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Kommentare zu:
Weitere "Geistliche" geben Homosexuellen Schuld an Corona-Krise


#31 BePrideAnonym
  • 29.03.2020, 13:53h
  • Antwort auf #29 von Quelle
  • Die wissenschaftlichen Widerlegungen wurden von der jüdischen Religionswissenschaftlerin Ruth Lapide in der Sendereihe "Die Bibel aus jüdischer Sicht" auf Bibel.tv dargestellt. Dort nannte sie die drei meist' herangezogenen Bibeltexte, die zur Schwulenhetze benutzt werden, obwohl sie wie das erstgenannte Zitat gerade das Gegenteil meinen. So sei das Drama von Sodom und Gomorrha deshalb über deren Bewohner gekommen, weil sie drei verfolgten Schwulen kein Asyl geben wollten.
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#32 QuelleAnonym
#33 ExegeseAnonym
  • 29.03.2020, 14:22h
  • Antwort auf #31 von BePride
  • Das ist keine Quelle. Du erzählst eine nicht überprüfbare Anekdote über die unbelegte, also angebliche, Einzelmeinung einer Person. Eine kurze Recherche bringt nicht einen Treffer zu "Ruth Lapide" + "Homosexualität".
    Maßgebliche Quellen, wie die Deutsche Bibelgesellschaft kennen Deine Privat Meinung auf jeden Fall nicht.

    "wissenschaftlich widerlegt" ist in diesem Kontext ehedem falsch. Sollte Frau Lapide, tatsächlich eine alternative Lesart ins Spiel gebracht haben, ist dies nichts, was man als "wissenschaftlich widerlegt" bezeichnen kann. Zumal sich dann die Frage stellt: Was in der Bibel ist bitte nicht wissenschaftlich widerlegt?, oder andersrum, was ist wissenschaftlich bewiesen?
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#34 BePrideAnonym
#35 SosoAnonym
  • 29.03.2020, 15:46h
  • Antwort auf #31 von BePride
  • "So sei das Drama von Sodom und Gomorrha deshalb über deren Bewohner gekommen, weil sie drei verfolgten Schwulen kein Asyl geben wollten."

    Und das soll "Wissenschaft" sein? Ich behalte mir da eine gewisse Skepsis vor.

    Davon abgesehen: Die Grundaussage bleibt auch in dieser hanebüchenen Interpretation die selbe, nämlich, dass diese sadistische Wüstengottheit es sich vorbehält, bei missliebigem Verhalten einfach mal die Einwohnerschaft ganzer Städte im Rahmen einer Kollektivstrafe qualvoll auszurotten.

    Wer diesen dieses Gottesbild mit Werten wie "Freiheit", "Menschenliebe" oder "Gerechtigkeit" in Einklang bringen kann, sollte mal seinen Wertekompass zum TÜV bringen - Homophobie hin oder her.
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#36 BePrideAnonym
#37 BePrideAnonym
#38 JadugharProfil
  • 29.03.2020, 20:10hHamburg
  • Antwort auf #29 von Quelle
  • Zu Sodom und Gomorrha gibt es von Archäologen widerlegende Beweise! Ich kann sie nicht nennen, da müßte man entsprechende Forschungseinrichtungen (Universitäten) aufsuchen. Ich habe es nur in wissenschaftlichen Veröffentlichungen gelesen, was einige Jahrzehnte zurückliegt, so daß ich nicht mehr weiß, in welcher Veröffentlichung ich das gelesen hatte. Das müßte sich jedoch finden lassen.
    Zum Inhalt jener Veröffentlichungen:

    Die Babylonier hatten aus astrologischen Gründen den Himmel täglich beobachtet und alle Vorkommnisse auf Tontafeln aufgezeichnet. Unter anderem auch einen Meteoriten, so daß man sogar dessen Geschwindigkeit und Richtung ermitteln kann. Er flog in Richtung des heutigen Jordanien. Jene Aufzeichnung weist auf eine Naturkastrophe hin, die sich in Jordanien ereignet hatte.

    In der Gegend des Toten Meeres wurden vier Städte ausgegraben, die unter einer dicken Ascheschicht begraben liegen. Man geht davon aus, daß zwei davon die Städte Sodom und Gomorrha sind. Diese vier Städte, wovon die Bibel zwei nennt, sind durch ein Meteoritenschauer zerstört worden.

    Zu den Erzählung der Bibel und anderen Schriften bezüglich dieser Naturkatastrophe, kann man wie folgt auch so lesen:

    Lot konnte sich in eine Höhle retten und so sich vor den Meteoritenhagel retten. Seine Frau blieb im Salzschlamm mit ihren langen Klamotten stecken und der feige Lot hatte sie nicht gerettet, weswegen sie zur Salzsäule erstarrte! Später trieb er besoffen Inzest-Sex mit seinen Töchtern, gibt jedoch die Schuld für die Naturkatastrophe den Bewohnern von Sodom und Gomorrha, weil er zuvor einen Rechtsstreit mit ihnen hatte, und sie den Lot den Stinkefinger zeigten, daß er ihnen als Ausländer nichts befehlen kann. Sie drohten ihm deswegen, Lot seine beiden Begleiter (Gottesboden oder Engel) zu vergewaltigen, wenn er nicht aufhört, weiter ihnen Vorschriften zu machen. Engel sind von der persischen Religion des Zoroastertums entlehnt worden. Auf diese homosexuelle Vergewaltigungsdrohung wollte der üble Lot, daß man seine beiden Töchter vergewaltigt, anstatt seiner beiden Begleiter! Damit ging Lot nicht von einer Homosexualität der Bewohner von Sodom und Gomorrha aus, sondern sah das als Frevel an, weil die judäische Gesetzesordung laut den Massenmörder Moses derartiges Handeln verbot. Doch Lot war außerhalb des Bereiches, wo diese Gesetze galten und deswegen in Sodom und Gomorrha aneckte. Daß kurz danach der Meteoritenschauer kam, sah Lot als Strafe Gottes, doch sein eigenes böses Handeln wurde nicht bestraft!

    Der Koran bezieht sich bei der Verfolgung von Homosexualität auf dieses Ereignis in Sodom und Gomorrha und interpretiert die jüdische Erzählung völlig falsch.

    Das Christen und das Judentum beziehen sich auf die Aussagen des widersprüchlichen Massenmörders Moses und jenem Ereignis in Sodom und Gomorrha als Bestätigung für Gottes Strafe, weil Lot wieder mal einen Sündenbock hatte, weil er glaubte, im Recht zu sein. Doch sein widerliches und ungerechtes Handeln war keiner Strafe wert!

    Die Schuld bei irgendwelchen katastrophalen Ereignissen auf unliebsame Menschen zu schieben, scheint eine sehr lange Tradition bei den selbst sehr bösen Religioten zu haben, die sich bis in die heutigen Tage fortsetzt. Man will einfach nicht aus den Tatsachen lernen!
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#39 SosoAnonym
#40 TheDadProfil
  • 29.03.2020, 22:14hHannover
  • Antwort auf #33 von Exegese
  • ""Das ist keine Quelle.""..

    Eine Ruth Lapide ist als jüdische Historikerin und Theologin so gut wie jede andere theologische Quelle auch, zumal es sich bei Sodom&Gomorrha um eine Episode aus der Thora handelt, bei der die Übersetzungen in das alte Testament zuerst über das Griechische und dann erst ins Latein bereits mehr an Authentizität verloren haben, als sie je besaßen..

    Als Quelle hat das Beigeschmack weil diese dann auf "Bibel-TV" Veröffentlichung findet..

    ""Maßgebliche Quellen, wie die Deutsche Bibelgesellschaft kennen Deine Privat Meinung auf jeden Fall nicht.""..

    Das Nennen von Ruth Lapide macht das nicht zu einer "Privat-Meinung"..

    Ansonsten ist auch eine "Deutsche Bibelgesellschaft" als "Quelle" nicht seriöls, denn nicht an der Aufklärung jahrhundertelanger falscher Auslegungen von "Bibel-Texten" interessiert, man kann also von denen auch nicht erwarten sich explizit mit den jüdischen Originalen zu befassen, um den Autoren, Kopisten und Übersetzern der "Bibel" irgendwelche Fehlleistungen nachzuweisen..
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