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Corona-Ticker

Die "Siegessäule" ist gerettet

16 Projekte erhielten bereits Geld aus dem Corona-Soli-Fonds der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung. Außerdem: Ramsan Kadyrow soll mit Covid-19 infiziert sein. Kölns queeres Jugendzentrum hat wieder geöffnet.

Die Coronavirus-Pandemie verändert das Leben auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland werden Termine abgesagt, werden das Leben der Community und das private Leben eingeschränkt. In diesem Live-Ticker fassen wir die Entwicklungen aus der Szene zusammen. Weitere tagesaktuelle Berichte zum Thema finden sich auf der Schlagwortseite Corona-Krise, zudem bieten wir eine ständig aktualisierte Übersichtsseite mit Unterstützungs- und Beratungsangeboten und Spendenaufrufen.


Live-Ticker (Reload, Start)

19.03., 13:07h

Berlin: Justizsenator fordert CSD-Absage



Der Berliner Justizsenator Dirk Behrendt (Grüne) hat die CSD-Veranstalter der Hauptstadt indirekt zu einer Absage der für den 25. Juli geplanten Demoparade aufgefordert. "Wenn wir hier durch sind, werden wir vieles nachzuholen haben", meinte der schwule Politiker in einem Interview mit maenner.media auf die Frage, was er von einer Verschiebung des Pride auf September halte. "Wenn wir jetzt aber nicht Verantwortung übernehmen, werden wir erstmal lange Trauermärsche haben, da nicht alle in unserer Community jung und gesund sind."

An die queere Community appellierte Behrendt: "Bleibt zuhause und reduziert eure sozialen Kontakte. Je schneller wir die Kurve flach haben, desto besser und vermutlich auch schneller kommen wir aus der Krise." Er halte es für "hochgradig unsolidarisch gegenüber den Älteren und den Immunkranken in unserer Community, wenn wir deren Leben durch unsere Freizügigkeit gefährden". Auch da zeige sich, "ob wir als queere Community zusammenhalten und aufeinander achtgeben".

18.03., 09:59h

Magazin "Fresh" legt Zwangspause ein



Das erste queere Gratismagazin stellt wegen der Corona-Krise das Erscheinen ein. "Aufgrund der aktuellen Lage zum Corona-Virus haben wir die Erscheinung der nächsten Erscheinung des ‚Fresh‘- Magazins auf das Datum verlegt, wenn wieder soziales Leben hier erlaubt ist", teilte die Redaktion des NRW-Magazins in Essen mit. "Aktuell planen wir mit Mitte April. Sollte die aktuelle Lage verlängert oder verkürzt werden, verschiebt sich die nächste Ausgabe entsprechend. Wir bitten um Euer Verständnis."

17.03., 15:13h

CSD SaarLorLux abgesagt



Aufgrund der Corona-Pandemie wurde der CSD SaarLorLux, der vom 5. bis 7. Juni stattfinden sollte, abgesagt. "Diese Entscheidung ist dem Lesben- und Schwulenverband des Saarlandes alles andere als leicht gefallen", heißt es in einer Pressemitteilung des LSVD vom Dienstag.

Weiter erklärten die Veranstalter*innen: "Obwohl der LSVD Saar bereits viel Zeit und Energie in die Planung des CSD SaarLorLux investiert hat, stellt die aktuelle Situation ein nicht stemmbares Risiko dar, da die enorme Planungsunsicherheit die weitere Organisation nicht ermöglicht. Zudem möchten wir natürlich verhindern, dass sich das Virus durch ein Großevent mit zuletzt 50.000 Besucher*innen schneller und weiter verbreitet. Das können und wollen wir nicht verantworten."

16.03., 11:28h

Blutspendeverbot für MSM jetzt aufheben!



Angesichts aktueller Meldungen zur rückläufigen Zahl getätigter Blutspenden fordert die FDP ein sofortiges Ende des Blutspendeverbots aufgrund sexueller und geschlechtlicher Identität.

"In deutschen Krankenhäusern werden lebensrettende Blutkonserven knapp. Die Ausbreitung des Corona-Virus senkt die Bereitschaft zur Blutspende und verschärft so das Problem", erklärte der FDP-Bundestagsabgeordnete Jens Brandenburg. "Das ewig gestrige Blutspendeverbot für homosexuelle Männer und transgeschlechtliche Menschen fällt uns jetzt auf die Füße. Krankenhäuser und Patienten sind dringend auf jede einzelne Blutspende angewiesen. Die Voraussetzung von 12 Monaten Enthaltsamkeit ist medizinisch unnötig und lebensfremd."

Die Bundesärztekammer sollte schnellstmöglich ihre "Richtlinie Hämotherapie" anpassen, so die FDP-Forderung. "Notfalls muss der Gesetzgeber den diskriminierenden Ausschluss über eine Klarstellung im Transfusionsgesetz beenden. Es soll niemand sterben müssen, nur weil der mögliche Blutspender der Richtlinie zu schwul war."

03:38h

Akademie Waldschlösschen geschlossen



Auch die Akademie Waldschlösschen legt eine Zwangspause ein. "Aufgrund eines Beschlusses der niedersächsischen Landesregierung bezüglich des Corona-Virus, Schulen und andere öffentliche Einrichtungen zu schließen, sagen wir unsere Seminare ab dem 15.3.2020 ab", teile das queere Bildungszentrum in Reinhausen bei Göttingen mit. "Wir möchten alle Teilnehmer*innen, die sich in den vergangenen Wochen und bis heute in der Akademie aufgehalten haben, darüber informieren, dass es nach wie vor im Umfeld der Akademie keine Corona-Infektion oder auch nur den Verdachtsfall einer Infektion gegeben hat."

15.03., 14:12h

Die Linke.queer fordert Sofortmaßnahmen



Als erste Parteiorganisation fordert die Die Linke.queer Unterstützung für queere Projekte, Vereine und Unternehmen in der Corona-Krise. Wir dokumentieren ihren Forderungskatalog:

Queere Strukturen stützen und erhalten

Die Corona-Krise bedroht zahlreiche queere Projekte, Vereine und Unternehmen in ihrer Existenz, Beschäftigte und freie Mitarbeiter*innen stehen ebenfalls vor existenziellen Fragen. Vor diesem Hintergrund fordert DIE LINKE.queer umfangreiche Sofortmaßnahmen zum Erhalt queerer Infrastruktur. Unsere Forderungen im Einzelnen:

1. Bereits zugesagte und/oder ausgezahlte Fördermittel der öffentlichen Hand für queere Strukturen (Beratungszentren, CSD- und Kulturvereine usw.) müssen unverzüglich und vollständig ausgezahlt werden. Das muss auch für Projekte gelten, die nun nicht durchgeführt werden können. Auf gesonderte Verwendungsnachweise ist für 2020 zu verzichten. Dort, wo Förderungen an einen Eigenanteil gebunden sind, muss dieser Eigenanteil ebenfalls von der fördernden Stelle bereitgestellt werden.

2. Analog zum Kurzarbeitergeld muss es Regelungen für Freiberufler*innen und Minijobber*innen geben. Gerade in der Gastronomie, in Clubs, Saunen, in der Sexarbeit und im Kulturbereich arbeiten zahlreiche Menschen entweder als Selbstständige oder auf der Basis flexibler, schichtabhängiger Minijobs. Ihnen droht ein Komplettausfall ihrer Einnahmen.

3. Festgesetzte Steuervorauszahlungen für 2020 müssen vollständig gestundet, geleistete Vorauszahlungen automatisch zurückerstattet werden. Dies darf nicht nur für Unternehmen und Vereine gelten, sondern auch für alle freiberuflich Tätigen.

4. Ausbleibende Mietzahlungen dürfen mindestens für die nächsten sechs Monate weder im Gewerbe- noch im Privatbereich zur Kündigung von Mietverhältnissen führen. Entsprechende gesetzliche Regelungen sind unverzüglich einzuführen.

5. Durch die Bundesregierung muss ein Liquiditätsfonds eingerichtet werden, der unbürokratische und sofortige Unterstützung vor allem für die Kultur- und Kreativwirtschaft garantiert, sodass diese nicht durch untragbare Kreditkonditionen zusätzlich belastet wird.

6. Die gesetzlichen Insolvenzregelungen sind unverzüglich so zu verändern, dass von Einnahmeausfällen betroffene Unternehmen und Vereine sich nicht mehr der "Insolvenzverschleppung" schuldig machen können, wenn sie in der aktuellen Krise versuchen, den Bestand ihres Unternehmens abzusichern.

Insgesamt darf sich nicht wiederholen, was wir bei der Bankenkrise erlebt haben: Rettungspakete für Konzerne und ein Abschieben der Kosten der Krise auf große Teile der Bevölkerung.

Queere Strukturen und die in ihnen tätigen Menschen sind essentiell für unsere Gesellschaft. Das muss durch schnell wirkende Hilfsmaßnahmen deutlich werden.

12:25h

Gay Snowhappening in Sölden abgesagt



Das vom 21. bis 28. März in Sölden geplante Gay Snowhappening (GSH) fällt aus. "Schweren Herzens müssen wir euch deshalb mitteilen, dass im Ötztal – wie allen anderen Skigebieten in Ti-rol, Vorarlberg, Kärnten und Salzburg – mit 15. März 2020 der Betrieb für diesen Winter einge-stellt wird", heißt es in einer Mitteilung der Veranstalter.

Wer im Vorverkauf einen GSH-Pass oder -Skipass erworben hat, wird gebeten, eine Email an judith.schoepf@oetztal.com zu schreiben.

Im kommenden Jahr soll das Gay Snowhappening vom 20. bis 27, März stattfinden.

12:15h

Versandkostenfreie Lieferung bei Eisenherz



Auch die queere Buchhandlung Eisenherz in Berlin hat auf die Corona-Krise reagiert: "Wir haben uns dazu entschlossen, bis auf Weiteres auf Lieferkosten zu verzichten, so dass Ihr ohne zusätzliche Kosten auch online oder telefonisch oder per Mail bestellen könnt, falls Ihr nicht in den Laden kommen wollt oder könnt", heißt es im neuen Newsletter des Ladens. "Bitte unterstützt uns beim Aufrechterhalten des Ladens mit Euren Bestellungen. Zum Beispiel über unseren Webshop."

Alle Eisenherz-Veranstaltungen wurden abgesagt. "Wir informieren Euch gern, sobald wieder Lesungen möglich sind." (cw)

08:21h

CSD Rostock in Corona-Zeiten


(Bild: queer-kopf.de)

Angesichts der aktuellen Entwicklungen rund um die Covid-19-Pandemie hat der Vorstand des Christopher Street Day Rostock e.V. am 13. März beschlossen, Vorkehrungen für eine mögliche Absage des CSD Rostock 2020 zu treffen.

"Aktuell ist nicht absehbar, wie sich die Lage entwickeln wird und wie lange die Schutzmaßnahmen zur Eindämmung des Virus noch anhalten werden", heißt es in einer Pressemitteilung des Vereins. "Der CSD Rostock e.V. nimmt deshalb seine Verantwortung als Veranstalter sehr ernst und bereitet sich auf einen möglichen Ausfall der Demonstration vor. Der Vorstand des Vereins steht in einem engen Austausch mit den zuständigen Behörden. In Absprache mit diesen entscheidet er zu gegebenem Zeitpunkt, ob und in welcher Form der am 18. Juli geplante CSD in Rostock stattfinden kann."

Ebenso steht die Durchführung der Hansequeer-Kulturwoche vom 6. bis 17. Juli unter Vorbehalt. Die im Mai geplanten Veranstaltungen wie das Queere Volleyballturnier werden jedoch abgesagt und der Verein bemüht sich um Nachholtermine im Herbst.

"Wir sind derzeit zuversichtlich, dass wir diese Herausforderung in den nächsten Monaten gemeinsam meistern und auch in diesem Jahr unser Demonstrationsrecht wahrnehmen können – in welcher Form werden wir dann sehen", erklärte CSD-Chef Andy Szabó. "Bis dahin bitten wir allerdings alle Mitbürger*innen, die empfohlenen Maßnahmen seitens der Gesundheitsbehörden umzusetzen."

08:14h

Die Berliner Sauna BOILER ist nun geschlossen

Wöchentliche Umfrage

» Sind digitale Prides ein Ersatz für die wegen der Corona-Krise ausgefallenen CSD-Demos?
    Ergebnis der Umfrage vom 20.04.2020 bis 27.04.2020


#1 KorrekturAnonym
  • 14.03.2020, 06:24h
  • "Selbst bei geheilten Menschen habe man festgestellt, dass Covid-19 noch bis zu einem Monat später im Kot zu finden sei."

    Mag jetzt vllt. klugsche...erisch klingen, aber:
    COVID-19 ist die Erkrankung und steht fuer coronavirus desease 19, und
    SARS-CoV-2 ist der Name des Virus.
    Man kann also SARS-CoV-2 im Kot finden, aber Covid-19 ist das klinische Erkrankungsbild/die Krankheit, die vom Virus verursacht wird.
    Nur um evtl. Missverstaendnissen vorzubeugen
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#2 BobAachenProfil
#3 fishbowlAnonym
  • 14.03.2020, 07:32h
  • Antwort auf #2 von BobAachen
  • Und mir ist egal, dass dir das egal ist. Der Fehler entspricht eins zu eins der Verwechslung von HIV und AIDS, vgl. "Der/die hat ganz viel AIDS im Blut."

    Aber hey, ist ja egal, denn der Sinn ist verständlich!
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#4 drmabuseAnonym
#5 Ralph
  • 14.03.2020, 10:28h
  • Antwort auf #4 von drmabuse
  • Ja. Aber was folgern wir daraus? Doch hoffentlich nicht, dass wir ein möglicherweise risikobehaftetes Verhalten fortsetzen, nur weil das Risiko noch nicht nachgewiesen oder ausgeschlossen ist. Im Gegenteil: So lange etwas nicht als risikolos bewiesen ist, lässt der vernünftige Mensch es bleiben.
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#6 NuminexEhemaliges Profil
  • 14.03.2020, 10:42h
  • Also die Sexhinweise halte ich für dreist bis dumm! Rimming und Fingern/Fisten könnte ich nachvollziehen, wobei man sich da streng genommen, wenn man es weis, noch nen Latexhandschuh überziehen kann. Das beim Analverkehr ein Virus durchs Kondom kommt, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Also geht man ja davon aus, dass entweder 100% der Community bare unterwegs ist (keine Wertung!) oder die, die es normalerweise sind, unfähig sind, im Zweifelsfall eins überzustreifen? Lächerlich und diskriminierend.
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#7 hugogeraldAnonym
#8 TotltotalAnonym
  • 14.03.2020, 12:54h
  • Antwort auf #1 von Korrektur
  • Absolut korrekt! Es muss nicht immer alles auf Bild-Niveau vereinfacht werden.
    Daher absolut wichtig diese Klarstellung und eine Hilfe für alle, denen Differenzierungen schwer fallen. Und das geschieht fast immer auf Kosten der Opfer (so schmerzt es HIV-positive Menschen ja auch aidskrank genannt zu werden). Danke für die Information, im Namen der gesamten Community, denn ich denke alle sind so differenziert und offen für verbale Wertschätzung und Achtsamkeit
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#9 andreAnonym
  • 14.03.2020, 14:16h
  • Antwort auf #8 von Totltotal
  • So schlimm ist das nicht. Man kann den Leuten auch nicht unterstellen, daß Differenzierungen schwer fallen. Die wissen es einfach nicht anders. Sonst müßte ich ja den meisten, böse Absichten unterstellen. Das tue ich nicht. Mich schmerzt es auch nicht, wenn ich "aidskrank" genannt werden würde. Der Grund. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und ich gehe, mit meiner Krankheit nicht "öffentlich hausieren". Gibt ja solche Leute, die unbedingt in die Medien wollen, weil sie irgendeine Message haben, meine ich. Mich kann nicht mal jemand fragen ob ich Aids.-oder Hiv krank bin. Dazu müßte ich es schon irgendwo hintätowieren.
    Ein gutes Selbstbewußtsein kann ich schon haben. Von AIDS-Vollbild bis "nicht mehr nachweisbar" auf Grund sehr guter Medikamente. Ich könnte sogar wieder ......ohne...... Du weißt schon. Und noch was, warum ich sehr optimistisch bin. Betrifft Corona. Genau an den Wirkstoffen, die hier im Artikel stehen (weiter unten) wird wohl auch, geforscht, wegen des Corona Erregers, der wohl gewisse Ähnlichkeiten zur HIV-Mutation hat. Genau diese aufgezählten Wirkstoffe nehme ich. Im Moment noch kein Beweis, aber immerhin Vermutungen. Klingt doch schon mal gut, oder ?

    www.scmp.com/news/china/society/article/3052495/coronavirus-
    far-more-likely-sars-bond-human-cells-scientists-say
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#10 AnselmAnonym
  • 14.03.2020, 15:12h
  • Antwort auf #6 von Numinex
  • Das beim Analverkehr ein Virus durchs Kondom kommt, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Also geht man ja davon aus, dass entweder 100% der Community bare unterwegs ist (keine Wertung!) oder die, die es normalerweise sind, unfähig sind, im Zweifelsfall eins überzustreifen?
    --------------------------------------------
    Da nicht wenige Prep praktizieren, ist die Quote der Kondomnutzer teils nicht mehr so hoch wie vor wenigen Jahren. Vermutlich kommt es beim Analverkehr auch zu Küssen oder anderen Berührungen mit deutlich größerem Infektionsrisiko. Im Endeffekt reicht ja schon ein Annießen aus einiger Entfernung.

    Sinnvoll ist wahrscheinlich sich beim Sex auf nachvollziehbare Kontakte zu beschränken, so dass die Sexualpartner den Fall eines Infektionsrisikos erreichbar und warnbar sind.
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