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Trotz Corona-Lockdown

Sexparty in Barcelona: Acht Männer festgenommen

Trotz einer strengen Ausgangssperre wollten sich junge Männer in Barcelona auf einer Sexparty vergnügen – die Polizei griff aber nach einem Tipp ein.


Statt sich in einer Orgie zu vergnügen, mussten acht Teilnehmer einer Sexparty auf die Polizeiwache

Die katalanische Zivilpolizei Mossos d'Esquadra hat am Freitag in Barcelona acht Männer im Alter von 23 bis 34 Jahren bei einer geplanten Sexparty in einer Touristenwohnung festgenommen. Wie die Tageszeitung "El País" meldet, war der offizielle Grund der Verhaftung Drogenbesitz.

Die Polizei hatte einen telefonischen Tipp von einem Mann erhalten, der als einer von 20 bis 30 Männern zur Party eingeladen worden sei. Der Informant habe aber kalte Füße gekriegt, weil Katalonien mit aktuell rund 5.000 nachgewiesen Covid-19-Fällen zu den am schlimmsten betroffenen Regionen Europas zählt. Er habe den Behörden Ort und Zeitpunkt der Party genannt.

Daraufhin hätten Beamte in Zivil an der Tür geklingelt und seien ins Haus gelassen worden, weil sie für Teilnehmer gehalten worden seien. Als sie sich an der Wohnungstür als Polizisten identifiziert hätten, seien sie ohne Widerstand gegen 22.30 Uhr in die Räumlichkeiten hineingelassen worden. Sie konnten dabei mehrere illegale Drogen sicherstellen, darunter Kokain, Speed, Crystal Meth und Ecstasy.

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Corona-Verdacht bei einem der Teilnehmer

Einer der Teilnehmer habe laut einem Bericht der Nachrichtenagentur EFE gehustet, weshalb ein Corona-Test bei ihm durchgeführt wurde. Dieser sei aber negativ gewesen.

In Spanien gibt es wegen der Corona-Pandemie bereits seit vergangenem Monat eine strenge Ausgangssperre. Die 46 Millionen Einwohner dürfen ihr Zuhause nur noch verlassen, um zur Arbeit oder zum Einkaufen zu gehen oder ihren Hund Gassi zu führen. Bei Zuwiderhandlung drohen Geld- oder sogar Haftstrafen. Ob die Sexparty-Teilnehmer nicht nur wegen Drogenbesitzes, sondern auch wegen Umgehen der Ausgangssperre belangt werden sollen, ist bislang nicht bekannt. (cw)



#1 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 23.03.2020, 16:12h
  • Ehrlich gesagt, auf den Drogenbesitz ist in diesem Moment doch wirklich gepfiffen. Nicht jedoch auf die super-egozentrische Verletzung der Seuchenschutz-Bestimmungen.

    Dazu sagt der SPIEGEL-Autor Christian Stöcker in seiner neuesten Kolumne "Die drei dümmsten Sätze zur Coronakrise":
    "2. "Ich bin jung, mich betrifft das alles nicht." [...]
    In Wahrheit geht es eben auch gar nicht um Sie [...]. Es geht um ältere Leute, also um Omas, Opas, Tanten, Onkel, Eltern, um liebgewonnene Freunde und Nachbarn. Und um Menschen jeden Alters, auch Kinder, mit Erkrankungen des Immunsystems, mit geschädigtem oder unterdrücktem Immunsystem - etwa durch eine Chemotherapie, mit Atemwegserkrankungen, mit Diabetes. Sicher: Man kann sich auf den Standpunkt stellen, dass all diese Gefährdeten, wenn sie Pech haben, eben auf überfüllten Intensivstationen qualvoll ersticken müssen. Der eigenen Coolness und Freiheit zuliebe. Dann ist man aber ein mit den Werten unserer Gesellschaft inkompatibler Soziopath."

    www.spiegel.de/wissenschaft/mensch/coronavirus-die-drei-duem
    msten-saetze-zur-pandemie-a-f41ccf1b-a1c3-42b8-84f4-19653872
    aa3f


    Und davon, ich muss es leider sagen, gibt es verdammt viele in unserer Gesellschaft und auch in unserer Community.

    Klar, der Neoliberalismus der letzten Jahrzehnte hat die etwas jüngeren Menschen dazu erzogen, hauptsächlich sich selbst der Nächste zu sein, denn "wenn jeder an sich denkt, ist an alle gedacht". Jedoch gibt es eben auch Situationen wie die aktuelle, in der diese Einstellung MENSCHENLEBEN KOSTET. Und zwar sehr schnell sehr viele.

    Auch wenn es nicht das eigene Leben ist - das Leben der Anderen sollte vielleicht doch noch irgendwas wert sein. Da wird Mann wohl mal ein paar Wochen oder auch Monate auf Gruppenficks verzichten können.

    Oder auch nicht. Aber dann ist man eben ein, ich wiederhole das, "mit den Werten unserer Gesellschaft inkompatibler Soziopath".
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#2 JuIian SAnonym
  • 23.03.2020, 16:26h
  • Das nennt sich Bugchasing und ist ein großer Trend in der Promiskenszene. Mit trifft sich mit mindestens einem Covid19 Positiven und geht das Risiko ein sich zu infizieren. Für Teilnehmer ist das der Kick. Ich kann nur jedem raten, an so einem Scheiß nicht teilzunehmen.
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#3 DreiZweiEinsAnonym
#4 56James35Anonym
  • 23.03.2020, 17:03h
  • Es ist schwer, dem Sex zu widerstehen...Sagen muss man auch, dass die Spanier/Latinos sexuell sehr attraktiv sind.
    Übrigens :
    "Liebe ist kälter als der Tod" RW Fassbinder, 1969
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#5 SchlüssigAnonym
  • 23.03.2020, 17:05h
  • Antwort auf #2 von JuIian S
  • Würdest Du es bitte unterlassen, promiskuitive Menschen pauschal mit unverantwortlichem Verhalten in Verbindung zu bringen.
    Die Grillparty mit 20 Freunden ohne Sex im englischen Garten ist genauso gefährlich.
    Wenn jetzt das Coranavirus wieder für moralinsaure Sexfeindlichkeit herhalten muss haben wir bald wieder vorurteilsbehaftete Verhältnisse wie zu Hochzeiten der AIDS Epidemie in den 80ern.

    Menschliche Kontakte jedweder Art sollten zur Zeit auf ein Minimum heruntergefahren werden.
    Da brauchen wir nicht extra wieder über Promiskuität zu schwätzen.
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#6 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 23.03.2020, 17:14h
  • Antwort auf #3 von DreiZweiEins
  • Ich möchte darauf hinweisen, dass MEIN Beitrag einzig und allein auf epidemiologische Notwendigkeiten hinweist.

    Verunglimpfende Wörter wie "Promiskenszene" zu verwenden, die niemanden weiterbringen, liegt mir absolut fern.
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#7 dellbronx51069Anonym
  • 23.03.2020, 17:35h
  • Antwort auf #5 von Schlüssig
  • Danke ! Schön dass es hier noch Menschen gibt die eine differenzierte Sichtweise haben anstatt ihre Frustration auszuleben und bei jeder sich bietenden Gelegenheit anderen ihre gesellschaftspolitischen Vorstellungen nach Volkskommisar Manier ins Gesicht zu schmieren , selbst wenn es gar nicht zum Thema gehört.
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#8 moralinsauerAnonym
  • 23.03.2020, 17:53h
  • Antwort auf #5 von Schlüssig
  • "Wenn jetzt das Coranavirus wieder für moralinsaure Sexfeindlichkeit herhalten muss haben wir bald wieder vorurteilsbehaftete Verhältnisse wie zu Hochzeiten der AIDS Epidemie in den 80ern.
    "

    Faszinierend, wie sich gewisse "Schlagwoerter" wie ein Lauffeuer unter den "Mitgliedern der Community" verbreiten, wo es v. a. um Vernunft und Ruecksichtnahme (bei den betreffenden "Mitgliedern der Community" aber nur als die eigene "Freiheit" einschraenkende Faktoren wahrgenommen werden) geht.
    Da werden Andere, ohne diese auch nur im mindesten zu kennen, als "moralinsauer", pruede, stock-/erzkonservativ, verklemmt und was weiss ich nicht alles bezeichnet, ohne auch nur ansatzweise auf die Kritik, bzw. Sachargumente einzugehen.
    Sehr aussagekraeftig, was die sog. Community (bzw. einzelne Vertreter derselben) angeht
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#9 AltoAnonym
  • 23.03.2020, 18:20h
  • Antwort auf #5 von Schlüssig
  • "Wenn jetzt das Coranavirus wieder für moralinsaure Sexfeindlichkeit herhalten muss haben wir bald wieder vorurteilsbehaftete Verhältnisse wie zu Hochzeiten der AIDS Epidemie in den 80ern."

    ernsthaft jetzt? ist es zu viel verlangt, mal ein paar Wochen auf Drogen- und Gruppensexpartys zu verzichten? Ich verstehe nicht, wie man solche Veranstaltunge noch verteidigen kann. Hier geht es auch um den Schutz der Älteren. Und nein, ich will damit promiskes Verhalten nicht "moralisch" beurteilen (was ihr macht, ist mir egal), sondern mal an den Verstand appellieren, auf solche Partys zu verzichten, bis die Epidemie ausgestanden ist, da vor allem kranke und ältere Mensche viel stärker gefährdet sind, als die meisten von uns.
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#10 marcocharlottenburgAnonym
  • 23.03.2020, 18:35h
  • Antwort auf #9 von Alto
  • Lass gut sein, mit Argumenten kommt man leider nicht weiter. Die vielfach beschworene sog. Community setzt sich eben auch aus vielen Egoisten zusammen, denen es eben völlig egal ist, was eigenes Handeln für andere bedeuten kann. Traurig, aber leider war... Menschen im Allgemeinen und Besonderen sind eben Schwachköpfe.
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