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Ende der Beugehaft

Chelsea Manning ist eine freie Frau

Ein US-Bundesgericht ordnete die sofortige Freilassung der früheren Wikileaks-Informantin an. Zuvor hatte sie einen Suizidversucht unternommen.


Chelsea Manning hat bereits einen großen Teil ihres Lebens hinter Gittern verbringen müssen (Bild: Twitter / @xychelsea)

Ein US-Bundesgericht hat die sofortige Freilassung der früheren Wikileaks-Informantin Chelsea Manning aus dem Gefängnis verfügt.

In der Anordnung von Richter Anthony Trenga in Alexandria im US-Bundesstaat Virginia hieß es, Mannings Aussage vor dem Geschworenengericht sei nicht länger notwendig. Damit entfalle auch die Notwendigkeit der Beugehaft. Mannings Anwälte hatten am Mittwoch mitgeteilt, die Whistleblowerin habe versucht, sich im Gefängnis das Leben zu nehmen. Sie wurde demnach in ein Krankenhaus gebracht, um sich dort zu erholen.

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Seit Mai 2019 in Beugehaft

Manning sitzt seit Mai 2019 wegen Missachtung des Gerichts in einem Gefängnis in Alexandria in Beugehaft. Sie hatte sich geweigert, über den Gründer der Enthüllungs-Plattform Wikileaks, Julian Assange, auszusagen (queer.de berichtete). Laut "New York Times" hat Manning 2016 zwei Mal versucht, sich das Leben zu nehmen.

Die Whistleblowerin hatte Wikileaks 2010 Hunderttausende geheime Militärdokumente zukommen lassen. Es geht dabei um die US-Militäreinsätze und Kriegsverbrechen im Irak und in Afghanistan. 2013 hatte sie ihr Coming-out als trans Frau (queer.de berichtete)

Sieben Jahre saß Manning bereits in US-Militärhaft. Sie war 2010 in Untersuchungshaft genommen worden. 2013 wurde sie bei einem Militärgerichtsverfahren zu 35 Jahren Haft verurteilt. Manning kam 2017 frei, nachdem der damalige US-Präsident Barack Obama die vorzeitige Freilassung angeordnet hatte (queer.de berichtete). (cw/dpa)



#1 ahmadAnonym
  • 13.03.2020, 07:58h
  • sehr gut. Das muss man sich mal vorstellen. In den USA einem Land der Freiheit das andere Länder wie CHINA, RUSSLAND und co. ächtet und kritisiert wegen Menschenrechtsverletzungen
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#2 ahmadAnonym
  • 13.03.2020, 07:59h
  • sehr traurig, was mit ihr passiert ist und mit anderen whistleblowern und das in freien Ländern die DEMOKRATIE predigen
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#3 ahmadAnonym
  • 13.03.2020, 08:00h
  • USA und die westliche Welt feiern Leute, die Muslime und andere Minderheiten mit Karikaturen beleidigen als mutige Helden aber gleichzeitig verachten sie echte Helden wie SNOWDEN und Manning
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#4 Leon 4Anonym
  • 13.03.2020, 08:12h
  • Antwort auf #3 von ahmad
  • "Karikaturen" sind in der Regel Satire... Und bei der realen Gefahr das deswegen wieder einer hohl dreht braucht es schon Eier die Meinungsfreiheit hoch zu halten....

    Mit wäre jetzt auch neu das sich die muslimischen Länder/muslimische Gesellschaft sonderlich für die Dame hier eingesetzt haben....
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#5 GronkelAnonym
  • 13.03.2020, 08:34h
  • Antwort auf #3 von ahmad
  • "USA und die westliche Welt feiern Leute, die Muslime und andere Minderheiten mit Karikaturen beleidigen als mutige Helden ..."

    Das ist eine Verdrehung der Tatsachen. Die westliche Welt feiert Helden im Namen der Meinungsfreiheit, die wegen der Ausübung ihrer Meinungsfreiheit bestialisch ermordet wurden.
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#6 Hailaender
  • 13.03.2020, 09:26h
  • "Chelsea Manning ist eine freie Frau" - ja aber zu welchem Preis!

    Sie hat dieser Tage einen Selbstmordversuch unternommen, liegt derzeit im Krankenhaus und soll wieder einem Richter vorgeführt werden...
    (lt. heise.de)

    Die in der Öffentlichkeit von Vielen propagierte Öffnung LGBT-Menschen gegenüber ist in der Gesellschaft noch längst nicht angekommen, im "Land der unbegrenzten Möglichkeiten" ebensowenig, wie bei uns hier. Leider.
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#7 LorenProfil
  • 13.03.2020, 09:29hGreifswald
  • Antwort auf #3 von ahmad
  • Die USA und die so genannte westliche Welt werden von Individuen bevölkert, die recht unterschiedliche politische Haltungen und Meinungen haben.

    Zum Artikel: Der Tag beginnt für mich mit einer guten Nachricht.
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#8 NuminexEhemaliges Profil
  • 13.03.2020, 09:33h
  • Wer jetzt glaubt, dass sei das Ende der Geschichte, hat Naivität studiert. Die Frau steht für alles, was Trump verachtet.

    Ein Trump, der dem Saudi nach Kashoggi Rüstungsgüter verkauft, einen Krieg als Sandkastenspielererei bezeichnet, wegen Kriegsverbrechen angeklagte US-Soldaten vor der Verhandlung als unschuldig deklariert, Waterboarding für eine tolle Sache hält und den Strafgerichtshof in DenHaag mit Sanktionen belegt, wird ganz bestimmt nicht zulassen, dass Manning, die er als "undankbare Landesverräterin" bezeichnet und schon bei der Begnadigung durch Obama medial Stimmung gegen sie gemacht hat, auf freien Fuss kommt.

    Wie das dann konkret aussieht, im System Trump, weis ich nicht, aber irgendein Fan mit entsprechendem Amt und Macht wird sich schon was einfallen lassen, um sich seine Scheibe vom Trumpkuchen zu sichern.
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#9 Leon 4Anonym
  • 13.03.2020, 09:39h
  • Antwort auf #6 von Hailaender
  • Dir ist klar das Ihre Inhaftierung nichts, aber auch gar nichts, damit zu tun hatte, das Sie lgbtqi ist.... Das hat sie selber erst in haft geäußert!

    Die Inhaftierung als solches war schäbig, finanziell dürfte die Dame auch ruiniert sein (oder wurden die strafzahlungen wegen Aussageverweigerung entlassen), gibt genügend was man kritisieren kann ohne das jetzt auf transphobie umzumünzen...
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#10 FilipProfil
  • 13.03.2020, 09:43hHamburg
  • Antwort auf #6 von Hailaender
  • "Die in der Öffentlichkeit von Vielen propagierte Öffnung LGBT-Menschen gegenüber ist in der Gesellschaft noch längst nicht angekommen"

    Ich meine, hier geht es vielmehr um ein Exempel gegen Whistleblower.

    Was für eine mutige Frau!
    Aber nun eventuell auch eine gebrochene wie der Suizidversuch erahnen lässt. Wie schwer muss es sein, sich gegen sämtliche Institutionen eines Staates stemmen zu müssen. Respekt für solche Menschen!
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