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Kommentare zu:
Bayern: CSU-Ministerin Trautner will sich mehr um LGBTI kümmern


#1 FinnAnonym
  • 07.03.2020, 08:29h
  • "Hinschauen, zuhören, kümmern"

    Das ist das gleiche Politiker-Blabla wie "Wir haben verstanden" nach verlorenen Wahlen, "Unter Bauchschmerzen zugestimmt" bei unpopulären Maßnahmen, etc.

    Nur folgen solchen Worten nie Taten.

    Wir wollen kein Gelaber und keine Beruhigungspillen mehr, sondern Taten.

    Das, was man uns seit Jahrzehnten vorenthält: volle rechtliche Gleichstellung.

    Die momentan drängendsten und wichtigsten Punkte (es gibt aber noch mehr):

    - Aufnahme der Merkmale "geschlechtliche Identität" und "sexuelle Identität" in Art. 3 GG

    - ein Schutz aller Opfer vor angeblichen Konversionstherapien und nicht nur eines Teils der Opfer (so, wie es die Wissenschaft seit langem fordert)

    - Abschaffung der Ausnahmen im AGG, das Kirchen und anderen "Tendenzbetrieben" die Diskriminierung von LGBTI explizit erlaubt (und damit die Idee eines Anti-Diskriminierungs-Gesetzes pervertiert)

    - Abschaffung der Diskriminierung von lesbischen Familien gegenüber schwulen und heterosexullen Familien im Abstammungsrecht

    - Verbesserung der rechtlichen Situation Trans- und Intersexueller
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#2 NuminexEhemaliges Profil
  • 07.03.2020, 09:27h
  • Also jemand, der seit Monaten untätig ist, spricht von "...bevor ich mich monatelang hinsetze..." und wenn es nach ebenso langer Kritik von allen Seiten der Opposition und Aktivistengruppen um konkrete Handlungen geht, spricht sie im Konjunktiv "...würde ich jetzt prioritär versuchen...".

    Für welchen logisch denkenden Menschen hört sich das an, als wäre die Person pragmatisch, wie sie sich selbst attestiert und seit wann ist alles so "selbstverständlich" im Freistaat, wenn es gleichzeitig "einen Handlungsbedarf" gibt? Mein Ratschlag wäre, sich einmal selbst zuzuhören, Frau Trautner.

    ABER der absolute Hammerschlag ins Gesicht eines jeden LGBT+ ist, dass die zuständige Ressortchefin erst "...mit der Zeit mal die eigenen Anschauungen hinterfragen..." muss.

    Weshalb kann man dieses Thema nicht auskoppeln und an jemandem geben, der erstens der Community angehört (es gibt einige schwule CSU Abgeordnete) und zweitens ab Tag 1 bereits weiß, wo der Schuh drückt???
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#3 WadimAnonym
  • 07.03.2020, 10:06h
  • Antwort auf #1 von Finn
  • Das WICHTIGSTE hast du aber außer acht gelassen, lieber Finn:

    das LGBTI-Thema muss ein fester Bestandteil der Programmen für die Schule, fürs Lehramt, die Berufsausbildung von Pflegepersonal und natürlich für die Deutschkurse für Geflüchtete werden.
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#4 Ralph
  • 07.03.2020, 11:41h
  • Wer "alle mitnehmen" und "die Gesellschaft nicht überfordern" will, richtet sich nach den religiösen und politischen Extremisten, denn nur die sind es, die sich nicht "mitnehmen" lassen wollen und die sich "überfordert" fühlen. Wie lange soll es jetzt fünfzig Jahre nach Beendigung der nationalsozialistischen Verfolgung schwuler Männer noch dauern, bis die Ministerin die Zeit für reif hält, nicht länger auf die Feinde von Menschenwürde und Grundrechten Rücksicht zu nehmen, sondern Würde und Rechte von Schwulen, Lesben, transidentischen und zwischengeschlechtlichen Menschen durchzusetzen - auch gegen Nazis, Hardcore-Katholiken, Radikalmuslime und Evangelikale?
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#5 IndigoAnonym
  • 07.03.2020, 13:33h
  • "Niemand dürfe im Freistaat wegen seiner Gesinnung oder seiner sexuellen Orientierung ausgegrenzt oder benachteiligt werden. "

    Was ich mich immer frage: Was hat das eine mit dem anderen zu tun? Wieso wird das ständig und überall zusammen in einen Topf geworfen?

    Das, was da scheinbar so nett gemeint ist, beinhaltet doch das Vorurteil, dass man sich dafür in irgendeiner Form entscheidet. (Von wegen "man kann das therapieren.")

    Ich kann mich dafür entscheiden, irgendeiner Religion anzugehören - oder auch nicht -, und auch, mich einer Partei anzuschließen, um meiner "Gesinnung" Ausdruck zu verleihen. Was ich mir nicht aussuchen kann, ist, wo, durch wen und als was ich geboren werde. Ich bin schwarz oder weiß, schwul oder hetero, Mann oder Frau (oder irgendwas zwischen all diesen Dingen.) Das ist einfach so.

    Und während man niemanden wegen seiner sexuellen Orientierung, seiner geschlechtlichen Identität oder seiner Hautfarbe oder Herkunft ausgrenzen oder benachteiligen sollte (oder im Grunde auch gar nicht kann, weil das eben keine Entscheidung ist), kann man eine Gesinnung und auch eine Religion durchaus hinterfragen. Vielleicht sollte Frau Trautner mit ihrer "Gesinnung" anfangen.
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#6 Carsten ACAnonym
  • 07.03.2020, 15:29h
  • "Hinschauen, zuhören, kümmern"

    "Von einem Aktionsplan gegen Homophobie hält sie aber nichts."

    Das muss man erst mal hinkriegen:
    sich in einem Statement selbst zu widersprechen und die eigene Aussage ad absurdum zu führen.

    Merkt die diesen Widerspruch wirklich nicht oder hält die nur uns für so dumm, dass wir darauf reinfallen?!

    Sie will sich angeblich "kümmern", will aber nichts gegen Homophobie unternehmen.
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#7 BePrideAnonym
#8 TaktikAnonym
  • 07.03.2020, 17:49h
  • Antwort auf #6 von Carsten AC
  • Die weiß ganz genau um den Widerspruch.

    Aber das ist Kalkül:
    nächsten Sonntag sind in Bayern Kommunalwahlen und da drohen der CSU gerade in den Großstädten (z.B. in München, Augsburg, Regensburg, Nürnberg) dramatische Verluste.

    Und dann gibt man sich halt ein bisschen liberal, um gerade in den urbanen Gegenden noch ein paar Stimmen mehr zu retten.

    Aber gleichzeitig behauptet man dann, nichts gegen Homophobie unternehmen zu wollen, weil man es sich ja auch nicht mit den ländlichen Gegenden verscherzen will.

    Ich kann nur hoffen, dass diese Taktik nicht aufgeht. Denn wer nichts gegen Homohass unternehmen will, braucht auch nicht den Kümmerer zu spielen und braucht auch nicht rumzulabern ohne dass dem Taten folgen.
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#9 IndigoAnonym
#10 Nk231Anonym
#11 BePrideAnonym

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