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Corona-Ticker: George Takei empfiehlt Vulkanier-Gruß
Großveranstaltungen bis 31. August verboten – CSDs in Berlin und München offiziell abgesagt
Die Bundesregierung hat am Mittwochnachmittag angekündigt, aufgrund der Corona-Pandemie Großveranstaltungen bis – mindestens – zum 31. August weiter zu verbieten. Auch wenn die Details die Länder regeln, dürften darunter die meisten CSDs dieser Saison fallen. "Versammlungen und Veranstaltungen werden grundsätzlich weiter untersagt", sagte bei einer Pressekonferenz auch der Ministerpräsident von Nordrhein-Westfalen, Armin Laschet (CDU). Damit wolle er Vereinen, die etwa Schützenfeste organisieren, Planungssicherheit bieten.
Wenige Minuten nach der allgemeinen Ankündigung der aktuellen Corona-Maßnahmen durch Bundeskanzlerin Merkel wurden in München offiziell von den Veranstaltern der CSD und das Hans-Sachs-Straßenfest abgesagt. "Wir werden den CSD am 11./12. Juli in Teilen virtuell durchführen; eine Verschiebung ist nicht angedacht", heißt es vom Munich Pride – der erste der "großen" CSDs, der offiziell eine Absage verkündet. Weitere dürften in den nächsten Stunden folgen. Gegenüber dem Tagesspiegel sagten die Organisatoren des Berliner CSD am Abend, dass es in diesem Jahr keine CSD-Parade geben werde. Man plane allerdings einen virtuellen CSD und werde darüber die Community in sozialen Netzwerken informieren.
Die Bundesregierung hat bis zum 31. August alle Großveranstaltungen verboten, um die Ausbreitung des Corona-Virus...
Gepostet von CSD München – Munich Pride am Mittwoch, 15. April 2020
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In den letzten Tagen hatte es bereits Absagen für einige für Mai oder Juni geplante Prides in Weiden, Wiesbaden, Recklinghausen, Saarbrücken, Augsburg, Marburg und Hanau gegeben, andere wurden auf den September verlegt. Das bundesweit verkündete Verbot dürfte auch die für Anfang August in Düsseldorf geplanten Eurogames betreffen, zu denen eine Anreisemöglichkeit der Teilnehmenden und Besucherinnen und Besucher aus dem Ausland zudem noch nicht garantiert ist – und viele weitere größere Veranstaltungen der Szene.
Unklar ist weiterhin, wann – teilweise von der Insolvenz bedrohte – Bars und Clubs der queeren Community im ganzen Land wieder öffnen können, oder ab wann kleinere Demonstrationen ggf. unter Berücksichtigung von Schutzmaßnahmen durchgeführt werden können. Die Frage ist relevant, weil am 17. Mai der bislang in vielen Städten begangene Internationale Tag gegen Homo- und Transphobie ansteht. Diese Einschränkungen bleiben zunächst - Ende April will die Bundesregierung in Abstimmung mit den Ländern ihre nächsten Schritte beraten. Am Mittwoch wurde zugleich angekündigt, dass Buchhandlungen und kleinere Läden wieder öffnen dürfen.

Vom Dachverband CSD Deutschland erstellte und nun wohl größtenteils hinfällige vorläufige Termin-Liste der deutschen Prides mit Stand 14. April
Auch im Ausland gab es in den letzten Tagen Absagen: So gibt es in Paris diesen Sommer keinen CSD, in San Francisco wurde das 50. Pride-Jubiläum gestrichen.
We have some disappointing news to share today. After weeks of evaluating all possible solutions, San Francisco Pride...
Gepostet von San Francisco Pride am Dienstag, 14. April 2020
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