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Irsinn-Pandemie

Weitere "Geistliche" geben Homosexuellen Schuld an Corona-Krise

Der irakische Kleriker und Politiker Muktada al-Sadr und der ukrainische Patriarch Filaret meinen, die Einführung der gleichgeschlechtlichen Ehe habe zur Verbreitung des Virus geführt.


Filaret Denyssenko und Muktada al-Sadr stehen für zwei sehr verschiedene Länder und Religionen und sind in ihrer Ablehnung von Homosexualität doch vereint

Im Irak hat der einflussreiche schiitische Geistliche Muktada al-Sadr gleichgeschlechtliche Ehen als einen der Gründe für die Ausbreitung des Coronavirus bezeichnet. "Ich rufe deshalb alle Regierungen dazu auf, diese Gesetze (zur Legalisierung gleichgeschlechtlicher Ehen) unmittelbar und ohne Zögern aufzuheben", schrieb Al-Sadr am Samstag bei Twitter. Damit könnten sie auch Buße tun für ihre Schuld, so al-Sadr laut dpa.


Al-Sadr veröffentlichte die homofeindliche Botschaft im Rahmen seiner "Nachrichten aus dem Himmel"-Reihe bei Twitter

Im Irak, der mehrheitlich von Schiiten bewohnt wird, steht gleichgeschlechtlicher Sex zwar nicht explizit unter Strafe. Irakische Behörden nutzen aber Gesetze zu Prostitution und zum Erhalt der öffentlichen Ordnung, um zu bestrafen, so die dpa. Menschenrechtler werfen der Regierung zudem vor, insbesondere schwule Männer nicht ausreichend vor Verfolgung zu schützen. Immer wieder kam es zu Ermordungen tatsächlicher oder vermeintlich schwuler Männer, oft durch Milizen (queer.de berichtete).

Al-Sadr hatte immer wieder gefordert, Homosexualität unter anderem durch Gebete "auszulöschen"(queer.de berichtete). Auch "Cross-Dressing" und die "Nicht-Befolgung traditioneller Geschlechterrollen" lehnte der Geistliche, Milizenführer und Schiiten-Politiker als "im Islam verboten" ab. Zugleich hatte er mehrfach öffentlich gefordert, dass seine Anhänger keine Gewalt gegenüber Homosexuellen ausüben sollten.

Im Irak haben sich nach offiziellen Angaben bisher rund 460 Menschen mit Sars-CoV-2 infiziert. 40 Menschen sind nach einer Erkrankung an Covid-19 verstorben.

"Gottes Strafe für die Sünden der Menschen"

Eine ähnliche Äußerung wie die von al-Sadr hatte in den letzten Tagen für Empörung in der Ukraine (knapp über 300 Infektionen, 8 Tote) gesorgt: Filaret Denyssenko, der Bischof und Ehrenpatriarch der Orthodoxen Kirche des Landes, sagte in einem am Sonntag veröffentlichten TV-Interview: "Eine Epidemie ist Gottes Strafe für die Sünden der Menschen. Und wir denken darüber nach, wie wir diese Epidemie loswerden können, und die Regierungen aller Staaten, einschließlich unserer, ergreifen die richtigen Maßnahmen, um Vorsichtsmaßnahmen zu treffen. Aber die Ursache des Coronavirus ist die Sündhaftigkeit der Menschheit."


Auf die Frage, wie er sich selbst vor dem Virus schützen werde, sagte der 91-Jährige in dem Interview: "Ich glaube, dass der Herr mich beschützen wird, er wird mir nicht erlauben, krank zu werden, weil ich der Kirche dienen muss."

Weiter sagte der Bischof der 2018 von Moskau losgelösten Kirche: "Die Menschen verteidigen nicht das Gute, sondern das Böse. Sie schützen es nicht nur, sondern sie verbreiten es. Ich meine vor allem die gleichgeschlechtliche Ehe."

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Gepostet von Insight LGBTQ NGO am Dienstag, 24. März 2020
Facebook / Insight LGBTQ NGO | Die ukrainische Organisation "Insight LGBTQ" hat inzwischen angekündigt, eine Klage gegen Bischof Filaret anzustrengen, da seine Worte zu Diskriminierung, Stigmatisierung und letztlich Gewalt gegenüber queeren Menschen führen könnten

Mitte März hatte bereits Metropolit Mark, der russisch-orthodoxe Erzbischof von Berlin und Deutschland, die Nicht-Anerkennung des "gottgegebenen Unterschieds zwischen Mann und Frau" als einen der Gründe für die Corona-Krise ausgemacht (queer.de berichtete). Zuvor hatten unter anderem ein evangelikaler US-Prediger und ein israelischer Rabbi das Virus als Rache für ein vermeintliches Handeln gegen die Natur dargestellt (queer.de berichtete). Auch in der letzten Woche hatte ein einflussreicher US-Prediger, der Chef des Bibelkreises des Weißen Hauses ist, vermutet, dass Gott den Virus geschickt habe, weil er unter anderem sauer sei auf Menschen, die "verdorbene Gedanken" oder eine "Neigung zum Lesbentum und zur Homosexualität" hätten (queer.de berichtete).



#1 panzernashorn
  • 28.03.2020, 15:04h
  • Die nächsten Volldeppen, die aus ihren Löchern krabbeln............

    Interessant finde ich immer nur, dass dumme Menschen sich umso weniger über ihren geistig-defizitären Zustand im Klaren sind, je ausgeprägter dies bei ihnen ist.
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#2 panzernashorn
  • 28.03.2020, 15:05h
  • Bei diesen Kadetten könnte das Virus tatsächlich einen guten, sinnvollen Zweck erfüllen..................
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#3 BePrideAnonym
#4 goddamn liberalAnonym
  • 28.03.2020, 15:08h
  • Das Problem ist, dass dieser menschenfeindliche Unsinn 'falscher Propheten' in ihren Ländern durchaus auf fruchtbaren Boden fällt.

    Dabei waren fromme Events in Mühlhausen im Elsass (evagelikal) und in Ghom im Iran (schiitisch) frühe Hotspots des Virus.

    Zu seiner Bekämpfung werden die frömmelnden Dunkelmänner natürlich auch keinen Beitrag leisten.
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#5 NuminexEhemaliges Profil
  • 28.03.2020, 15:10h
  • Merkwürdig, denn wenn Gott nicht wollte, dass ich schwul bin und oder heirate, weshalb hat er mich dann schwul erschaffen oder knipst mir dann nicht einfach das Licht aus, sondern bringt stattdessen zehntausend "unschuldige" Menschen um? Leuchtet mir bei einem Allmächtigen irgendwie nicht ein. Aber ich versuche auch logisch zu denken, vermutlich liegt darin das Problem.
    Krasse These: Es gibt ihn gar nicht und falls doch, kann er unmöglich mit den christlichen Werten in Verbindung gebracht werden, die die Kirche propagiert.
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#6 Ralf0711Profil
#7 Pink FlamingoAnonym
#8 panzernashorn
#9 SarkastikerAnonym
  • 28.03.2020, 16:54h
  • Wie tief diese Flachpfeifen geistig fliegen erkennt mann auch immer wieder daran, dass denen als "sündhaftes" Verhalten immer wieder Homosexualität und Transsexualität einfällt.
    Die ganzen, nach ihren eigenen Geboten, sonstigen "Sünden" scheinen da nicht so schwer zu wiegen.
    Mord und Totschlag, Krieg etc. scheint alles nicht schlimm genug gewesen zu sein, damit "Gott" straft.
    Armselig aber gefährlich.
    Den Käse glauben zu viele gerne.
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#10 schwulenaktivist
  • 28.03.2020, 17:21h
  • Regt Euch nicht auf über die Super-Gläubigen! Fragt Euch besser warum so viele Schwule noch an einen Gott glauben wollen!
    Das ganze hatten wir schon in den Zeiten von HIV/Aids.
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