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Kommentare zu:
Weitere "Geistliche" geben Homosexuellen Schuld an Corona-Krise


#41 ExegeseAnonym
  • 29.03.2020, 22:37h
  • Antwort auf #34 von BePride
  • Alleine schon, dass Du Apologetik unter Wissenschaft subsumierst, zeigt, dass Du nicht weißt, wovon Du sprichst. Noch deutlicher wird dies durch Deine anlasslose Triade, in der Du mir in typischer Strohmann Manier vorwirfst, dass meine Äußerungen keiner "wissenschaftlichen Betrachtungsweise" stand halten würde.

    Dies ist deswegen Unsinn und ein Strohmann, da ich nichts geäußert habe, was eine "wissenschaftlichen Betrachtungsweise" benötigen würde. Ich habe lediglich nach Deiner Quelle gefragt und Dich im Anschluss darauf hingewiesen, dass es die von Dir ausgedachte Quelle nicht gibt. Woraus Du hier eine "Haltung" ableitest, gar eine "starre", ist unverständlich, da ich weder eine These noch eine Behauptung aufgestellt habe. (Es ist natürlich nur theoretisch unverständlich. Mir ist schon völlig klar, warum Du so irrational reagierst. Ein Paradebeispiel für Projektion.)

    Du hingegen, Du behauptest! Und nicht nur irgendetwas, sondern Sensationelles, nie zuvor gehörtes, was allen seit Jahrhunderten gängigen Lesarten der Textstelle widerspricht. Du behauptest weiter, diese Neu-Interpretation wäre durch wissenschaftliche Methodik erarbeitet worden.
    Nun, schön und gut. Dies liegt absolut im Bereich des Möglichen. Selbst dann, wenn wie bekannt, die Theologie keine Methodik im wissenschaftlichen Sinne kennt. Jedoch ist die Frage nach der Quelle dieser, wenn sie denn echt wäre, aufsehenerregenden Neuentdeckung für jeden geradezu verpflichtend. Dass Du die Selbstverständlichkeit der Überprüfung einer Quelle als Starrsinn verdammst, spricht ebenso wie der ungeschickte Versuch einer Herabsetzung wohl für sich.

    Weiterhin ist da ein Fehler, den akademiefremde Personen oft begehen, wenn sie versuchen, Meinungen, Gerüchte oder auch Verschwörungstheorien einen Gehalt zu zusprechen und ihre Fantasien fatalerweise als "wissenschaftlich" deklariert sehen wollen. Wenn Deine Geschichte wahr wäre und die von Dir behauptete, alternative Lesart würde tatsächlich von profunder Stelle vertreten, so wäre etwas darüber zu finden, die angebliche These der jüdischen Professorin, würde oder wäre diskutiert, verworfen, bestätigt, angefeindet was auch immer worden. Doch es findet sich nichts. Nada. Null. Kein einziger Eintrag, auch nicht auf Englisch. Wer sich noch nie mit Wissenschaft beschäftigt hat, ich meine jetzt niemanden bestimmten, weiss unter Umständen nicht, dass Forschung nicht im stillen Kämmerlein stattfindet, sondern in der Öffentlichkeit. - auch wenn es schwer fällt sich vorzustellen, dass jemand noch nie von Peer-Review gehört hat - Du hast es auf jeden Fall offensichtlich nicht. Denn sonst wüsstest Du, dass nur weil der bei homophoben und rechten evangelikalen Christen sehr beliebte Sender "Bibel TV", eventuell ein Video aus seiner Mediathek gelöscht hat, oder was immer Du Dir als Ausrede zurechtlegen magst, die These der Bibelforscherin natürlich dennoch zu finden sein müsste. Wissenschaft ist nämlich nicht, wie Du glaubst, dass sich jemand etwas frei rotierend ausdenkt, es in ein Oktavheft notiert und damit ist es anerkannt.

    Dein moralisch fragwürdiger Versuch, Texte pink zu waschen, die eindeutig zu Verfolgung und Tötung von Homosexuellen aufrufen, ist an sich schon ein starkes Stück. Sich dann jedoch auch noch Quellen zurecht zu lügen und mit Gesprächsverweigerung auf Gegenstimmen zu reagieren, bestätigt alle Klischees, wie man sie von Fundamentalisten gewohnt ist, die keinerlei Widerspruch dulden.
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#42 ExegeseAnonym
  • 29.03.2020, 23:17h
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • Ich habe eben dazu einen ausführlichen Kommentar abgegeben.

    Zu Deinem Kommentar:
    Es ist sehr wohl eine Privatmeinung. Denn es findet sich kein Hinweis darauf, dass Ruth Lapide die von BePride behauptete Aussagen jemals traf. Und selbst wenn sie etwas entsprechendes gesagt hätte, wäre es dennoch eine Privatmeinung. Begründung dafür findest Du in meinem vorherigen Post.

    Aber anscheinend hast Du eine bestätigende Quelle, sonst würdest Du nicht über die von BePride kolportierte Anekdote als gegeben reflektieren. Oder? Es stellt sich natürlich die Frage, warum Du dann jetzt nicht die Quelle in Deinen Post einfügst. Hm... ? Hast Du sicher nur vergessen. Ich freue mich darauf, morgen die von Dir sicher nachgelieferten Informationen selbst zu lesen.

    "Eine Ruth Lapide ist als jüdische Historikerin und Theologin so gut wie jede andere theologische Quelle auch, "

    Das ist mir doch völlig bewusst. In der Theologie gibt es keine wissenschaftliche Methodik, nicht einmal einen Gegenstand der Forschung, und so auch keine verbindenden Theorien. Und bitte erspar es mir jetzt mit historischer oder religionswissenschaftlicher Forschung zu kommen; ich spreche hier ausdrücklich von Theologie, oder noch schlimmer, von Apologetik. Denn das ist es wovon BePride sprach. Natürlich ohne es zu wissen.
    Jeder kann sich theologisch äußeren und die Aussage des Briefträger Maiers ist genauso profund, wie die vom Papst. Da bin ich mit Dir völlig d'accord. Warum gäbe es sonst auch fast 40.000 verschiedene christliche Konfessionen? Und jede hat eine andere Lesart der Bibel. Es ist müssig, darüber überhaupt ein Wort zu verlieren.

    Mein Punkt bei der ganzen Sache ist, dass ich mich dagegen verwehre, den Begriff Wissenschaft zu missbrauchen, wie durch BePride geschehen. Insbesondere, wenn den Wissenschaften traditionell feindlich gegenüberstehende Ideologien, wie hier der Abrahamismus, damit einen völlig unverdienten Anstrich von Seriosität gegeben werden soll.

    Vielleicht hast Du davon auch schon einmal gehört. Wenn zum Beispiel Biologen sich der Diskussion mit Kreationisten verweigern, ist genau dies der Grund.

    Schade, dass Du glaubst, Evangelikale vor mir verteidigen zu müssen. Ich wusste nicht, dass Du politischen Strömungen der äußeren Rechte so zugetan bist.
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#43 ExegeseAnonym
  • 29.03.2020, 23:28h
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • "Ansonsten ist auch eine "Deutsche Bibelgesellschaft" als "Quelle" nicht seriöls, denn nicht an der Aufklärung jahrhundertelanger falscher Auslegungen von "Bibel-Texten" interessiert, "

    Du bist also der Ansicht, dass es richtige und falsche Auslegungen der Bibel gibt? Bitte eröffne mir doch, nach welchen Kriterien Du festlegst, welche Auslegungen richtig und welche falsch sind? Ich glaube zwar, dass für eine solche Leistung mindestens ein Templeton-Preis fällig gewesen wäre, aber vielleicht wolltest Du ja einfach auf den Presserummel verzichten? Aber mir kannst Du es doch verraten, oder? ;)
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#44 TheDadProfil
  • 30.03.2020, 09:36hHannover
  • Antwort auf #42 von Exegese
  • ""Zu Deinem Kommentar:
    Es ist sehr wohl eine Privatmeinung. Denn es findet sich kein Hinweis darauf, dass Ruth Lapide die von BePride behauptete Aussagen jemals traf.""..

    Das dieser Hinweis erst ergoogled werden muß ist nicht gleichbedeutend damit, daß es ihn nicht gibt..

    ""Und selbst wenn sie etwas entsprechendes gesagt hätte, wäre es dennoch eine Privatmeinung. Begründung dafür findest Du in meinem vorherigen Post.""..

    Was dann aussagt, die Auffassung EINER Theologin sei nicht soviel wert wie die Aussage einer Gruppe von Theologen ?

    Eine Privatmeinung ist also nur deshalb privat weil ihr eine Mehrheit fehlte ?

    Mal abgesehen davon das ich Theologie nicht für eine Wissenschaft halte..
    Sie dann mit Wissenschaftlichen Begriffen "messen" zu wollen verbietet sich schon von allein..

    ""Jeder kann sich theologisch äußeren und die Aussage des Briefträger Maiers ist genauso profund, wie die vom Papst.""..

    Äh ? Nöö..
    Das kann sie schon aufgrund des Mangels von Zugang zu den möglichen Quelltexten gar nicht sein, die dann übrigens von genau diesem "Papst" unter Verschluß gehalten werden, um seiner Auffassung Geltung zu verschaffen..
    Nun ist Ruth Lapide aber ebenfalls Theologin, und besitzt mindestens Zugang zur Thora, und damit zum Quelltext des Alten Testamentes, und daher wäre ihre Aussage mit der "Meinung" des Papstes durchaus gleichzusetzen..
    Insofern ergäbe sich hier also ein Patt, die durchaus gängige Situation in theologischen Diskursen..

    Denn auch Du baust hier einen Strohmann auf, indem Du den Eindruck erwecken wolltest, die Meinungen der Kleriker seien "eher verbindlich", weil sie "mehr" sind, und schon "länger gelten", was diesen dann eine Gültigkeit zuspräche, die sie nicht besitzen so lange ihre Quellen nicht überprüfbar bleiben..

    ""Schade, dass Du glaubst, Evangelikale vor mir verteidigen zu müssen.""..

    Ich werde mich hüten..
    Zumal ich nicht "glaube", und das niemals, und in keinem Kontext..
    Doch bei diesem Diskurs gibt es dann in "BePride" kein "Ersatzziel", nur weil das eigentlich Ziel nicht erreichbar scheint..

    Wir haben hier die Möglichkeit uns mit den Aussagen einer Ruth Lapide zu beschäftigen, um Argumente aufzufinden die über diese Sendungen auf (ausgerechnet) "Bibel-TV" und auch über den Bayrischen Rundfunk (unter dem titel "das verbotene ist doch erlaubt") viral wurden, um zu schauen ob man sie künftig in der Diskussion mit solchen Evangelikalen nutzen kann..

    Das man sich hier dann gegenseitig aneinander abarbeitet kann dabei nicht das Ziel sein..

    Und zu Nr.#43..

    ""Du bist also der Ansicht, dass es richtige und falsche Auslegungen der Bibel gibt?""..

    Wenn man sich mit den Texten beschäftigt um sie "auszulegen", dann gibt es sicher richtige und falsche Auslegungen..
    Ob es sich dabei um eine Bibel, einen Koran, eine Thora, oder die Gebrauchsanleitung für einen Waschvollautomaten handelt ist erst einmal irrelevant..

    Falsche Auslegungen führen explizit zu falschen Handlungen..

    Da wir uns auch weiterhin mit solchen "Gläubigen" in der gleichen Gesellschaft werden aufhalten müssen, wird es immer wieder notwendig sein sich damit auseinanderzusetzen was die von ihrer "Religion" eigentlich wissen, und wieso sie dann zu Handlungssträngen kommen, die mit dem was dort steht nicht in Zusammenhang gebracht werden kann..
    Dort ist zuerst die Idee des Antisemitismus zu nennen, die viele Muslime verinnerlicht haben, für den es aber in den Texten des Koran und auch der Sunna nicht einen einzigen Beleg gibt..
    Analoges gilt dann also auch für deren Ablehnung von "Lebensweisen" die nicht ihre "Vorstellungen" entsprechen..

    Ich halte es auch nicht für meinen Job als Atheisten einen "Gläubigen" von seinem "Glauben" abzubringen, denn das wäre Mission..
    Wollte man eine solchen Versuch wagen, dann müßte man sich auch mit einem Herrn Bergoglio oder irgendeinem Ayatollah im Iran zuerst beschäftigen, wenn man wirkungsvoll sein will..

    Man kann aber auch einem "Christen" oder "Muslim" in der Nachbarschaft den Rat erteilen
    "wenn du ein reiner mensch sein willst, dann mußt du keine anderen menschen umbringen oder unterdrücken, dann kannst du auch in eine waschmaschine springen"..

    Was dann den Templeton-Preis betrifft, so halte ich es mit der Aussage des höchst umstrittenen Richard Dawkins :
    ""Ihm zufolge werde ein sehr großer Geldbetrag in der Regel einem Naturwissenschaftler übergeben, der bereit ist, etwas Nettes über Religion zu sagen ""..

    Ich bin weder Wissenschaftler, noch dazu bereit "Nettes" über "Religion" zu sagen, und scheide damit als Preisträger per se aus..
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#45 grenouilleAnonym
  • 30.03.2020, 13:16h
  • Die Pandemie hat nix mit homosexuellen zu tun, aber sehr viel mit religiösen Fanatismus.

    1) Ghom/ Iran wurde zum Epizentrum der Coronakrise, weil die Kleriker sich weigerte die Pilgerstätte zu schließen, wo 24/7 Massen von Menschen den Schrein der Fatima küssen.

    2) in Jerusalem ist die Ansteckungsrate unter den ultra-orthodoxen extrem hoch, weil Thoraschule lange geöffnet und riesige Hochzeiten stattfanden

    3) Die Evangelikalen in den USA feiern weiter Messen

    4) South Korea war die Zusammenkunft einer red. Sekten ein superspreader
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#46 LorenProfil
#47 ExegeseAnonym
#48 ExegeseAnonym
#49 Homonklin_NZAnonym
  • 30.03.2020, 18:54h
  • An sich ist schwer zu fassen, dass hier über Inhalte aus der Sagen- und Märchenschwarte auch noch versucht wird, irgendwelche Fragen um die Legitimation für klerikalen Hass zu klären, womit ja schon wieder ein kleiner Schritt auf solche Gestalten zu gegangen wird. Man könnte sich von dieser Neigung zum Stockholm-Annähern auch mal langsam los koppeln, und die Tiraden der Knilche als das sehen, was sie sind. Hassgespei im Unverständnis gegen verkehrt verortete Wahnfeinde, Geschimpfe von an Wahn Erkrankten.
    Eine Medikamentierung bringt da eher was, als die Deutung von Aspekten der Wahn-Inhalte.
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#50 TheDadProfil
  • 30.03.2020, 20:29hHannover
  • Antwort auf #49 von Homonklin_NZ
  • ""An sich ist schwer zu fassen, dass hier über Inhalte aus der Sagen- und Märchenschwarte auch noch versucht wird, irgendwelche Fragen um die Legitimation für klerikalen Hass zu klären, womit ja schon wieder ein kleiner Schritt auf solche Gestalten zu gegangen wird.""..

    Ja und Nein..
    Nein, weil es nicht darum ginge denen eine Legitimität zuzugestehen..
    Ja, weil diese Leute sich ihre Legitimation aus diesen Schriften heraus zugestehen, ohne sich wirklich damit befasst zu haben, und man denen damit ganz einfach den Vorwurf machen muß, keine Ahnung davon zu haben..

    Dazu kommt dann noch, das man denen unterstellen muß mit den Übersetzungen vorsätzlich gehandelt zu haben, wenn im Original ganz anderes steht, und sie damit ihre Handlungen zielgerichtet ihrer Doktrin angepasst haben..
    Sie lügen weil sie lügen wollen, sie hassen weil sie hassen wollen..
    Sie sind keinem Irrtum aufgesessen..
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