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Theater
Tony Kushners "Engel in Amerika" in Magdeburg
Premiere am Freitag- und Samstagabend: Das Theater Magdeburg bringt eines der wichtigsten schwulen Theaterstücke als Zweiteiler auf die Bühne.

Angesicht der Aids-Krise der Achtzigerjahre geraten die Engel im Himmel in höchste Ratlosigkeit über unsere Welt und stürzen herab (Bild: Theater Magdeburg)
- 28. Februar 2020, 05:20h 2 Min.
Das Theater Magdeburg bringt ein Sittengemälde der USA in den Achtzigerjahren als Zweiteiler auf die Bühne. Tony Kushners "Engel in Amerika" hat am Freitag- und Samstagabend Premiere. Inszeniert hat das Stück der Magdeburger Schauspieldirektor Tim Kramer. Auf die Bühne bringt er drei lose Handlungsstränge, die in der Zeit spielen, in der der konservative Republikaner Ronald Reagan US-Präsident war, der Aids schlicht ignorierte, teilte das Theater mit.
Was auf der Bühne erzählt wird, fasst das Theater so zusammen: Es gehe etwa um den schwulen Prior Walter, der an Aids erkrankt ist. Sein jüdischer Partner Louis verlässt ihn deshalb. Er findet Zuflucht beim mormonischen Anwalt Joe, der mit seiner Frau Harper in strenger mormonischer Ehe lebt, aber mit Louis seine Homosexualität auslebt. Ein anderer Anwalt und Vertreter der New Yorker Republikaner lässt sich von seinem Hausarzt Leberkrebs diagnostizieren, um nicht zuzugeben, dass er Aids hat.
Für das Stück bekam Kushner den Pulitzer-Preis
Kushner hatte den Zweiteiler 1993 geschrieben und erhielt dafür viele Auszeichnungen, unter anderem den Pulitzer-Preis. Der Stoff wurde zudem 2003 mit Meryl Streep zu einer sechsteiligen Miniserie verfilmt.
Das Theater Magdeburg plant neben der Premiere weitere Vorstellungen etwa am 14. März, wenn beide Teile an einem Tag gezeigt werden, sowie am 21. und 22. März. (cw/dpa)
Engel in Amerika. Zwei Premieren an zwei Abenden. Teil I: Die Jahrhundertwende naht. Teil II: Perestroika. Regie: Tim Kramer. Schauspielhaus Magdeburg (Otto-von-Guericke-Straße 64). Premiere am 28.2. (Teil I) und 29.2. (Teil II). Weitere Aufführungen im März und April.
Links zum Thema:
» Weitere Infos zum Stück auf der Homepage des Theaters Magdeburg
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