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Kommentare zu:
Kein Präzedenzurteil für lesbische Frauen aus Uganda


#1 TimonAnonym
  • 09.03.2020, 16:11h
  • Bloß keinen Präzedenzfall schaffen, damit man in Zukunft bei Menschen, die sich nicht wehren (können) und die nicht dieses mediale Echo hervorrufen, weiterhin abschieben kann.
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#2 Leon 4Anonym
#3 NuminexEhemaliges Profil
#4 Ralph
  • 10.03.2020, 16:02h
  • Alter Trick der Verwaltung, von mir selbst in Gerichtsverfahren ab und zu angewandt. Wenn ich merke, dass ich verlieren werde und mir auch in der Berufung keine Chancen erwarte, biete ich einen Vergleich an (wenn noch Verhandlungsmasse besteht) oder spreche ein Anerkenntnis aus (wenn keine Verhandlungsmasse mehr besteht). Das Gericht macht immer mit, denn Richter schweben im siebten Himmel, wenn sie nur einen Vergleich oder ein Anerkenntnis protokollieren, aber kein ausführlich begründetes Urteil diktieren müssen. Sinn für mich ist, die Sache als Einzelfall abzuschließen und kein Urteil zu kriegen, auf das andere Kläger sich berufen könnten. So war es wohl auch hier. Jetzt hat das Bundesamt noch die Möglichkeit, nach angeblich entscheidenden Merkmalen zu suchen, in denen sich die anderen Fälle von diesem hier unterscheiden. Das ist fürs Amt besser als ein Urteil zu kriegen, das so umfassend gehalten ist, dass es in den anderen Fällen keine Haarspalterei mehr zulässt. Außerdem neigen Bundesbehörden sowieso dazu, Präzedenzfälle zu ignorieren und jeden Kläger einzeln auf den Rechtsweg zu zwingen. Zermürbungstaktik. Und nicht zuletzt vermeidet das Bundesamt durch sein jetziges Vorgehen, dass es selbst Revision gegen ein VGH-Urteil einlegen müsste. Ist nämlich eine Sache erst mal vom zuständigen obersten Gericht des Bundes entschieden, dann sind in gleichgelagerten Fällen Tricksereien kaum noch möglich, weil schon die Richter des ersten Rechtszuges regelmäßig bloß noch die Urteile der Bundesrichter abschreiben.
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#5 Homonklin_NZAnonym
  • 10.03.2020, 18:54h
  • ""Wie lange kann man sein Leben führen im Versteck, als würde man niemanden gern haben?""

    Können kann man das auch ohne spezielles Verstecktsein ein ganzes Leben lang. Aber es sollte niemand gezwungen sein, so zu leben, oder dazu aus der Überheblichkeit und emotionalen Kälte von Immigrationsbeamten abhängig verurteilt werden. Beim Abschieben findet dann eben Solches statt, und die Menschen prellen mit ihren ganzen Hoffnungen ab.

    Nachdem das als Einzelfall gewertet wird, hatte die Frau wohl großes Glück.
    Man erinnere sich anderer Fälle, über die hier berichtet wurde, wo ein Bedürfnis nach Liebe oder Partnerleben kaum wen kratzte, die Homosexualität gar nicht beglaubigt wurde, und die Behörde mit unfassbaren Ausfertigungen abschob.
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#6 TheDadProfil
  • 11.03.2020, 08:35hHannover
  • Antwort auf #5 von Homonklin_NZ
  • """"Wie lange kann man sein Leben führen im Versteck, als würde man niemanden gern haben?""

    Können kann man das auch ohne spezielles Verstecktsein ein ganzes Leben lang.""..

    Das Ding mit der "inneren Immigration", und vor allem den Folgen davon, hast Du offenbar immer noch nicht erfasst ?
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