einzige Sprache, die solche Leute verstehen, sind nicht Worte, sondern die Konsequenzen, die ihr Handeln nach sich zieht: Keine Entwicklungshilfe, die sich sowieso nur die Führer in die eigenen Taschen stecken, kein Geld, keine technische Hilfe, nichts. Basta.
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#7 TheDadProfil
  • 27.02.2020, 18:59hHannover
  • ""Afrikanische Union fordert von Europa "Akzeptanz" für Verfolgung Homosexueller

    Der AU-Kommissionschef stellt beim Besuch seiner EU-Amtskollegin klar, dass der afrikanische Kontinent an der Verfolgung von sexuellen Minderheiten und an der Todesstrafe festhalten wolle.""..

    Faschistische Union fordert von Afrika "Akzeptanz" für Verfolgung von Schwarzen

    Der FU-Kommissionschef stellt beim Besuch des AU-Amtskollegen klar, dass die Faschisten weltweit an der Ausrottung Schwarzer Afrikaner auf allen Kontinenten festhalten werden..

    Man kann nicht so viel fressen wie man kotzen will..
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#8 Homonklin_NZAnonym
  • 27.02.2020, 19:41h
  • Entwicklungs- und sonstwelche Hilfen oder Geschenke streichen. Auch nicht, falls Coronavirus u, keine Spenden mehr an Hunger- und Katastrophengebiete, mal sehen, was die dann sagen.

    Leider ist es ja zum Teil zutreffend, dass die ganze Kolonilazeit mit ihren Missioneiferern da ganze Arbeit geleistet hat, und zuvor bereits die Ausbreitung des Islam im nordafrikanischen Bereich.

    Bezüglich grundlegender Menschenrechte auf eine Verhandelbarkeit zu pochen, müsste doch eigentlich gerade Afrikaner zum Nachdenken bringen. Die Zeit der Sklaverei und auch Jene, in der verschiedene afrikanische Völker einander versklavten, ist noch nicht so lange vorbei. Wo welche es mit Angehörigen anderer afrikanischer Völker teils immer noch tun, müsste man da sensibler für natürliche Eigenschaften sein.
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#9 dellbronx51069Anonym
  • 27.02.2020, 19:45h
  • Wenn ich lese, dass doch eigentlich die Europäer wegen ihrer Kolonialen Vergangenheit schuld am diesem verbrecherischen Verhalten schuld seinen bekomme ich Pickel.
    Wie kommt es dann , das sich die ehemaligen Kolonien in Asien an die Weltspitze entwickelt haben? ,Da muss man sich doch fragen woran das evtl. liegen könnte.
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#10 FrankieAnonym
  • 27.02.2020, 19:46h
  • Minimalkonsens muss die Abschaffung der Todesstrafe für gleichgeschlechtlichen Sex sein. Generell darf das keine Straftat sein.

    Tolerieren würde ich noch, dass die das nicht gleich gut u toll finden.

    Das wird ein längerer Prozess sein müssen.
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