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Vorfreude
Chalamet und Hammer bei "Call Me By Your Name 2" dabei
Der oscarprämierte Film um eine schwule Liebe in Italien wird eine filmische Fortsetzung erhalten – mit denselben Hauptdarstellern.

Die Romanze zwischen Elio (Timothée Chalamet) und Oliver (Armie Hammer) entzückte 2017 Zuschauer und Kritiker (Bild: Sony Pictures Classics)
- 3. April 2020, 10:31h 2 Min.
Timothée Chalamet und Armie Hammer sollen in der Fortsetzung von "Call Me By Your Name" erneut in ihre Rollen als Elio Perlman und Oliver schlüpfen. Das erklärte Regisseur Luca Guadagnino gegenüber der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". "Jeder wird in dem neuen Film dabeisein", sagte der 48-Jährige.
Der in der Lombardei lebende Italiener erklärte, er sei vor der Corona-Krise bereits in die USA gereist, um mit einem Drehbuchautor über die Fortsetzung zu sprechen. Neben Chalamet und Hammer seien laut Guadagnino auch Michael Stuhlbarg (als Elios Vater) und Esther Garrel (als Marzia) erneut mit von der Partie.
Der heterosexuelle Autor André Aciman, auf dessen Romanvorlage aus dem Jahr 2007 "Call Me By Your Name" basiert, hat bereits letztes Jahr eine Fortsetzung unter dem Titel "Find Me" auf Englisch veröffentlicht (queer.de berichtete). In dem von Kritikern wenig geliebten Buch wird die Geschichte der Hauptfiguren über einen längeren Zeitraum weitererzählt.
Vier Oscar-Nominierungen für ersten Film
Der Film "Call Me By Your Name" war ein großer Kritikererfolg. Die amerikanisch-italienisch-französisch-brasilianische Koproduktion handelte von der Liebesbeziehung des 17-jährigen Elio mit dem 24-jährigen Oliver im Italien der Achtzigerjahre. Das Liebesdrama war Ende 2017 vier Mal für den Oscar nominiert worden, darunter auch als bester Film. Timothée Chalamet erhielt eine Nominierung als bester Hauptdarsteller – der damals 22-Jährige war die drittjüngste Person, die jemals in dieser Kategorie nominiert worden war, und die jüngste in rund 80 Jahren. Am Ende gewann der Film immerhin einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (queer.de berichtete).
Der Film sorgte für mehrere Kontroversen innerhalb der Community. So war umstritten, dass zwei heterosexuelle statt schwule Schauspieler die schwulen Hauptrollen übernommen hatten. Außerdem wurde von einigen die Darstellung eines Erwachsenen kritisiert, der Sex mit einem 17-Jährigen hatte (obwohl dies selbst im konservativen Italien der Achtzigerjahre legal gewesen wäre). Karamo Brown, einer der fünf schwulen Experten aus der Netflix-Realityshow "Queer Eye", bezeichnete den Altersunterschied von sieben Jahren etwa als "verdammt problematisch" und sprach von "raubtierhaftem Verhalten" des Älteren (queer.de berichtete).
Auch Homo-Hasser sprangen auf den Zug auf: Der LGBTI-feindliche Schauspieler James Woods ("Es war einmal in Amerika", "Contact", "White House Down") rückte die Darstellung im Film etwa in die Nähe von sexuellem Missbrauch von Kindern (queer.de berichtete). (dk)
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Und da es beim Roman ja auch eine Fortsetzung gibt, an die man sich halten kann, bin ich guter Dinge. Dann muss "nur noch" die ganze Atmosphäre des Films ähnlich wie bei Teil 1 werden.
Deshalb hoffe ich auch sehr, dass neben den Schauspielern auch Regisseur, Kameramann und Drehbuchschreiber wieder dieselben wie bei Teil 1 sind.