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Komplexes Bild von Stimmungen und Gefühlen

Roger & Brian Eno – das erste gemeinsame Album

"Mixing Colours" ist ein Meilenstein der kreativen Zusammenarbeit der beiden britischen Brüder und Musiker.


Roger schuf Kompositionen und schickte sie als akustische Schnappschüsse an Brian, der tauchte ein in die Stimmung der Stücke und übersetzte sie in seine Klangwelt (Bild: Bee Eno and Mary Evers)
  • 22. März 2020, 09:29h, noch kein Kommentar

Roger und Brian Eno bringen ihr erstes gemeinsames Duo-Album heraus. "Mixing Colours", welches als CD, LP und digital erschienen ist, geht dem Wesen des Klangs nach, seinen Farben und Strukturen und der Vielfalt von Stimmungen, die dadurch wachgerufen werden. Am vergangenen Freitag konnten Fans das Album in einer DG Midnight Session auf YouTube und Facebook hören, sich im Online-Chat virtuell versammeln und ein neues Video zu einem der Tracks sehen.

Die erste Aufnahme der Brüder Eno für Deutsche Grammophon ist ein Meilenstein ihrer kreativen Zusammenarbeit, sie erwächst aus ihren vielfältigen und intensiven individuellen Erfahrungen als Komponisten, Interpreten und Produzenten.

"Mixing Colours" entwickelte sich aus einzelnen Stücken, die Roger ab 2005 schrieb. Er schuf Kompositionen und schickte sie als akustische Schnappschüsse in Form von MIDI-Dateien seinem Bruder. Brian tauchte ein in die Stimmung der Stücke und übersetzte sie in seine Klangwelt. Der ungewöhnliche künstlerische Prozess entfaltete sich zu einem Projekt von Albumlänge.

Kraft künstlerischer Zusammenarbeit


Das erste gemeinsame Album "Mixing Colours" von Roger und Brian Eno ist am 20. März 2020 erschienen

"Wir arbeiteten nicht auf ein Endresultat hin – es war wie ein Gespräch, das wir 15 Jahre lang führten", sagt Roger. "Die Idee zu einem Album entstand, als die Anzahl der Stücke wuchs und die Ergebnisse interessant blieben. Keiner von uns beiden hätte das allein erreichen können."

Mit nur einer Ausnahme haben alle Tracks der Aufnahme auf Farben bezogene Titel – "Burnt Umber" (Gebrannte Umbra), "Obsidian" oder "Verdigris" (Grünspan) beispielsweise, jeder Titel für sich ist schlicht; in der Gesamtheit jedoch entsteht ein komplexes Bild von Stimmungen und Gefühlen.

Die eindringliche Klangwelt des Albums wird visuell ergänzt durch Elemente abstrakter Gemälde von Dom Theobald und auch durch eine Reihe von Kurzfilmen, die Brian zusammen mit dem Musiker und Softwaredesigner Peter Chilvers produzierte. Das erste Video zu "Mixing Colours" galt "Celeste", gefolgt von den Filmen zu "Blonde" und "Slow Movement: Sand". Weitere Titel werden in den kommenden Monaten auf verschiedenen digitalen Plattformen veröffentlicht.

Direktlink | Roger & Brian Eno mit "Blonde"

"Mixing Colours" ist ein Beispiel für die Kraft künstlerischer Zusammenarbeit. Roger und Brian Eno machen seit 1983 gemeinsam Musikaufnahmen. Für ihr erstes Projekt taten sie sich mit dem kanadischen Musiker und Produzenten Daniel Lanois zusammen und schrieben den Soundtrack zu Al Reinerts "For All Mankind", einem eindrucksvollen Dokumentarfilm über die Apollo-Mondmissionen. Weitere gemeinsame Arbeit an Soundtracks folgte, unter anderem für David Lynchs "Dune" (1984), Dario Argentos "Opera" (1987) und Henrique Goldmans "O Nome da Morte" (2017). Auch interaktive Apps entstanden wie "Bloom, Scape, Trope" und zuletzt "Bloom: 10 Worlds".

In den nun produzierten Filmen für "Mixing Colours" spiegelt sich die Quintessenz des Albums. Die Filme verknüpfen die Schlichtheit und kontemplative Natur der Klangwelten mit einfachen, doch zugleich faszinierenden Bildern wechselnder, traumähnlicher Panoramen. (cw/pm)