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Kommentare zu:
"Die Community fällt weg"


#1 JankaAnonym
  • 26.03.2020, 16:56h
  • Die Trans*Selbsthilfegruppen in Stuttgart werden voraussichtlich ab nächsten Mittwoch von 19 Uhr 30 bis 21 Uhr 30 Treffen über Skype anbieten. Sie werden analog zu den wöchentlichen Treffen der SHG stattfinden. Näheres werden wir in den nächsten Tagen über die entsprechenden Facebooks und Internetseiten veröffentlichen.

    Janka für die Trans SHG Gruppen in Stuttgart
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#2 r-l-nAnonym
  • 26.03.2020, 17:29h
  • Virus hat auch Therapie- und Beratungsangebote gestoppt...

    Tatsächlich??

    Dann hab ich meine Video-Logopädie heute nur geträumt??
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#3 CanadianSarahAnonym
  • 26.03.2020, 20:53h
  • Welche Community?

    Das habt ihr nun davon, wenn es nur Beratungsangebote in den Staedten gibt. Ich bin es gewohnt, dass kaum Angebote auf dem Land gibt. In der "Transcommunity" ist man sowas von Ellen-bogig unterwegs, dazu braucht es kein Coronavirus, um die "Community" zu zerstoeren. So viele Leute gehen da wirklich nur rum, Hauptsache, um sehr viel Aerger zu machen und die Community zu spalten. Selbst ein VW Bustreffen mit 1000 und einem cisgender und einer Transfrau ist kollgialer als so mancher Trans-Gruppenchat.

    Jetzt brauchen alle Hilfe. Nicht nur unter 27 Jaehrige (wie es in einigen Staedten leider ist), sondern jeder. Nicht nur Jugendliche sind besonders betroffen, sondern auch Erwachsene. Ich wuchs fast 27 Jahre in doerflicher Isolation auf und konnte mich nicht outen, weil ein Stadtleben, wie es viele LGBT so kennen, ein Privileg ist. es ist einfach nicht frei zugaenglich, wenn man keine Hilfsangebote fuer Trans auf dem Land oder in "Isolation" hat, weil man nur in der Stadt und unter 27 Jahren Hilfe anbietet. Ich bin 30 und schon "zu alt" fuer viele Angebote in Frankfurt.

    Jetzt muesste doch VTSM und "ATME" mal kapieren, dass alle jetzt im Boot sitzen muessen und man keinen aus der Community draennen sollte.... Es sind eigentlich alles Luxusprobleme, wie ihr euch definiert, wer nun Transgender oder "Transsexuell" ist. No, nicht wirklich. Nein, ihr koennt keine Leute rausdraengen. Begrabt das Kriegsbeil und steht endlich zusammen. Ich dachte, die LGBT steht fuer freie Entfaltung des Lebens und dann mobben die Leute herum, anstatt man an einem Strang zieht.
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#4 CanadianSarahAnonym
  • 26.03.2020, 21:08h
  • Warum seid ihr die Jahre nicht aufgestanden und habt an Regierung etc appelliert, endlich auf Selbstbestimmung zu achten?

    Warum kann man immernoch nicht einfach so seinen Namen und Personenstand aendern? Es hängt alles vom Therapeuten ab, was man bekommt und wie schnell. Es ist Fremdbestimmung. Und, ja? Ihr hattet genug lang Zeit gehabt. Sorry. Daruber redet niemand. Stattdessen wird man zusammengestaucht, dass man erst "Alltagstest" machen sollte, seine beruflichen Traeume aufgeben solle und dann erst vom authentischen ich träumen koenne. Von den logistischen Aufwand einer Blutuntersuchung zu diesen Zeiten wird auch nicht geredet, weil Hormone ja nicht wichtig sind.

    Warum muss man 18 Monate Therapie machen, um die Operationen zu bekommen? genau das macht gesunde Leute kraenker als sie wirklich sind. Einen Gatekeeper, der schoen von der Communaute verkauft wird "Ist ein Transexperte, ein wenig streng aber gut." und dann wird man verraten und verkauft. Toll. Da hätte man sich besser organisieren sollen. Stattdessen hält man am Alltagstest fest und schaut ein Problem der Glaubwürdigkeit (Gesellschaft sieht einen als Crossdresser) und man riskiert seinen Ruf, wenn man sich outet. Aber alle die es einfacher machen, sind schlechte Therapeuten, etc. Und ihr redet erst jetzt von einer "sozialen Isolation"... Das ist seit Jahren bekannt. Seit Jahren.
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#5 SolanaceaeAnonym
  • 27.03.2020, 09:34h
  • Antwort auf #4 von CanadianSarah
  • Also jetzt reicht es aber. Natürlich kämpfen wir seit Jahrzehnten dagegen. Aber wir sind einfach so viele weniger als beispielsweise Homosexuelle. Wir sind so viel mehr diskriminiert, dass viele von uns nicht die Kraft haben.

    Wie wäre es wenn ihr endlich mal mit uns zusammen kämpft? Anstatt uns dafür zu dissen das man uns immer noch nicht diese Rechte gegeben hat?

    Ich finde deinen Kommentar sowas von Daneben, die Schuld uns in die Schuhe zu schieben
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#6 TransHansAnonym
#7 TransHansAnonym
#8 CanadianSarahAnonym
  • 27.03.2020, 12:50h
  • Antwort auf #5 von Solanaceae
  • Ich fühle mich alleingelassen und oft überwältigt. Was sagt mir die Community: Schmeiss doch deinen Job hin und gehe in die Psychiatrie wenn es dir zuviel wird, erst gesund werden, dann Supermarktkasse...

    Die älteren Trans finden sogar das System so ok. Es würde unechte von echten Transsexuellen trennen. Ich schrieb das nur auf, was ich seit Jahren beobachte. Man tut nicht genug. Man lässt Betroffene fallen. Aber klar doch.
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#9 TheDadProfil
  • 27.03.2020, 13:10hHannover
  • Antwort auf #2 von r-l-n
  • ""Tatsächlich??

    Dann hab ich meine Video-Logopädie heute nur geträumt??""..

    Eher nicht..
    Das ist aber wie schon ein Schulleiter auf YouTube sagte, alles eine Frage des Wollens, und der Frage :
    Wieso haben wir das eigentlich nicht alles schon viel früher genutzt ?
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#10 r-l-nAnonym
  • 27.03.2020, 13:31h
  • Antwort auf #9 von TheDad
  • #9 TheDad
    war reiner sarkasmus mein Kommentar:)
    genau so isses!!

    #8 CanadianSarah
    und dieses ständige selbstbemitleiden... ich darf nicht... ich kann nicht... so etwas will niemand mehr hören !!

    selbstbewusstsein scheint ein fremdwort zu sein!!
    manche brauchen halt leider immer ihr schubladendenken und klein klein, es sind immer die anderen die böses von einem wollen...
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#11 CanadianSarahAnonym
  • 27.03.2020, 13:35h
  • Antwort auf #5 von Solanaceae
  • nee. Warum das System denn verändern, es funktioniert doch, ich hatte doch Haarentfernung/VÄPÄ/GaOP letzte Woche.

    So geht das hier. Man ist
    einfach nicht politisch aktiv genug. Ich lebte mal in Kanada, da konnte ich ohne diesen unwahrscheinlichen Druck, sein, wie ich sein wollte. Und hier? Und hier? Es gibt ein höllen Tempo, um zu transitieren. Ja, ich bin seit 2,5 Jahren auf HRT, habe mich wegen murksjobs nocht nicht outen können, werde in ferner Zukunft wohl nichts anmieten können. Die Transition ist ein Privileg, was immer noch sehr schwer zugänglich ist. Die Community ist verschlossen, Städte sind jetzt in weiter ferne. Keine Ahnung. Es kann nicht so weitergehen.
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#12 Ralph
  • 27.03.2020, 14:06h
  • Ich kann mich nicht in Transmenschen hineindenken, aber der Vorwurf, es stehe nur deshalb so schlecht um ihre Situation, weil sie sich nicht genug engagieren, halte ich für ungerecht. Wenn ich mir anschaue, wie lange die Politik gemauert hat in Sachen Gleichberechtigung von Schwulen und Lesben und wie zögerlich sie in winzigen Trippelschrittchen vorangegangen ist, dann liegt die Verantwortung doch eindeutig bei Regierung und Parlament. Nicht anders ist es bei der Lage von Transmenschen. Es bringt nichts, benachteiligten Minderheiten zu sagen, sie seien selbst schuld. Erstens stimmt es nicht und zweitens bessert der Vorwurf die Lage nicht.
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#13 Nk231Anonym
  • 27.03.2020, 16:32h
  • Antwort auf #12 von Ralph
  • Na, nun tue mal nicht so, als ob man als Schwuler oder als Lesbe nichts tun müsse um Verbesserungen zu erleben.
    Auch wenn du dich in Trans nicht hineindenken kannst, ist die Lage von Trans und Inter immer noch am schlechtesten und müssen auch die gesamte LSBTTIQ etwas tun, um nicht in die Vergangenheit zurück zu fallen.

    Und ja, in Deutschland sieht es tatsächlich so aus, dass es zu viel Untätigkeit gibt. Dazu kenne ich ein persönliches Erlebnis in einer lesbischen Lokalität. Die Angebote für Frauen sind geringer und ja, für Jugendliche gibt es viel mehr Angebote, vor allem in ländlichen Gegenden.
    Das hat einerseits was mit kommunaler Politik zu tun, andererseits aber auch mit denen, die sich nicht um Politik scheren und meinen, man müsse es ertragen.

    Und dann gibt es solche, die chronisch ins Verharmlosen verfallen oder sogar die Tatsachen leugnen, sobald berechtigte Kritik geäußert wird. Das hilft halt auch nicht weiter.

    Anscheinend gibt es nichts schlimmeres als Kritik, die geäußert wird und die dazu führt, dass man selbst was verbessern sollte. Ach herrje, ein Ding der Unmöglichkeit (Sarkasmus).
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#14 Leon 4Anonym
  • 27.03.2020, 17:41h
  • Antwort auf #13 von Nk231
  • Als jemand der sich egtl nicht in der community bewegt und der privat auch nur "um ein, zwei Ecken" transgender kennt war mir die fehlende Unterstützung und Kategorisierung ("falsche und echte trans".... Was auch immer das heißen soll?) aber auch echt nicht wirklich bewusst...

    Das mit der Therapie find ich auch krass.... Ich mein, ich finde es schon verständlich dass vor Beginn der Behandlung erstmal gecheckt wird dass der Betroffene dass auch nicht später bereut (nicht falsch verstehen, jemand der trans ist wird dass schon wissen, aber psyche kann ne bitch sein), aber wenn dann dadurch die wahrscheinlich 99%, die zurecht da sind, (teilweise) in Depressionen verfallen kann des ja auch kein weg sein.... Derb ey

    Zum "Kampf" allgemein... Yeah, jeder kämpft um seinen eigenen arsch, wenns dann Menschen in gleicher Situation gibt startest ne community, wenn aber die "größten oberthemen" (bei "uns" : Sichtbarkeit, Heirat, das Recht spontan einen "we are family" flashmob zu starten) der Mehrheit in der community erfüllt sind und es ins Detail geht wirds wieder fahrig .... (hier wollte ich egtl n positiv geprägtes "aber...." Statement liefern, aber mir fällt nix ein..)... Kein plan ey, aber egtl absurd das n fucking Papier auf dem "meiner" steht ne höhere Priorität hatte als euer Recht einfach euch selber zu sein... (worüber ich mir bis vor 2 Minuten ganz ehrlich auch noch nie Gedanken gemacht habe).
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#15 Still_Ith
  • 27.03.2020, 17:57h
  • Für mich ändert sich überhaupt nichts, im Gegenteil, es ist eher so, dass ich beim Gejammer anderer darüber, was für sie alles jetzt wegfällt, theoretisch reflektieren könnte, was diese Dinge sind, von denen ich sowieso ausgeschlossen bin.
    Schwimmbad, Sauna, jede Art von Sport, bei dem es Umkleidekabinen gibt, jede Art von Klamottenkauf, bei denen Verkäufer*innen dich geschlechtsspezifisch beraten, Partys an Orten mit binären Toiletten. Achso, ja, und die Community, die sich "queer" nennt, und mit der ich erst letzten Monat wieder nen Zusammenstoß hatte, weil Cis-Schwule es eben einfach nicht abkönnen, dran erinnert zu werden, dass es fzm-Trans* überhaupt gibt, und dich allein deswegen schon bei Veranstaltungsplanungen vor die Tür setzen. Und da dabei jemand mir gegenüber ziemlich ausfällig geworden ist (mit mir kann man's ja machen - helfen tut mir keiner, was jede*r weiß, und geholfen hat mir konsequenterweise auch wiedermal NIEMAND), der das Hausrecht über den Ort hat, an dem der hiesige Trans*-Treffpunkt stattfindet, fällt da auch nix weg, was eine realistische Option wäre.

    Für ANDERE Leute ändert sich gerade eine Menge.
    Mich belastet eigentlich nur eine Sache: Statt für den reinen Tagesbedarf einzukaufen, um jeden Tag wenigstens einmal ein "Hallo" von einem realen, anwesenden Menschen zu hören, reduziert sich das auf 1-2X die Woche. Was schon wehtut, wenn das die einzigen freizeitlichen RL-Sozialkontakte sind, die dank Anonymität drin sind - auch wenn Misgendern trotzdem inklusive ist. Aber ansonsten... ne, nicht schlimmer als sonst. Besser als im Vergleich vielleicht, weil ich's wenigstens gewöhnt bin.

    Vielleicht sollt ich an dem Punkt froh sein, dass sowas wie ich fürs Kinderadoptieren aufgrund ICD-Klassifizierung sowieso nicht zugelassen ist, und mir die Homeschooling-Betreuung erspart bleibt. Andererseits war ich angesichts meiner prekären Jobsituation ehrlich betrachtet auch noch nie wirklich in der Position, Verantwortung für ein anderes Lebewesen übernehmen zu können, rein finanziell betrachtet. Schon gar nicht für nen anderen Menschen.

    Lasst also die Alarmglocke mal schön stecken und beschränkt die auf Leute, die ne Lobby haben. Wo es keine Community gibt, in der man willkommen ist, gibt's momentan halt auch einfach nix, was man tatsächlich vermissen könnte.
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#16 Still_Ith
  • 27.03.2020, 18:18h
  • Antwort auf #4 von CanadianSarah
  • "Warum seid ihr die Jahre nicht aufgestanden und habt an Regierung etc appelliert, endlich auf Selbstbestimmung zu achten?"

    Diese Mischung aus Naivität und Täter-Opfer-Umkehr find ich bei dir ja immer wieder hübsch. Auf der Blockliste landeste du als "Trans-Freak, der*die aufsteht" und sich gegen Diskriminerung wehrt innerhalb von 2 Minuten doch sogar bei Cis-Schwulen, bei Feminist*innen, und teilweise sogar auf denen von Transfrauen (bei letzterer Gruppe aber wohl hauptsächlich, wenn du als fzm-trans* drauf bestehst, dass Transfeindlichkeit auch dich betreffe). Leute, mit denen du 10 Jahre befreundet warst, lassen dich hängen, wenn du ihnen auf den Kopf zusagst, was sie an Transfeindlichkeiten von sich geben, und dass das jetzt irgendwann bitte mal aufhören soll. Und gemessen daran stellst du hier die Behauptung auf, ausgerechnet konservative "Christ"-Demokrat*innen seien zum Zuhören und zu Respekt zu bewegen, und machst MICH dafür verantwortlich, wenn Seehofer nen Gesetz zur Dritten Option machen konnte, Hausärzte bedrohen konnte und Standesämtern grundgesetzwidrige trans-Ausschlüsse auferlegen konnte, die nicht-binäre Menschen benachteiligen? Ja, schönen Dank auch.

    Ich werd nie die Art Trans*-Person werden, die die Klappe hält. Aber andererseits kann ich, gerade wenn ich so viele Leute über aktuelle Isolationserfahrungen jammern sehe, schon irgendwie verstehen, dass die meisten es eben doch tun.
    Du kannst eben nur das eine haben oder das andere, als Vollfreak in unserer Gesellschaft. Entweder die Anpassung und für dein Kriechen heuchlerische Akzeptanz; oder eben Selbst-be-hauptung und dafür Einsamkeit. Unsere Gesellschaft ist transfeindlich und betrachtet uns als so eine Art Monstrum, und das ist unter Feminist*innen und in großen Teilen der queeren Community nicht so anders. Ich sehe nicht, wo die Lobby herkommen könnte oder sollte, die irgendwelche konservativen Politiker*innen zum Zuhören bewegen sollte.
    Schon gar nicht: Jetzt.
    Und vieles, was an Aufhebung von Datenschutzbestimmung noch auf uns zukommt, wird uns in den nächsten Jahren vermutlich auch noch teuer zu stehen kommen. Nicht den Schwulen und nicht den Lesben. Sonder ganz explizit: Uns.
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#17 Nk231Anonym
  • 27.03.2020, 20:07h
  • Antwort auf #14 von Leon 4
  • Eigentlich hatte ich auf den Kommentar von @Ralph geantwortet und wollte mit ihm ins Gespräch gehen, aber ok, ich kann auch mit dir schreiben.

    Ob man sich nun öfters in der Community aufhält oder nicht, man kann sich informieren - momentan ist sowieso online angesagt anstatt sich in ner Gruppe zu tummeln.
    Manche haben Kontakt zu Trans, manche nicht, aber informieren kann sich jede*r. Bei mir ist es so, dass ich Kontakt zu meiner Trans hatte und deshalb direkt von ihr Dinge erfahren oder auch miterlebt hatte.
    Und zweitens gibt es auch die Seite hier, wo man sich durch Artikel was anlesen kann - du schreibst ja hier.
    Also die Ausrede, dass man ja nichts gewusst hatte, gilt nicht mehr, seit man sich informieren kann ;-) Die Wahrheit ist ja dann, dass du dich nie dafür interessiert hast und deshalb nie daran dachtest, dich zu informieren, obwohl es Möglichkeiten gab/gibt.

    Die Kritik von @CanadianSarah kann ich nachvollziehen, weil ich selbst auch auf diese Dinge stoße und sie feststelle.

    Ja, sich zusammen tun, das finde ich persönlich auch besser, aber leider funktioniert es nicht. Weder hier auf dieser Seite noch im realen Leben. Und das darf kritisiert werden.

    Ansonsten ist es mir lieber, wenn wir mit der Rechtschreibung im Rahmen bleiben, anstatt "ey" etc. zu schreiben. So jung bin ich nicht mehr, dass mir das gefallen könnte. Danke.
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#18 Nk231Anonym
#19 Homonklin_NZAnonym
  • 27.03.2020, 20:36h
  • Antwort auf #3 von CanadianSarah
  • ""Ich wuchs fast 27 Jahre in doerflicher Isolation auf und konnte mich nicht outen, weil ein Stadtleben, wie es viele LGBT so kennen, ein Privileg ist.""

    Handshake there. Okay, ich bin dann als fast Volljähriger erst mal nach Canada abgedampft, was meine Bedorftheit und die Reste religioter Hemmzangen auflöste, und mein Leben revolutionierte. Was das für ein Gefühl auslöste, in Toronto Mitte Neunziger zum ersten Mal 2 Männer sich umarmen und küssen zu sehen, und dass es das wirklich auch gibt. Geouted lebe ich nicht, weil ich lieber Sozialkontakte, auch mit kontroversen Ansichten dabei, haben möchte, als wieder dauerhaft allein zu sein.

    Eine wirkliche Community habe ich aber auch unter Schwulen nie gefunden, das ist so, wie Avalon, irgendwo verborgen, nur Insider erwünscht, viel Gerede darüber. Die Queer-de-Seite ist vielleicht das Sprachzentrum, ansonsten scheint das mehr so ein Phantom.

    Was ich jetzt über Trans* nie ganz verstand - oder nur, wenn ich die außerordentlichen Lebensgeschichten, die Trans* alltäglich erfahren psychobiografisch analytisch betrachte - ist diese Tendenz, eher das Gegenteil einer Community anzustrengen. Die scheinen sich gegenseitig nicht grade gut leiden zu können, und giften sich in diversen Strömungen und Denkschulen an, sie wirken zersprungen und einige einander gar spinnefeind.
    Ich frage mich, ob das ein summierter Abwehrmechanismus ist, weil Trans*-Personen oft ihr gesamtes Leben lang mit unfassbarer Ablehnung und Diskriminierung zu kämpfen haben - und deswegen auch wenig Kraft, oder keine, um sich zu einer gegeseitig unterstützenden Community zusammen zu tun.

    Wir kennen ja die systembedingte Ablehnung, die von Seiten Regierung als auch den Pathologisierfetischisten scheint es immer weiter beibehalten wird. Das müsste wohl als Dringlichstes neben der Ergänzung im GG angegangen werden. Es kann doch nicht sein, dass Trans* mit einem Verständnis von Persönlichkeit, Varianz und Entwicklung, wie es heute präsent ist, immer noch weiter verleugnet und barrikadiert werden kann, dass es bei Trans*-Persönlichkeit um eine von zig Varianten der Ausprägung menschlich natürlicher Vielfalt geht.
    Für wen halten sich denn die so genannten "Expert*Innen" ? Denen will man nahelegen, get over the facts. Ich habe die Vermutung, dass da ein inzwischen lukrativer Zweig besteht, der diese ganzen Gutachterposten bedient, und alle damit in Zusammenhang stehenden "fachversiert" betitelten Jöbchen, und wahrscheinlich wollen die Anhänger dieser Pathologisierungs-Religion das unter allen Umständen behalten.

    Die Frage ist, wer ist dahinter das kontrollierende Element, wer prüft überhaupt die Sachkompetenz dieser "Expert*Innen" jemals, wie läuft das da mit Fortbildung und ggf. Erkenntnisgewinn?

    Deutschland kloppt sich selbst auf die Schulter beim wissenschaftlichen Fortschritt und tut überheblich. Okay, in Sachen Miolekulargenetik hängen sie hinterher, ( deshalb bin ich weg) unverwandt an sich. In Sachen Psychologie und Psychiatrie müsste inzwischen angekommen sein, dass es kaum Lebenshilfe sein kann, wenn man Menschen über Jahre hinweg daran zu hindern versucht, sich selbst zu finden, und im innersten Kern sie selbst zu sein. Es kann doch kein Bestreben irgendwelcher Mediziner sein, Jemand so lange zu bearbeiten, bis Sie-er* erst zu Zweifeln am Selbst gelangt.
    ImhO ist die Art Umgang so etwas wie Konversionstherapie-Versuch.
    Die müssen sich doch auch mal den Gedanken geben, was es denn bedeutet, diese Art Sichtweise, wie sie zu Trans* besteht, in vollständiger Konsequenz anzuwenden. Also das würde dazu führen, dass man auch Cis-Menschen ihr halbes Leben lang begutachten müssen würde, um festzustellen, ob die nicht doch eher Trans* sind.
    Inklusive natürlich der Gutachter selber, und der ganzen Psychomediziner. Und der Politiker, die glauben, man könne Trans* durch Leugnung und Abwimmeln unsichtbar und stumm werden machen.

    Dass dann eine eh schon sehr dünne Community über die Corona-Krise zusammenbricht, ist nurmehr Schlussfolgerung. Aber das muss man über das digitale Medium, Telefonie und Videokonferenz breiten-erreichbar gestalten.
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#20 Homonklin_NZAnonym
  • 27.03.2020, 20:59h
  • Antwort auf #15 von Ith_
  • ""Achso, ja, und die Community, die sich "queer" nennt, und mit der ich erst letzten Monat wieder nen Zusammenstoß hatte, weil Cis-Schwule es eben einfach nicht abkönnen, dran erinnert zu werden, dass es fzm-Trans* überhaupt gibt, und dich allein deswegen schon bei Veranstaltungsplanungen vor die Tür setzen. ""

    Entschuldige die Nachfrage, aber warum gibst Du Dich mit denen immer wieder mal ab, wenn die Dich da nicht respektieren können? Und der Dich da unter aller Kanone behandelt hat, sollte sich evtl. mal mit Blausilber treffen. Manchmal nützt es ja.
    Das ist ja bei Cis-Schwulen doch eher der verkehrte Bus-Stop.
    Ähnlich, wie ich früher in den Gaychats, und denen was über die romantische Liebe, Ehe und lt-Relationship erzählen zu wollen - da wurde ich auch nur verlacht, bescheuert genannt und weggeekelt.
    Soll kein Rat sein, ich weiß ja auch nicht, wie das so ist, kenne nur einige der Effekte, die im RL unerreichbar und zu bleiben, wenn man nicht so vereigenschaftet ist, wie 99,98% einen lieber mögen könnten..

    Aber wenn ich mitschneide, man will mich irgendwo partout nicht haben, geh ich da auch nicht mehr hin. Da sind schon Gigs ausgefallen, weil die den DJ nicht reingelassen haben, der nicht so aussah, wie man sich den vorstellte. Was solls? Deren Pech und nicht Deine Schuld.
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#21 Homonklin_NZAnonym
#22 TheDadProfil
  • 27.03.2020, 21:54hHannover
  • Antwort auf #13 von Nk231
  • ""ist die Lage von Trans und Inter immer noch am schlechtesten""..

    Das ist hier keine Hitparade..

    Wenn es Menschen gibt wie es "CanadianSarah" beschreibt, die sich nicht outen können weil sie einen Scheiß-Job haben, oder auch aus diesen gleichen Gründen keine eigene Wohnung mieten könnten, dann ist dies weder die Schuld der Community, noch der Gesellschaft allein, denn dann ist dies auch nur die Halbe Wahrheit..

    Für sein ComingOut ist jede*r selbst verantworltich..
    Aus welchen Gründen man das auch immer "zürückstellt", es sind die eigenen Gründe..

    ""Man ist einfach nicht politisch aktiv genug.""..

    Das stimmt..
    Doch dann ändert man etwas, und wird aktiv..
    Und nimmt dann die Community dazu mit, und versucht nicht ständig sie zu spalten, indem man ständig behauptet, sie wäre ja schon gespalten..

    Wenn es keine Strukturen auf dem Land gibt, dann kann man sie aufbauen..
    Oder auch anerkennen das solche Strukturen Geld kosten, und sich die Frage stellen ob dann "klein-teilige Strukturen" wirklich Sinn machen, oder man die Fahrt vom Dorf in die nächste Stadt in Kauf nehmen muß, um die vorhandenen Gelder möglichst effizient zu verwenden..
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#23 Still_Ith
  • 27.03.2020, 22:03h
  • Antwort auf #20 von Homonklin_NZ
  • "Entschuldige die Nachfrage, aber warum gibst Du Dich mit denen immer wieder mal ab, wenn die Dich da nicht respektieren können?"

    Es war eine durchaus gut begründete Ausnahme, aber hast schon recht, bereuen tu ich es trotzdem.
    Gründe waren: Meine erste Info lautete darauf, das Thema sei "Dritte Option". Wurde zunächst auch bestätigt, bzw. nicht klargestellt. Auch wenn's Inter*-Personen natürlich mal wieder gar keine gab.
    Nächster Pro-Punkt: Organisation lag in dem Fall bei einer anderen Stelle, also die Gelder und die Macht NICHT in der Hand eines schwulen Cis-Kerls - sonst wär ich da in der Tat rückwärts wieder raus. In dem Fall hab ich halt noch mal so einen Rest Vertrauensvorschuss zusammengekratzt, den die lokalen Aidshilfen und sonstige queere Gruppen bei mir schon lange nicht mehr haben/hätten.

    Jo, und dann kam der Moment, in dem dann leider doch die cis-schwule Agenda durchgezogen werden musste, und in dem es auf einmal hieß, das Motto sei von vornherein "queer" gewesen, das mit dem "Dritte Option" bloß ein Missverständnis, als Inhalt sei da von vornherein nicht geplant gewesen. In dem Moment war es dann halt dreist, zu finden, dass inter* und trans*-Perspektiven auch bloß annähernd gleichberechtigt repräsentiert werden sollten, und keine Selbstverständlichkeit mehr.
    Und ab da dauerte es dann auch nur noch so ca. ne Stunde, bis ich gehen durfte. Ne, nicht durfte. Man hatte sich demokratisch darauf geeinigt, das sei zum Schutz der Nicht-Trans*-Mehrheit jetzt besser bzw. notwendig. Mit natürlich nicht einer Stimme auf meiner Seite.
    Andere Trans*-Personen waren selbstverständlich wieder keine da. Fun fact: Die Person, die mich nach draußen begleitete, war fest davon überzeugt, die Trans*-Personen, die sie gefragt hatte, hätten die Wahrheit gesagt, als sie meinten, sie hätten halt bloß keine Zeit. lol.
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#24 TheDadProfil
  • 27.03.2020, 22:06hHannover
  • Antwort auf #17 von Nk231
  • ""Ob man sich nun öfters in der Community aufhält oder nicht, man kann sich informieren - momentan ist sowieso online angesagt anstatt sich in ner Gruppe zu tummeln.""..

    Ein beliebter Denkfehler..
    Denn abseits dieser Community gibt es eine sehr große Gruppe Menschen in der Gesellschaft die nicht aus Interessenleitung heraus Informationen aufsaugt..
    Die Heteros..
    Schon mal gehört ?

    Ebenso wie man aber die Heteros nicht wirklich mit allen wichtigen Informationen versorgt, denkt man hier inzwischen, die Community sei für ihre "Bildung" selbst verantwortlich..
    Das ist nach wie vor ein Trugschluß, denn für diese "Bildung" ist tatsächlich immer der Unterdrückte selbst verantwortlich..

    Das war bei den PoC und den First Nations in den USA so, das war bei den "Ureinwohnern" in den Afrikanischen Ländern so, (siehe vor allem Südafrika), das war bei den Schwulen und Lesben so, das war bei den Intergeschlechtlichen so, und das wird auch bei den Trans*-Menschen so sein..

    Nicht umsonst gibt es Schulaufklärungsangebote wie SchLau, oder sogar die DAH als AIDS-Hilfe, die sich eben NICHT für die Schwulen und Lesben gegründet hat, sondern für die Heteros, um denen die Dummheit über die "Schwulen-Seuche" aus den Köpfen zu hauen..

    So lange diese "Bildung" dann nicht wirklich einsetzt wird sich auch nichts ändern, denn NICHTS in dieser Gesellschaft geschieht durch einen Zaubertrick von allein !
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#25 Nk231Anonym
#26 Still_Ith
  • 27.03.2020, 22:28h
  • Antwort auf #22 von TheDad
  • "indem man ständig behauptet, sie wäre ja schon gespalten.."

    Achso, stimmt ^^

    Ich kann mich noch an den Begeisterungstaumel erinnern, als Frau Wagenknecht fand, die Homosexuellen sollten mal keine Sonderrechte fordern. Wie da hier alle gejubelt haben: Ja, das ist es! Darum muss es gehen: Arbeiterrechte first, Homo-Ehe second! Geben wir die Homo-Ehe gleich mal wieder zurück, bis der Kapitalismus abgeschafft ist, denn alles wäre Egoismus und vermittelt den Heteros, ihre Interessen wären zweitrangig! Gegen die Hit-Parade der Benachteiligten - für die heterosexuelle Mehrheit! Gegen Individualinteressen! Gegen all diesen Kleinkram, der den Großteil der Linke-Wähler schließlich überhaupt nicht betrifft!
    Gegen die Spaltung der Linken durch das Hervorstellen von Minderheiteninteressen!
    Für eine Linke, in der es geschlossen um die heteronormative Mehrheit geht!

    Ohja, ihr wart wirklich alle sehr begeistert.
    /ironieOff

    Das, was du da als Hierarchie verunglimpfst, ist nichts, was Minderheiten "erfinden" würden, das sind reale, gesellschaftliche Verhältnisse, die einige Menschen mehr begünstigen und andere weniger.

    Und Anstand wäre übrigens, unter einem Artikel, der die besondere Exposition einer Minderheit, die deiner untergeordnet ist in vielerlei Hinsicht, inklusive dem nach wie vor gegebenen "Krankheits"-Status, der eine sehr greifbare gesellschaftliche Manifestation dieser Hierarchie reflektiert, einfach mal NICHT zu kommentieren, dass diese Minderheit sich ihre Benachteiligung bloß so hinbiegt.
    Eigentlich sind ja alle Menschen gleichberechtigt und es liegt bloß an ihnen selbst, wenn sie Ungerechtigkeiten für ihr So-Sein erfahren, ne?

    Es sei denn, jemand wird in Berlin homofeindlich beleidigt. Da ist dann plötzlich gar nicht mehr so selbstverständlich, dass es gesellschaftliche Hierarchien und Benachteiligungen doch eigentlich gar nicht gibt.

    Ein absolutes Grundmaß an Respekt wäre u.a., nicht durch die zahlenmäßige Überlegenheit genau diese durchaus existierende Hierarchie auch hier in der Kommentarsektion regelmäßig zu reproduzieren. Indem ihr Cissen sogar da euer Recht auf den obersten Status in der Hierarchie und eure bevorzugten Rederechte erkämpft und sichert, wo ihr dem Titel und Inhalt nach eigentlich mal die Klappe halten und euch freiwillig in die zweite Reihe stellen könntet.

    Aber jut, sicherlich findest du auch, dass schwule Organisationen vorzugsweise von Heteros geleitet und nach außen repräsentiert werden sollten. Die wissen immerhin am besten, wie sie das Ganze gegenüber den anderen Heten am besten darstellen und kommunizieren. Den Leuten zuzuhören, die betroffen sind, und das ernst zu nehmen, was die von sich geben, wird in so einer Demokratie schließlich maßlos überbewertet.
    Heißt ja auch "Demokratie", weil es drum gehen sollte, was die Mehrheit interessiert. Und deswegen war's ja auch wichtig, dass Homosexuelle Kinder adoptieren und heiraten und/oder sich verpartnern dürfen. Weil es nämlich Gruppen und Gesellschaften immer bloß spaltet, sich mit all diesen eigentlich zweitrangigen Partikularinteressen von Splittergruppen zu befassen. Und das am Ende vielleicht sogar noch im Bundestag.
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#27 Still_Ith
  • 27.03.2020, 22:49h
  • Antwort auf #25 von Nk231
  • Naja, wenn du halt einen homosexuellen Cis-Menschen drauf hinweist, dass es Gruppen gibt, die im Vergleich zu seiner eigenen Position gesellschaftich benachteiligt sind, müsste der sich unter dem Gesichtspunkt von Solidarität aber jetzt anfangen, zu helfen.

    Zu erwidern, dass das übertriebenes Rumgeheule sei und faktisch so überhaupt nicht richtig, ist im Vergleich dazu, solche Unterstützung leisten zu müssen, ganz offenkundig ne sehr viel bequemere Lösung. Vor allem, wenn in der Konsequenz noch zugegeben werden müsste, dass man selbst sich gerade in einer Macht- und damit Verantwortungsposition gegenüber einer anderen Person oder Gruppe befindet.

    Von der Seite her betrachtet finde ich die "aktuelle Situation" wie die Formulierung auf ner Menge geschlossener Läden momentan lautet, schon irgendwie interessant. Weil auf einmal Leuten, die es normalerweise nicht betrifft, auffällt, dass alleinsein und allein-sein-müssen manchmal schon ganz schön ätzend ist. Und andere allein-lassen, auch über diese aktuelle Lage hinaus, konsequenterweise eigentlich ebenfalls ziemlich bescheiden.

    Übrigens, von wegen Leute hängenlassen. Gibt da aktuell auch noch sonne Sache, bei der die betroffene Gruppe allein noch so laut protestieren kann, weil sie nämlich im Bundesrat selbst nicht hinreichend repräsentiert ist, und der Bundesrat sich nen feuchten Dreck um ihre Interessen schert. Falls also irgendwer von euch nicht nach nem Unfall o.ä. in ein Pflegeheim gesperrt werden möchte, sondern das Recht auf Selbstbestimmung bzgl. Aufenthaltsrecht in dem Fall gern behalten möchte, könnt ihr euch ja mal überlegen, ob und wie ihr das hier unterstützt:
    www.deutscher-behindertenrat.de/ID249986

    Oder ob ihr findet, der Behindertenrat soll sich da selbst drum kümmern, weil schließlich jede*r seines*ihres Glückes Schmied ist, und euch das erst betrifft, wenn es euch.. naja. Mal betreffen sollte.

    Ich persönlich glaub auch nicht, dass das die letzte fragwürdige Sache bleiben wird, die Minderheiten im Zuge dieser Krise noch erwartet.
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#28 TheDadProfil
  • 27.03.2020, 23:10hHannover
  • Antwort auf #26 von Ith_
  • ""Ich kann mich noch an den Begeisterungstaumel erinnern, als Frau Wagenknecht fand, die Homosexuellen sollten mal keine Sonderrechte fordern. Wie da hier alle gejubelt haben: Ja, das ist es! Darum muss es gehen: Arbeiterrechte first, Homo-Ehe second!""..

    Ich darf doch daran erinner das es diese Frau Wagenknecht war die 2013 der SPD und den Grünen den Vorschlag unterbreitete die Ehe noch vor der Schließung einer Koalition (in welcher Konstellation auch immer) in der konstituierenden Sitzung oder der nachfolgenden mit der vorhandenen Mehrheit aus Grünen SPD und Linken an der UNION "vorbei" zu öffnen..

    Den Rest der Geschichte kennt man..

    ""Das, was du da als Hierarchie verunglimpfst, ist nichts, was Minderheiten "erfinden" würden, das sind reale, gesellschaftliche Verhältnisse, die einige Menschen mehr begünstigen und andere weniger.""..

    Um etwas zu spalten müßte man zunächst einen Konsens darüber entwickeln was genau eine solche Community eigentlich darstellt..

    Doch diesen Konsens gibt es nicht..

    Damit stimmt die Einschätzung per se nicht, diese Community sei gespalten, zumal diese Community sich je nach Bundesland und Landstrichen oder Klein und Großstädten jeweils unterschiedet, und damit logischerweise die Zusammenarbeit der verschiedenen Minderheiten mal besser. mal schlechter gelingt..

    Ergo :
    Die Spaltung herbeizureden ist einfacher Unfug, weil es am Problem vorbeigeht, das darin besteht, wie sehr sich eigentlich verschiedene Minderheiten in der Community einbringen WOLLEN und dann auch mitarbeiten..

    Wenn es also so etwas wie eine Spaltung gäbe, dann bestünde sie in der Nicht-Beteiligung verschiedener Gruppen an verschiedenen Stellen in verschiedenen Orten..

    Was eine solche Pauschalierung dann schon von sich aus einfach außer Kraft setzt..

    ""Und Anstand wäre übrigens, unter einem Artikel, der die besondere Exposition einer Minderheit, die deiner untergeordnet ist in vielerlei Hinsicht, inklusive dem nach wie vor gegebenen "Krankheits"-Status, der eine sehr greifbare gesellschaftliche Manifestation dieser Hierarchie reflektiert, einfach mal NICHT zu kommentieren, dass diese Minderheit sich ihre Benachteiligung bloß so hinbiegt.""..

    Ich kann mich nicht erinnern derlei jemals geschrieben zu haben..
    Was dann gelesen werden will hat mit dem was hier geschrieben wird eh nicht viel zu tun, das liegt aber immer noch nicht in der Verantwortung des jeweiligen Kommentars..

    Kein Kommentar kann und wird jemals immer wieder den Konsens darüber beinhalten können etwa einen "Krankheits-Aspekt" als "geht gar nicht" abzulehnen..
    Es gibt auch hier Konsense die man nicht wirklich jedes Mal bemühen muß, sondern die man als Wissen voraussetzen MUSS !

    Damit erübrigen sich ALLE persönlichen Angriffe die sich hier inzwischen zu einem Teil der Diskussion-Kultur entwickelt haben, und sich zwischenzeitlich auch Stilbildend verselbständigen..

    ""einfach mal NICHT zu kommentieren, dass diese Minderheit sich ihre Benachteiligung bloß so hinbiegt.""..

    Noch mal..
    Das steht hier nirgendwo..
    Von Niemandem !
    Doch jeder Mensch wird sich auch weiterhin gefallen lassen müssen eigenes Versagen, und eigene Beteiligung an diesem Versagen vorwerfen lassen zu müssen..

    Und wenn dann so ein Aufschrei durch die Lande hallt der da lautet
    "auf dem platten land gibt es nichts",
    dann wird man sich fragen lassen müssen, wieso man dort wohnt, und warum man dort nichts aufbaut ?

    Denn man kann nicht erwarten das die Strukturen anderswo sich auch noch aufspalten und "Niederlassungen" in der Fläche gründen..

    Hilfe-Strukturen sind keine Wirtschaftsbetriebe..
    Zumal sogar solche Hilfe-Strukturen hier in der Diskussion hoch umstritten sind, und als "Teil des System" gebrandmarkt werden, um dann gleichzeitig ihr Fehlen zu beklagen..
    Das bleibt absurd..

    ""Eigentlich sind ja alle Menschen gleichberechtigt und es liegt bloß an ihnen selbst, wenn sie Ungerechtigkeiten für ihr So-Sein erfahren, ne?""..

    Nöö..
    Denn ich sehe hier nach wie vor nicht die Möglichkeit, das sich andere Leute aus eigenem Antrieb allein um die Belange der Unterdrückten kümmern, und sie beseitigen könnten..
    Das müssen die Beteiligten selbst besorgen, und dann vor allem indem sich der Solidarität ihrer Mitmenschen versichern, zu denen eben nicht nur diese ominöse Community gehört, sondern auch die Heteros..
    Um aber Solidarität zu erhalten muß man Thematiken erklären und diejenigen deren Solidarität man sich sichern will erst Bilden..
    Aus der Nummer kommt keine marginaliserte Gruppe dieser Gesellschaft heraus,,
    Nicht einmal die Unterdrückte Mehrheit der Frauen..
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#29 Homonklin_NZAnonym
  • 27.03.2020, 23:19h
  • Antwort auf #23 von Ith_
  • Hab Dank fürs Share über die aufschlussreiche Erfahrung. Da weiß man dann schon mal, mit was für Luschen man da konfrontiert ist. Bin grad ziemlich am Kopfschütteln.

    ""Meine erste Info lautete darauf, das Thema sei "Dritte Option". Wurde zunächst auch bestätigt, bzw. nicht klargestellt. Auch wenn's Inter*-Personen natürlich mal wieder gar keine gab. ""

    Hätte mich schon etwas stutzig gemacht. Auch weil dann klar ist, die reden wieder nur ÜBER Menschen, aber nicht MIT ihnen. Und die es angeht, können nicht mitreden, da nicht vorhanden.

    ""Nächster Pro-Punkt: Organisation lag in dem Fall bei einer anderen Stelle, also die Gelder und die Macht NICHT in der Hand eines schwulen Cis-Kerls - sonst wär ich da in der Tat rückwärts wieder raus ""

    Verständlich, dann hat man eine kleine Hoffnung. Komisch aber, dass von der Orga bzw. den Leuten die das aufgestellt haben, auch keiner mit von der Partie war.

    ""Jo, und dann kam der Moment, in dem dann leider doch die cis-schwule Agenda durchgezogen werden musste, und in dem es auf einmal hieß, das Motto sei von vornherein "queer" gewesen, das mit dem "Dritte Option" bloß ein Missverständnis, als Inhalt sei da von vornherein nicht geplant gewesen. ""

    Aha, "queer" schließt demnach "Dritte Option(/Divers, Nichtbinär, Trans* und Inter nach deren Weltbild aus?
    Kopfschütteln, indeed. :(
    Wenigstens hätten die ehrlich sein können. Da muss man sich fremdschämen.

    ""Man hatte sich demokratisch darauf geeinigt, das sei zum Schutz der Nicht-Trans*-Mehrheit jetzt besser bzw. notwendig. ""

    Demokratisch drauf geeinigt. Da hauts einem den Gong naus. Zum Schutze ... Gee, die müssen ja eine panische Angst davor haben, es könnten wesensverändernde Memnetik-Partikel auf sie überspringen und rein zufällig Verständniszugang erwecken! Du meine Güte.
    So das Bildungsbürgertum war da auch nicht anwesend, ne.

    ""Andere Trans*-Personen waren selbstverständlich wieder keine da. Fun fact: Die Person, die mich nach draußen begleitete, war fest davon überzeugt, die Trans*-Personen, die sie gefragt hatte, hätten die Wahrheit gesagt, als sie meinten, sie hätten halt bloß keine Zeit. lol. ""

    War wohl eher so, dass die da nur Jemand fragten, wer entweder echt grade nicht konnte, oder schon Erfahrungen mit der seltsamen Clique da hatte, und deswegen die Entschuldigung "keine Zeit" heran zog.

    War also eine Pseudo-Show mit vorgetäuschtem Thema, damit das nach außen so wirken soll, als ob.

    Sowas wie eine zentrale Vernetzung Trans* spezifischer Interessengruppen habt ihr da gar nicht? So ein Forum oder Podcasts, Mailing-Lists, Skype-Konferenzen und was es da noch technisch so gibt.
    Die 3 MtF, die ich etwas kenne, haben da auch nie was erwähnt, aber die leben so weit ab und in ihren auch teils heftigst von der ach so tollen Gesellschaft niedergedrückten Leben drin, die wollen angeblich mehr ihre Ruhe und anonym bleiben.
    Die sind schon Ältere. Vielleicht geht es vielen so, zu oft Scheiße erlebt, zu oft wie Aussätzige behandelt worden. Das frisst dich bis in den Kern.

    Bleibe Corona-frei, LG
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#30 LorenProfil
  • 28.03.2020, 00:41hGreifswald
  • Antwort auf #22 von TheDad
  • Ich denke, dass sich viele unter "Community" eine homogene Gemeinschaft vorstellen, was unberücksichtigt lässt, dass diese sich aus Individuen mit eigener Biographie, Lebensumständen etc. zusammensetzt. Man mag ggf. bei einem Leitziel wie "Herbeiführung einer diskriminierungsfreien Gesellschaft" noch einen Konsens herstellen können, aber schon bei untergeordneten "Teilzielen" und dem Weg dorthin gibt es unterschiedliche Sichtweisen. Auch bei der Ursachenforschung hinsichtlich der Diskriminierungen gibt es bekannntilich Unterschiede (die Klassiker sind wohl die Fokussierung auf eine Klassengesellschaft vs. die sozialpsychologische Theorie der Abwehrreaktion, soziologisch noch die der Gruppenhierarchie), was dann Implikationen hinsichtlich der Zieldefinition und der Bestimmung der Wege der Zielerreichung hat. Ich vergleiche das immer mit der Bürgerrechtsbewegung der Schwarzen in den USA in den 1960ern, die sich auch heillos zerstritten hat, als es um die Strategien ging, die Diskriminierung dort zu beenden (Martin Luther King vs. Malcolm X) und bis heute ihr Ziel nicht erreicht hat.

    Erschwerend kommt aus meiner Sicht dann noch hinzu, wenn sich Personen als "Elite" einer Bewegung in Szene setzen und munter persönliches Machtstreben und Eitelkeit in Konkurrenz zueinander ausleben. Aber das hatte man ja auch schon zu Zeiten der Französischen Revolution (Robbespierre vs. Danton). Letztlich entscheiden dann die, die sich durchsetzen, wohin die Reise geht, während viel zu viele entweder hinterhertrotten oder sich angewidert abwenden.
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#31 LorenProfil
#32 Nk231Anonym
  • 28.03.2020, 01:00h
  • Antwort auf #27 von Ith_
  • Genau das ist es, das ging mir auch schon durch den Kopf :-) Dass nun eine Mehrheit erlebt, was für einen Großteil der LSBTTIQ Jahrzehnte lang Alltag war und ist.
    Vielleicht weckt das ja Schlafende auf und können nun bald besser verstehen, was man uns da antut, und von wegen wir sollen doch geduldig sein, und es gäbe ja so viel wichtigeres.

    Letztendlich zeigt es aber, dass wir so viel stärker und resistenter sind, weil wir unsere Belastung nicht nur Monate lang ertragen müssen, sondern lebenslang.
    Würde mich auch freuen, wenn das mal begriffen wird :-)

    Schönen Abend dir.
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#33 Leon 4Anonym
  • 28.03.2020, 06:37h
  • Antwort auf #17 von Nk231
  • "Ansonsten ist es mir lieber, wenn wir mit der Rechtschreibung im Rahmen bleiben, anstatt "ey" etc. zu schreiben. So jung bin ich nicht mehr, dass mir das gefallen könnte"...

    Ey, weißte was... Dann geh zurück in deinen Elfenbeinturm oder ignorier mich einfach... ist sicher net mein Anspruch dir zu gefallen,

    Ernsthaft.... Mimimi, die Welt ist so gemein, mimimi, keine Unterstützung, mimimi, er hat "ey" gesagt, mimimi, er hat n Anglizismus benutzt....

    Aber passt, Thema erledigt, interesse erloschen, bin nicht so verkalkt und abgehoben als dass ich deinen "Ansprüchen" gerecht werde.... Und hoffentlich werde ich dass auch nie!
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#34 TheDadProfil
  • 28.03.2020, 10:23hHannover
  • Antwort auf #27 von Ith_
  • ""weil sie nämlich im Bundesrat selbst nicht hinreichend repräsentiert ist, und der Bundesrat sich nen feuchten Dreck um ihre Interessen schert.""..

    Eine eigentümliche Formulierung..
    Denn der Bundesrat repräsentiert die Bundesländer..

    Die Repräsentation der Menschen, auch als Gruppen, ist die Aufgabe des Bundestages..

    ""Oder ob ihr findet, der Behindertenrat soll sich da selbst drum kümmern, weil schließlich jede*r seines*ihres Glückes Schmied ist,""..

    Ich finde es auch eigentümlich wie oxymoron Du hier formulierst..
    Es missachtet das gesamte Problemfeld..

    Niemand erwartet das sich Betroffene allein um alles kümmern müssen oder sollen..
    Wie Du sehr richtig angeführt hast, ist es auch nicht zielführend wenn sich z.B. Trans*-Menschen organisieren, und die "Führung" einer Interessenvertretung dann nicht in den Händen der Betroffenen liegt, sondern von "Anderen im Auftrag" übernommen wird..

    Doch wenn sich niemand findet der sein Gesicht als Betroffener* in die Öffentlichkeit hält, dann scheint dies in einigen Fällen auch nicht immer vermeidbar..

    Und trotzdem kann und darf hier Niemand erwarten das Andere einem die Kohlen aus dem Feuer holen..

    Ich plädiere hier schon seit langer Zeit dafür, das sich Betroffene zu Interessengruppen zusammenfinden, und sich dann möglichst noch bundesweit vernetzt gemeinsam an EINER Strategie arbeiten, die dann von der Community unterstützt werden kann und muß..

    Doch dazu ist es immer noch nicht gekommen, aber das liegt eben nicht an dieser Community..
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#35 Ralph
  • 28.03.2020, 10:30h
  • Antwort auf #13 von Nk231
  • Als jemand, der 30 Jahre lang in seinem privaten und beruflichen Bereich sowie auch öffentlich in Gruppen und Initiativen für Gleichstellung und Akzeptanz gekämpft hat, werde ich von Deinem Einwand nicht getroffen. Aber gerade weil ich das getan habe, weiß ich, wie es ist und sich anfühlt, wenn man viele Jahre hindurch bei Politikern und Parteien, bei Regierung und Parlament auf Granit beißt. Es glaube doch niemand, Emanzipationsarbeit (bisschen hochtrabend, aber mir fällt grad kein anderes Wort ein) sei ein Selbstläufer, sobald man mal damit angefangen habe. Die Widerstände sind massiv. Da braucht man nur mal zu schauen, wie oft es schon hieß, die Bundesregierung oder der Bundestag müsse jetzt endlich dies oder das machen. Die müssen gar nichts. Grundrechte sind denen egal, wenn sie nicht in die Parteipolitik passen. Dass transidentische Menschen das nicht anders erleben als Schwule und Lesben, kann niemanden verwundern.
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#36 TheDadProfil
  • 28.03.2020, 10:42hHannover
  • Antwort auf #33 von Leon 4
  • ""Aber passt, Thema erledigt, interesse erloschen, bin nicht so verkalkt und abgehoben als dass ich deinen "Ansprüchen" gerecht werde.... ""..

    "Verkalken" als Ausdruck für "Alter" ist einfach unpassend, denn mit einem fortgeschrittenem hat diese Form des Verblödens gar nichts zu tun..

    Wenn denn dann Interesse schon abflaut, allein weil darum gebeten wird seine Sätze nicht mit überflüssigen Floskeln anzufüllen, dann kann es mit dem gezeigtem Interesse auch nicht weit her sein..

    Denn eingefügte Floskeln haben sehr oft nur den Sinn vorzugauckeln, man hätte viel dazu zu sagen, was sich, wenn man diese Floskeln von den Aussagen subtrahiert, dann als Irrtum herausstellt..

    Beispiel gefällig ?
    Ich habe in meinem Arbeitsleben sehr viel mit Jugendlichen mit Migrationshintergrund aus muslimischen Familien zu tun, die es einfach en vogue finden beinahe jeden ihrer Sätze mit einem "Wallah, ich schwöre" anzufüllen, nur um herauszustellen man sage auf jeden Fall immer die Wahrheit..
    Nun weiß man über die Erforschung der Lüge, das kann nicht der Fall sein, und darüber hinaus ist der Schwur auf irgendeinen "Gott" für mich als Atheisten sowieso völlig ohne Bedeutung..
    Erschwerend kommt dann noch hinzu, nimmt man den "Glauben" des Gegenüber einigermaßen Ernst, dann ist jeder Schwur auf diesen "Gott" eine Art Beleidigung für diesen, man verhält sich also innerhalb dieses "Glaubens" sehr widersprüchlich..
    Damit sind diese Floskeln dann vollständig ohne jeden Wert für die zwischenmenschliche Kommunikation..
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#37 TheDadProfil
  • 28.03.2020, 11:29hHannover
  • Antwort auf #30 von Loren
  • ""Ich denke, dass sich viele unter "Community" eine homogene Gemeinschaft vorstellen, was unberücksichtigt lässt, dass diese sich aus Individuen mit eigener Biographie, Lebensumständen etc. zusammensetzt.""..

    Ja, das wird es sein..
    Denn Community kann nicht homogen sein, sie ist per se heterogen, weil sie sich aus Individuen und verschiedenen Gruppen zusammensetzt..
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#38 Nk231Anonym
  • 28.03.2020, 13:05h
  • Antwort auf #35 von Ralph
  • Es war auch gar nicht mein Ziel, dich treffen zu wollen, sondern ich hatte auf deinen Kommentar geantwortet - nicht mehr, nicht weniger.
    Ja, man beißt immer wieder auf Granit, aber das bedeutet für mich nicht, dass ich den Kampf aufgeben sollte. Es hat sich immerhin was getan und die Ehe ist geöffnet. Nun gilt es weiter zu kämpfen und die sexuelle als auch die geschlechtliche Identität im GG zu verankern, die Pathologisierung von Trans und Inter zu beenden, etc.

    Das Argument, andere sollen doch jetzt mal aktiv sein: ja, einerseits richtig, andererseits werde ich mich nicht zurück lehnen und zuschauen, ob andere was tun oder nicht - ich werde lebenslang aktiv bleiben - mir selbst zuliebe und natürlich für die gesamte LSBTTIQ.

    Dass in der LSBTTIQ Individuen zusammen kommen liegt in der Natur der Sache. Wie kommt man auf die Idee, dass es anders sei? Und wer behauptet das Gegenteil? Das ist überall so, wo Menschen zusammen kommen. Dennoch haben diese Menschen was gemeinsam und deshalb gilt es, zusammen zu halten und gemeinsam für die Ziele zu kämpfen, die für die gesamte LSBTTIQ notwendig sind. Und wer jetzt behauptet: nein, ich habe mit den anderen überhaupt nichts gemeinsames, der/die ist stur. Die LSBTTIQ hat definitiv Gemeinsamkeiten: den Kampf gegen Diskriminierung, Stigmatisierung, und das Bedürfnis so leben zu können wie man als Individuum ist. Das alleine sind schon Gründe, gemeinsam zu kämpfen anstatt Spaltung zu produzieren.
    So denken nicht alle, ich weiß.
    Ich bin aber dankbar für diejenigen, die so denken und dies umsetzen.
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#39 Still_Ith
  • 28.03.2020, 14:12h
  • Antwort auf #29 von Homonklin_NZ
  • Ok, das wird jetzt so semi-OT. Andererseit isses irgendwie schon noch relevant als Ausführung meiner tl;dr-Antwort "Welche Community?", samt Status-Info "unsereins ist eh idR zurückgezogen, allein und isoliert". Von daher führ ich das jetzt mal weiter aus. Einige der Mechanismen dürften jetzt durchaus auch cis-Homosexuelle betreffen bzw. bekannt sein. Und es läuft halt immer wieder so oder ähnlich.

    Also, wie das so lief, in dem Fall...

    "Auch weil dann klar ist, die reden wieder nur ÜBER Menschen, aber nicht MIT ihnen. Und die es angeht, können nicht mitreden, da nicht vorhanden."

    Exakt das war bei der ersten Info über das Ganze überhaupt mein Motiv, hinzugehen. Weil ich weiß, wie die engagierteren unter den Trans*- und Inter*-Personen hier schon gelitten haben, die willens und in der Lage und politisch genug sind/waren, den Mund aufzumachen.
    Ich hatte keine großen Hoffnungen, als ich hinkam, wollte eigentlich bloß diesen Satz sagen, den du schreibst (dass es nämlich ziemlich mies ist, so'n Thema zu machen, ohne dass Betroffene mitreden können), und hatte mich drauf eingestellt, nach ner Viertelstunde wieder zu gehen.
    Jetzt war man beim ersten Treffen aber dann doch überraschend nett. Und ich Depp hab tatsächlich angefangen, mich auf ein Folgetreffen ca. 2 Wochen später zu freuen, bei dem Dinge erarbeitet werden sollten.

    Es hätt sehr viel weniger wehgetan, wenn's das nicht gegeben hätte, diese Aussicht darauf, dass es tatsächlich mal Inklusion geben könnte. Aber Vorfreude ist halt sowas, was sich sowas wie ich besser nicht leistet. Und dann soll man da nicht depressiv bis suizidal werden? Eigentlich find ich ja, dass irgendwer mir Glückwunschkarten schicken sollte, so alle 6-12 Monate, einfach dafür, dass ich immer noch lebe.

    "Aha, "queer" schließt demnach "Dritte Option(/Divers, Nichtbinär, Trans* und Inter nach deren Weltbild aus?
    Kopfschütteln, indeed. :(
    Wenigstens hätten die ehrlich sein können. Da muss man sich fremdschämen."

    Och, ausschließen tut es das natürlich nicht. Nur, sämtliche Ressourcen waren halt bereits für die cis-schwule Agenda verplant und das gesamte Team darin eingebunden. Was dann inter* oder trans* hätte werden sollen, hätt ich halt zum Großteil selbst hinkriegen und organisieren müssen. Und die eine Person, die bereit war, mir zu helfen, fing dann selbst mit unreflektierter Transfeindlichkeit an, was ich mir nicht gefallen ließ. Da ich nicht mehr schnell heule, die Person aber schon, weil sie es nicht ertragen hat, sich mit trans* und der Ausgrenzung nun tatsächlich befassen zu müssen, wurde ich halt offensichtlich zum für andere schädlichen Element.

    Ja, tut mir ja auch leid, dass es mit Gewalterfahrungen, psychischen und physischen, verbunden ist, trans* zu sein. Und dass Leute das überfordernd finden, tatsächlich mit Ungerechtigkeiten konfrontiert zu werden, fand ich ja auch durchaus schade, auch für die anderen.
    Aber die Lösung, den Überbringer dieser RL-News dann rauszukicken, um diese Gewalt loszusein, ist halt menschlich betrachtet schon irgendwie mies, ne?

    Glücklicherweise war das ja auch der Zeitpunkt, an dem es hieß, dass das mit dem "Dritte Option" als Inhalt bloß ein Missverständnis war. An dem Punkt hat mich zumindest nicht mehr gewundert, dass über die Details, die Beschränkungen genau dieses Gesetzes (die sogar einige Inter*-Personen von dem Eintrag ausschließen), Seehofers Versuch mit der TSG-Reform etc., im gesamten Projekt irgendwie niemand informiert war. Was ich ehrlich gesagt auch beim ersten Treffen schon seltsam fand.
    Ich bin im Nachhinein bloß froh, nicht eine sowieso schon ziemlich gestresste Inter*-Person mit zu diesem zweiten Treffen eingeladen zu haben. Dieser Mensch hat nämlich von Community-Seite her auch schon ziemlich gelitten.

    "Demokratisch drauf geeinigt. Da hauts einem den Gong naus. Zum Schutze ... Gee, die müssen ja eine panische Angst davor haben, es könnten wesensverändernde Memnetik-Partikel auf sie überspringen und rein zufällig Verständniszugang erwecken! Du meine Güte.
    So das Bildungsbürgertum war da auch nicht anwesend, ne."

    Naja, wenn du als benachteiligte Person eben über Benachteiligungen redest, ist das für Leute, die sowas nur vom Hörensagen kennen, verständlicherweise alles erstmal einigermaßen viel, hart und schwierig.
    Und wenn du dann nichtmal tränenüberströmt da sitzt und wie ein Opfer aussiehst, passt das für die Leute vor allem auch nicht ins Bild. Ich mein, klar hab ich nen paar Tage geheult, nachdem sie mich in der Psychiatrie zu ner Frau erziehen wollten, statt mir bei der Bewältigung meiner Depression zu helfen. Aber in so einer Phase, in der du das verarbeitest, gehst du zu einem Treffen ja nicht hin - du gehst da hin, WENN du eine Kämpfernatur bist, und zu einem Zeitpunkt, zu dem du wieder auf den Beinen stehst.
    Dann kommt ja noch dazu, dass du dir sowas - solche Treffen unter einer zahlenmäßigen Überlegenheit von Leuten, die nicht deiner Benachteiligtengruppe angehören - überhaupt nicht antust, wenn du KEINE Kämpfernatur bist. Wer das nicht abkann - und auch da kenne ich in der Tat einige Trans*-Personen, die das eher so handhaben wie deine Bekannten, nämlich hübsch zu Hause bleiben und ggf. möglichst incognito leben - der*die spart sich sowas. Ganz ohne Kratzer, ohne Verletzungen, ohne Narben, kommst du da nie raus, selbst wenn am Ende noch irgendwas dabei rumkommt. Und eine Menge an Verletzungen, die für das nicht-trans*-Umfeld wie Kleinigkeiten aussehen, sind bei den anderen auch solche Nebensächlichkeiten, dass die sich daran später nichtmal erinnern werden.
    Selbst wenn es, anders als in dem Fall hier, am Ende irgendeinen Gewinn für dich gibt: Entschuldigungen für diese selbstverständlichen, nebensächlichen Verletzungen wirst du nie erhalten.

    "Fit auszusehen", trotz alledem, passt aber halt nicht in das Bild des Opfers, das du eigentlich sein müsstest, wenn du von Ungerechtigkeiten berichtest, die dir widerfahren sind. Die Leute erwarten von dir, wenn du sowas erzählst, dass du als das heulende Elend da sitzt, das darauf angewiesen ist, von ihnen in den Arm genommen zu werden - eine Bedürfnissituation, die du aus o.g. Gründen aber nicht aufweisen darfst, wenn du zu sowas hingehst.
    Deren Perspektive, selbst wenn es all diese "Nebensächlichkeiten" gibt, ist aber grundsätzlich natürlich, dass sie schließlich besser sind als die Leute, die dich unfair behandelt haben. Man ist ja auf deiner Seite. Was praktischerweise bedeutet, dass du ganz viel psychische Arbeit leisten musst, um zu überzeugen, wie sehr du das wertschätzt, diese Bereitschaft "sogar dich" wie einen Menschen zu behandeln.
    Daraus folgt allerdings, wenn du dann von sowas wie Vornamensänderung anfängst etc, und vom Ausschluss von Trans*-Personen aus dem gesamten Partnerschafts- und Datingbereich, wo sie an Ausgrenzung mit beteiligt sind, das wollen sie dann nicht hören. Schließlich sind sie Allies und eigentlich ist es schon eine enorme Leistung, dass sie dich nicht wie nen Aussätzigen behandeln, von vornherein. Provokative Fragen wie die, ob sie vielleicht schonmal jemanden nicht gedatet haben, weil der Mensch ohne Schwanz auf die Welt gekommen ist, wollen sie konsequenterweise nicht hören. Sie sind die Guten, da sind sie sehr sicher, und nicht Teil des Systems, das dich ausgrenzt. Und wenn du jetzt auf einmal auch von IHNEN verlangst, dass sie sich auf deine Seite stellen, auch bei solchen Dingen (die ja auch echt ganz schön weit gehen, oder? ODER?), das geht dann halt nicht.

    Da beginnen sie zu begreifen, dass sie in deiner Welt vielleicht gar nicht so sehr die "Guten" sind. Dass auch sie an der Ausgrenzung und ihren Vorurteilen arbeiten müss(t)en, die sie haben, dir gegenüber, um wirkliche Allies zu sein. Dass Emanzipation, Support, Solidarität als etwas, das real ist, nicht vom Himmel fällt, sondern Arbeit ist in einer Welt und Gesellschaft, die nur so trieft vor binären Konzepten und in der Folge auch Inter*- und Transfeindlichkeit.

    Und das ist eben das, was sehr wohl als Bedrohung und bedrohlich wahrgenommen wird, und das durchaus nicht ganz unbegründet. Dass sie dich da eben nicht als das heulende Kind erleben, das über die Verletzung seiner Grundrechte weint, sondern als eine Art Veteran, der es gewohnt ist, um diese Rechte zu kämpfen. Der da, bei ihnen, überhaupt bloß IST, weil er diese Dinge erlebt und überlebt hat - und trotzdem immer noch nicht endgültig auf dem Boden, und da geblieben ist. Sie stehen da als Teil des Systems, als Beteiligte in einer Welt, die es für selbstverständlich hält, mich ausgrenzen zu können und zu DÜRFEN, aus bloßer Gewohnheit, und sehen sich damit konfrontiert, dass ihnen gerade diese Überheblichkeit, dieses Vorrecht, diese Willkür und Ungerechtigkeit, die auch sie selbst ausüben, auf den Kopf zugesagt wird.
    Und dann gehe ich nichtmal als erstes hin und tröste sie für den Schmerz, von dem ich ihnen gerade erzählt habe, denn zu verkraften ist einiges davon für Demokrat*innen mit Privilegien ja nur schwerlich. Stattdessen stehe ich dreisterweise dann auch noch da und erwarte, dass sie selbst jetzt erstmal zuhören, einstecken, die Klappe halten und ernsthaft lernen, es besser machen. Und dann sage ich ihnen noch dazu, wie - eine derartige Umkehr der Hierarchie, in der ich mich erdreiste, mich selbst in eine Macht- statt Ohnmachtsposition zu setzen, ihnen gegenüber, das geht einfach überhaupt nicht.

    Das geht besonders nicht bei schwulen Cis-Männern, die einen Teil dieser Mechanismen schon kennen - aber absolut NICHT bereit sind, einzusehen, dass sie in der Hierarchie vielleicht mal die Person sein könnten, die oben steht. Nicht ganz oben, sicher, da wären sie, wenn sie obendrein noch hetero sind. Aber gegenüber einer benachteiligten Person wie mir ist der Kampf um das eigene Vorrecht eben keine Emanzipation, das habe ich hier und auf meinem Blog in der Vergangenheit schon sehr ausführlich dargelegt. Vorrechte gegenüber Leuten zu behaupten, die im Vergleich immer ungenannt bleiben, deren Interessen so weit hintenanstehen, dass CSDs mit nicht-binären Toiletten immer noch ziemlich selten sind (also auch die, die stattfinden), ist eben nix weiter als die Verteidigung von Privilegien. Kein Kampf darum "auch mal sein" zu dürfen. Sondern einfach ganz normales Cis-tem, wie's überall vorherrscht.

    Ich lass mir halt einfach die Hierarchie nicht gefallen, die auf derart mannigfaltige Weise vorherrscht und verteidigt wird. Und das passt den Leuten nicht, schon gar nicht, wenn das Leute sind, die mangels eigener "First-Class-Person"-Perspektive, von der sie aber als Cis-Männer gelernt haben, dass sie ihnen zusteht, der Ansicht sind, dass es schon wichtig sei, alles zu tun, um erstmal sich selbst an gerade diese Position zu setzen, auf die schließlich ein natürliches Anrecht besteht: In der Hierarchie, im Platzanspruch, im Rederecht immer ganz oben.
    Wenn schon nicht in der Gesamtgesellschaft, dann zumindest bei allem, wo "queer" dransteht, und was "Szene" ist.

    Insofern haben die Leute schon recht, wenn sie sich bedroht fühlen, als Gruppe mit gutem Recht auf Ausgrenzung und Abwertung, mir gegenüber. Das ist bedrohlich, wenn jemand ankommt und sich als gleichberechtigt benimmt, obwohl er*sie das nicht ist. Aus genau denselben Gründen hält ja die LSU auch immer so schön den Rand in der Union und wird den Teufel tun, laut zu werden: Weil gerade das, konkrete Emanzipationsbestrebungen, für ihre Parteiumgebung bedrohlich wäre, und von der Partei-Mehrheit auch genau so wahrgenommen würde, mit folgerichtigem Wunsch, das in dem Fall loszuwerden. Weil eben niemand zu VERLANGEN hat, dass man die Schwuchtel jetzt nicht verachten darf fürs Schwulsein. Das Andersartige darf freundlich drum bitten, um den Respekt und die Akzeptanz, und wenn die Antwort lautet "Nö, auf keinen Fall", hat man den Blick zu senken, die Schultern hochzuziehen, und zu antworten: "Ja, 'tschuldigung, war auch gar nicht so gemeint... Wir bleiben doch Freunde, nicht wahr?" *unterwürfiges Lächeln bei halbgesenktem Blick*
    Und mal ehrlich, wenn du die Wahl hast zwischen dem Krawall-Schwulen, der findet, dass du ihn selbst mit rosa Fingernägeln noch wie einen vollwertigen Mensch behandeln sollst, und dem monogam verheirateten Anzugträger, der Lederkerle genauso eklig findet wie die Mehrheit der Wähler*innen, dann weißt du doch, wem du da die Tür weisen wirst - und kannst dich praktischerweise immer noch als tolerant feiern. Dass du den einen nicht wolltest, lag ja schließlich nicht am Schwulsein, ergo warst du nicht homophob. Und den Anzugträger wirst du doch wohl bitten dürfen, seinen Ehepartner beim Geschäftsessen nicht zu erwähnen - wenn der das nicht vielleicht schon freiwillig vermeidet.

    So läuft das halt, und das mit dem nicht zwingend erforderlichen Gehorsam ist mit mir halt nicht zu machen. Und klar, Einzelpersonen, die finden, diese Macht-Tour mit mir durchziehen zu können, die heulen dann hinterher. Weil ich das halt mit meinem Psychiater*innen schon durchhabe, also mit Leuten, die in Sachen Unterdrückung und "normal-erziehen von Menschen" sehr viel mehr draufhaben als die meisten Durchschnitts-Mitläufer-Demokrat*innen. Letztere sind es eben nicht gewöhnt, ihre Macht tatsächlich auch durchsetzen zu müssen, statt die geschenkt zu bekommen. Die meisten Trans*-Personen (und im Zug mit Nazis um die Ecke auch ich) werden das Erwartete tun: Vorabgehorsam leisten, sich unauffällig in die Ecke verziehen, den Blick gesenkt und die Klappe geschlossen halten, und sich bei nächster Gelegenheit verziehen, ggf. für immer.

    "War also eine Pseudo-Show mit vorgetäuschtem Thema, damit das nach außen so wirken soll, als ob."
    Ach, keine Ahnung ehrlich gesagt, ob das so wirken sollte.. aber verarscht gefühlt habe ich mich, ganz extrem. Werden wird das Ganze unter den aktuellen Umständen voraussichtlich jetzt wohl sowieso nichts, vorerst zumindest. Aber wenn "die Community" von mir erwartet, das großartig zu bedauern, wenn das ausfällt, kann ich darüber halt nur müde lächeln.
    Was dann praktischerweise wieder MICH zur unsolidarischen Person macht, gell? Nicht, dass ich auf der betreffenden Location ohne schräge Blicke und Kommentare mal hätte pinkeln gehen können. Nicht, dass ich da nach diesen Ereignissen nochmal nen Fuß reinsetzen würde, freiwillig. Aber vermissen soll ich das Ganze schon. Schließlich ist die Community doch trotzdem kostbar.

    "Sowas wie eine zentrale Vernetzung Trans* spezifischer Interessengruppen habt ihr da gar nicht? So ein Forum oder Podcasts, Mailing-Lists, Skype-Konferenzen und was es da noch technisch so gibt."

    Ne, konkret hier nicht, weil's viel Fluktuation bei den Leuten gibt, aber eigentlich auch einfach, weil das beim Thema trans* eben so ist. Dinge entstehen, bauen sich über 3-5 Jahre auf, dann sind die Leute weg und dann ist da erstmal wieder lange nichts.
    Bei den Lesben und Schwulen sieht's lokal noch besser aus, weil's einfach mehr Leute sind. Aber bei trans* kommt noch dazu, dass viele Leute auch heute noch mehr oder weniger stealth gehen, wenn sie mit allem durch sind, und das akute Interesse an Austausch sich für die allermeisten ohnehin auf die Transitionsphase beschränkt. Insofern dünnt sich das regelmäßig aus, ausgenommen einige "Alteingesessene", denen am politischen Engagement etwas liegt. Nur, wenn die dann wegziehen, ist erstmal wieder Ebbe.

    Insofern ist's auch einfach nicht ganz dasselbe wie mit der Homosexualität - die bei mir konkret der Anlass ist, weswegen ich von der LGBT-Ecke nicht so leicht wegkomme wie einige Hetero-Transmänner. Für die gibt's dazu ggf. kein größeres Motiv, und auch der FLTI-Bereich will dich häufig nicht mehr, wenn du erst auf Testo bist und Passing hast. Wer Feminismus, Emanzipation, Gleichberechtigung nicht wirklich wichtig findet, ist ziemlich schnell weg vom politischen Fenster.

    "Die 3 MtF, die ich etwas kenne, haben da auch nie was erwähnt, aber die leben so weit ab und in ihren auch teils heftigst von der ach so tollen Gesellschaft niedergedrückten Leben drin, die wollen angeblich mehr ihre Ruhe und anonym bleiben.
    Die sind schon Ältere. Vielleicht geht es vielen so, zu oft Scheiße erlebt, zu oft wie Aussätzige behandelt worden. Das frisst dich bis in den Kern."

    So Fälle kenn ich auch, und einerseits tut's mir in der Seele weh. Andererseits mach ich ja, siehe oben, auch immer wieder Erfahrungen, bei denen ich dann auch erstmal Wochen bis Monate brauche, bis ich wieder auf die Beine komme, seelisch und psychisch, auch weil ja einfach niemand da ist, um dabei zu unterstützen. Therapie ist für Trans*-Leute auch selten ein Ort dafür, von wegen "begleitende Maßnahme". Wer von zu vielen Problemen berichtet und/oder gar Anzeichen von Instabilität zeigt, ggü Therapeuten, gefährdet damit ganz konkret Indikationen für HRT, für OPs und ggf. sogar Gutachten für die rechtliche Anerkennung. Solange Gutachter*innen und Psychotherapeut*innen für uns Überwachungsstatus haben, und damit eben Machtpersonen sind, wird auch das an solchen Problemen nie wirklich viel ändern.
    Abgesehen davon, dass es auch einfach immer noch diese Versuche gibt, Leute umzuerziehen und ihnen das Trans*-Sein wegzutherapieren. Die wirklichen Fachleute mögen längst Statements und Richtlinien geschrieben haben, dass das nicht hilfreich ist, was ich auch begrüße. Dya-Cis-Heteronormativität ist aber nunmal in unserer Gesellschaft verankert, da machste mit ner DinA4-Seite an Richtlinien nicht viel dran.

    Wie lange und wie oft ich das noch hinkriegen werde, mich wieder irgendwie aufzurappeln - keine Ahnung. Dass die Phasen, in denen ich hier lese oder schreibe, weniger werden, ist einigen vielleicht aufgefallen. Meinen Blog stell ich inzwischen mit schöner Regelmäßigkeit auf "privat" und diese Phasen werden eher länger als kürzer.
    Ich sehe einfach nicht, dass sich etwas ändern würde, oder wie sich etwas ändern ließe. Und irgendwann fragt eins sich schon, wo da die Motivation noch herkommen soll. Es sieht einfach nicht danach aus, dass über "Diversitäts-Kosmetik" hinaus großes Interesse daran bestünde.

    Und naja. Am Ende sitzt du dann eben da - und wirst von Leuten ermuntert, dich doch mal abzulenken. Wie wäre es z.B. mit Sport? Schwimmen gehen, einfach mal unter Leute und sich entspannen! Oder ins Fitness-Studio. Anschluss an eine Religionsgemeinschaft suchen. Oder in einen Chor.
    Und dann packst du dich an den Kopf und fragst dich, ob die einfach nicht zugehört haben, als du am Anfang was von Umkleidekabinen, Toiletten und Stimmbruch erwähnt hast. Oder ob du dir die Diskussion nicht sparen möchtest, wenigstens heute, ausnahmsweise mal... lächelst und die Klappe hältst.
    Und zu Hause bleibst.

    "Bleibe Corona-frei, LG"
    Wahrscheinlich hatte ich das Vieh schon, aber danke ^^ Und auch dir einen lieben Gruß.
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#40 TheDadProfil
  • 28.03.2020, 19:45hHannover
  • Antwort auf #39 von Ith_
  • Ohne jetzt auf Ausführlichkeit zu setzen..

    ""Ich hatte keine großen Hoffnungen, als ich hinkam, wollte eigentlich bloß diesen Satz sagen, den du schreibst (dass es nämlich ziemlich mies ist, so'n Thema zu machen, ohne dass Betroffene mitreden können), und hatte mich drauf eingestellt, nach ner Viertelstunde wieder zu gehen.""..

    Das ist eine vorgefasste Erwartungshaltung, verbunden mit einer vorgefassten Lösung..

    Wenn man nicht auf erwartetes trifft, dann geht man halt wieder..

    Und nun die Krux, die sich dann wohl erst über eine andere Aussage in einem anderem Kommentar von Dir erschließt :

    ""Andere Trans*-Personen waren selbstverständlich wieder keine da.""..

    Wo ist dort Deine Vernetzung ?
    Wo ist dort eigentlich Deine Kompetenz einer solchen Gruppe zu erklären worum es eigentlich geht ?

    DU warst doch immerhin da, und da wäre dann auch die Möglichkeit vorhanden sich
    "an die spitze der bewegung"
    zu setzen..

    Das ist auch so ein Punkt, der mir nicht klarer wird, je länger Deine Ausführungen werden, denn im Grunde genommen ist jedes "sich selbst zurücknehmen" in einer Gruppe auch damit verbunden, die anderen sollen für einen die Kohlen aus dem Feuer holen..

    Ich muß hier anführen um Missverständnisse zu vermeiden, ich weiß es gibt Menschen die das nicht können..
    Doch zwischen nicht können und nicht wollen liegen Welten..
    Beides kann man dann auch mal nachvollziehbar begründen und damit auch erklären..
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#41 DiamandinaAnonym
  • 29.03.2020, 13:56h
  • Antwort auf #2 von r-l-n
  • Scheinbar, ich dachte auch am Freitag bei meiner Therapeutin in der Praxis gesessen zu haben. ¯\_()_/¯

    SHGs hingegen sind ein herber Verlust, hoffentlich reicht die Horrorabteilung auf Nextflix aus um den Grusel zu substituieren.

    So kurz im ernst. Ja natürlich stinkt es, dass das Therapeutische Angebot durch die aktuell grassierende Pandemie eingeschränkt wird, aber das trifft weder exklusiv unverhältnismäßig stark trans Personen.
    Nicht nur GaOPs fallen unter die Kategorie "nicht unbedingt notwendig", sondern bei uns in der Klinik auch eine größere Anzahl, der auf der Onkologie anfallenden, Operationen, bei denen absehbar ist, dass der Krebspatient nicht zwingend innerhalb der nächsten paar Wochen ohne Operative Therapie wegstirbt.

    Dass Video-Therapien aufgrund mangelhafter digitaler Infrastruktur seitens vieler Psychotherapeuten scheinbar nicht möglich ist, ist auch wirklich nichts was trans Personen exklusiv betrifft.
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#42 Homonklin_NZAnonym
  • 29.03.2020, 22:09h
  • Antwort auf #39 von Ith_
  • Kia Ora, danke für die Wünsche.

    Hier ist das Vieh grade los und es gibt auch schon 500 plus, Stand irgendwann gestern, die Erste ist gestorben. Erst langsam werden die Leute wach, seit Mittwoch sind wir drin.

    Ja, das fällt auf, dass Du wenig noch hier Teil hast. Nach so einigen weniger bereichernden Diskussionsabfolgen wird das aber auch nachvollziehbar, bzw. zu erahnen. ( Für die wie mich die weniger Tiefgang haben) Es haben noch andere sich rar gemacht, der Bär, die Philo-Sophia, der olle Grieche, der Kleene, als wären sie lieber verschwiegen, so Philosophen geblieben. :(

    Ich habe alles jetzt 1 Mal gelesen und mache das noch öfter, bevor ich was halbwegs hoffentlich Passables sagen kann. Da braucht es bei mir immer Überlegungen, bis sich was entfaltet. Danke auch an Queer.de, einen so ausführlichen und an Aufschluss reichhaltigen Kommentar auch zu veröffentlichen!

    Man müsste diese Dinge an sich auch mal ernsthaft in einem Buch publizieren, denn die gesellschaftlich vorgeschaltete Ignoranz kann wohl anders kaum aufgebrochen werden, als wenn man die Leute breitenwirksam praktisch aufrüttelt. Es sollte sich da ebenso die "Fachgemeinde" mal Gedanken leisten, und das Projekt eben selbstverständlich auch aus TTIQ* Mindpooling bestehen.

    Bisher wird Einiges klar, und ich da beim richtigen Zuhören auch noch schulen. Dass bei dem Kernproblem, das dahinter steckt, ein kaum auflösbares Ungleichgewicht zu detektieren ist, das Cis-Massen-intrinsisch vorliegt.

    Ja, es ist kein Wunder, warum man dann mit Depression reagiert und gewissermaßen versteinert, oder auch zur Kampfmaschine wird

    Die "Gewöhnung" müsste man ja selber kennen, denn "andere ungewollte" Eigenschaften sind unter Cis zu Cis grade gleich ähnlich, wie wenn man ohne geboren wurde.
    Trotzdem macht es einen Herzbluten, weil die Dimension, welche das im Falle Inter/FtM nach sich zieht, eine Größenordnung umfasst, mit der die eigene Situation nie mithalten könnte. Cissen ohne Glück gehen halt wirklich irgendwann zum Lesen, Schwimmen oder setzen sich mit der Kaffeetasse an die Straßenecke, Leute gucken. Ja,oder hoffen im Stadtpark auf das gratis zugetane Gespräch so 1-2 Mal im Jahr

    Trans* können beinahe keinen Schritt gehen, ohne dass das, ihre Existenz, irgendwie in Frage gestellt wird. Welches Detail, welche Herangehensweise es auch sein mag, so etwas muss so sein, als wäre man ein leuchtendes Alien mit 15 Ohren auf dem Rücken, Einrad und dreibeiniger Karoshorts.

    Stealth gehen, ja, richtig - nur eine der Bekannten, zu der ihre Frau hält, ist dazu übergegangen, geouted zu leben. Da hat sich die Spreu vom Weizen im ehemaligen Freundeskreis getrennt, da blieben nicht viele. Bei den anderen ist die Situation eher = am Boden zerstört, ihres Menschseins beraubt und persönliche Gründe, also verschlissen. Eine mäandert in einem unregelmäßigen Streufeld von psychischen Zuständen umher, das passiert, wenn man einen Menschen vollständig zerfleddert und ihm die Selbstinstanz zermörsert. Also Psychiater, die mit Gewalt mündige Menschen "herumzuerziehen" versuchen, obendrein noch Bonus, Religioten der Charismatiker-Sekte. Almost everything said, eh.

    Ich schreibe noch anderes. Möchte mehr auf Einzelheiten eingehen, aber dann wird es voll lang... Erst mal alles Wünschenswerte, und dass Du auf keinen Fall die Segel streichst! Und einen Umhang aus Adamant, symbolisch wenigstens.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #39 springen »
#43 Still_Ith
  • 30.03.2020, 14:13h
  • Antwort auf #42 von Homonklin_NZ
  • Danke dir <3

    Naja, ein Buch schreiben - bei vergleichsweise "Promi"-trans*-Leuten mag das was bringen. Aber ziemlich häufig sind das Leute, die halt die CisTem-taugliche Reihenfolge eingehalten haben: Erst die Bekanntheit, erst das Hocharbeiten im Job, erst die 5k Follower oder mehr.. und dann auch nur deswegen sichtbar beim Outing, weil es diese Ressourcen kosten würde, wenn man von der Bildfläche einfach verschwinden würde.
    Als sowas wie ich, was sich erst outet, erst zum Aussätzigen wird, und dann bereits als Freak da steht, sieht das alles anders aus. Die Reihenfolge von oben, das läuft in unserer Gesellschaft zunehmend. Aber der Preis ist halt schon, dass du erstmal ne Phase brauchst, in der die Leute sich an dich gewöhnen konnten, anfangen konnten, dich als Mensch zu betrachten und zu mögen.
    Jemanden plötzlich zum Monster umzudeklarieren, den*die man bislang als Mensch eingeordnet hat, das tun ja viele Leute dann eher doch nicht. Einige schon, damit musst du als trans* in jedem Fall klarkommen. Aber diese Zeit, in der sie dich erstmal als vollwertigen Menschen eingeordnet haben, und angefangen haben, dich dann zu mögen, wobei zumindest viele später bleiben, die gibt's halt nicht, wenn du von vornherein unangepasst und als Ekelgeschöpf da stehst.

    Ich glaube offen gesagt auch nicht, dass viele Homosexuelle sich so wirklich vorstellen können, wie das ist, sich das mit dem Outing nicht aussuchen zu können, weil Aussehen-Passing, Stimm-Passing und Pass-Eintrag, Postanschrift, Name auf der EC-, Fahr- oder Bahnkarte von vornherein vom Gegenüber als nicht-zusammenpassend eingestuft werden - egal, ob du heute den rosa Nagellack trägst oder nicht, egal, was du heute anhast. Ob man vom Dating, von Parties, von der Partnerschaft oder dem CSD erzählen will, ist eine eigene Entscheidung. Ob man darauf vielleicht erstmal verzichtet, um den Bonus "als Mensch wahrgenommen werden statt als Politikum" mitzunehmen, lässt sich zu nem gewissen Anteil mitbestimmen. Ob ich als trans* out sein will, kann ich mir schon in 90% der selbstverständlichsten und theoretisch nebensächlichsten Telefonate der Welt nicht aussuchen.

    Wenn ich gerade mal motiviert bin, denk ich daran, sowas mit Buchschreiben trotzdem zu versuchen, und hypermotiviert kommt's auch vor, dass ich mal nen Tag dran arbeite, altes Blog-Material für sowas aufzuarbeiten und zu strukturieren.
    Aber wenn ich dann n bisschen Arbeit investiert habe und im Erschöpfungsmodus lande, fällt mir eben auf einmal auch wieder auf, dass es schon auf dem Blog ja niemand liest. Und dann kommt halt noch sowas, wie das mit dieser Veranstaltungsplanung da, dass du da Energie investierst, und hoffst, dass das irgendwem was wert ist, und dann kriegst du klar auf den Kopf zugesagt "Ne, Freundchen, SOOO nicht!! WENN schon, dann mit bravem Bitte und Danke fürs Da-Sein dürfen, und nach UNSEREN Regeln."
    Die werfen einen halt wirklich einfach raus bei sowas, ne? So sehr sie sich die Diversität auf dei Flaggen schreiben, aber wie die auszusehen hat, davon haben sie ja schon einen Plan, und Leute mit realen Erfahrungswerten passen da selten rein.
    Das verdeutlicht dir halt einfach nochmal unmissverständlich: Für ein bisschen Kosmetik bist du gut genug, als Begaffungs- und Bemitleidungsobjekt, ja bitte. Aber eben nur soweit, wie nix dabei ist, bei dem sie selbst mal anfangen müssten, irgendwas zu ändern, an der Sichtweise, am Denken, am Verhalten. Oder wo sie eventuell noch in die Lage geraten würden, sich bei dir entschuldigen zu müssen.

    Ja, die tun das, dass sie dich rauskicken, weil deine Lebensrealität nicht zu ihrem Theoriegebäude passt, das passiert wirklich. Und von denen, die das so durchziehen, kommt keiner später an und fragt mal, wie's dir geht. Keine Bedenken, ob das jetzt vielleicht nicht okay gewesen sein könnte oder so. Denen tut da nix leid dran. Die werfen dich raus und sind einfach nur ehrlich froh, dich loszusein, und den Dreck, den du dadurch verkörperst, dass du ihn thematisiert. Der ganze Rattenschwanz an Problemen, den du mit dir rumschleppst, verschwindet, indem du verschwindest. Es ist einfach zu praktisch, als dass man drauf verzichten könnte.
    Man wird sich immer dagegen verwehren, trans*-Issues nicht zu wollen - daran liegt es ja nicht. Aber wenn du als Betroffene*r da schon ankommst, dann könntest du bitte doch einfach das erzählen, was sie gern hören wollen. Und bitte auch so, WIE sie das gern hören wollen. Wenn du dazu nicht bereit bist - irgendne Trans*-Person, die das bedient, was sie (hören und/oder sehen) wollen, werden sie schon finden. Und sich dann beglückwünschen, wie inklusiv sie sind.

    Aus den Augen, aus dem Sinn - und je mehr Scheiße dir passiert, desto mehr bist du einfach für andere Leute nur noch genau das. Du wirst nie in der Position sein, dagegen was machen zu können. Denn einer Sache können sie sich gewiss sein: Die sind immer "mehr".

    Und schön, jetzt nutzen sie offenbar im Bundestag noch die Corona-Gelegenheit, an Identifikationsnachweisen fürs Social Media zu arbeiten bzw. auf Klarnamenpflicht, aka öffentlicher Deadnamepflicht für Leute wie mich hinzuarbeiten. Und wenn's dann soweit ist, dass ich mich hier mit Adresse und Perso anmelden muss, da könnt ihr sicher sein - dann wird's das für mich mit der Präsenz im Netz (und nicht nur hier) endgültig gewesen sein.
    Auch wenn man leider wohl sagen muss, dass genau das ein wesentlicher Sinn und Zweck dieses Gesetzes sein dürfte.

    Vielleicht sollte ich echt zusehen, dass ich dieses Buch geschrieben bekomme, unter Pseudonym. Denn unter meinem Deadname bewerben werde ich es garantiert nicht.
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