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Vorfreude

Chalamet und Hammer bei "Call Me By Your Name 2" dabei

Der oscarprämierte Film um eine schwule Liebe in Italien wird eine filmische Fortsetzung erhalten – mit denselben Hauptdarstellern.


Die Romanze zwischen Elio (Timothée Chalamet) und Oliver (Armie Hammer) entzückte 2017 Zuschauer und Kritiker (Bild: Sony Pictures Classics)

  • 3. April 2020, 10:31h 36 2 Min.

Timothée Chalamet und Armie Hammer sollen in der Fortsetzung von "Call Me By Your Name" erneut in ihre Rollen als Elio Perlman und Oliver schlüpfen. Das erklärte Regisseur Luca Guadagnino gegenüber der italienischen Tageszeitung "La Repubblica". "Jeder wird in dem neuen Film dabeisein", sagte der 48-Jährige.

Der in der Lombardei lebende Italiener erklärte, er sei vor der Corona-Krise bereits in die USA gereist, um mit einem Drehbuchautor über die Fortsetzung zu sprechen. Neben Chalamet und Hammer seien laut Guadagnino auch Michael Stuhlbarg (als Elios Vater) und Esther Garrel (als Marzia) erneut mit von der Partie.

Der heterosexuelle Autor André Aciman, auf dessen Romanvorlage aus dem Jahr 2007 "Call Me By Your Name" basiert, hat bereits letztes Jahr eine Fortsetzung unter dem Titel "Find Me" auf Englisch veröffentlicht (queer.de berichtete). In dem von Kritikern wenig geliebten Buch wird die Geschichte der Hauptfiguren über einen längeren Zeitraum weitererzählt.

Vier Oscar-Nominierungen für ersten Film

Der Film "Call Me By Your Name" war ein großer Kritikererfolg. Die amerikanisch-italienisch-französisch-brasilianische Koproduktion handelte von der Liebesbeziehung des 17-jährigen Elio mit dem 24-jährigen Oliver im Italien der Achtzigerjahre. Das Liebesdrama war Ende 2017 vier Mal für den Oscar nominiert worden, darunter auch als bester Film. Timothée Chalamet erhielt eine Nominierung als bester Hauptdarsteller – der damals 22-Jährige war die drittjüngste Person, die jemals in dieser Kategorie nominiert worden war, und die jüngste in rund 80 Jahren. Am Ende gewann der Film immerhin einen Oscar für das beste adaptierte Drehbuch (queer.de berichtete).

Der Film sorgte für mehrere Kontroversen innerhalb der Community. So war umstritten, dass zwei heterosexuelle statt schwule Schauspieler die schwulen Hauptrollen übernommen hatten. Außerdem wurde von einigen die Darstellung eines Erwachsenen kritisiert, der Sex mit einem 17-Jährigen hatte (obwohl dies selbst im konservativen Italien der Achtzigerjahre legal gewesen wäre). Karamo Brown, einer der fünf schwulen Experten aus der Netflix-Realityshow "Queer Eye", bezeichnete den Altersunterschied von sieben Jahren etwa als "verdammt problematisch" und sprach von "raubtierhaftem Verhalten" des Älteren (queer.de berichtete).

Auch Homo-Hasser sprangen auf den Zug auf: Der LGBTI-feindliche Schauspieler James Woods ("Es war einmal in Amerika", "Contact", "White House Down") rückte die Darstellung im Film etwa in die Nähe von sexuellem Missbrauch von Kindern (queer.de berichtete). (dk)

-w-

#1 FinnAnonym
  • 03.04.2020, 12:55h
  • Normalerweise bin ich kein großer Fan von Sequels. Aber hier könnte es gelingen, wenn die wieder die Magie des ersten Films herstellen können.

    Und da es beim Roman ja auch eine Fortsetzung gibt, an die man sich halten kann, bin ich guter Dinge. Dann muss "nur noch" die ganze Atmosphäre des Films ähnlich wie bei Teil 1 werden.

    Deshalb hoffe ich auch sehr, dass neben den Schauspielern auch Regisseur, Kameramann und Drehbuchschreiber wieder dieselben wie bei Teil 1 sind.
  • Direktlink »
#2 Freiheit der KunstAnonym
  • 03.04.2020, 14:16h
  • >>>>> Der Film sorgte für mehrere Kontroversen innerhalb der Community. <<<<<

    Bei solchen Freunden, die den Homohassern die Arbeit abnehmen, braucht man keine Feinde mehr.

    >>>>> So war umstritten, dass zwei heterosexuelle statt schwule Schauspieler die schwulen Hauptrollen übernommen hatten. <<<<<

    Deswegen sind es ja auch SCHAUSPIELER.

    Ansonsten gäbe es auch keine Filme über Aliens, Ritter, Hobbits, etc.

    Im übrigen:
    Wir regen uns immer (zu Recht) auf, wenn LGBTI-Schauspieler darauf festgelegt werden und nichts anderes als LGBTI-Filme drehen dürfen. Aber umgekehrt sind wir genauso intolerant.

    Fakt ist:
    die beiden Darsteller haben das hervorragend gemacht.

    Wie übrigens auch andere Hetero-Darsteller, die hervorragend Schwule gespielt haben. Ich erinnere nur beispielhaft an Brokeback Mountain, Milk, Pride, Beautiful Thing, Latter Days, Maurice und andere Klassiker.

    >>>>> Außerdem wurde von einigen die Darstellung eines Erwachsenen kritisiert, der Sex mit einem 17-Jährigen hatte <<<<<

    Geht's noch? Das Schutzalter liegt selbst in konservativen Staaten bei 16 Jahren. Auch in Deutschland. Und wie auch im Artikel steht, wäre diese Beziehung selbst im Italien der 1980er-Jahre, wo der Film spielt, legal gewesen.

    >>>>> Karamo Brown, einer der fünf schwulen Experten aus der Netflix-Realityshow "Queer Eye", bezeichnete den Altersunterschied von sieben Jahren etwa als "verdammt problematisch" und sprach von "raubtierhaftem Verhalten" des Älteren <<<<<

    Blödsinn. Was soll an sieben Jahren Altersunterschied problematisch sein? Selbst mehr ist kein Problem, solange es beide in gegenseitigem Einvernehmen tun und niemand unter dem gesetzlichen Schutzalter ist.

    Als ich angefangen habe zu studieren war ich 19 Jahre und hatte aber auch Beziehungen zu anderen Studenten (und auch One-Night-Stands), die 10 Jahre älter waren. Wo ist das Problem? Hat mich doch niemand zu gezwungen.

    Solange das gesetzliche Mindestalter nicht unterschritten wird und niemand zu etwas gezwungen wird, sondern alles freiwillig und in gegenseitigem Einvernehmen passiert, ist der Altersunterschied egal. Das hat NIEMANDEN zu interessieren, außer die Betroffenen selbst.

    Dass gerade LGBTI teilweise so rückständig sind und anderen vorschreiben wollen, wen sie zu lieben haben, finde ich skandalös.

    Damit nehmen wir den Homo- und Transhassern die Arbeit ab.
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#3 mactor
  • 03.04.2020, 15:05hBerlin
  • Wie Heteros glauben Schwule spielen zu müssen.

    Ja, der Film war ganz nett.

    Aber auch ich sehe es so das wir genug "eigene" Schauspieler haben als das wir Hetero Schauspielern bei der Arbeit zuschauen müssen die so tun als wären sie wie "Wir"...
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