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Corona-Ticker

Die "Siegessäule" ist gerettet

16 Projekte erhielten bereits Geld aus dem Corona-Soli-Fonds der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung. Außerdem: Ramsan Kadyrow soll mit Covid-19 infiziert sein. Kölns queeres Jugendzentrum hat wieder geöffnet.

Die Coronavirus-Pandemie verändert das Leben auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland werden Termine abgesagt, werden das Leben der Community und das private Leben eingeschränkt. In diesem Live-Ticker fassen wir die Entwicklungen aus der Szene zusammen. Weitere tagesaktuelle Berichte zum Thema finden sich auf der Schlagwortseite Corona-Krise, zudem bieten wir eine ständig aktualisierte Übersichtsseite mit Unterstützungs- und Beratungsangeboten und Spendenaufrufen.


Live-Ticker (Reload, Start)

15.03., 06:18h

Rafi Rachek mit Coronavirus infiziert


(Bild: RTL)

Mit Reality-Star Rafi Rachek wurde der erste schwule Promi positiv auf das Coronavirus getestet. Die Neuigkeit teilte der 29-jährige Fitness-Trainer seinen Followern per Instagram-Story mit.

"Ich bin leider positiv auf Corona getestet worden", sagt Rachek in dem Clip. Obwohl er sich "antriebslos, schlapp und müde" gefühlt habe, habe er die Symptome anfangs nicht ernst genommen. Hinzu seien Fieber und extreme Kopfschmerzen gekommen.

Er befinde sich nun zu Hause in Quarantäne und habe alle notwendigen Medikamente bekommen. Nächste Woche müsse er dem Gesundheitsamt telefonisch mitteilen, mit wem er in den letzten zwei Wochen Kontakt hatte. Er könne jedoch ausschließen, dass sich sein Partner Sam Dylan ebenfalls infiziert habe.

Rachek war erstmals ins Auge der Öffentlichkeit geraten, als er 2018 an der heterosexuellen RTL-Kuppelshow "Die Bachelorette" teilgenommen hatte. Im vergangenen Jahr outete er sich in einer Folge von "Bachelor in Paradise als schwul (queer.de berichtete). Seine Beziehung mit "Prince Charming"-Kandidat Dylan machte er im Dezember öffentlich (queer.de berichtete)

14.03., 12:35h

So reagiert der BOILER auf die Pandemie



Berlins große schwule Sauna BOILER ist nach wie vor geöffnet. Die Betreiber bitten jedoch manche Gäste, ab sofort zu Hause bleiben. Auf einem Plakat am Eingang und auf der Website (PDF) heißt es:

In Anlehnung an eine Empfehlung der Clubkommission Berlin haben wir bereits seit einigen Tagen unsere Hygienemaßnahmen verstärkt. Dazu zählen im Besonderen:
• besondere Informationen zum regelmäßigen Händewaschen und Desinfizieren an alle Mitarbeitenden
• zusätzliche Reinigung aller gemeinschaftlich genutzten Oberflächen und der sanitären Anlagen.

Der vorherrschende Übertragungsweg des Corona Virus erfolgt durch teils mild erkrankte oder auch asymptotisch infizierte Personen durch Tröpfcheninfektion (Husten, Niesen), sowie Schmierinfektionen.

Wir bitten alle unsere Gäste, sich nach dem Betreten des BOILERS die Hände zu waschen und zu desinfizieren.

Wir bitten zusätzlich darum, vom Besuch des BOILERs abzusehen wenn
• Husten-, Fieber- und Schnupfensymptome vorliegen
• Kontakt mit Personen bestand, bei denen eine Corona-Infektion nachgewiesen wurde
• sie in den vergangenen 4 Wochen von einer Reise aus Regionen mit einer erhöhten Corona-Fallzahl zurückgekehrt sind
• oder eine Risikoerkrankung vorliegt.

Vielen Dank für Eure Unterstützung.

12:20h

Clips, die wir jetzt sehen wollen!

Nicht alle Meldungen in diesem Live-Blog müssen Warnungen oder Absagen von Veranstaltungen seien. Dank Gloria Gaynor dürfen wir auch mal schmunzeln. Auf Tik Tok veröffentlichte die 76-Jährige einen Clip, auf dem sie sich zu ihrem Hit "I Will Survive" die Hände wäscht.

09:30h

Böse Buben bitten um Spenden



Auch der schwule SM-Sexclub der Bösen Buben e.V. in Berlin ist vorübergehend geschlossen. "Die Gesundheit unserer Gäste und Mitarbeiter liegt uns sehr am Herzen",schreibt der Verein auf seiner Homepage.." Da uns dadurch jedoch die Einnahmen zum Erhalt unseres Betriebes entgehen, bitten wir um Spenden. Jeder Betrag hilft!" Die Bankverbindung und die Paypal-Email werden auf der Website genannt.

09:20h

Lesbenfrühlingstreffen abgesagt



Das diesjährige Lesbenfrühlingstreffen (LFT) vom 29. Mai bis 1. Juni findet nicht statt. "Aufgrund der aktuellen Ereignisse müssen wir – schweren Herzens – das LFT2020 in Heidelberg absagen", schrieben die Veranstalterinnen auf Facebook. "Wie Ihr vielleicht gelesen habt, sind inzwischen in Baden-Württemberg sämtliche Großveranstaltungen bis auf weiteres abzusagen. Das tut uns sehr leid! Bereits überwiesene Beiträge werden natürlich baldmöglichst zurückerstattet."

Das Lesbenfrühlingstreffen ist die bundesweit größte nicht-kommerzielle Veranstaltung von und für Lesben mit Workshops, Vorträgen, Filmen, Gesprächsrunden, gemeinsamem Essen, Vernetzung, Konzerten und Party. Die erste Veranstaltung – damals noch "Lesbenpfingsttreffen" genannt -fand 1974 in West-Berlin statt.

06:01h

Schwules Museum bis 19. April dicht

Auch das Schwule Museum in Berlin bleibt vorerst geschlossen, Es sei damit einer Empfehlung der Berliner Senatsverwaltung gefolgt, teilte das Museum in einer Pressemitteilung mit. "Diese Maßnahme gilt mindestens bis zum 19. April 2020 und soll helfen, die Verbreitung des neuartigen Coronavirus zu bremsen."

Die ursprünglich für den 19. März geplante Eröffnung der Ausstellung "Queens" soll so bald wie möglich nachgeholt werden. Gleiches gilt für die Vernissage von "100 Objekte", die eigentlich am 26. März stattfinden sollte.

05:56h

Das Berliner SchwuZ ist geschlossen


(Bild: Guido Woller)

Wegen der Coronavirus-Ausbreitung werden in Berlin alle Clubs, Bars und Kneipen ab Mitte nächster Woche geschlossen, kündigte Berlins Regierender Bürgermeister, Michael Müller (SPD) am Freitag an. Das SchwuZ stellte daraufhin "mit sofortiger Wirkung und im Interesse der Gesundheit aller unserer Mitarbeiter_innen, Künstler_innen und Gäste" den Geschäftsbetrieb ein.

In einer Pressemitteilung des SchwuZ vom Freitag (Facebook-Version) heißt es: "Wir verstehen die Gründe dafür, sehen jedoch auch die massiven Probleme, vor denen wir jetzt stehen. Wir wollen es nicht verschweigen: Diese Schließung trifft uns hart." Die Maßnahme sei für den ältesten und größten queeren Club im deutschsprachigen Raum existenzbedrohend, da Rücklegen für eine längere Schließung fehlten.

Das SchwuZ bittet daher seine Gäste um Spenden per PayPal an spende@schwuz.de oder Banküberweisung (SchwuZ Kulturveranstaltungs GmbH, IBAN: DE94 7001 1110 6059 6140 78, Verwendungszweck: Spende SchwuZ). Wer Ideen habt, die dem Club helfen können, kann eine E-Mail schreiben an help@schwuz.de.

In der Pressemitteilung gibt sich das SchwuZ zuversichtlich: "Im Interesse unserer Mitarbeiter_innen, Künstler_innen, Dienstleister_innen, Veranstalter_innen und Besucher_innen werden wir kämpferisch und solidarisch mit der Community, den Verbänden und Behörden Lösungen entwickeln, die Zeit der Schließung gut zu überstehen und die Zeit nach der Wiedereröffnung noch besser zu meistern."

05:44h

Erste CSD-Absage in Deutschland



Als erster Christopher Street Day in Deutschland wurde der CSD Weiden abgesagt. "Aufgrund der aktuellen Corona-Virus-Ausbreitung und den bereits bisher getroffen Maßnahmen zur Eindämmung durch die öffentliche Hand hat sich die Vorstandschaft des equality Oberpfalz e.V. schweren Herzens dazu entschieden, den für den 23. Mai 2020 geplanten Christopher Street Day vorerst abzusagen", teilte der Verein am Freitag mit.

Finanzielle Risiken hätten zur Entscheidung beigetragen: "Der Verein hat in den vergangenen Wochen bereits etliche Vorbereitungstreffen organisiert und die Planungen auf einen guten Weg gebracht und ist jetzt an dem Punkt, an dem verbindliche Verträge unterzeichnet werden müssten, wodurch finanzielle Ansprüche entstehen, die im Falle einer kurzfristigen Absage des CSD nicht gestemmt werden könnten. Nachdem wir in den vergangenen Tagen sehr genau die Entwicklungen und Entscheidungen anderer CSD-Veranstalter im gesamten Bundesgebiet beobachtet haben, sind wir zu dem Entschluss gekommen, dass es aufgrund der besonderen und weiterhin nicht vorhersehbaren Entwicklung der Corona-Krise, derzeit geboten scheint, unsere bisherigen Planungen auf Eis zu legen."

05:35h

Aids-Hilfe rät zu weniger Sex


Die Deutsche Aids-Hilfe rät promisken schwulen und bisexuellen Männern dazu, ihre Sexkontakte wegen der Corona-Krise zu reduzieren. Ein einzelnes Sex-Date sei "weniger 'brenzlig' als der Besuch einer Sauna, eines Darkrooms oder einer Sexparty", erklärte Medizinreferent Armin Schafberger in einem Interview mit magazin.hiv. "Wo mehrere Menschen auf engem Raum zusammenkommen, besteht ein Corona-Infektionsrisiko – selbst wenn man ohne Sex gehabt zu haben den Darkroom wieder verlässt."

Die Coronaviren könnten zudem nicht nur durch Anhusten, Anhauchen oder Küssen übertragen werden, sondern auch durch anale Fingerspiele oder das Rimming, so Schafberger. Selbst bei geheilten Menschen habe man festgestellt, dass Covid-19 noch bis zu einem Monat später im Kot zu finden sei. "Ob es dann noch in infektiöser Form vorliegt, weiß man nicht. Aber man sollte als Geheilte_r noch einen Monat nach der Heilung seine Sexualpartner_innen schützen – das heißt: kein Analverkehr, keine analen Fingerspiele, kein Rimming".

Wöchentliche Umfrage

» Sind digitale Prides ein Ersatz für die wegen der Corona-Krise ausgefallenen CSD-Demos?
    Ergebnis der Umfrage vom 20.04.2020 bis 27.04.2020


#1 KorrekturAnonym
  • 14.03.2020, 06:24h
  • "Selbst bei geheilten Menschen habe man festgestellt, dass Covid-19 noch bis zu einem Monat später im Kot zu finden sei."

    Mag jetzt vllt. klugsche...erisch klingen, aber:
    COVID-19 ist die Erkrankung und steht fuer coronavirus desease 19, und
    SARS-CoV-2 ist der Name des Virus.
    Man kann also SARS-CoV-2 im Kot finden, aber Covid-19 ist das klinische Erkrankungsbild/die Krankheit, die vom Virus verursacht wird.
    Nur um evtl. Missverstaendnissen vorzubeugen
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#2 BobAachenProfil
#3 fishbowlAnonym
  • 14.03.2020, 07:32h
  • Antwort auf #2 von BobAachen
  • Und mir ist egal, dass dir das egal ist. Der Fehler entspricht eins zu eins der Verwechslung von HIV und AIDS, vgl. "Der/die hat ganz viel AIDS im Blut."

    Aber hey, ist ja egal, denn der Sinn ist verständlich!
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#4 drmabuseAnonym
#5 Ralph
  • 14.03.2020, 10:28h
  • Antwort auf #4 von drmabuse
  • Ja. Aber was folgern wir daraus? Doch hoffentlich nicht, dass wir ein möglicherweise risikobehaftetes Verhalten fortsetzen, nur weil das Risiko noch nicht nachgewiesen oder ausgeschlossen ist. Im Gegenteil: So lange etwas nicht als risikolos bewiesen ist, lässt der vernünftige Mensch es bleiben.
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#6 NuminexEhemaliges Profil
  • 14.03.2020, 10:42h
  • Also die Sexhinweise halte ich für dreist bis dumm! Rimming und Fingern/Fisten könnte ich nachvollziehen, wobei man sich da streng genommen, wenn man es weis, noch nen Latexhandschuh überziehen kann. Das beim Analverkehr ein Virus durchs Kondom kommt, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Also geht man ja davon aus, dass entweder 100% der Community bare unterwegs ist (keine Wertung!) oder die, die es normalerweise sind, unfähig sind, im Zweifelsfall eins überzustreifen? Lächerlich und diskriminierend.
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#7 hugogeraldAnonym
#8 TotltotalAnonym
  • 14.03.2020, 12:54h
  • Antwort auf #1 von Korrektur
  • Absolut korrekt! Es muss nicht immer alles auf Bild-Niveau vereinfacht werden.
    Daher absolut wichtig diese Klarstellung und eine Hilfe für alle, denen Differenzierungen schwer fallen. Und das geschieht fast immer auf Kosten der Opfer (so schmerzt es HIV-positive Menschen ja auch aidskrank genannt zu werden). Danke für die Information, im Namen der gesamten Community, denn ich denke alle sind so differenziert und offen für verbale Wertschätzung und Achtsamkeit
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#9 andreAnonym
  • 14.03.2020, 14:16h
  • Antwort auf #8 von Totltotal
  • So schlimm ist das nicht. Man kann den Leuten auch nicht unterstellen, daß Differenzierungen schwer fallen. Die wissen es einfach nicht anders. Sonst müßte ich ja den meisten, böse Absichten unterstellen. Das tue ich nicht. Mich schmerzt es auch nicht, wenn ich "aidskrank" genannt werden würde. Der Grund. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und ich gehe, mit meiner Krankheit nicht "öffentlich hausieren". Gibt ja solche Leute, die unbedingt in die Medien wollen, weil sie irgendeine Message haben, meine ich. Mich kann nicht mal jemand fragen ob ich Aids.-oder Hiv krank bin. Dazu müßte ich es schon irgendwo hintätowieren.
    Ein gutes Selbstbewußtsein kann ich schon haben. Von AIDS-Vollbild bis "nicht mehr nachweisbar" auf Grund sehr guter Medikamente. Ich könnte sogar wieder ......ohne...... Du weißt schon. Und noch was, warum ich sehr optimistisch bin. Betrifft Corona. Genau an den Wirkstoffen, die hier im Artikel stehen (weiter unten) wird wohl auch, geforscht, wegen des Corona Erregers, der wohl gewisse Ähnlichkeiten zur HIV-Mutation hat. Genau diese aufgezählten Wirkstoffe nehme ich. Im Moment noch kein Beweis, aber immerhin Vermutungen. Klingt doch schon mal gut, oder ?

    www.scmp.com/news/china/society/article/3052495/coronavirus-
    far-more-likely-sars-bond-human-cells-scientists-say
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#10 AnselmAnonym
  • 14.03.2020, 15:12h
  • Antwort auf #6 von Numinex
  • Das beim Analverkehr ein Virus durchs Kondom kommt, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Also geht man ja davon aus, dass entweder 100% der Community bare unterwegs ist (keine Wertung!) oder die, die es normalerweise sind, unfähig sind, im Zweifelsfall eins überzustreifen?
    --------------------------------------------
    Da nicht wenige Prep praktizieren, ist die Quote der Kondomnutzer teils nicht mehr so hoch wie vor wenigen Jahren. Vermutlich kommt es beim Analverkehr auch zu Küssen oder anderen Berührungen mit deutlich größerem Infektionsrisiko. Im Endeffekt reicht ja schon ein Annießen aus einiger Entfernung.

    Sinnvoll ist wahrscheinlich sich beim Sex auf nachvollziehbare Kontakte zu beschränken, so dass die Sexualpartner den Fall eines Infektionsrisikos erreichbar und warnbar sind.
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