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Einzelkommentar zu:
Putin legt Plan für Ehe-Verbot für gleichgeschlechtliche Paare in Verfassung vor


#29 TheDadProfil
  • 05.03.2020, 08:37hHannover
  • Antwort auf #28 von Homonklin_NZ
  • ""Das ist schon weiter durchdacht,""..

    Ich empfinde das nicht als "schon weiter durchdacht" wenn man sich dazu hinreißen läßt die DDR mit dem Nazi-Regime gleichzusetzen..
    Das verbietet sich schon Anhand der Opfer-Zahlen..

    Was bei dieser Betrachtung dann auch immer unter den Tisch fällt ist die Tatsache, daß die DDR-Bürger mit einer 4-Jährigen Zwischenzeit zwischem dem 8.Mai 1945 und der Staatsgründung am 7.Oktober 1949, was nicht ein zufällig symbolisch gewähltes Datum war (!), quasi von einer Diktatur in eine andere gekommen sind..

    Was so richtig ist, wie es falsch ist, denn beide Systeme entwickelten sich "aus dem Innerem heraus" und waren nicht sofort der Moloch in dem man als Systemkritischer Mensch von der Staatsmacht bedroht lebte..

    Zwischen Oktober 1949 und August 1961 hätten noch viel mehr Menschen das Land verlassen können..
    Warum sie es nicht getan haben muß man sie selbst fragen..
    Und erhält dann nicht selten auch eine Antwort darauf, wieso man sich in diesem Staat engagiert, und danach dann auch so lange "ausgehalten" hat..

    Hier in der BRD war dann neben altem Nazi-Recht auch noch die Entourage der alten System-Lemminge in Amt und Würden, der Kanzleramtsminister war dort nur ein weithin sichtbarer Leuchtturm, die Verwaltung, die Gerichte, die Behörden waren durchsetzt mit Leuten die sich Teils gegenseitig "Persil-Bescheinigten" im Nazi-Regime keine Rolle gespielt zu haben, und noch Heute zeigen aktuelle Verfahren gegen ehemalige SS-Leute die in KZ's als Wachpersonal an Hunderttausenden Morden beteiligt waren, wie man sich über 70 Jahre lang in dieser BRD verstecken konnte..

    Die aktuelle Rede Schäubles, in der er ansprechen will, diese Republik hätte sich viel früher eingestehen müssen Rechte Gewalt ist real, was dann auch sein eigenes Versagen als ehemaliger Bundesinnenminister charakterisiert, zeigt dann auf wie sich diese Republik über Jahrzehnte hinweg einen Dreck um die Opfer dieser Gewalt geschert hat..
    Noch immer sind die wirklichen "Hintermänner" des NSU nicht identifiziert, Seilschaften nicht offen gelegt, und vieles andere mehr..

    Die Täter des Münchener Oktoberfest-Anschlages vom September 1980 sind immer noch nicht gefasst, und das obwohl die Staatsanwaltschaften schon seit Mitte der Neunziger Jahre von der ehemaligen These des "Einzeltäters" aufgrund bestechender Tatsachen nicht mehr überzeugt sind, aber eben auch nicht wirklich dazu ermitteln..

    Die Geschichte BEIDER deutscher Staaten harrt dort der Aufarbeitung, und der Nachfolgestaat ist dazu immer noch nicht bereit..

    Doch wenn die das dann eines Tages geschieht, dann müssen aus diesen Erkenntnissen auch Konsequenzen folgen..
    Denn die marginalisierende Aufarbeitung des Nazi-Regimes hat bis Heute keine echten Konsequenzen gezeitigt, die sich darin zeigen würden, nachträglich massenhaft Straßen umzubenennen, Ehrengräber einzuebnen, Pensionen zu kürzen, Orden abzuerkennen, und vieles Andere mehr..

    Die Geschichte der DDR aufzuarbeiten DARF man dann auch nicht allein der Linken überlassen, denn die "verwalten" gar nicht das "Erbe der SED", und wenn, dann nicht allein, weil neben einem sehr großem Teil des SED-Vermögens, welches an die CDU und die FDP geflossen ist, als sie die Splitter-Parteien des Arbeiter-und Bauernstaates aufgesogen haben, steht die Linke als "Neugründung" exakt auf dem gleichem Terrain wie die CDU gegenüber dem Zentrum, und die FDP gegenüber der DEG und anderen "Liberalen" des Nazi-Reiches..

    Wer sich dann also auf die Idee zurückzieht, die Linke sei wegen ihrer Entstehungsgeschichte aus der SED heraus auf "absehbare Zeit" nicht wählbar (so wie sich auch die cdu äußert), der muß im gleichem Moment diese CDU als unwählbar bezeichnen, weil sie originärer Nachfolger derjenigen ist, die Hitler an die Macht gebracht haben, und allein deshalb bis Heute nicht wählbar sind..
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