Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://queer.de/?35837

Vorfreude

Chalamet und Hammer bei "Call Me By Your Name 2" dabei

Der oscarprämierte Film um eine schwule Liebe in Italien wird eine filmische Fortsetzung erhalten – mit denselben Hauptdarstellern.


Die Romanze zwischen Elio (Timothée Chalamet) und Oliver (Armie Hammer) entzückte 2017 Zuschauer und Kritiker (Bild: Sony Pictures Classics)

Timothée Chalamet und Armie Hammer sollen in der Fortsetzung von "Call Me By Your Name" erneut in ihre Rollen als Elio Perlman und Oliver schlüpfen. Das erklärte Regisseur Luca Guadagnino gegenüber der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". "Jeder wird in dem neuen Film dabeisein", sagte der 48-Jährige.

Der in der Lombardei lebende Italiener erklärte, er sei vor der Corona-Krise bereits in die USA gereist, um mit einem Drehbuchautor über die Fortsetzung zu sprechen. Neben Chalamet und Hammer seien laut Guadagnino auch Michael Stuhlbarg (als Elios Vater) und Esther Garrel (als Marzia) erneut mit von der Partie.

Der heterosexuelle Autor André Aciman, auf dessen Romanvorlage aus dem Jahr 2007 "Call Me By Your Name" basiert, hat bereits letztes Jahr eine Fortsetzung unter dem Titel "Find Me" auf Englisch veröffentlicht (queer.de berichtete). In dem von Kritikern wenig geliebten Buch wird die Geschichte der Hauptfiguren über einen längeren Zeitraum weitererzählt.

- Werbung - Video - Abheben und Frankreich und die Welt entdecken

Vier Oscar-Nominierungen für ersten Film

Der Film "Call Me By Your Name" war ein großer Kritikererfolg. Die amerikanisch-italienisch-französisch-brasilianische Koproduktion handelte von der Liebesbeziehung des 17-jährigen Elio mit dem 24-jährigen Oliver im Italien der Achtzigerjahre. Das Liebesdrama war Ende 2017 vier Mal für den Oscar nominiert worden, darunter auch als bester Film. Timothée Chalamet erhielt eine Nominierung als bester Hauptdarsteller – der damals 22-Jährige war die drittjüngste Person, die jemals in dieser Kategorie nominiert worden war, und die jüngste in rund 80 Jahren. Am Ende gewann der Film immerhin einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (queer.de berichtete).

Der Film sorgte für mehrere Kontroversen innerhalb der Community. So war umstritten, dass zwei heterosexuelle statt schwule Schauspieler die schwulen Hauptrollen übernommen hatten. Außerdem wurde von einigen die Darstellung eines Erwachsenen kritisiert, der Sex mit einem 17-Jährigen hatte (obwohl dies selbst im konservativen Italien der Achtzigerjahre legal gewesen wäre). Karamo Brown, einer der fünf schwulen Experten aus der Netflix-Realityshow "Queer Eye", bezeichnete den Altersunterschied von sieben Jahren etwa als "verdammt problematisch" und sprach von "raubtierhaftem Verhalten" des Älteren (queer.de berichtete).

Auch Homo-Hasser sprangen auf den Zug auf: Der LGBTI-feindliche Schauspieler James Woods ("Es war einmal in Amerika", "Contact", "White House Down") rückte die Darstellung im Film etwa in die Nähe von sexuellem Missbrauch von Kindern (queer.de berichtete). (dk)



#1 FinnAnonym
  • 03.04.2020, 12:55h
  • Normalerweise bin ich kein großer Fan von Sequels. Aber hier könnte es gelingen, wenn die wieder die Magie des ersten Films herstellen können.

    Und da es beim Roman ja auch eine Fortsetzung gibt, an die man sich halten kann, bin ich guter Dinge. Dann muss "nur noch" die ganze Atmosphäre des Films ähnlich wie bei Teil 1 werden.

    Deshalb hoffe ich auch sehr, dass neben den Schauspielern auch Regisseur, Kameramann und Drehbuchschreiber wieder dieselben wie bei Teil 1 sind.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 Freiheit der KunstAnonym
  • 03.04.2020, 14:16h
  • >>>>> Der Film sorgte für mehrere Kontroversen innerhalb der Community. <<<<<

    Bei solchen Freunden, die den Homohassern die Arbeit abnehmen, braucht man keine Feinde mehr.

    >>>>> So war umstritten, dass zwei heterosexuelle statt schwule Schauspieler die schwulen Hauptrollen übernommen hatten. <<<<<

    Deswegen sind es ja auch SCHAUSPIELER.

    Ansonsten gäbe es auch keine Filme über Aliens, Ritter, Hobbits, etc.

    Im übrigen:
    Wir regen uns immer (zu Recht) auf, wenn LGBTI-Schauspieler darauf festgelegt werden und nichts anderes als LGBTI-Filme drehen dürfen. Aber umgekehrt sind wir genauso intolerant.

    Fakt ist:
    die beiden Darsteller haben das hervorragend gemacht.

    Wie übrigens auch andere Hetero-Darsteller, die hervorragend Schwule gespielt haben. Ich erinnere nur beispielhaft an Brokeback Mountain, Milk, Pride, Beautiful Thing, Latter Days, Maurice und andere Klassiker.

    >>>>> Außerdem wurde von einigen die Darstellung eines Erwachsenen kritisiert, der Sex mit einem 17-Jährigen hatte <<<<<

    Geht's noch? Das Schutzalter liegt selbst in konservativen Staaten bei 16 Jahren. Auch in Deutschland. Und wie auch im Artikel steht, wäre diese Beziehung selbst im Italien der 1980er-Jahre, wo der Film spielt, legal gewesen.

    >>>>> Karamo Brown, einer der fünf schwulen Experten aus der Netflix-Realityshow "Queer Eye", bezeichnete den Altersunterschied von sieben Jahren etwa als "verdammt problematisch" und sprach von "raubtierhaftem Verhalten" des Älteren <<<<<

    Blödsinn. Was soll an sieben Jahren Altersunterschied problematisch sein? Selbst mehr ist kein Problem, solange es beide in gegenseitigem Einvernehmen tun und niemand unter dem gesetzlichen Schutzalter ist.

    Als ich angefangen habe zu studieren war ich 19 Jahre und hatte aber auch Beziehungen zu anderen Studenten (und auch One-Night-Stands), die 10 Jahre älter waren. Wo ist das Problem? Hat mich doch niemand zu gezwungen.

    Solange das gesetzliche Mindestalter nicht unterschritten wird und niemand zu etwas gezwungen wird, sondern alles freiwillig und in gegenseitigem Einvernehmen passiert, ist der Altersunterschied egal. Das hat NIEMANDEN zu interessieren, außer die Betroffenen selbst.

    Dass gerade LGBTI teilweise so rückständig sind und anderen vorschreiben wollen, wen sie zu lieben haben, finde ich skandalös.

    Damit nehmen wir den Homo- und Transhassern die Arbeit ab.
  • Antworten » | Direktlink »
#3 mactorProfil
  • 03.04.2020, 15:05hBerlin
  • Wie Heteros glauben Schwule spielen zu müssen.

    Ja, der Film war ganz nett.

    Aber auch ich sehe es so das wir genug "eigene" Schauspieler haben als das wir Hetero Schauspielern bei der Arbeit zuschauen müssen die so tun als wären sie wie "Wir"...
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Leon 4Anonym
  • 03.04.2020, 15:51h
  • Antwort auf #3 von mactor
  • Wie ist man denn bitteschön "wie wir"???

    Ich mein, seit 20 Jahren will die community mir vorschreiben wie ich als schwuler zu sein habe (wird nie passieren) , aber jetzt würde ich des dennoch auch gern noch von dir wissen.....

    Als ob des n unterschied macht ob da 2 hetenkerle oder 2 homokerle aufn Schirm rummachen, entweder können se die Rolle oder eben nicht... Und der castinganspruch bei dem Film hier war wohl eher im berreich "in warmer farbgebung krass emotional in die Ferne schauen"....
  • Antworten » | Direktlink »
#5 mactorProfil
#6 TimonAnonym
  • 03.04.2020, 16:58h
  • Ich finde es toll, dass es eine Fortsetzung geben soll.

    Da der Roman auch eine Fortsetzung hat, bietet sich das an.

    Ich bin schon gespannt, wie es mit den beiden weitergehen wird.
  • Antworten » | Direktlink »
#7 PetterAnonym
  • 03.04.2020, 18:32h
  • Antwort auf #3 von mactor
  • Alles klar.

    Dann lass uns aber auch dafür kämpfen, dass Schwule in Filmen und Serien keine Heteros mehr spielen dürfen. Denn das können die dann bestimmt auch nicht.

    Und um das auch durchzusetzen, sollte man von jedem Schauspieler einen Beweis für seine sexuelle Orientierung verlangen.

    Wir müssen uns nur noch überlegen, was wir mit Bisexuellen machen. Dürfen die auch nur Bisexuelle spielen, oder dürfen die dann auch Heteros und Schwule automatisch mitspielen?

    Und in Krimis sollten auch nur echte Verbrecher die Täter spielen dürfen und nur echte Polizisten sollten die Polizisten spielen dürfen. Denn andere können das bestimmt nicht. Muss man dafür eigentlch auch die Dienstvorschriften ändern?

    --- Ironie off ---

    Herr. lass Hirn vom Himmel regnen.

    Manche haben immer noch nicht kapiert, was das Wort "Schauspieler" bedeutet.
  • Antworten » | Direktlink »
#8 PetterAnonym
  • 03.04.2020, 18:41h
  • Antwort auf #2 von Freiheit der Kunst
  • Sehe ich im Prinzip ähnlich:

    da der Film ja sowohl beim Publikum als auch bei der Kritik sehr gut ankam und auch zahlreiche Preise eingeheimst hat, sollte man auch hinter der Kamera so weit wie möglich auf das selbe Team setzen.

    Never change a winning team.

    Aber beim Drehbuchschreiber James Ivory bin ich mir nicht ganz sicher, ob er das noch machen würde. Der ist mittlerweile schon über 90 Jahre alt (!!). Schön wäre es natürlich, da sein Name schon immer für Qualität stand. Aber ich könnte auch verstehen, wenn er das nicht mehr macht.

    Aber wenn neben dem Regisseur (der ja tatsächlich wieder derselbe zu sein scheint) auch noch der Kameramann wieder derselbe wäre (da der wirklich tolle Arbeit geleistet hat), wäre das schon eine perfekte Voraussetzung, damit die Fortsetzung wieder denselben Zauber hat wie der erste Film.
  • Antworten » | Direktlink »
#9 TheDadProfil
  • 04.04.2020, 05:16hHannover
  • Antwort auf #3 von mactor
  • ""Wie Heteros glauben Schwule spielen zu müssen.""..

    Ich stell mir gerade ein Casting vor in dem der vermeintlich vollständig uninformerte Darsteller vorspielen soll, und der "Jury" dann erklärt
    "ach ? das ist ein schwuler charakter ? den darf ich doch aber als hetero gar nicht spielen, solche rollen sind doch nur für die schwulen darsteller reserviert"..

    Positive Diskriminierung wird auch dann nicht besser, wenn man sie auf sich selbst anwendet !

    Denn das hieße im Umkehrschluß :

    Auch Schwule Darstellende dürften künftig keine Hetero-Rollen übernehmen, denn nach Deiner Auffassung von Authentizität hätten Schwule von einer solchen Rolle gar keine Ahnung..

    Was vollständig außer Acht läßt, daß es sich bei ALLEN Darstellungen um zugeschriebene Rollenbilder handelt..

    ""als das wir Hetero Schauspielern bei der Arbeit zuschauen müssen die so tun als wären sie wie "Wir"...""..

    Von der Hetero-Seite aus betrachtet ein prima Instrument zur Ausgrenzung Schwuler Darsteller, denn es gibt ja genug Hetero-Darsteller, da muß man diesen Schwulen Darstellern gar nicht erst zuschauen wie sie "Heteros" spielen..
  • Antworten » | Direktlink »
#10 TheDadProfil