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"So heiratet Deutschland 2020"

Lesben und Schwule finden die Liebe vor allem online

39 Prozent der gleichgeschlechtlichen Ehepaare in Deutschland haben sich laut einer neuen Hochzeitstudie im Internet oder per App kennengelernt – und nur sechs Prozent beim Ausgehen.


Mit großer Wahrscheinlichkeit hat sich auch dieses verliebte schwule Paar online kennengelernt (Bild: Carloxito / wikipedia)

Für gleichgeschlechtliche Paare sind das Internet und Dating-Apps die wichtigsten Quellen für das Liebesglück. Zu diesem Ergebnis kommt die neue Studie "So heiratet Deutschland 2020". Die Studie wurde 2017 das erste Mal von der kartenmacherei durchgeführt und wird seitdem jährlich wiederholt.

Ganze 39 Prozent der befragten Lesben und Schwulen haben demnach online zueinander gefunden. Deutlich angestiegen im Vergleich zum Vorjahr ist die Zahl derjenigen, die über Freunde ihren Partner gefunden haben: Waren es 2019 nur 16 Prozent, fanden 2020 29 Prozent im Bekanntenkreis ihr Glück.

Sechs Prozent finden die große Liebe am Arbeitsplatz

Auch bei einem gemeinsamen Hobby lernen viele homosexuelle Paare sich kennen: 13 Prozent fanden auf diese Weise zueinander. Darüber hinaus lernten jeweils sechs Prozent ihre große Liebe am Arbeitsplatz oder beim Ausgehen kennen und jeweils drei Prozent kannten sich schon seit der Schulzeit oder der Ausbildung beziehungsweise dem Studium. Zwischen lesbischen und schwulen Paaren wurde in der Studie nicht unterschieden.



Das Ergebnis zeigt allerdings deutliche Unterschiede zu heterosexuellen Ehepaaren. Im Gesamtergebnis der Studie lernten sich die meisten Partner (26%) über Freunde kennen. Online-Bekanntschaften (23%) belegten vor Ausgeh-Bekanntschaften (14%) nur den zweiten Platz. Für die nach eigenen Angaben größte deutsche Hochzeitsstudie wurden 1.440 Menschen aus ganz Deutschland befragt. (cw/pm)



#1 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 10.03.2020, 09:39h
  • Bemerkenswert finde ich hier, dass es sich in der Tat ausschließlich um Ehepaare handelt, dann aber von "Paaren" die Rede ist.

    Ich halte das für eine Unsauberkeit dieser Statistik, die zumindest benannt werden sollte. Hier wurden offenbar ausschließlich Ehepaare befragt, was m.E. keine Rückschlüsse auf die viel größere Anzahl von tatsächlichen Paaren zulässt. Wenn man die Studienergebnisse also korrekt formulieren will, sollte man im Wording doch bei "Ehepaar" bleiben, um klarzumachen, dass alle nicht verheirateten Paare auch nicht Teil der Untersuchung waren.

    Oder sollte man gar meinen, nur Verheiratete wären tatsächlich ein "Paar"? Das wäre dann doch eine grobe Missachtung der Realität, und eine höchst tendenziöse Aussage noch dazu.

    Mein Kommentar mag nun besonders spitzfindig klingen, jedoch ist es zum einen eben sachlich ein Unterschied - zum anderen ist es nach meiner praktischen Erfahrung doch tatsächlich so, dass es auch heute noch Menschen gibt, die unter "Paar" ausschließlich die Konstellation "ein Mann und eine Frau" verstehen und selbst auf Nachfrage hin darauf bestehen, dass ein Mann und ein Mann oder eine Frau und eine Frau ja kein "Paar" sein könnten. Das ist natürlich hier weniger relevant - die Frage jedoch, ob gesellschaftlich nur als "Paar" definiert wird, wer verheiratet ist, oder nicht, jedoch durchaus schon.
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#2 ahmadAnonym
  • 10.03.2020, 09:54h
  • Naja es kommt drauf an, wie alt man ist. Wenn man jung ist, findet man online auch leicht einen Partner. Dies gilt aber auch für Heterosexuelle genauso wie für Homosexuelle. Ich habe bevor ich 25 wurde auch oft viele Kennenlerndates, aus 2 wurden Beziehungen.

    wenn man jedoch über 25 ist dann hat man keine Chance. Da bleiben nur noch die Reste übrig, die große Probleme haben und ihre Problemchen mitbringen. Meine Erfahrungen mit Online-Börsen als über 25 oder über 30jähriger sind:

    Man wird sofort nur noch von Sexdatesuchern angeschrieben und von verpartnerten

    die im gleichen Alter wollen einen jedoch nicht, weil sie jüngere suchen und gleichaltrige ablehnen. Und wenn sie gleichaltrige wollen, dann soll er ein Sixpack haben, supererfolgreich sein und eine bestimmte Augenfarbe haben. So siehts aus
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#3 Ralph
  • 10.03.2020, 11:06h
  • Angesichts des geringen Anteils von Eheleuten an der Gesamtzahl gleichgeschlechtlicher Paare halte ich diese Studie für alles andere als aussagekräftig.
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#4 ahmadAnonym
  • 10.03.2020, 12:35h
  • wie alt waren denn diese Leute ?

    Meine Erfahrung mit Online-Dating: Mit über 25 keine Chance. Alle guten sind vergeben und nicht mehr online, die die noch da sind suchen jüngere und perfekte Männer. Die die nach vielen Jahren wieder single sind, suchen ebenfalls nur jüngere und welche die wie ihr ex aussehen muss. Und ansonsten viele die verpartnert sind und heimlich nach der schnellen Nummer suchen.

    Und die ganzen kostenpflichtigen Portale? zu wenig Auswahl, viele Karteileichen und sie alle suchen einen Prinzen der perfekt sein muss
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#5 ahmadAnonym
  • 10.03.2020, 12:38h
  • schade. Männer unseres Alters und auch heteros in unserem Alter kennen das Ausgehen gar nicht mehr. Es müssen nicht hardcore-Schwulen schuppen sein sondern generell mal ausgehen usw.

    aber durch das online-dating hat sich ähnlich wie eine amazonisierung eine gayromisierung der Gesellschaft durchgesetzt. furchtbar. andere seriöse Studien zeigen jedoch dass man andere leute beim ausgehen oder auf der Arbeit oder über freunde kennenlernt
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#6 Leon 4Anonym
  • 10.03.2020, 13:52h
  • Antwort auf #5 von ahmad
  • Puh... Meine zwanziger liegen auch schon hinter mir.... Bitte sag mal an wie alt du und "Männer in deinem Alter" sind damit ich mir rechtzeitig den Lauf in die Fresse halte.... oO Das ja deprimierend ey....
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#7 Homonklin_NZAnonym
  • 10.03.2020, 14:33h
  • Ob man da, oder wen man ggf. kennen lernt, hat auch ganz viel mit den eigenen Qualitäten und Mängeln zu tun, die man mitbringt. Wenn es etwa nicht besonders viele andere Schwule in der Umgebung gibt, in der man herum kommt, hat man schon eine geringe Chance, überhaupt mal wem zu begegnen, bei dem die Anziehung auf Gegeninteresse stößt.
    Dann hängt das noch davon ab, was für ein anziehungstyp man selber ist, und welche Art Leute diesen Typ rundum interessant finden.

    Auf Online-Seiten und Chats habe ich mich etwa seit Mitte-Ende 20 umgesehen, davor hatte ich es mal bei einer Partnervermittlung versucht. Allerdings waren anfängliche Interessenten ausnahmslos etwa im Alter meiner Eltern, und ich fand eher Gleichalterige bis etwas Jüngere interessant. (Heute wären sie, wenn das überhaupt noch Sinn machen würde, sich umzusehen, viel jünger - immer noch dieselben Typen, die ich damals schon anziehend fand, da ist das hoffnungslos) Schwierig ist das auch, überhaupt Jemand zu begegnen, wer nicht vorzüglich Sexuelles im Kopf hat, und halbwegs ähnlichen Interessenhorizont bzw. Lebensgestaltungsideen mitbringt.

    Das Aussehen kann natürlich eine große Hürde sein, ( was auf Nachfrage alle abstreiten) und unter den Gays kommen noch Funktionalität und Größe des Geschlechtsteils hinzu, ( was auf Nachfrage immer alle verleugnen) oder diese Sache mit den Positionen ist ihnen wichtiger als alles andere.

    Online sieht man aber wenigstens öfter mal ein Profil von wem, der interessant wirkt, als das in der direkten Umgebung oder in einer Stadt, in einschlägigen Discos ect. der Fall wäre. Die leben dann gewöhnlich in Australien drüben oder Skandinavien oder sonstwo weit weg.

    Der Nachteil ist online, dass man sich durch etliche Eintagsfliegen, Halodris, Korrespondenzunfähige und Fake bzw. Love-Scam-Honks durchzuackern hat, ein Vorteil ist, dass man nach Interessen und Bedürfnissen geordnete Gruppen leichter finden kann - etwa im Bezug auf Fetisch und Sonderinteressen, andere Akademiker, andere über 2 Meter Große,andere Nachtschwärmer, Sportler oder wen auch immer man da so mag.

    Im RL Life trifft man zwar hin und wieder mal wen, mit dem man so richtig klar kommt und auf der surftauglichen Wellenlänge tickt. Dude + Dude. Aber dann heiratet der seine Freundin, und mit Lebensglück bleibt es bei einer Art von Freundschaft plus. Freundschaft ja, das Plus passiert zwischen ihm und seiner Ehefrau, und vom ersten Kuss, von erster Liebe ect. träumt man weiter. Leider das Gleiche, wenn er in Neuseeland wohnt. :/

    Sixpack ist machbar. Verlangt aber verdammt viel Disziplin und vor allem tägliches Training, Sport, Sport, Sport. Wird dann bei gewissen gesundheitlichen Einschränkungen schwieriger. Menschen mit Problemen will auf dem Attraktionsmarkt keiner, wer nur Kleine mitbringt. Das ist eine harte Konkurrenz, aber Probleme zu verstecken, bringt auch nichts. Das kommt raus und dann kann man's vergessen. Der Vorteil im RL ist es, da merkt man das unmittelbar und kann weiter schauen.

    0% im Sandkasten. Ja, da lernt man eher, dass die weichen Sandkuchen, die komisch riechen, keine sind.
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#8 Ralph
  • 10.03.2020, 15:43h
  • Gar keine Prozentzahl steht da für die Liebe auf den ersten Blick. Komisch. Bei uns beiden war das so: Ich wurde ihm auf seinem Geburtstag vorgestellt. Wir waren etwa anderthalb Stunden zusammen (nein, nein, nur Quatschen...), und drei Tage später zog ich bei ihm ein. Bei dieser Gelegenheit sahen wir einander zum zweiten Mal. Seither sind heute 33 Jahre und zwei Wochen vergangen. Wir sind immer noch zusammen.
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#9 ahmadAnonym
  • 10.03.2020, 17:15h
  • Antwort auf #8 von Ralph
  • wundervolle Geschichte aber heute so eher unwahrscheinlich dass wir die jungen sowas erleben würden.

    Heute würde das so ablaufen. Man lernt sich auf einer Geburtstagsfeier kennen und möchte kein Risiko eingehen. Man versteht sich gut und verabschiedet sich und schaut auf dem Smartphone sofort auf Profil im Internet. Und dann kuckt man auf beruf oder sonstige dinge und hat chattet mit 7 anderen Männern an dem tag. Und dann ist man zu faul und sagt, man hat kein Interesse
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#10 DerVonNebenAnAnonym
  • 10.03.2020, 17:29h
  • Also ich bin zwar auf GR aktiv aber ein Fan vom online Dating bin ich tatsächlich nicht.
    Man sieht ein Bild und einen mehr oder weniger aussagekräftigen Text.

    Dann schreibt man sich und irgendwann schläft das dann von einer oder beiden Seiten einfach ein.
    Das Problem: Es können sich kaum Emotionen aufbauen weil man diese nicht per Text übermittelt bekommt, vor allem wenn man sich nicht kennt.

    Bilder sind zu dem in der Regel gestellt und zeigen einem NULL ob man die Person attraktiv findet oder nicht.

    Da habe ich bei Dates sowohl die Variante das ich die Person auf den Bildern attraktiv fand, im real live dann aber so gar nicht.
    Und die Variante och ich lasse mich mal drauf ein aber so von den Bildern her ist er gar nicht mein Typ. In der Realität sah es dann aber ganz anders aus und er war doch ziemlich heiß ;).

    Leider gibt es aber kaum noch Möglichkeiten außerhalb von GR jemanden kennen zu lernen.
    Vor allem wenn man nicht in Berlin, Köln & co lebt.
    In dem einzigen Queeren Laden hier tummeln sich überwiegend die selben Leute.... Und die meisten sind 50+ .
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