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Todesursache Covid-19?

Dragqueen Mona Foot ist tot

Der legendäre Drag-Star aus New York City ist offenbar an den Folgen einer Covid-19-Infektion gestorben.


Mona Foot bei einem Auftritt im Jahr 2011 – hier imitiert sie Cher

Nashom Wooden, der als Dragqueen Mona Foot in der New Yorker Szene legendär ist, ist tot. In sozialen Netzwerken nehmen viele seiner Freunde und Fans Anteil. Offiziell ist die Todesursache noch nicht bekannt gegeben worden, Freunde haben aber erklärt, dass Wooden positiv auf das Coronavirus getestet worden sei und an Komplikationen von Covid-19 gestorben sein soll.

So erklärte ein guter Freund, der New Yorker Modedesigner Geoffrey Mac, in einem tränenreichen Instagram-Video: "Ich habe meinen besten Freund, Nashom Wooden, wegen des Coronavirus verloren." Mac warb dafür, dass alle auf ihre Gesundheit und die anderer Menschen achten sollten. "Der Virus ist wirklich real", so der 42-jährige "Project Runway"-Kandidat am Montag.

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RIP @thenashom9000

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Instagram / geoffreymac

Ein anderer Freund Woodens hat laut dem US-Magazin "Page Six" erklärt, dass der Künstler kürzlich wegen Covid-19-Symptomen in ein Krankenhaus gegangen sei. Man habe ihn aber wieder nach Hause geschickt, weil die Symptome nicht ernst genug gewesen seien.

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Mona Foot entzückte New York seit 1989

Wooden trat seit 1989 in New York City als Mona Foot auf. Seine Schmink-Fertigkeiten habe er von RuPaul gelernt, die in den Achtzigerjahren ebenfalls den Big Apple aufmischte. Mona Foot war insbesondere im "Wonder Woman"-Kostüm bekannt, in dem sie mehrfach im legendären Drag-Festival Wigstock zu sehen war, zuletzt 2018.

Außerdem feierte Wooden auch Erfolge als ein Drittel der Musikband "The Ones". Anfang der Nullerjahre hatten die Dance-Gruppe mehrere Achtungserfolge – das Lied "Flawless" schaffte es 2001 etwa bis auf Rang vier der Billoard Dance Club Songs Chart. Das Lied wurde drei Jahre später von George Michael gesampelt.

Viele Drag-Performerinnen zeigten in sozialen Netzwerken ihre Anteilnahme. So erklärte "RuPaul's Drag Race"-Teilnehmerin Thorgy Thor: "Danke, Mona, was du für New York und die ganze Welt getan hast." Man werde bis in alle Ewigkeit Geschichten über diese "unglaubliche Person" erzählen. Dazu veröffentlichte sie ein Titelbild des Gay-Lifestylemagazins GX aus dem Jahr 1996, das Mona Foot auf der Titelseite zeigt.

Auch die LGBTI-Organisation Act Up NY zeigte sich über den Tod der Künstlerin geschockt: "Wir sind untröstlich", heißt es auf Twitter. "Du wirst für immer in unseren Herzen leben. Rest in Power."

Twitter / actupny

New York City ist besonders schlimm von Covid-19 betroffen. Fünf Prozent der weltweiten Fälle werden derzeit in der Metropole gemeldet. Die Stadt befindet sich deshalb im Ausnahmezustand. Bürgermeister Bill de Blasio warnte am Sonntag, dass die Krankenhäuser binnen einer Woche die Belastungsgrenze erreichen würden. "Das Schlimmste steht uns noch bevor", so de Blasio. (dk)



#1 Homonklin_NZAnonym
  • 24.03.2020, 21:29h
  • Auch wenn man wen jetzt nicht kannte, das berührt doch an empfindlichen Seiten, dieser Virus ist einfach nicht mit Nachlässigkeit anzusehen, er kennt keine Grenzen und kann alle treffen.

    Dass man Jemand mit Symptomen wieder weg schickt, weil es etliche Leute gibt, die Schlimmere haben, wird in den hoch betroffenen Regionen der Welt wohl öfter vorkommen, als akzeptiert werden kann.
    So wirklich verstehen kann man das nur, wenn man die US-Gesundheitsversorgung kennt, und die wohl eng bestellten Grenzen dieser. Da nützt es dann auch nicht zu viel, wenn man gut verdient hat.

    Man kann von Glück reden, wenn man bisher niemand im Umkreis hat, wer das bekommen hat, und zu einer Risikogruppe für Komplikationen im Verlauf zählt.

    R.i.P.
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