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"Liebe! Stärke! Mitgefühl!"

Terrence McNally nach Covid-19-Infektion gestorben

Der Broadway-Autor brachte in "Corpus Christi" einen homosexuellen Jesus auf die Bühne und schrieb mit "Liebe! Stärke! Mitgefühl!" einen der bewegendsten schwulen Filme der Neunzigerjahre.


Vergangenes Jahr erhielt Terence McNally einen Tony Award für seine Lebenswerk

Der Dramatiker Terrence McNally ist am Dienstag im Alter von 81 Jahren in Sarasota (Florida) verstorben. Der "Barde des amerikanischen Theaters" ("New York Times") fiel laut seinem Publizisten dem Coronavirus Covid-19 zum Opfer. McNally hatte erst kürzlich eine Lugenkrebserkrankung überstanden und litt an COPD, einer chronischen Atemwegskrankheit.

McNally, der in seiner Jugend mit Schriftsteller Edward Albee ("Wer hat Angst vor Virginia Woolf?") gelebt hatte, bestimmte mit seinen opernhaft-grotesken Theaterstücken über sechs Jahrzehnte lang die amerikanische Kultur mit. Er erhielt dafür viele Auszeichnungen, darunter fünf Tony Awards, drei Drama Desk Awards und einen Primetime Emmy.

In vielen seiner Werke behandelte McNally schwules Leben. Dazu zählen "The Lisbon Traviata" aus dem Jahr 1989, das von schwulen Fans der Opernsängerin Maria Callas handelt. Sein Stück "Love! Valour! Compassion!" aus dem Jahr 1994 drehte sich um acht unterschiedliche Schwule, die sich in einem Ferienhaus mit ihrem Leben und der Gesellschaft auseinandersetzen. Das Stück wurde im Jahr 1997 verfilmt, in Deutschland lautete der Titel "Liebe! Stärke! Mitgefühl!".

Direktlink | Englischsprachiger Trailer für "Liebe! Stärke! Mitgefühl!"

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Schwuler Jesus brachte Homo-Hasser in Wallung

Für Kontroversen sorgte sein Theaterstück "Corpus Christi" (1998), das die Geschichte von Jesus und seinen Jüngern erzählt. Dabei nahm er sich erzählerische Freiheiten: Der Gottessohn und seine Anhänger sind in dem Stück schwul und leben im Texas der Gegenwart. Der Autor erhielt wegen "Corpus Christi" Todesdrohungen von christlichen und islamischen Homo-Hassern (queer.de berichtete).

Direktlink | Trailer für eine Dokumenation über "Corpus Christi"

Privat war McNally seit Jahrzehnten mit dem 56-jährigen ehemaligen Bürgerrechtsanwalt und Broadway-Produzenten Tom Kirdahy liiert. Die beiden gingen im Jahr 2003 eine eingetragene Lebenspartnerschaft im Bundesstaat Vermont ein. Nach der Ehe-Öffnung in der Hauptstadt Washington heirateten sie 2010. Fünf Jahre später erneuerten sie das Eheversprechen in einer Zeremonie in New York City – als Standesbeamter fungierte Bürgermeister Bill de Blasio, der ehemalige College-Mitbewohner von Kirdahy. (dk)

Twitter / albinokid | In sozialen Netzwerken trauern viele Kulturschaffende wie Broadway-Star und "Star Trek"-Schauspieler Anthony Rapp um McNally



#1 Homonklin_NzAnonym
  • 26.03.2020, 12:14h
  • Das mute ich den bekloppten Homohassern zu, dass die mit der Nachricht über sein Versterben bestimmt in eine art Genugtuungs-Eifer verfallen würden. Das eine Theaterstück hat damals ja doch so einige von denen auf den Plan gelockt und aus ihren Wahnsumpflöchern gezogen.

    Was die und keiner weiß, vielleicht war dieser Jesus auch ein Masochist, oder leicht depressiv, leidenschaftlicher Nasebohrer und Motorradfan. Es hieß doch immer, er sei mit Triumph in den Himmel aufgefahren. Also vielleicht mit der Harley nach Daytona, oder so.

    COPD ist schon ohne zusätzliche Krebsprobleme ein einschränkendes Los. Mit einem treuen Mann an seiner Seite konnte er das alles schultern, aber wenn man die Auswirkungen des Corona Virus auf eine Lunge kennt, ist es auch kein Wunder, dass Menschen mit solchen Vorerkrankungen weniger Überlebenschancen haben. Wenn die Dinger nicht das Gewebe kaputt machen, dann schaft das die Immun-Überreaktion.

    Tapfer gekämpft, nicht jeder Kampf kann einen Sieg erringen.

    Rest in peace
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