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Schönheitschirurgie
Penis bitte größer, Schamlippen kleiner!
13,7 Prozent der Frauen und 10,6 Prozent der Männer haben bereits mit dem Gedanken gespielt, ihren Intimbereich durch einen kosmetischen Eingriff zu optimieren. Dabei gibt es eindeutige Favoriten.

Nicht alle Menschen sind mit ihrem Penis oder ihrer Vulva zufrieden (Bild: JOYclub / Getty)
- 9. März 2020, 12:04h - 2 Min.
Penisvergrößerungen, Schamlippenverkleinerungen oder Anal-Bleachings gehören mittlerweile zum Standard-Repertoire der Schönheitschirurgie. Angetrieben durch die Sexualisierung der Medien und dem stets abrufbaren Überangebot von Pornografie scheint sich in den Köpfen ein überstilisiertes Schönheitsideal für Vulven und Penisse manifestiert zu haben, welches den allgemeinen Body-Positivity-Trend konterkariert.
Die Erotik-Community JOYclub wollte es genau wissen und befragte 5.000 ihrer Mitglieder. Immerhin 13,7 Prozent der Frauen und 10,6 Prozent der Männer haben bereits mit dem Gedanken gespielt, ihren Intimbereich durch einen kosmetischen Eingriff zu optimieren.
Schamlippen-Korrektur und Penisvergrößerung sind eindeutige Favoriten
Gefragt nach dem konkreten Ziel des Eingriffs, ergaben sich eindeutige geschlechtsspezifische Favoriten. Bei den Frauen dominiert mit 34,1 Prozent das Bedürfnis nach einer Schamlippen-Korrektur, gefolgt von Anal-Bleaching (14,5%) und der Vaginal-Straffung (13,4%). Männern geht es anscheinend vor allem darum, ihr Genital auf Porno-Niveau zu pimpen. Mit 54,4 Prozent führt hier der Wunsch nach einer Penisvergrößerung vor der Penisverdickung (24,1 Prozent) und dem Anal-Bleaching (7,7 Prozent).
Die Hälfte der Befragten würden ihren Partner beim Vorhaben eines chirurgischen Eingriffs im Intimbereich unterstützen
83,5 Prozent mit Geschlechtsteilen zufrieden
43,6 Prozent der Befragten stehen Schönheits-OPs im Intimbereich generell ablehnend gegenüber. Dagegen begrüßen 22,6 Prozent die Möglichkeit, sich durch einen intimchirurgischen Eingriff wohler in der eigenen Haut zu fühlen. Der Rest der Befragten ist in diesem Punkt zwiegespalten. Sollte sich der eigene Partner bzw. die Partnerin unters Messer legen wollen, würde exakt die Hälfte der Befragten unterstützend zur Seite stehen. 36,5 Prozent hingegen würden versuchen, ihrem Partner/ ihrer Partnerin das Vorhaben auszureden.
"Wir als sexpositive Community plädieren ganz klar für Diversität – auch bei den Geschlechtsteilen. Eine Normierung wäre doch auch irgendwie langweilig!", verschreibt sich JOYclub-Pressesprecher Manuel Binternagel der Body-Positivity. So stimmt ihn zuversichtlich, dass zumindest 83,5 Prozent der Befragten mit dem Aussehen ihres Intimbereiches vollends zufrieden sind. (cw/pm)














