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Kommentare zu:
Streit um historisches Logo: Wem gehört der lesbische Aktivismus?


#1 ZickZickAnonym
  • 07.03.2020, 15:18h
  • Ja wo kommen wir eigentlich hin, wenn Streitfragen juristisch ausgetragen werden? Ich schlage vor, wir nennen es Rechtsstaat. In einem antikapitalistischen Aktivismus, in dem niemandem irgendetwas "gehört" und schon das EIgentum selber abgeschafft gehört kann nämlich sonst einfach jeder alles machen. Wie es ihm gefällt. Zumindest in der Illusion.
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#2 KapitalanlagenAnonym
  • 07.03.2020, 17:32h
  • "Lesbischer und auch schwuler Aktivismus sollte aus unserer Sicht stets auch versuchen antikapitalistisch, antirassistisch und feministisch zu agieren."

    Was hat Antikapitalismus in dieser Auflistung verloren? Bitte um Erklärung der Autoren.
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#3 Ralph
  • 07.03.2020, 18:25h
  • Antwort auf #1 von ZickZick
  • Ich glaube, Du verkennst den Punkt. Auch ich beobachte mit zunehmendem Unbehagen, dass die Erforschung, Beschreibung und Deutung historischer Ereignisse, Entwicklungen und Zusammenhänge nicht mehr Gegenstand wissenschaftlicher Auseinandersetzung bleiben, sondern Gerichten zur Entscheidung vorgelegt werden von Leuten, die Geschichte in ihrem persönlichen Sinne klittern lassen wollen durch dazu inkompetente Juristen, weil sie die Ergebnisse kompetenter Historiker nicht ertragen können. Ich denke da z.B. an den Versuch des Herrn Georg Friedrich Hohenzollern, seinen Urgroßvater, Hitlers Steigbügelhalter Wilhelm Hohenzollern, und seinen Ururgroßvater Ex-Kaiser und Ex-König Wilhelm II., seines Zeichens Deutschlands Totengräber, per Gerichtsbeschluss zu harmlosen Opfern widriger Umstände erklären zu lassen.
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#4 BePrideAnonym
#5 anonymer NickAnonym
  • 07.03.2020, 23:36h
  • Mir stößt das auch auf, das hier so viel über SCHWUL geschrieben wird. Weil ich das nämlich erfunden habe! Da hätte ich auch gerne meine Tantiemen dafür.

    (Antwort 1 habichnichverstanden)

    Grüße
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#6 Homonklin_NZAnonym
  • 08.03.2020, 11:07h
  • Ich habe auch nicht verstanden, geht es konkret um dieses Logo in seiner exakten Ausführung, oder um die Bewegung als Solche und deren zu irgend einer Zeit geprägte, konkrete Vorstellung.

    Das mit dem Logo müsste man urheberrechtlich relativ leicht klären können, wenn da Originalzeichnungen da sind, wenn beklannt ist, wo oder wann das historisch auftauchte.

    Eine Bewegung ist ein Prozess, der sich entwickelt. Auch kann man nie sagen, Aktivismus hätte ein einzelner Mensch oder eine Gruppe ab einem ganz bestimmten Zeitpunkt geprägt. Oft entstand das, wenn man genau hinsieht, schon auf der Basis anderer Bewegungen oder Elemente von Aktivismen, weil Ideen weitergetragen werden und sich über Zeit anreichern können. Eigentlifh sollten sie allen gehören, die sich dafür einsetzen und dran beteiligen, würde man meinen wollen, wenn man können dürfte.

    Juristische Kapazitäten dann eher für Bedrohungen gegen die Bewegung einzusetzen, läge näher, hätte man zu denken gewagt.

    Klingt alles ein bisschen wie Kampf gegen die Allierten, die haben unsere suppe gegessen und den hoheitlichen Stuhl benutzt, um mit am Tisch zu sitzen. Was will man damit wirklich erreichen?
    Innere Zersetzung und das Aufhängen an den seltsamsten, auch vermeintlichen Differenzen scheint ein durchdringendes Problem in der queeren Dimension zu sein, nicht nur auf dieses Thema bezogen.
    Anstatt gemeinsam eine Sache voran zu bringen, bekrittelt und streitet man sich eher gegenseitig bis hin zum äußersten Detail..

    Gastleser, leider mit XY Chromosom, darf eigentlich wohl gar nicht mit reindenken.
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#7 BePrideAnonym
  • 08.03.2020, 13:00h
  • Wichtiger als mein Vergleich ist die Auseinandersetzung mit der juristischen Situation. Teils werden sich meine Gedanken wohl mit denen im #6 überschneiden. Ich leg' mal los:
    Mir kommt es so vor, als hätte es den Streit um ein Symbol aus der Lesbenbewegung vor längerer Zeit schon einmal gegeben, auf der einen Seite vielleicht sogar mit den selben Personen, auf der anderen Seite der sich als Lesbierinnen Definierenden. Wie der Streit ausgegangen ist, weiss ich nicht.
    Die Personen im "LAZ reloaded xx" heben einen angeblichen Rechtsanspruch jedoch schon mit ihrer Vereinsbezeichnung selbst auf. Wenn etwas reloaded werden muss, ist etwas vergangen, es bleibt nur die Hülse übrig, hier das Symbol eben, ein Dokument der Zeitgeschichte. Wird es nicht weiter benutzt, gibt es auch keinen Anspruch darauf.
    Jetzt treff' ich mich gedanklich mit #6, vielleicht nicht ganz so gut. Ob das Symbol vor der LAZ-Zeit kreiert wurde, scheint mir nicht ganz so wichtig. Ich nehme an, dass das Symbol über viele Jahre hinweg von der Bewegung benutzt wurde, ohne dass dagegen, wie sonst auch kaum üblich, dagegen Einspruch erhoben wurde. Es wurde zum Symbol einer Gemeinschaft, der mensch es nun auch nicht wieder nehmen kann. Ich erinnere allerdings den Streit wegen der Urheberschaft des Symbols der Anti-Atomkraftbewegung. Die dänische Kreatorin des Symbols schien mir eine gute Rechtsposition gehabt zu haben, hoffentlich aus anderen Gründen als hier.
    Nun kommt mal wieder meine Argumentation auf Grundlage von GG und Bundesverfassungsgericht. Das Gericht hat festgestellt, dass mensch das Recht hat, sein Geschlecht selbst zu bestimmen. Ob mensch sich als Frau, Lesbe etc. definiert, ist allein dessen Recht, ein Ausschluss durch andere rechtswidrig. Daran müssen sich auch jene gewöhnen, die aus der Zeit gefallen sind und sich ein reaktionäres Menschenbild zurück wünschen.
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#8 IstkapitalAnonym
#9 BePrideAnonym

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