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Polizeibericht

Trans Frau in Berlin mit Metallrohr attackiert und verletzt

Offenbar aus Transfeindlichkeit wurde eine 40-Jährige am Sonntagvormittag an einer Bushaltestelle in Berlin-Reinickendorf von einem vier Jahre jüngeren Mann brutal angegriffen.


Der Berliner Staatsschutz ermittelt derzeit in mehreren Fällen gegen Personen, die offenbar aus Hass trans Menschen angegriffen haben ( (Bild: peterolthof / flickr)

An einer Bushaltestelle in Berlin-Reinickendorf attackierte ein 36-jähriger Mann am Sonntagvormittag eine trans Frau mit einem Metallrohr und verletzte sie damit. Dies meldete die Polizei der Hauptstadt am Montag.

Derzeitigen Erkenntnissen zufolge soll der mutmaßliche Täter die 40-Jährige in der Provinzstraße angegriffen und mit dem Metallrohr geschlagen haben. Die Attackierte versuchte sich in Sicherheit zu bringen, indem sie in ein nahegelegenes Lokal rannte. Der Tatverdächtige verfolgte sie, soll im Lokal jedoch durch Gäste von weiteren Angriffen abgehalten worden sein.

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Der mutmaßliche Täter wurde festgenommen

Alarmierte Einsatzkräfte der 24. Einsatzhundertschaft nahmen den 36-Jährigen in Tatortnähe fest und beschlagnahmten das Metallrohr. Ermittlungen ergaben, dass die beiden sich flüchtig kennen und die 40-Jährige in der Vergangenheit mehrfach von dem 36-Jährigen bedroht und beschimpft worden sein soll. Es wird von einem transphoben Hintergrund ausgegangen.

Die Angegriffene erlitt leichte Verletzungen, die zunächst nicht behandelt werden mussten. Der Polizeiliche Staatsschutz beim Landeskriminalamt führt die Ermittlungen. Im vergangenen Monat meldete die Berliner Polizei sechs Straftaten mit transfeindlichem Hintergrund.

Die Berliner Polizei macht anders als viele andere deutsche Polizeibehörden mögliche homo- oder transfeindliche Hintergründe von Straftaten gezielt in ihren Pressemitteilungen publik. Sowohl Polizei als auch Staatsanwaltschaft der Hauptstadt besitzen zudem eigene Ansprechpersonen für sexuelle und/oder geschlechtliche Minderheiten. Damit soll Homo- und Transsexuellen, die traditionell ein eher kritisches Verhältnis zur Polizei haben, das Stellen von Anzeigen nach LGBTI-feindlichen Übergriffen erleichtert werden. (cw/pm)