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Event der Superlative

Die Berlinale – Filmfestival mit Tradition

Der Berlinale bringt jedes Jahr große Stars der Szene in die Stadt. Präsentiert werden jeweils ungefähr 400 Filme in verschiedenen Genres.


Als die Berlinale im Jahr 1951 zum ersten Mal stattfand, galt sie als klares Zeichen der interkulturellen Begegnung (Bild: PublicDomainPictures / Pixabay)
  • 19. März 2020, 13:47h, noch kein Kommentar

Womit vertreiben sich Deutsche am Liebsten die Zeit? Während die einen bei online Sportwetten in Wettbüros ihr Glück versuchen oder selbst den Fußballplatz besuchen, treiben die anderen aktiv Sport. Doch besonders gerne verbringen Deutsche ihre Zeit zu Hause. Und das am liebsten vor dem Fernseher, wie die Statistik zeigt. Besonders stark stieg der Fernsehkonsum von 1997 bis 2010 an, nämlich um eine halbe Stunde. Im Jahr 2019 verbrachten Deutsche rund 211 Minuten im Durchschnitt vor dem Fernseher. Dabei geht es vielen darum, von der Hektik des Alltags abzuschalten. Wer sich von einer packenden Geschichte eines Films fesseln lässt, denkt nicht mehr an die Probleme mit Kollegen oder dem Stress mit dem Partner.

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Filmfans fiebern der Berlinale entgegen

Viele der Filme, die Deutsche abends oder am Nachmittag vor dem Fernseher verfolgen, wurden einst bei der Berlinale vorgestellt. Manche reisen sogar extra in die Bundeshauptstadt, um bei der Preisvergabe dabei zu sein. Bei dem Festival handelt es sich nämlich um ein Event der Superlative:

● 325.000 Eintrittskarten werden verkauft, insgesamt werden 490.000 Kinobesucher begrüßt (inklusive Fachbesucher)
● Die Berlinale ist somit das größte Publikumsfestival auf der ganzen Welt
● Mehr als 3.700 Reporter aus über 80 Ländern schreiben über das Festival
● Dazu kommen 16.000 Fachbesucher aus 130 Ländern
● Jedes Jahr werden ungefähr 400 Filme in verschiedenen Genres präsentiert

Der Berlinale gelingt es, jedes Jahr die Aufmerksamkeit auf sich zu zeihen. Sie bringt große Stars der Szene in die Stadt. Ein wichtiges Anliegen ist den Veranstaltern außerdem die Förderung neuer Talente.

Berlinale blickt auf eine lange Geschichte zurück

Als die Berlinale im Jahr 1951 zum ersten Mal stattfand, galt sie als klares Zeichen der interkulturellen Begegnung. Immerhin wurden die Filmfestspiele damals in der geteilten Stadt ausgetragen und das mitten im Zeitalter des Kalten Krieges. Somit setzte der Initiator Oscar Martay ein klares politisches Zeichen. Martay gelangte als jüdischer Emigrant von Weißrussland in die USA und arbeitete bei der amerikanischen Militärregierung in Westberlin. Hier war er als Filmbeauftragter beschäftigt und sollte die Berliner Filmbranche ankurbeln.

Bereits bei der ersten Berlinale wurde der Goldene Bär vergeben, der heute noch die wichtigste Auszeichnung ist. Gestaltet wurde die Statue von der Bildhauerin Renée Sintenis. Seit dem Jahr 1956 vergibt eine internationale Jury den Silbernen und Goldenen Bären. Im Jahr 1951 erhielten gleich vier Streifen die begehrte Auszeichnung, wobei mit "Die Vier im Jeep" von Leopold Lindtberg auch ein deutschsprachiger Film dabei war. Kurz- und Langfilme treten übrigens in unterschiedlichen Kategorien an.

Zahlreiche Sonderkategorien

Nicht nur Filmliebhaber kommen bei der Berlinale auf ihre Kosten: Auch wer gerne Serien ansieht, ist seit der Einführung von Berlinale Series im Jahr 2015 gut bedient. Dabei werden neue Serien vorgestellt. So reagiert das Event auf das veränderte Fernsehverhalten der Bevölkerung. Es wird immer beliebter, die Stars aus Serien jede Woche bei ihren Abenteuern zu begleiten.

Außergewöhnlich sind die in "Berline Special" vorgestellten Werke. Sie beleuchten aktuelle Themen aus neuen Perspektiven. Das Publikum unterhalten Podiumsdiskussionen, außerdem haben sie Gelegenheit, mit Stars auf Tuchfühlung zu gehen. Nostalgiker freuen sich auf das Angebot von Retrospektive. Hier werden Klassiker aus der Filmgeschichte gezeigt, die digital aufbereitet und so dem modernen Zeitalter angepasst wurden. Generation Kplus und Generation 14plus richtet sich bewusst an das junge Publikum. Im Fokus der Aufmerksamkeit stehen Filme, die sich gezielt an die junge Generation richten und ihre Sprache sprechen. Vorgestellt werden Streifen in unterschiedlichen Genres, dazu zählen Animation, Dokumentationen und Spielfilme. Mittlerweile wird die Berlinale also auch den Ansprüchen des jungen Publikums gerecht und hat auch für den ausgefallenen Geschmack das Passende zu bieten. (ak)