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Corona-Ticker

Die "Siegessäule" ist gerettet

16 Projekte erhielten bereits Geld aus dem Corona-Soli-Fonds der Hannchen-Mehrzweck-Stiftung. Außerdem: Ramsan Kadyrow soll mit Covid-19 infiziert sein. Kölns queeres Jugendzentrum hat wieder geöffnet.

Die Coronavirus-Pandemie verändert das Leben auf der ganzen Welt. Auch in Deutschland werden Termine abgesagt, werden das Leben der Community und das private Leben eingeschränkt. In diesem Live-Ticker fassen wir die Entwicklungen aus der Szene zusammen. Weitere tagesaktuelle Berichte zum Thema finden sich auf der Schlagwortseite Corona-Krise, zudem bieten wir eine ständig aktualisierte Übersichtsseite mit Unterstützungs- und Beratungsangeboten und Spendenaufrufen.


Live-Ticker (Reload, Start)

20.04., 19:45h

Pride-Parade in New York abgesagt

Wegen der Corona-Pandemie ist nun auch der für Ende Juni in New York geplante Pride abgesagt worden – die Ur-Parade aller Christopher Street Days findet zum ersten Mal nicht statt, gaben die Organisatoren am Montag bekannt. Man suche allerdings nach "aufregenden Alternativen für den Rest von 2020".

Zuvor hatte Bürgermeister Bill de Blasio alle Konzerte, Festivals oder Paraden (darunter auch "Celebrate Israel" und der "Puerto Rican Day") im Juni untersagt. "Dieses Jahr ist das 50. Jubiläum der Pride-Parade und das ist eine ganz, ganz große Sache", würdigte der Bürgermeister den CSD. "Diese Parade ist so ein wichtiger Teil des Lebens in dieser Stadt, aber dieses Jahr wäre es ein ganz besonders geschichtsträchtiger Moment gewesen." Er hoffe, dass alle abgesagten Termine nachgeholt werden könnten – "zum richtigen Zeitpunkt".

Der Pride geht auf die "Stonewall"-Aufstände von 1969 zurück. Damals hatten sich Feiernde in der beliebten Szenebar "Stonewall Inn" in der Christopher Street im Greenwich Village in Manhattan gegen eine Polizei-Razzia gewehrt. Zum ersten Jahrestag der Krawalle – vor 50 Jahren – zogen etwa 4000 Menschen durch New York und forderten Gleichberechtigung. Im letzten Jahr wurde daher in der Metropole der WorldPride gefeiert (queer.de berichtete). (dpa)

It is with mixed emotions that we let you all know that this morning, New York City Mayor Bill De Blasio made the...

Gepostet von NYC Pride am Montag, 20. April 2020
Facebook / NYC Pride

19.04., 15:39h

Corona-Soli-Fonds für queere Vereine


(Bild: Markus Spiske / Unsplash)

Durch die Corona-Pandemie sind viele LGBTI-Vereine in finanzielle Probleme geraten. Die Hannchen-Mehrzweck-Stifung (hms) will hier unbürokratisch helfen. Die Stiftung hat daher einen Corona-Soli-Fonds in Höhe von 20.000 Euro aufgelegt.

Für eine Förderung wurden folgende Kriterien festgelegt:
• Bewerben können sich Zentren aus dem LGBTI-Bereich in Städten bis 500.000 Einwohner*innen
• Der antragstellende Trägerverein muss gemeinnützig sein
• Förderfähig sind z.B. (keine strenge Eingrenzung, gute Ideen sind willkommen) Mietkosten (sofern nicht durch Kommune oder andere kompensiert), durch die Corona-Krise bedingte Sonderaktivitäten (z.B. Soli-Aktionen, Angebote im Web und in den Sozialen Medien), einschließlich hierfür erforderlicher Investitionen in die Kommunikationsinfrastruktur (z. B. Kamera, Laptop, Software).
• Eine Antragstellung ist auch für Zentren in größeren Städten möglich, jedoch nur, wenn die Fördermittel für die Unterstützung von durch die Corona-Krise besonders betroffene LGBTI eingesetzt werden sollen, z. B. für Geflüchtete, Migrant*innen, Sexarbeiter*innen, Senior*innen, Obdachlose.

Auflagen:
• Die maximale Förderung beträgt 2.000 € je antragstellenden Verein.
• Antragsfrist für die Beantragung ist der 07.05.2020.

Über die Förderung entscheidet der Vorstand der hms nach Ende der Antragsfrist (wahrscheinlich am 9.5.2020); es besteht kein Anspruch auf Förderung. Das Antragsformular und Erläuterungen können auf der Homepage der Stiftung heruntergeladen werden.

17.04., 14:36h

Kölner Kneipenquiz "Distanz in den Mai" am 30. April


Langeweile muss auch während der Coronakrise nicht sein: Am Abend des 30. April steigt online das kultige Kneipenquiz von Erika Laste und Oliver Schubert. Bei "Ahnungslos durch die Nacht 22¾" kann jeder ab 19 Uhr beim Facebook-Livestream dabei sein und teilnehmen (dazu ist kein Facebook-Konto notwendig). Man kann sich außerdem über den Fernkonferenzdienst Zoom zuschalten. Alle Infos unter facebook.com/events/1920876254710903/.

03:16h

"Libertine" jetzt als E-Paper



Das Coronavirus treibt die Digitalisierung in Deutschland voran: Als Reaktion auf die Pandemie erscheint das queere Magazin "Libertine" nun erstmals als E-Paper.

"Auch an 'Libertine' gehen diese turbulenten Zeiten nicht spurlos vorbei", teilte Chefredakteurin Juliane Rump am Donnerstag mit. "Nach einem tollen Verkaufsstart wurde die Prognose vom Vertrieb nun kräftig gestutzt, denn in Bahnhöfen und an Flughäfen herrscht gähnende Leere und viele Verkaufsstellen haben ganz geschlossen."

Das E-Paper der aktuellen Ausgabe mit dem Schwerpunktthema "Identität" kann zum Preis von 5,50 Euro auf der Homepage bestellt werden.

16.04., 22:30h

EuroGames in Düsseldorf werden verschoben

Die European Gay & Lesbian Sport Federation und die Organisator*innen der diesjährigen EuroGames in Düsseldorf haben am Donnerstagabend bekannt gegeben, dass man mit "Sponsoren, der Stadt Düsseldorf, der nordrhein-westfälischen Landesregierung sowie den zukünftigen EuroGames-Gastgebern Kopenhagen und Nimwegen Alternativen" durchgehe, um einen anderen Termin für die Spiele zu finden, die ursprünglich vom 5. bis 9. August stattfinden sollten. Auch der Düsseldorfer CSD, sonst auf Mai oder Juni terminiert, war für das Wochenende geplant.

EUROGAMES 2020 IN DÜSSELDORF POSTPONED Yesterday evening, the German government decided to extend the ban on large...

Gepostet von EuroGames 2020 Düsseldorf am Donnerstag, 16. April 2020
Facebook / EuroGames 2020 Düsseldorf

19:43h

Cologne Pride soll im Oktober stattfinden

Auch der Kölner Lesben- und Schwulentag e.V. hat am Donnerstag den diesjährigen CSD, der vom 3. bis 5. Juli geplant war, abgesagt. "Wir sehen uns jedoch gegenüber der Community, aber auch gegenüber allen Bürger*innen dieser Stadt in der Verpflichtung für unsere Rechte einzustehen und unserer Stadt ein Stück weit ihren Spirit wieder zu geben, wenn dies möglich ist", so die Stellungnahme in sozialen Netzwerken. Daher habe man den 9. bis 11. Oktober als neuen Termin vorgesehen, wenn dies die Lage dann zulasse. "Wir hoffen sehr, dass wir hier alle gemeinsam einen wunderschönen und friedlichen CSD Köln feiern können und dass wir am 11. Oktober eine umso stärkere Demonstration 'FÜR MENSCHENRECHTE – Viele. Gemeinsam. Stark!' in unserer Stadt zelebrieren werden!"

Liebe Freund*innen, Teilnehmer*innen und Gäste des ColognePride und CSD Köln, leider müssen wir heute aufgrund der...

Gepostet von Cologne Pride am Donnerstag, 16. April 2020
Facebook / Cologne Pride

Derweil wurde auch in Nürnberg der für den 1. und 2. August geplante CSD abgesagt. Aber: "Wir grübeln gerade eifrig, wie wir für Euch 2020 zumindest einen 'bisschen alternativen CSD Nürnberg' machen können", so die Veranstalter bei Facebook.

15:36h

Die Linke.queer ruft Unternehmen zu Spenden auf



Die queere Organisation innerhalb der Linkspartei ruft Unternehmen, die sich bei CSDs engagieren wollten, dazu auf, die geplanten Ausgaben "zielgerichtet zur Rettung der queeren Infrastruktur einzusetzen". Denn: "Zahlreiche queere Bars und Clubs, Zentren, Saunen und Buchläden, Tagungshäuser und Beratungsstellen, Medien und Kulturprojekte, aber auch CSD-Vereine stehen derzeit kurz vor dem Aus." Auf Facebook veröffentlichte die Gruppe dazu das Bild eines Lagers des amerikanischen Online-Versandhändlers Amazon.

15:24h

Unmut über CSD-Absagen

Weitere Prides verkünden, dass die Demo für gleiche Rechte dieses Jahr ausfallen wird: "Schweren Herzens, aber zur Verringerung der Corona-Ansteckungsgefahr" müsse der CSD Karlsruhe abgesagt werden, verkündeten etwa die Veranstalter*innen aus der badischen Metropole. In Rostock wolle man stattdessen den Pride – wie auch in Berlin – in die virtuelle Welt verlegen.

Nicht jeder ist aber glücklich über den Pride-Ausfall. Sebastian Walter, stellvertretender Vorsitzender der Grünen im Berliner Abgeordnetenhaus, meldete sich etwa bereits am Mittwochabend via Twitter und erklärte: "Der Protest gegen Patriarchat, Heterosexismus und Diskriminierung ist 'systemrelevant'! Ich träume von einem Berliner #CSD 2020 nicht nur digital, sondern in kleinen (sicheren und coronatauglichen) Demogruppen quer über die Stadt."

Twitter / s_k_walter

CSD Karlsruhe abgesagt Schweren Herzens, aber zur Verringerung der Corona-Ansteckungsgefahr wird der für den 6. Juni...

Gepostet von CSD Karlsruhe am Donnerstag, 16. April 2020
Facebook / CSD Karlsruhe

11:32h

Come-Together-Cup im September


Der Come-Together-Cup steigt jedes Jahr vor dem Rheinenergie-Stadion im Stadtteil Müngersdorf - in der Arena ist der 1. FC Köln zu Hause (Bild: Raimond Spekking / CC BY-SA 4.0 – via Wikimedia Commons)

Eigentlich findet der seit 25 Jahren ausgetragene Come-Together-Cup traditionell im Mai oder Juni statt. Dieses Jahr macht die Coronakrise den Organisator*innen einen Strich durch die Rechnung. Als neuer Termin ist jetzt Samstag, der 12. September vorgesehen. Sollte der 1. FC Köln an diesem Tag ein Heimspiel austragen, würde das queere Fußballturnier erst am 19. September stattfinden – vorausgesetzt, dass Corona dies zulässt.

Aufgrund der jüngsten Entwicklungen der Coronakrise verschieben wir den bisher für den 01. oder 21. Mai 2020 geplanten...

Gepostet von COME-TOGETHER-CUP am Mittwoch, 15. April 2020
Facebook / COME-TOGETHER-CUP

Der Come-Together-Cup ist ein Fußball-Benefizturnier, das seit 1995 in Köln veranstaltet wird. Es geht auf das erste Kölner Fußballspiel zwischen einer schwulen Mannschaft und einer Mannschaft der städtischen Polizei zurück, mit der die Beziehung zwischen der Szene und der Polizei verbessert werden sollte. Ziel der Veranstaltung ist die Integration aller Minderheiten und der Kampf gegen Homophobie und Diskriminierung im Fußball. In der Regel kommen mehr als 20.000 Besucher*innen.

11:23h

Lehmann: "Menschenrechte nicht vergessen"

Der Kölner Bundestagsabgeordnete Sven Lehmann, der Sprecher der Grünenfraktion für Queerpolitik, warnt nach CSD-Absagen auf Twitter, dass auch in der Coronakrise "Menschenrechte nicht vergessen werden" dürften.

Twitter / svenlehmann

Wöchentliche Umfrage

» Sind digitale Prides ein Ersatz für die wegen der Corona-Krise ausgefallenen CSD-Demos?
    Ergebnis der Umfrage vom 20.04.2020 bis 27.04.2020


#1 KorrekturAnonym
  • 14.03.2020, 06:24h
  • "Selbst bei geheilten Menschen habe man festgestellt, dass Covid-19 noch bis zu einem Monat später im Kot zu finden sei."

    Mag jetzt vllt. klugsche...erisch klingen, aber:
    COVID-19 ist die Erkrankung und steht fuer coronavirus desease 19, und
    SARS-CoV-2 ist der Name des Virus.
    Man kann also SARS-CoV-2 im Kot finden, aber Covid-19 ist das klinische Erkrankungsbild/die Krankheit, die vom Virus verursacht wird.
    Nur um evtl. Missverstaendnissen vorzubeugen
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#2 BobAachenProfil
#3 fishbowlAnonym
  • 14.03.2020, 07:32h
  • Antwort auf #2 von BobAachen
  • Und mir ist egal, dass dir das egal ist. Der Fehler entspricht eins zu eins der Verwechslung von HIV und AIDS, vgl. "Der/die hat ganz viel AIDS im Blut."

    Aber hey, ist ja egal, denn der Sinn ist verständlich!
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#4 drmabuseAnonym
#5 Ralph
  • 14.03.2020, 10:28h
  • Antwort auf #4 von drmabuse
  • Ja. Aber was folgern wir daraus? Doch hoffentlich nicht, dass wir ein möglicherweise risikobehaftetes Verhalten fortsetzen, nur weil das Risiko noch nicht nachgewiesen oder ausgeschlossen ist. Im Gegenteil: So lange etwas nicht als risikolos bewiesen ist, lässt der vernünftige Mensch es bleiben.
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#6 NuminexEhemaliges Profil
  • 14.03.2020, 10:42h
  • Also die Sexhinweise halte ich für dreist bis dumm! Rimming und Fingern/Fisten könnte ich nachvollziehen, wobei man sich da streng genommen, wenn man es weis, noch nen Latexhandschuh überziehen kann. Das beim Analverkehr ein Virus durchs Kondom kommt, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Also geht man ja davon aus, dass entweder 100% der Community bare unterwegs ist (keine Wertung!) oder die, die es normalerweise sind, unfähig sind, im Zweifelsfall eins überzustreifen? Lächerlich und diskriminierend.
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#7 hugogeraldAnonym
#8 TotltotalAnonym
  • 14.03.2020, 12:54h
  • Antwort auf #1 von Korrektur
  • Absolut korrekt! Es muss nicht immer alles auf Bild-Niveau vereinfacht werden.
    Daher absolut wichtig diese Klarstellung und eine Hilfe für alle, denen Differenzierungen schwer fallen. Und das geschieht fast immer auf Kosten der Opfer (so schmerzt es HIV-positive Menschen ja auch aidskrank genannt zu werden). Danke für die Information, im Namen der gesamten Community, denn ich denke alle sind so differenziert und offen für verbale Wertschätzung und Achtsamkeit
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#9 andreAnonym
  • 14.03.2020, 14:16h
  • Antwort auf #8 von Totltotal
  • So schlimm ist das nicht. Man kann den Leuten auch nicht unterstellen, daß Differenzierungen schwer fallen. Die wissen es einfach nicht anders. Sonst müßte ich ja den meisten, böse Absichten unterstellen. Das tue ich nicht. Mich schmerzt es auch nicht, wenn ich "aidskrank" genannt werden würde. Der Grund. Ich habe ein gutes Selbstbewußtsein und ich gehe, mit meiner Krankheit nicht "öffentlich hausieren". Gibt ja solche Leute, die unbedingt in die Medien wollen, weil sie irgendeine Message haben, meine ich. Mich kann nicht mal jemand fragen ob ich Aids.-oder Hiv krank bin. Dazu müßte ich es schon irgendwo hintätowieren.
    Ein gutes Selbstbewußtsein kann ich schon haben. Von AIDS-Vollbild bis "nicht mehr nachweisbar" auf Grund sehr guter Medikamente. Ich könnte sogar wieder ......ohne...... Du weißt schon. Und noch was, warum ich sehr optimistisch bin. Betrifft Corona. Genau an den Wirkstoffen, die hier im Artikel stehen (weiter unten) wird wohl auch, geforscht, wegen des Corona Erregers, der wohl gewisse Ähnlichkeiten zur HIV-Mutation hat. Genau diese aufgezählten Wirkstoffe nehme ich. Im Moment noch kein Beweis, aber immerhin Vermutungen. Klingt doch schon mal gut, oder ?

    www.scmp.com/news/china/society/article/3052495/coronavirus-
    far-more-likely-sars-bond-human-cells-scientists-say
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#10 AnselmAnonym
  • 14.03.2020, 15:12h
  • Antwort auf #6 von Numinex
  • Das beim Analverkehr ein Virus durchs Kondom kommt, halte ich für ausgemachten Schwachsinn. Also geht man ja davon aus, dass entweder 100% der Community bare unterwegs ist (keine Wertung!) oder die, die es normalerweise sind, unfähig sind, im Zweifelsfall eins überzustreifen?
    --------------------------------------------
    Da nicht wenige Prep praktizieren, ist die Quote der Kondomnutzer teils nicht mehr so hoch wie vor wenigen Jahren. Vermutlich kommt es beim Analverkehr auch zu Küssen oder anderen Berührungen mit deutlich größerem Infektionsrisiko. Im Endeffekt reicht ja schon ein Annießen aus einiger Entfernung.

    Sinnvoll ist wahrscheinlich sich beim Sex auf nachvollziehbare Kontakte zu beschränken, so dass die Sexualpartner den Fall eines Infektionsrisikos erreichbar und warnbar sind.
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