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Leistungssport

Caster Semenya will bei Olympia über 200 Meter starten

Der Spitzensportlerin mit intersexuellen Anlagen gibt nicht auf. Weil sie an Wettbewerben über 400 Meter nicht mehr starten darf, will sie nun auf die 200-Meter-Strecke wechseln.


Caster Semenya bei einem Wettbewerb im Jahr 2011 (Bild: Chell Hill / wikipedia)

Die zweifache 800-Meter-Olympiasiegerin Caster Semenya will für einen Start bei den Olympischen Sommerspielen auf die 200-Meter-Strecke wechseln. Die 29 Jahre alte Südafrikanerin darf nicht an Wettbewerben über 400 Meter bis zu einer Meile starten, sofern sie ihren genetisch bedingten erhöhten Testosteronspiegel durch Hormoneinnahme nicht senkt. Das lehnt Semenya strikt ab (queer.de berichtete).

Ende Juli 2019 hatte das Schweizer Bundesgericht eine umstrittene Regel des Internationalen Leichtathletikverbandes IAAF zum Testosteron-Limit für Mittelstreckenläuferinnen mit intersexuellen Anlagen wieder zugelassen. Für die IAAF gehört Semenya zu den "biologisch männlichen Athleten mit weiblichen Geschlechtsidentitäten".

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Die Olympia-Norm noch nicht erreicht

Die Entscheidung, einen Olympia-Start über 200 Meter anzustreben, resultiere aus ihrem Wunsch "nach Wettstreit auf dem höchsten Level des Sports", schrieb sie am Freitag bei Instagram.

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Instagram / castersemenya800m

Semenya muss ihre persönliche Bestzeit über 200 Meter um rund 1,5 Sekunden verbessern, um sich für die Spiele in Tokio vom 24. Juli bis 8. August qualifizieren zu können. Ihre Bestmarke liegt bei 24,26 Sekunden, die Olympia-Norm bei 22,80 Sekunden. (cw/dpa)



#1 andreAnonym
  • 14.03.2020, 12:04h
  • Ich glaube fast, die Frage wird sich nicht stellen bzw erledigt sich von selbst, weil Olympia 2020, vermute ich mal, nicht stattfinden wird. Der olympische Fackellauf von Olympia in Griechenland ist bereits abgebrochen. Und es braucht Vorbereitung in Form von Wettkämpfen u.ä. Das wird ja gerade alles zusammengestrichen.
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#2 EulenspieghelAnonym
  • 14.03.2020, 12:58h
  • Die ist einfach nur strikt unsportlich.

    Entweder den Hormonpegel senken auf das Niveau von CIS- oder eingestellen Trans-Frauen - oder bei den Männern sich qualifizieren und starten. Dann hat sie ihren Wettbewerb, ohne unsportlich zu sein.

    Beim Boxen gibt es schließlich auch Gewichtsklassen, nicht ohne Grund.

    Nicht umsonst gibt es Doping-Kontrollen, das diese kein Testosteron nehmen.
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#3 Nk231Anonym
  • 14.03.2020, 13:49h
  • Einerseits sich für Intersexuelle auszusprechen und andererseits hier wieder die Testosteron-Senkung zu umwerben, ist an Doppelmoral und Scheintoleranz nicht zu überbieten. Niemand muss mit Hormonsenkung gezwungen werden, schon gar nicht im Jahr 2020! Diese Belastung der Hormonsenkung ist immer noch höher als die angebliche Benachteiligung für andere in derselben Disziplin. Die Natur ändert sich nicht, weil es manchen nicht in den Kram passt, dass Menschen vielfältig sind.
    Unspirtlichkeit wäre es, sie zur Hormonsenkung zu zwingen!
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#4 ByeByeBinaryAnonym
  • 14.03.2020, 16:33h
  • Antwort auf #2 von Eulenspieghel
  • Suprise! Auch cis-Frauen können inter* sein und soweit ich weiß sprechen wir hier über eine Frau, die bei der Geburt "weiblich" zugeordnet wurde und sich als Frau definiert - ergo cis ist. Darüberhinaus hat sie einfach einen erhöhten Testosterongehalt im Blut (laut einer konstruierten "Norm"), woraufhin sie in die "Kategorie" inter* fällt. D.h. nicht zwangsläufig, dass sie sich als inter* definiert. Das vermeintliche "Gegenteil" zu inter* ist übrigens "dyadisch".

    Im Leistungssport sind überdurschnittliche Testowerte übrigens häufiger anzutreffen, da Sport durchaus die testosteron Produktion ankurbelt.
    Zu dem sollten Normen immer hinterfragt werden, da zu Fragen ist "wer stellt diese Norm da?". Was mir im Bezug auf Sportler*innen (die zu Hohe Testowerte haben/hatten und deshalb disqualifiziert sind) auffällt, ist, dass die meisten schwarze Personen oder people of colour sind.

    Und zu guter Letzt: Nichts an ihrer Entscheidung ist unsportlich!
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#5 TuckDavisProfil
  • 14.03.2020, 21:03hMainz
  • Antwort auf #3 von Nk231
  • Nicht alles durcheinander werfen, wenn möglich und deine Argumente auch hinterfragen.

    Natur (inclusive Adjektiv-Formen) halte ich grundsätzlich nicht für ein Argument, wenn es bei dem behandelten Thema um Menschen geht. Menschen leben nicht natürlich.

    Jemanden mittels Doppelmoral als Argument zu verbieten sich für Menschen mit nicht eindeutigen geschlechtlichen Eigenschaften zu engagieren (was eine ganze Bandbreite an Engagement ausschließt) nur weil jemand der Meinung ist, ein Wettkampf sei nur ein Wettkampf wenn alle ähnliche Ausgangslage mitbringen, finde Ich schade .
    Wenn dieser Empfehlung viele Folgen, werden intergeschlechtliche Menschen sicher einiges an Unterstützung verlieren.

    Testosteron seine belegten Eigenschaften und Wirkung auf den Körper und die sportliche Leistung in Abrede zu stellen indem du es als "angebliche Benachteiligung" hinstellst ist leider ein Niveau auf dem Ich nicht mehr Argumentieren kann.

    Es ist keine einfache Angelegenheit für Chancengleichheit bei einem Wettkampf zu sorgen - daher gibt es ja die vielen Ligen und Klassen.

    Grundsätzlich ist es eine sehr schwierige Angelegenheit und wird bestimmt nicht gelöst werden ohne konstruktive Vorschläge.
    Daran mangelt es leider insbesondere auch aus unserer "Community".
    Die meisten wollen einfach dass CisFrauen sich damit abfinden keine Chance zu haben in einem direkten Wettstreit - Das ist auch keine Lösung (und sprechen ihnen teilweise die Benachteiligung noch ab).

    Tuck
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#6 Anonymus123Anonym
  • 14.03.2020, 22:42h
  • Sehe es genauso wie der 2. Kommentar. Es ist schlicht unfair, den anderen Sportlerinnen gegenüber. Damit muss sie leben.
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#7 TheDadProfil
  • 15.03.2020, 10:02hHannover
  • Antwort auf #2 von Eulenspieghel
  • ""Die ist einfach nur strikt unsportlich.""..

    ""Beim Boxen gibt es schließlich auch Gewichtsklassen, nicht ohne Grund.""..

    ""Nicht umsonst gibt es Doping-Kontrollen, das diese kein Testosteron nehmen.""..

    Immer wieder die gleichen dummen "Argumente" ?

    Fällt Dir nicht selbst auf wie absurd das ist ?
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#8 TheDadProfil
  • 15.03.2020, 10:08hHannover
  • Antwort auf #4 von ByeByeBinary
  • ""Suprise! Auch cis-Frauen können inter* sein""..

    Äh ?
    Nöö..

    Per Definition nicht :

    de.wikipedia.org/wiki/Cisgender

    ""Im Leistungssport sind überdurschnittliche Testowerte übrigens häufiger anzutreffen, da Sport durchaus die testosteron Produktion ankurbelt.""..

    Eine Information die häufig gar nicht genannt wird, und damit recht unbekannt ist..
    Übrigens kurbelt auch viel Sex den Testo-Haushalt an, und das sowohl bei männlichen als auch bei weiblichen, und auch bei allen anderen Menschen..
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#9 TheDadProfil
  • 15.03.2020, 10:12hHannover
  • Antwort auf #5 von TuckDavis
  • ""Natur (inclusive Adjektiv-Formen) halte ich grundsätzlich nicht für ein Argument, wenn es bei dem behandelten Thema um Menschen geht. Menschen leben nicht natürlich.""..

    Äh ?
    Weil Menschen bisweilen Auto fahren oder mit Flugzeugen fliegen leben sie also "nicht natürlich" ?

    Bei allem Verständnis..
    Es besteht ein deutlicher Unterschied zwischen dem was Du hier gemeint hast, und dem was unter einer "natürlichen Existenz als Mensch" zu verstehen ist, die allein deshalb "natürlich" ist weil sie existiert !
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#10 Nk231Anonym
  • 15.03.2020, 13:40h
  • Antwort auf #4 von ByeByeBinary
  • Das ist ja ne interessante Theorie, die du da ins Spiel wirfst. Eine cis Person kann inter sein - seit wann und wer behauptet das?
    Cis Personen haben, soweit ich aufgeklärt bin, jeweils nur eine geschlechtliche Identität: entweder weiblich oder männlich. Bei inter ist genau das eben NICHT der Fall. Sprich: Caster Semenya hat sowohl weibliche als auch männliche Geschlechtsmerkmale. Und ja, sie selbst definiert sich als Frau, unabhängig davon, was man ihr bei Geburt zugesprochen hat.

    Dass sie inter ist, muss man also nicht in jedem Artikel über sie debattieren weil längst bekannt!

    Der wichtige Punkt ist, dass sie in ihr gewählten Disziplin antreten kann, ohne dass man ihr dabei das Leben schwer macht. Ob die anderen neidisch herum plärren, dürfte Caster Semenya herzlich wenig interessieren. Dass man sie aber vor Gericht zerrt und an ihrem Testosteronwert herumbasteln möchte, das überschreitet Grenzen und deshalb hat sie auch das Recht, sich dagegen zu wehren.
    Sport bedeutet nicht, Menschen so zu verändern, dass sie in die jeweiligen Disziplinen hinein passen! Genau das Gegenteil ist der Fall: Menschen treten mit ihren Stärken in ihrer gewählten Sportart an und der Sport muss dafür sorgen, dass es dabei eben NICHT zur Diskriminierung und Stigmatisierung gegenüber Minderheiten kommt.
    Menschen sind vielfältig und das dürfen die Herren in ihren Sesseln, die angeblich "für" den Sport arbeiten, gerne verinnerlichen! Vielleicht sollte es in den Sportdirektionen mehr diverse Angestellte geben, damit gewisse Leute über Inter, die Sport beruflich ausüben, keinen interphoben Sturm mehr auslösen.

    Nur mal so nebenbei.
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