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"Sie haben meine Freunde nicht akzeptiert"

Miley Cyrus verließ Kirche wegen Homophobie

Die pansexuelle Sängerin wuchs als konservative Christin auf. Sie entfernte sich aber von ihrem Glauben, weil ihre Heimatkirche Schwule und Lesben nicht nur ausgrenzte, sondern sogar "heilen" wollte.


Miley Cyrus wurde 1992 in Tennessee geboren, ihr Vater ist der Countrymusikstar Billy Ray Cyrus (Bild: Instagram / Miley Cyrus)

Miley Cyrus hat sich von ihrer Kirche verabschiedet, weil diese ihre homosexuellen Freundinnnen und Freunde ausgrenzte. In der Instagram-Show "Bright Minded: Live with Miley" vom Freitag sprach die getaufte Südstaatenbaptistin vergangene Woche mit Model Hailey Bieber, der Ehefrau des kanadischen Popstars Justin Bieber, über das Thema Religion.

Dabei erzählte die 27-Jährige, dass sie in einer Kirche in Tennessee aufgewachsen sei, die sehr rigide Einstellungen gehabt habe: "Ich hatte homosexuelle Freunde in der Schule. Der Grund, warum ich meine Kirche verlassen habe: Sie haben meine Freunde nicht akzeptiert", so Cyrus. "Die Freunde wurden zu Konversionstherapien geschickt. Ich hatte große Schwierigkeiten damit. Es war auch schwierig für mich, meine eigene Sexualität zu finden." Cyrus hatte sich 2016 als pansexuell geoutet (queer.de berichtete).

Cyrus genießt Selbstbestimmung

Cyrus sagte weiter, ihr sei es schwer gefallen, "eine Beziehung zu Gott zu finden, die für mich funktionierte". Als Erwachsene könne sie nun selbst bestimmen, wie ihr Verhältnis zur Spiritualität aussehe. In der Vergangenheit hatte der ehemalige Kinderstar ("Hannah Montana") Interesse an Buddhismus gezeigt.

Bieber erzählte in dem Gespräch, dass sie als Erwachsene ein ganz anderes Verhältnis zum Glauben entwickelt habe. "Ich habe eine Kirchengemeinschaft gefunden, in der ich mich wohl fühle, wo ich mich unterstützt und geliebt und akzeptiert fühle", schilderte die Tochter des homophoben Schauspielers Stephen Baldwin.

Cyrus sprach in der selben Show auch mit den Dragqueens Trixie Mattel und Milk. Die beiden waren Kandidatinnen bei "RuPaul's Drag Race".

Die Südstaatenbaptisten, denen Cyrus einst angehörte, sind die größte protestantische Glaubensgemeinschaft der Vereinigten Staaten und gelten als äußerst homophob. Die Kirche kämpfte unter anderem mit scharfen Drohungen gegen die Öffnung der Zivilehe in den USA (queer.de berichtete). Auch Transpersonen werden nicht akzeptiert: Bei einer Synode 2014 hatten die "Southern Baptists" schlicht beschlossen, dass Transsexualität nicht existiert (queer.de berichtete). (dk)

Direktlink | Die "Abrissbirne" gehört zu Mileys größten Hits



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#1 Homonklin_NZAnonym
  • 23.03.2020, 20:42h
  • Well, dass sie diese Knilchensekte verlassen hat, ist ja nicht schwierig nachzuvollziehen.
    Nur versteht man, selbst wenn man sich von all dem Käse komplett losgekoppelt hat, und diesen anerzogenen, induzierten und einmanipulierten Wahn von draußen begutachten kann, trotzz allem nicht s, sich weiter mit diesem spiritistischen Unsinn zu befassen.
    Man hat doch viel mehr Ressourcen frei, ohne den ganzen Blödsinn, der damit zusammenhängt.

    Hätte man den ganzen Aufwand, die Gelder, die Zeit und die Kraft der Hände frei, die Menschen für diesen ganzen großen Mumpitz bisher vergeudet haben, wie weit könnte unsere Zivilisation, aber auch unsere Ethik schon sein? Vielleicht würde es gar niemand mehr jucken, wie Jemand orientiert ist, wo die Identität steht, und wen man, so es sich so ergeben sollte, dementsprechend liebt oder mal heiratet, eine Familie mit gründet oder auch nicht.
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#2 niccinicciAnonym
  • 24.03.2020, 05:27h
  • was die einen humbug nennen, ist für andere glauben, der auch im alltag eine wichtige rolle spielt. es kann doch nicht so schwer sein, es zu tolerieren, ohne die jeweils andere einstellung lächerlich dastehen zu lassen. menschen, die so schreiben und damit andersdenkende diffamieren, egal auf welcher seite, haben einfach nichts kapiert, wie eine offene gesellschaft funktioniert.
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#3 Julian SAnonym
  • 24.03.2020, 11:34h
  • Richtig so.

    Ich frage mich immer, wie Leute sagen können "Ja, ich teile die Homophobie meiner Kirche nicht", aber dennoch da Mitglied bleiben.

    Muss jeder selbst wissen, ob er es mit seinem Gewissen vereinbaren kann, weiterhin Mitglied einer Homohasser-Organisation zu sein. Ich könnte das nicht mit meinem Gewissen vereinbaren.
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#4 Leon 4Anonym
  • 24.03.2020, 12:22h
  • Antwort auf #2 von niccinicci
  • Andere kritisieren/sich drüber lustig machen gehört auch zu einer offenen Gesellschaft... Türlich darf man sich über die Kirche und ihr agieren genauso lustig machen wie man sich über die community oder jede andere Gruppierung lustig machen darf.... Wäre ja schlimm wenn nicht, vorlagen liefern ja alle zu genüge...
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#5 MariposaAnonym
  • 30.03.2020, 10:18h
  • Antwort auf #3 von Julian S
  • Stell Dir vor, bei uns gibt es sogar einen offen schwulen Pfarrer und das ist absolut kein Problem... Ich persönlich kenne keine "Homohasserkirche" und den Hetzern wurde klar und deutlich widersprochen - sogar vom Zentralrat der Muslime in Deutschland
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