Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=35865
Home > Kommentare

Kommentare zu:
"Haus des Geldes": Kontroverse um Trans-Figur


#1 Still_IthProfil
  • 08.04.2020, 17:03hHessen
  • "[...] sie verstehe, dass viele transsexuelle Schauspielerinnen Hürden überwinden müssten, um im TV- und Film-Geschäft Fuß zu fassen. "Ich unterstütze sie sehr", so die 36-Jährige."

    Solche "gefühlten" Support-Statements glaub ich persönlich ja erst, wenn ich von so 3-5 Betroffenen, in dem Fall Trans*-Schauspieler*innen, ausführliche Berichte darüber gesehen habe, wie diese Unterstützung denn konkret ausgesehen hat, und dass sie mit persönlichen Abstrichen verbunden war.
    Das mal weitergedacht würde heißen, dass sie als eine der seltenen, tatsächlichen Supporterinnen, natürlich eine ganze Menge trans*-Schauspielerinnen kenne würde. Und mit denen über die Rolle gesprochen hätte. Und an dem Punkt könnte sie dann ja auch einfach mal auf die Zeitungsartikel verweisen, in denen diese 2-3 trans*-Frauen sich in Interviews ausführlich dazu geäußert haben, wie diese Gespräche verlaufen sind.

    Die meisten Cissen empfinden sich überhaupt schon als unglaubliche Trans*-Supporter, wenn sie irgendwo mal ausgedrückt haben, dass sie unsereins jetzt zumindest nicht unbedingt gleich tot sehen wollen (daher der "gefühlte" Support"). So wie die Ex-Kollegin, die natürlich fand, dass sie ja auch Schwule supportet - nur brauchen die ja bitte nicht raushängen lassen, dass sie schwul sind.

    Wennste solchen selbstattestierten, gefühlten Supporter*innen dann verklickerst, dass "ja, aber das Nötigste, um zu gucken, ob man nicht doch in dem Geschlecht leben und bleiben könnte, sollte in jedem Fall ja schon versucht werden" letztlich eine Forderung nach Konversionstherapie darstellt und selbstverständlich transfeindlich ist, sind sie dann tödlich beleidigt. Denn statt sie für sowas zu kritisieren, könnteste dich ja schon erstmal darin üben, dankbar zu sein. Immerhin sind sie Supporter.
    Finden sie.
  • Antworten » | Direktlink »
#2 anonymerNickAnonym
  • 08.04.2020, 17:19h
  • Die Logik hinter dieser ist doch folgende:
    Eine Cis-Frau darf keine Trans-Frau spielen.
    Wenn man dieser Logik folgt, dann dürften Trans-Frauen keine CIA-Frauen spielen und homosexuelle dürften keine heterosexuellen Rollen spielen.
    Egal wie rum man das dreht, es ist Sexismus. Das sollte man ablehnen. Allein die Qualität der Darsteller*innen zählt!
  • Antworten » | Direktlink »
#3 SchauspielereiAnonym
  • 08.04.2020, 18:05h
  • "Wie kann es sein, dass 2020 eine Cis-Schauspielerin noch eine Trans-Rolle übernehmen kann"

    Ganz einfach:
    weil es eben keine Dokumentation, sondern eine fiktionale Serie ist. Das was die machen, nennt man Schauspielen. Oder fordert auch irgendwer, der Mörder im Krimi solle nur von echten Mördern gespielt werden?

    Und was macht man mit Aliens? Oder Rittern? Wer soll die spielen?

    ###

    "Ich werde es also einfach sagen: Transfiguren sollten von trans Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt werden."

    Gilt das dann auch umgekehrt?
    Dass Trans-Schauspieler keine Nicht-Trans-Rollen spielen dürfen?

    Denn dann müsste das ja in beide Richtungen gelten.

    Manche Leute haben immer noch nicht kapiert, was Schauspiel bedeutet. Eben in eine andere Rolle zu schlüpfen.
  • Antworten » | Direktlink »
#4 Uwe MehringerAnonym
#5 NielsAnonym
  • 08.04.2020, 19:20h
  • Also bis einschließlich der 3. Staffel habe ich die Serie gesehen ( die 4. noch nicht).
    Die Frau ist also seit der 3. Staffel dabei? An das Gesicht kann ich mich nicht mal mehr erinnern. Scheint keine interessante oder gar tragende Rolle zu spielen.

    Trotzdem diese Diskussion, nur weil eine
    Cis Frau das tut was sie beruflich macht, ihrer Arbeit als Schauspielerin nachzugehen?

    Und immerhin, die Rolle wird von einer Frau verkörpert. Ich habe einige Filme/ Serien gesehen in denen Cis Männer Transfrauen gespielt haben. Da finde ich eine Frau besser besetzt...egal ob Cis oder Trans.
    Wirklich stören tut mich aber alles nicht, wer auch immer wen spielt. Schauspieler sind ja dafür da in Rollen zu schlüpfen.
  • Antworten » | Direktlink »
#6 Leon 4Anonym
  • 08.04.2020, 19:33h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • Wow... Okay, also alle die nicht mit Taten aktiv werden sondern "nur" generell Befürworter sind, sind - eben weil nicht durch Taten aktiv - eigentlich keine Befürworter??

    Weischt.... Es sind nicht Millionen heten auf die Straße gegangen um für die Ehe für alle zu demonstrieren, aber Millionen heten haben ganz grundsätzlich die Einstellung gehabt das "jupp, klar"... Und ich denke schon das die mehrheitliche Zustimmung der Gesellschaft enorm wichtig dafür war dass es dann schlussendlich soweit gekommen ist!

    Und sry.... Ja, klar, für cis rollen werden trans abgelehnt weil trans, für trans Rollen wird ne cis genommen... Ist scheiße, sollte nicht so sein, es sollte so sein das die Person, die die Rolle am besten verkörpert, diese auch bekommt... Jetzt aber aufgrund der Diskriminierung alles abzuschießen was einen selbst egtl für weite Teile der Gesellschaft erst sichtbar und somit vertraut macht ist ganz ehrlich sicher der falsche Weg.... Ich für meinen Teil weiß noch wie latte es mir war das der schwule Charakter aus dawsons creek oder willow aus buffy von heten verkörpert wurden, es waren (und bei buffy immer noch) "reale", gut geschriebene Charaktere mit Story-Arc die eben nicht nur "der schwule/die lesbe" waren.... Ich als schwuler teen hatte Freude an "echter darstellung", millionen anderer teens waren plötzlich Fan von Serien mit queeren Charakteren.... Des war alles so 2000 rum, jetzt sind die teens von damals alle in den dreißigern und ich würde sagen mehrheitlich nicht homophob....

    Kritik ist wichtig und do your thing ey, mich würde dein Kommentar aber eher abschrecken... Und btw glaube ich der Darstellerin auch dass sie keinerlei böse Intentionen hatte sondern sich als kaufstrebende?) Schauspielerin einfach dachte "geil, ne Rolle in einer der aktuell beliebtesten und best bewerteten Serien... Nehm ich!".... Würden wohl die meisten machen!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#7 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 08.04.2020, 20:42h
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • "Die meisten Cissen"

    Nur mal so ganz nebenbei bemerkt...
    wie würdest Du Dich eigentlich fühlen, wenn Andere unentwegt "Die meisten Transen" schreiben würden?

    Du erwartest, zu Recht, Respekt - denn den sollte jeder Mensch gleich bekommen, versagst diesen Respekt selbst aber Anderen.

    Glaubst Du ernsthaft, so wird ein tragbarer Schuh draus?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#8 TheDadProfil
  • 08.04.2020, 21:40hHannover
  • Antwort auf #1 von Ith_
  • ""Solche "gefühlten" Support-Statements glaub ich persönlich ja erst, wenn ich von so 3-5 Betroffenen, in dem Fall Trans*-Schauspieler*innen, ausführliche Berichte darüber gesehen habe, wie diese Unterstützung denn konkret ausgesehen hat, und dass sie mit persönlichen Abstrichen verbunden war.""..

    ""persönliche Abstriche"" ?

    Wozu genau ?

    Sich für andere Menschen einzusetzen soll also Deiner Meinung nach mit "persönlichen Nachteilen" verbunden sein, sonst ist dieses Engagement irgendwie nicht "echt genug" ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #1 springen »
#9 TheDadProfil
  • 08.04.2020, 21:47hHannover
  • Antwort auf #6 von Leon 4
  • ""Und sry.... Ja, klar, für cis rollen werden trans abgelehnt weil trans, für trans Rollen wird ne cis genommen... Ist scheiße, sollte nicht so sein,""..

    Vollständig außer Acht gelassen wird hier auch das sich Rollen in Serien durchaus auch dynamisch entwickeln, und Hintergrund erst Dutzende Folgen später geschrieben, und in Rückblenden dann erzählt werden, was zu Anfang als die Figur in der Serie auftauchte noch gar nicht klar war..

    Es ist durchaus vorstellbar dass es auch hier so war, und man für eine Charakterisierung die die Rolle erst im Lauf der Zeit entwickelt hat, am Anfang noch gar nicht an eine Trans*-Figur gedacht hatte, und so dann auch nicht entsprechend gecastet hat..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#10 AuthentizitätAnonym
  • 08.04.2020, 23:15h
  • Antwort auf #5 von Niels
  • "Schauspieler sind ja dafür da in Rollen zu schlüpfen."

    Prinzipiell kann man da nicht widersprechen. Ich erwarte von gutem Schauspiel aber mehr als das.

    Jede Rolle sollte schon vom Drehbuch her stimmig angelegt sein und dann möglichst authentisch dargestellt werden (sofern jedenfalls Realismus angestrebt wird). Sie sollte keine Klischees oder gar platte Vorurteile reproduzieren. Sie sollte idealerweise "Tiefe" und Komplexität aufweisen.

    Ein nur kurzer Blick in die Geschichte des Films reicht aus, um zu erkennen, wie unfassbar häufig sowohl Drehbuchschreibende als auch Schauspielende an solchen Erwartungen grandios gescheitert sind, sobald es um queere und dabei insbesondere um trans Rollen ging. Kann man das leugnen? Ist da etwa keine Skepsis angebracht?

    Und auch wenn sich das Verständnis queeren Lebens inzwischen zumindest in Teilen der Filmbranche sehr vergrößert hat, gehört doch eigentlich nicht viel Fantasie dazu, um sich vorzustellen, weshalb es (bei gleicher schauspielerischer Begabung) trans Schauspieler_innen leichter fallen und eher gelingen wird, eine trans Rolle authentisch, einfühlsam, realistisch und komplex darzustellen als cis Schauspieler_innen, die sich ein Verständnis der Rolle sozusagen erst aus einer größeren Distanz und aus einer Außenperspektive erarbeiten müssen. Diese können dabei nicht so direkt auf den biografischen Fundus zurückgreifen, der in gutes Schauspiel immer einfließt, wie jene es können. Das ist ein Unterschied, den man meiner Meinung nach nicht unterschätzen sollte. Und ehrlich gesagt wundert es mich, dass man auf diesen Unterschied überhaupt hinweisen muss oder dass Einige davon ausgehen, ihn leugnen zu können.

    Das alles wäre nur in dem Fall völlig bedeutungslos, wenn die trans Biografie des Filmcharakters keinen noch so minimalen spezifischen Einfluss auf die Rolle hätte. Das kann man natürlich auch machen, es ist aber nicht immer realistisch.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #5 springen »
#11 DramaQueen24Profil
  • 09.04.2020, 07:46hBerlin
  • Das Cis-Frauen Transsexuelle spielen können, haben Filme wie Transamerica bewiesen. Es kommt auf das KÖNNEN, nicht auf eine vorhandene Transsexualität N:
  • Antworten » | Direktlink »
#12 schwulenaktivist
  • 09.04.2020, 07:54h
  • Es ist also durchaus politisch korrekt, wenn Buchstabenmenschen den Schwulen ihre Cis-Bezeichnungen aufdrücken! Auch wenn Transmenschen Anderen verbieten Tunten zu sein...
    Rollen, Figuren und Betroffenheiten werden durcheinandergewirbelt. Die Verwirrungen werden immer grösser. Es ist eine ficktive Community, die sich nach allen Seiten streitet, je mehr Buchstaben auftauchen!
    Aber mit den wichtigen Problemen will sich keineR befassen.
  • Antworten » | Direktlink »
#13 Julian SAnonym
  • 09.04.2020, 08:08h
  • Genauso wenig, wie wir wollen, dass Schwule und Lesben auf schwule und lesbische Rollen festgelegt werden und dass Trans-Menschen auf Trans-Rollen festgelegt werden, so wäre es auch nichts anderes, Heteros auf Hetero-Rollen festzulegen.

    Deswegen ist es ja auch Schauspielerei und nicht Realität.
  • Antworten » | Direktlink »
#14 mesonightAnonym
  • 09.04.2020, 08:15h
  • ...demnach dürfte eine trans schauspielerin dann auch nie eine cis frau spielen, weil es einfach genug cis schauspielerinnen gibt? sorry, aber der vergleich hinkt.
  • Antworten » | Direktlink »
#15 RomulusAnonym
  • 09.04.2020, 08:29h
  • Antwort auf #10 von Authentizität
  • "...Drehbuchschreibende als auch Schauspielende an solchen Erwartungen grandios gescheitert sind, sobald es um queere und dabei insbesondere um trans Rollen ging."

    Tut mir Leid, aber das ist völliger Blödsinn. Heath Ledger und Jake Gyllenhall (beide sind, bzw. waren, hetero) z.B. haben in Brokeback Mountain absolut fantastisch schwule Charaktere geschauspielert. Oder umgekehrt: der schwule Ian McKellen hat absolut überzeugend heterosexuelle Charaktere wie Gandalf und Magneto geschauspielert.
    Bei Filmrollen sollte das Talent, die Erfahrung, die Überzeugungskraft, wie gut er sich in eine Rolle hineinversetzen kann, etc. im Vordergrund stehen und nicht ob einer trans, schwul oder was anderes ist. Bei Star Trek hat man ja auch keinen echten Vulkanier genommen (hat sich auch keiner beworben), sondern einen Menschen, der einen Vulkanier spielen kann, weil er ein guter Schauspieler ist
  • Antworten » | Direktlink » | zu #10 springen »
#16 KratzbürsteAnonym
  • 09.04.2020, 09:04h
  • Antwort auf #14 von mesonight
  • Der Vergleich hinkt vor allem deshalb, weil speziell trans Schauspielerinnen praktisch nie für die Rolle als cis Frau berücksichtigt werden. Eine Rolle als trans Frau ist ihre beste Chance, aber wenn auch dafür lieber cis Menschen engagiert werden, stellt man trans Schauspielerinnen vor essentielle Schwierigkeiten. Mal abgesehen von den langfristigen Folgen, dass es irgendwann vielleicht mangels Aussichten keine trans Schauspielerinnen mehr geben wird...

    (Ich bin ausschließlich auf die Lage für trans Schauspielerinnen eingegangen, weil ich nicht weiß, ob es für männliche trans Schauspieler wahnsinnig anders aussieht)
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#17 FinnAnonym
#18 Still_IthProfil
  • 09.04.2020, 11:01hHessen
  • Antwort auf #6 von Leon 4
  • "Wow... Okay, also alle die nicht mit Taten aktiv werden sondern "nur" generell Befürworter sind, sind - eben weil nicht durch Taten aktiv - eigentlich keine Befürworter?? "

    Die Übersetzung von "Support" lautet "Unterstützung". Nicht "Befürwortung".

    Und was die Flut an Transphobie und Intersektionalitäts-Feindlichkeit bis hierhin in den übrigen Kommentaren betrifft: Ich habe gewusst, wo ich hier schreibe, und wie es hier um die Akzeptanz von Leuten wie mir steht, EHE ich begonnen habe, hier wieder zu schreiben ;-)
    Das war alles schon so, ehe mit dir ein weiterer Teil der betreffenden Mehrheit dazugekommen ist.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #6 springen »
#19 Still_IthProfil
  • 09.04.2020, 11:06hHessen
  • Antwort auf #7 von RuferInDerWueste
  • Natürlich ist eine emanzipatorische Rückspiegelung einer Beleidigung, die ich persönlich durchaus auch schon erlebt habe, was deutlich anderes als ebendiese diskriminierenden Beschimpfungen, die von der herrschenden Normalo-Mehrheit ausgehen.

    Wer irgendwann im Leben schonmal "Hete" gesagt hat, und/oder nicht protestiert, wenn irgendeine homosexuelle Person diesen Ausdruck gebraucht hatte, sollte wohl damit leben können, Cisse genannt zu werden, so er*sie der insofern herrschenden Mehrheit nunmal angehört.
    Keine Sorge, is' nix Persönliches.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #7 springen »
#20 Still_IthProfil
  • 09.04.2020, 11:14hHessen
  • Antwort auf #14 von mesonight
  • Nein, schönes Beispiel eigentlich, unfreiwilligerweise veranschaulichst du es extrem gut.

    Dass geoutete Trans*-Personen Cis-Rollen spielen dürfen, ist nämlich noch deutlich weniger wahrscheinlich, als dass schwule Schauspieler in Hetero-Rollen ernstgenommen werden. Wie hieß nochmal er hier, der zu Oscar Wilde nen Film gedreht hat? So Sätze wie "Ich bin doch schon tot" denkt man sich nicht aus.

    Der hat gelitten darunter, dass er out war, genau wie seine Karriere. Und wenn du mal ehrlich betrachtest, dass Schwule zwar ohne Begutachtung heiraten dürfen, dass an ihrer Homosexualität leider nix zu machen ist, während unsereins nichtmal mit dem eigenen Namen rumrennen darf, ohne sich für offiziell und auf eigene Kosten für krank erklären zu lassen, kannste dir an einer Hand abzählen, dass das Trans*-Menschen jetzt in diesem Geschäft wohl kaum so viel besser gehen wird.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#21 Leon 4Anonym
  • 09.04.2020, 11:33h
  • Antwort auf #18 von Ith_
  • Okay, dann Wechsel die Worte aus und die Aussage bleibt dennoch die gleiche.... oO btw hab ich bewusst "befürwortung" gewählt, des passt also schon...

    Aber wie gesagt, do your thing, is ja nicht so das mein Kommentar nicht recht ausführlich war, da wir beide wissen wo wir hier schreiben is es auch latte ob du mich für transphop oder was auch immer hältst und dir wirds egal sein das ich keine meinung über dich habe...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #18 springen »
#22 DienstbärAnonym
  • 09.04.2020, 11:38h
  • Antwort auf #19 von Ith_
  • wer natürlich nur ausschließlich seine eigene Meinung für sakrosankt hält und alle anderen Meinungen per se als "Flut an Transphobie und IntersektionalitätsFeindlichkeit" einordnet, der muss sich nicht wundern, wenn die so Diffamierten die immer wieder von dir geltend gemachte Flut von Transphobie dann doch relativieren.
    Wenn zum Beklagen von als Angriff empfundenen Bezeichnungen dann auch noch gleiches Verhalten seinerseits ohne Zögern ausgeübt und plump einfach nur als "emanzipatorische Rückspiegelung" gerechtfertigt wird, wer Supporter vor den Kopf stößt, weil sie "nur" supporten und nicht auch noch mittels "persönlicher Abstriche" darben, sollte wirklich überlegen, ob er mit solchen Statements die Probleme nicht vergrößert und die Unterstützung gefährdet.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#23 Still_IthProfil
  • 09.04.2020, 11:51hHessen
  • Antwort auf #22 von Dienstbär
  • Das Witzige an der Sache ist, dass allein aus dem Tonfall, mit dem es hier genießt, endlich mal auf der Seite der Mehrheit zu stehen und sich kollektiv am Herumhacken auf jemandem zu beteiligen, der aufgrund zahlenmäßiger Unterlegenheit nie fähig sein wird, mit euch allen gleichzeitig fertigzuwerden, veranschaulicht, wie in praktisch allen Fällen dieser Art, dass man mit Leuten wie euch ja keine "Supporter" verliert.

    Weil jemandem, der jemals eine Trans*-Person geliebt hätte, kennengelernt hätte und insofern in einer empathischen Lage mitbekommen hätte, wie unser Leben aussieht, 99% deiner Worte nicht ansatzweise über die Tasten gekommen wären.

    Was verlier ich also, wenn ich mich vor Leuten wie euch nicht verbeuge? Die gleiche Art "Support" wie der schwule Bekannte der Ex-Kollegin, die ihre Akzeptanz für ihn daran geknüpft hat, dass er ja nie über seine Partner spricht oder gar rosa Nagellack trägt.

    Auf meinem Blog kristallisiert sich aus den Antworten hier übrigens gerade nen echten nettes FAQ Transphobie heraus ^^
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#24 AuthentizitätAnonym
  • 09.04.2020, 12:13h
  • Antwort auf #15 von Romulus
  • "Heath Ledger und Jake Gyllenhall (beide sind, bzw. waren, hetero) z.B. haben in Brokeback Mountain absolut fantastisch schwule Charaktere geschauspielert."

    Ich habe geschrieben "unfassbar häufig" und nicht "immer". Bitte genau lesen.

    Wenn wir alle queeren Rollen der bisherigen Filmgeschichte betrachten, sind mindestens 95% davon komplett gescheitert. Die allermeisten nichtqueeren Drehbuchautor_innen und Schauspieler_innen haben sich bestenfalls zu eindimensionalen Klischees, schlechtestenfalls zu vorurteilsbeladenen Karikaturen oder sogar Hassfiguren hinreißen lassen.

    Werke wie z. B. "Pose" oder "Sense8", in die seitens Drehbuch, Regie und/oder Cast queere Erfahrungen eingeflossen sind, arbeiten da auf einem völlig anderen Niveau.

    Ich habe nicht behauptet, dass es keine Ausnahmen geben kann, sondern nur von Wahrscheinlichkeiten und größerer Leichtigkeit gesprochen. Ein sehr guter Heteroschauspieler kann z. B. auch eine schwule Rolle sehr gut spielen (ein gutes Drehbuch und gute Regie vorausgesetzt). Ich behaupte trotzdem: Bei gleicher beruflicher Kompetenz wird z. B. eine trans Schauspielerin eine weibliche trans Rolle besser spielen als eine cis Schauspielerin.

    "Oder umgekehrt: der schwule Ian McKellen hat absolut überzeugend heterosexuelle Charaktere wie Gandalf und Magneto geschauspielert."

    1. Bei heterosexuellen Charakteren droht auch nicht regelmäßig die Gefahr, dass die Rolle aus Unwissenheit oder Ressentiment eindimensional, unglaubwürdig oder sogar heterofeindlich angelegt wird. Es gibt hier kein einfaches "umgekehrt". Man kann Diskriminierungsgefälle nicht "umkehren".

    2. Ian McKellen hat sein gesamtes Leben lang Zeit gehabt, zigtausend reale Heterocharaktere zu studieren. Er hat sein ganzes Leben lang gelernt, wie Hetero-Leben aussieht und funktioniert. Was sollte ihn daran hindern, eine Hetero-Rolle glaubwürdig darzustellen? Umgekehrt liegt der Fall anders. Ich hoffe ich muss nicht ausführlicher begründen, weshalb.
    Siehe oben: Man kann das nicht einfach umkehren und so tun, als wäre es das Selbe.

    3. Woher weißt du eigentlich, dass Gandalf eine Hetero-Rolle ist?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #15 springen »
#25 JuIian SAnonym
#26 AuthentizitätAnonym
#27 Julian S 2Anonym
#28 RomulusAnonym
#29 lth_Anonym
#30 DienstbärAnonym
  • 09.04.2020, 14:25h
  • Antwort auf #23 von Ith_
  • "nie fähig sein [werde], mit euch allen gleichzeitig fertigzuwerden"
    Seltsames Ziel, alle fertigmachen zu wollen.

    "mitbekommen hätte[st], wie unser Leben aussieht, 99% deiner Worte nicht ansatzweise über die Tasten gekommen wären."
    Ich kenne zufällig mehrere Transpersonen. Nicht eine einzige von denen ist derart ich-fokussiert und ständig höchst aggressiv wie du.

    "Auf meinem Blog kristallisiert sich aus den Antworten hier..."
    Du missbrauchst also diesen Safespace hier, um die hier veröffentlichten Meinungen von Minority-Menschen für deinen Blog zu missbrauchen und ihnen Transphobie nach deiner Lesart zu unterstellen? Ist man hier also auch nicht mehr sicher?

    Warum willst du mit aller Macht erreichen, dass Lesben und Schwule Transmenschen als hasserfüllte Gegner sehen, die sogar ihre Safespaces veröffentlichen und zerstören? Wie gut zu wissen, dass du unter den Transmenschen, jedenfalls im Vergleich zu denen, die ich kennen, einfach nur eine unrühmliche Ausnahme bist (die den anderen Transmenschen viel mehr schadet als hilft).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#31 DienstbärAnonym
  • 09.04.2020, 14:41h
  • Antwort auf #29 von lth_
  • "Der Kommentar ist mindestens genauso transphob"
    Es ist natürlich äußerst einfach und bequem, jede nicht positive Reaktion als transphob zu diffamieren, nur weil man eine Transperson ist. Ist dir eigentlich schon mal der Gedanke gekommen, dass die Leute auf deine Art genauso reagieren würdest, wenn du nicht trans wärst?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #29 springen »
#32 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 09.04.2020, 15:18h
  • Antwort auf #19 von Ith_
  • Weißt Du, Du darfst Dich echt nicht wundern, wenn sich die Leute hier gegen Deine super aggressive Art wehren.

    Man darf also Transpersonen nicht "Transen" nennen, aber Du darfst natürlich Cis-Personen "Cissen" nennen. Weil das "natürlich was anderes" sei. Man kann sich die Dinge natürlich immer so drehen, wie man sie braucht.

    Und nein, ich nehme das nicht persönlich, denn ich bin nicht cis (überrascht Dich jetzt vielleicht). Trotzdem finde ich es nicht in Ordnung, wenn Leute Bezeichnungen für andere Menschen verwenden, die diese herabwürdigen. Und auch sonst kann es Dir hier ja ohnehin niemand recht machen, nachdem Du Dich gefühlt in "feindlichem" Umfeld bewegst.

    Ich glaube, ich sagte es schon einmal: nicht jede Person, die Du für Deine_n Feind_in hältst, IST es a priori. Allerdings machst Du Dir hier auch nicht gerade Freund_innen. Dazu würde nämlich GEGENSEITIGER Respekt gehören.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #19 springen »
#33 AuthentizitätAnonym
  • 09.04.2020, 15:18h
  • Antwort auf #28 von Romulus
  • Was sagt denn jetzt eine Liste berühmter homosexueller SchauspielerInnen über die queeren Rollen aus, die NICHT von queeren AutorInnen und SchauspielerInnen angelegt werden?

    Ich bestreite doch nirgendwo, dass es auch einige gelungene queere Figuren gibt, die von nichtqueeren AkteurInnen angelegt wurden, und schon gar nicht, dass es erfolgreiche schwule und lesbische Schauspieler_innen gibt.

    Ich behaupte auch nicht, dass Rollen immer nur von denjenigen gespielt werden "dürfen", die die dargestellte Identität auch privat verkörpern.

    Alles, was ich sagen will, ist: Die bisherige Geschichte queerer Rollen ist geprägt von schlechten bis grauenhaften Fehldarstellungen, die damit zu tun haben, dass sie größtenteils von verständnislosen oder queerfeindlichen cis-hetero-Menschen angelegt wurden. Es ist toll, dass das heute nicht mehr in gleicher Weise gilt wie früher. Aber anzunehmen, dass dieses Problem jetzt plötzlich ein für allemal aus der gesamten Filmbranche verschwunden sei, wäre doch völlig naiv.

    Die ganz groben queerfeindlichen Klopper kann man heute nicht mehr so kritiklos raushauen. Heute geht es eher darum, ob queere Charaktere "wohlmeinend" auf ihr Queersein oder auf das "Problemfallsein" reduziert werden oder ob man ihnen die Komplexität und Tiefe zugesteht, die andere Rollen auch haben. Oder darum, ob queere Charaktere authentische Situationen erleben oder nur solche, von denen nichtqueere Menschen gerne annehmen, dass sie sie erleben würden. Ich behaupte immer noch, dass es enorm hilfreich dabei ist, falsche oder allzu flache Darstellungen zu vermeiden, wenn an möglichst vielen Ebenen der Produktion auch queere Menschen beteiligt sind.

    Und natürlich besteht Schauspielerei darin, etwas zu spielen, was man nicht ist. Aber jede Rolle lebt auch davon, dass eigene Erfahrungen eingewebt werden. Zu behaupten, bei der Darstellung queerer Rollen sei es VÖLLIG unerheblich, auf welche Tiefe eigener Erfahrungen und auf welches Wissen die Darstellenden zurückgreifen können - oder eben nicht - , halte ich doch für ziemlich realitätsfern.

    PS: Ich bin gespannt auf die lange Liste erfolgreicher trans Schauspieler_innen, die nicht nur in der Dritten Liga oder in Nebenrollen gebucht werden.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #28 springen »
#34 lth_Anonym
  • 09.04.2020, 15:20h
  • Antwort auf #31 von Dienstbär
  • Transphobe Kommentare sind transphobe Kommentare. Da gibt es nichts zu kritisieren. Ist dir eigentlich schon mal der Gedanke gekommen, dass du ebenso transphobe Kommentare von dir gibst wärst?
    Aber wir Transmenschen sind ja eh für euch Untermenschen, mit denen kann man es ja machen, um sich geil zu fühlen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #31 springen »
#35 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 15:24hHannover
  • Antwort auf #14 von mesonight
  • ""...demnach dürfte eine trans schauspielerin dann auch nie eine cis frau spielen, weil es einfach genug cis schauspielerinnen gibt? sorry, aber der vergleich hinkt.""..

    Es ist gar kein Vergleich, und deshalb kann der auch nicht hinken..

    Es handelt sich dabei um den vermeintlich gegenseitigen Ausschluß von Arbeitsmöglichkeiten in einem künstlerischem Beruf..

    Natürlich sind Trans*-Menschen als Darstellende nicht an jeder Ecke zu finden, doch das rechtfertigt in keiner Weise ihren Ausschluß selbst dann, wenn die Rolle eine ist, die einen Trans*-Menschen charakterisiert..

    Aber zu erwarten das alle Trans*-Rollen in allen Produktionen ausschließlich von Trans*-Darstellenden besetzt werden geht an der Realität einfach vorbei, denn es bedeutete einen realen Ausschluß aller anderen Darstellenden Personen aus einem Rollen-Fach !

    Was kommt dann als nächstes ?
    Muß die Darstellende Person neben dem "richtigen Geschlecht" dann auch noch zusätzlich mit der "richtigen sexuellen Identität" gecastet werden ?

    Darf dann also eine heterosexuelle Trans*Frau auch eine Lesbische Trans*-Frau in einer Produktion verkörpern ?

    Oder hört an diese Stelle dann die Forderung auf ?

    Und wie paßte dies dann zu der berechtigten Forderung einer anderen Gruppe, lesbische Frauen nur von lesbischen Darstellerinnen verkörpern zu lassen ?

    Oder haben wir es hier dann nicht auch mit der Ägide zu tun
    "deine forderungen sind gegenüber meinen forderungen nicht so wichtig" ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #14 springen »
#36 TheDadProfil
#37 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 15:49hHannover
  • Antwort auf #16 von Kratzbürste
  • ""Der Vergleich hinkt vor allem deshalb, weil speziell trans Schauspielerinnen praktisch nie für die Rolle als cis Frau berücksichtigt werden. Eine Rolle als trans Frau ist ihre beste Chance, aber wenn auch dafür lieber cis Menschen engagiert werden, stellt man trans Schauspielerinnen vor essentielle Schwierigkeiten.""..

    Offenbart sich hinter diesem Gedankengang einer der wahren Gründe fürs echauffieren ?

    Die Trans*-Frau braucht das Engagement als Cis-Frau um ihr eigenes Ego zu fördern ?

    Wieso ist eigentlich ein Engagement "ihre beste Chance", und wenn, für was eigentlich ?

    Entweder die Frau hat ihren Beruf gelernt, dann kann sie jeden Charakter darstellen den ihr Repertoire hergibt, sogar einen Schwulen Mann, oder sie kann es nicht..
    Dann bleibt sie beruflich hinter ihren Möglichkeiten zurück, und wird bestenfalls auf ein Rollenfach festgelegt..
    Bisweilen ein Rollenbild welches die Gesellschaft einer Gruppe von Menschen zuspricht..

    ""Mal abgesehen von den langfristigen Folgen, dass es irgendwann vielleicht mangels Aussichten keine trans Schauspielerinnen mehr geben wird...""..

    Die Geschichte hat gezeigt, das ist nicht realistisch..
    Denn trotz aller Widrigkeiten gibt es immer noch schaupielende PoC und auch Native People, es gibt schauspielende Schwule und Lesben, sogar schaupielende Intergeschlechtliche Menschen und Diverse..

    www.queer.de/detail.php?article_id=34269
  • Antworten » | Direktlink » | zu #16 springen »
#38 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 16:04hHannover
  • Antwort auf #22 von Dienstbär
  • ""sollte wirklich überlegen, ob er mit solchen Statements die Probleme nicht vergrößert und die Unterstützung gefährdet.""..

    Ich bin hier dringend dafür nicht nur einfach von Gefährdung zu sprechen, sondern von bewußter Zurückweisung..
    Ob diese Zurückweisung etwas damit zu tun haben wird, das man den Supportern am Ende nicht auch noch dankbar gegenüber sein muß,
    (was man nicht will)
    wird sich noch herausstellen..

    Der Unterton mit dem der Begriff "CIS" hier immer wieder angeführt wird steht klar im Raum, und es ist ein vollständig anderer Unterton etwa im Gegensatz zur "üblichen Konversation unter Schwulen", wo der Begriff "Hetero" scherzhaft abfällig Verwendung findet..

    "CIS" ist inzwischen zu einem "Hass-Begriff" geworden, in den man alle diejenigen einordnen kann die einem vermeintlich daran hindern seine Zeile zu erreichen..
    Natürlich wird dabei vorsätzlich ignoriert das Schwule, Lesben, Intergeschlechtliche und Bisexuelle nicht die echten Gegner sind, die einen selbst in der Gefangenschaft der Diskriminierung halten, aber allein die Tatsache das es sich dabei um Menschen handelt die offensichtlich niemals mit dem vorgefundenem Geschlecht "gehadert" haben (zu scheinen, denn genau weiß man das ja nicht !) reicht hier aus um diese Menschen einfach mit in die Gruppe der Unterdrücker zu verorten..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #22 springen »
#39 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 16:15hHannover
  • Antwort auf #23 von Ith_
  • ""Das Witzige an der Sache ist, dass allein aus dem Tonfall, mit dem es hier genießt, endlich mal auf der Seite der Mehrheit zu stehen und sich kollektiv am Herumhacken auf jemandem zu beteiligen, der aufgrund zahlenmäßiger Unterlegenheit nie fähig sein wird, mit euch allen gleichzeitig fertigzuwerden, veranschaulicht, wie in praktisch allen Fällen dieser Art, dass man mit Leuten wie euch ja keine "Supporter" verliert.""..

    Es besteht gar keine Veranlassung dazu

    ""mit euch allen gleichzeitig fertigzuwerden"",

    vor allem dann nicht, wenn man sich nicht zuvor mit einer vermeintlichen Überzahl anlegt, weil man sich ungeniert dazu herabläßt sie Gruppenbezogen zu beleidigen..

    Ohne sich auch nur einen einzigen Moment die Frage zu stellen, wem und wozu das eigentlich nutzen soll ?

    Gegenwind zu ernten ist ja auch nicht immer die eigene Schuld..
    Aber eben auch niemals auszuschließen..

    ""Weil jemandem, der jemals eine Trans*-Person geliebt hätte, kennengelernt hätte und insofern in einer empathischen Lage mitbekommen hätte, wie unser Leben aussieht, 99% deiner Worte nicht ansatzweise über die Tasten gekommen wären.""..

    Du bettelst um Mitleid..
    Ich finde das unwürdig..
    Und es missachtet die Tatsache daß man niemanden persönlich kennen-, und erst noch lieben-lernen muß, um sich die Sutution vorzustellen, und ein empathisches Gefühl dafür zu entwickeln, in welcher Situation er lebt..

    Deine persönliche Situation wird sich auch niemals dadurch verändern lassen anderen Menschen gegenüber aggressiv aufzutreten, da kannst Du noch so oft und noch so sehr beleidigen und andere Menschen willkürlich in Schubladen verfrachten, wie Du willst..

    ""Was verlier ich also, wenn ich mich vor Leuten wie euch nicht verbeuge?""..

    Gegenseitigen Respekt..
    Der übrigens gar nicht von einem "sich verbeugen" abhängt, aber ganz sicher von einem "nicht beleidigen"..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #23 springen »
#40 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 16:26hHannover
  • Antwort auf #24 von Authentizität
  • ""Wenn wir alle queeren Rollen der bisherigen Filmgeschichte betrachten, sind mindestens 95% davon komplett gescheitert. Die allermeisten nichtqueeren Drehbuchautor_innen und Schauspieler_innen haben sich bestenfalls zu eindimensionalen Klischees, schlechtestenfalls zu vorurteilsbeladenen Karikaturen oder sogar Hassfiguren hinreißen lassen.""..

    Um zu einer solchen Auffassung zu gelangen muß man wohl der Auffassung folgen, diese "95% der queeren Figuren" stammen sämtlich von "nichtqueeren Autoren"..

    Beides ist falsch, und missachtet sowohl die reale Anzahl queerer Autorenschaft in der Kultur, als auch die anderen Faktoren dieser Industrie, an der dann queere Figuren "scheitern"..

    ""2. Ian McKellen hat sein gesamtes Leben lang Zeit gehabt, zigtausend reale Heterocharaktere zu studieren. Er hat sein ganzes Leben lang gelernt, wie Hetero-Leben aussieht und funktioniert. Was sollte ihn daran hindern, eine Hetero-Rolle glaubwürdig darzustellen?""..

    Ein "tolles Argument"..
    Was umgekehrt für JEDEN Darstellenden* gilt der dann auch eine queere Rolle darstellen will..

    ""Umgekehrt liegt der Fall anders. Ich hoffe ich muss nicht ausführlicher begründen, weshalb.""..

    Doch..
    Denn im Grunde genommen argumentierst Du hier im Fall Ian McKellen mit dem Faktor Zeit und Lebenserfahrung..
    Wenn also ein 14-Jähriger heterosexueller (ja, es soll so junge Menschen geben die das genau von sich wissen) Jung-Darsteller "glaubhaft" einen Schwulen Charakter spielen soll, dann kommt Deine Argumentation schon ins Wanken..

    Ebenso wenn der gleiche Darsteller einen Intergeschlechtlichen- oder einen Trans*-Charakter darstellen soll..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #24 springen »
#41 TheDadProfil
#42 AuthentizitätAnonym
  • 09.04.2020, 16:40h
  • Antwort auf #41 von TheDad
  • Der Unterstrich steht für Menschen, die weder ganz dem männlichen noch ganz dem weiblichen Geschlecht angehören. Sie sind nach meinem Verständnis immer queer, also nie "nicht-queer". Wenn ich ausschließlich nicht-queere Menschen meine, können diese Unterstriche also wegfallen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #41 springen »
#43 AuthentizitätAnonym
  • 09.04.2020, 16:49h
  • Antwort auf #40 von TheDad
  • Ich wende das mal konkret an:

    "Der cis-hetero-Schauspieler X hat sein gesamtes Leben lang Zeit gehabt, zigtausend reale schwule, lesbische nicht-binäre und trans Charaktere zu studieren. Er hat sein ganzes Leben lang gelernt, wie das Leben von Schwulen, Lesben, nicht-binären und trans Menschen aussieht und funktioniert."

    Ich weiß nicht, auf welchem Planeten du lebst, meiner kann es nicht sein.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #40 springen »
#44 trans naysayerAnonym
  • 09.04.2020, 18:08h
  • Mit Erscheinen des Artikels und seiner Überschrift konnte man die zu erwartenden reflexhaften posts wortwörtlich vorhersagen. Erschreckend, mit welcher Unfehlbarkeit das möglich ist.

    Jeder einzelne post* offenbart die Psychologie marginalisierter Gruppen.

    *(mit Ausnahme von @Authentizität, der:die hier den aussichtslosen Kampf mit Argumenten gegen Irrationales aufgenommen hat.)

    Internalized Oppression: The Psychology of Marginalized Groups By David, E. J. R. Springer Publishing Company, New York

    onlinelibrary.wiley.com/doi/10.1111/nup.12179

    Faszinierend, wie Menschen verlässlich auf einer Schiene laufen, auf die sie von einer fabulierten "Mehrheitsgesellschaft" einst gesetzt wurden und einen aufmunternden Anschubser erhielten.

    Es gibt "gute Gründe", warum dieses Thema und die Kritik an der Besetzung von trans Rollen, hier immer wieder grandios verfehlt wird.

    Das Thema lautet: "appropriation of our experiences".

    Die internalisierten Mechanismen, die dem Erkennen dieser Problematik im Wege stehen, halte ich hier nicht für überwindbar. Da halte ich mich an "Leitlinien", die ich mittlerweile internalisiert habe.

    "...now - no - opportunity - wasted..."

    www.youtube.com/watch?v=iLwNr5r1BVU
  • Antworten » | Direktlink »
#45 trans naysayerAnonym
  • 09.04.2020, 18:18h
  • Antwort auf #32 von RuferInDerWueste
  • "Und nein, ich nehme das nicht persönlich, denn ich bin nicht cis (überrascht Dich jetzt vielleicht)."

    Das ist seit Jahren in mehreren Deiner posts für sensible Leser:innen offensichtlich gewesen. Mich überrascht es nicht, ich quittiere diese Bestätigung mit einem Lächeln.

    Ich hoffe, es geht Dir gut.
    stay healthy!
  • Antworten » | Direktlink » | zu #32 springen »
#46 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 18:27hHannover
  • Antwort auf #42 von Authentizität
  • ""Der Unterstrich steht für Menschen, die weder ganz dem männlichen noch ganz dem weiblichen Geschlecht angehören.""..

    de.wikipedia.org/wiki/Gender_Gap_(Linguistik)

    ""Gender Gap dient als Mittel der sprachlichen Darstellung aller Geschlechter und Geschlechtsidentitäten, auch von intersexuellen oder nichtbinären Personen, die nicht in das geschlechtsordnende Zweiersystem MannFrau passen""..

    ""Sie sind nach meinem Verständnis immer queer, also nie "nicht-queer". Wenn ich ausschließlich nicht-queere Menschen meine, können diese Unterstriche also wegfallen.""..

    Alle Nicht-Queeren sind Hetero..

    Dennoch können Heteros sich trotzdem "als nicht ganz" männlich oder weiblich definieren..
    Ich denke hier vermischen sich wieder Auffassungen zu Geschlecht und Sexualität die noch nicht endgültig ausdiskutiert sind..

    Erst einmal danke für Deine Erklärung dazu..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #42 springen »
#47 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 18:56hHannover
  • Antwort auf #43 von Authentizität
  • ""Ich weiß nicht, auf welchem Planeten du lebst, meiner kann es nicht sein.""..

    Du hast keinen eigenen Planeten..
    Höchstens eine Blase..
    Was missachtet das andere Menschen nicht in einer solchen Wahrnehmungsblase aufwachsen, und deshalb Menschen kennen gelernt haben, die wiederum andere Menschen in ihrem Leben niemals begegnen..

    Bezogen auf den "cis-hetero-Schauspieler X" wird hier eine Aussage getroffen, die man nicht treffen kann, denn das kann er nur über sich selber aussagen..

    Impliziert aber eben auch, das man dies dann auch nicht anderen Darstellenden unterstellen kann, und nun kommt die Krux :
    das Gegenteil aber auch nicht..

    Mal als konkretes Beispiel..
    Im Alter von 7 Jahren traf ich 1967 auf eine "Cousine" meiner Großmutter..
    Bei der Oma bin ich mir sicher, bei ihrer "Cousine" eben nicht, denn diese Person trug ausschließlich "Männerklamotten" und lebte das unabhängige Leben eines "Mannes" mit eigenem Auto, eigenem Haus und einem Job den man als Männer-Beruf bezeichnete..

    Da sie sich selbst dazu niemals geäußert hat steht hier aber weder im Raum ob sie eine Lesbe oder ein Transgender-Mensch war, oder ob sie einfach entgegen aller zugeschriebenen Rollenbilder ein Leben lebt, was ihr einfach so gefiel..

    Und hier in der Diskussion spielt sich wieder das alte Spiel ab, in dem "zugeschrieben Rollenbilder der Gesellschaft" gegenüber "geschriebenen Rollenbildern in Kunst und Kultur" gegeneinander ausgespielt werden, und sich die Erkenntnis durchsetzen soll, dies müsse dazu führen Trans*-Menschen einen "erhöhten Zugang zur Darstellung" solcher Charaktere zu verschaffen..

    Es fehlen dazu aber immer noch echte nachvollziehbare Argumente..

    Denn wie schon die Rolle von Sir Ian McKellen und seine Darstellung des "Gandalf" aufzeigt, wird hier mit absurden Argumentations-Mustern spekuliert :

    Was genau ist an einer Rolle wie "Gandalf" eigentlich Realität ?

    "Gandalf" ist in der Welt eines Tolkien nichts weiter als ein Vulkanier, ob Elfen sämtlich schwul, oder Gender-fluid wären ist so relevant wie ein Eimer Sand in der Wüste, es hat nichts mit der Lebensrealität von Trans*-Menschen in den Gesellschaften zu tun, was so wichtig wäre, das man plötzlich sämtliche Rollen nach einer falsch verstandenen Authentizität besetzen müßte..

    Will man also dafür sorgen eine Arbeitsfeld wie die Filmbranche (und wie eigentlich jedes andere Arbeitsfeld auch) für unterdrückte Menschen zu öffnen, dann muß man schon anfangen "authentisch" zu argumentieren..

    Das begänne mMn nach damit, die Verantwortlichen zu fragen wieso eigentlich so wenige Trans*-Menschen in den "normalen Berufen" an allen Ecken und Kanten unserer Gesellschaft anzufinden sind ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #43 springen »
#48 AuthentizitätAnonym
#49 TheDadProfil
  • 09.04.2020, 19:14hHannover
  • Antwort auf #44 von trans naysayer
  • Wunderbar..
    Ich liebe ja Deine Ignoranz..

    Das Narrativ
    "diese rolle ist trans*, also muß sie von einem trans*-menschen gespielt werden"

    steht aber in der Realität immer noch der Erkenntnis gegenüber

    "nur weil du trans* bist, bist du nicht automatisch experte für die darstellung dieser rolle"..

    Denn nur weil man studiert hat ist man noch lange kein guter Psychologex, oder Sozialarbeitender..

    Mal so als Frage :

    ""PS: Ich bin gespannt auf die lange Liste erfolgreicher trans Schauspieler_innen, die nicht nur in der Dritten Liga oder in Nebenrollen gebucht werden.""..

    Gibt es überhaupt eine Liste ?

    Und dann eine aus der hervorginge das man abseits der Attitüde "man sei experte" irgendwie qualifiziert sei eine Rolle zu verkörpern von der wir immer noch nicht wissen wann genau der Aspekt des Trans*-Seins in den Rollen-Plot eingeführt wurde, und man hätte überhaupt schon im Vorfeld entsprechend hätte casten können ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #44 springen »
#50 Leon 4Anonym
  • 09.04.2020, 19:37h
  • Antwort auf #49 von TheDad
  • - allein "Pose" hat 4 oder 5 im Hauptcast
    - Theo Germaine - "the politican"
    - Josie Totah - "save by the bell" reboot
    - Laverne Cox - "Orange is the New Black"
    - der junge Kerl aus "the oa"

    Wären jetzt mal so als Beispiele.... Und Mavi Phoenix (rapper aus Österreich, trans) ist ja gerade auch hart am durchstarten....

    *nur so als Anmerkung....
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#51 trans naysayerAnonym
  • 09.04.2020, 21:03h
  • Antwort auf #49 von TheDad
  • "Wunderbar..
    Ich liebe ja Deine Ignoranz.."

    Du bleibst Deiner Linie treu: Du antwortest auf posts, die Du nicht mal gründlich gelesen - und deren Aussage Du noch weniger verstanden hast.

    Versuche einfach mal nur einen einzigen Tag einfach inne zu halten und Folgendes tatsächlich zu verstehen und anzuerkennen. Das wäre ein Ausdruck von Hochachtung und Respekt:

    Die Kritik an der Besetzung von trans Rollen lautet:
    "appropriation of our experiences" (was in 99% der Fälle die Aneignung und Umdeutung unserer gelebten Lebenserfahrungen in cis-Narrative bedeutet) und sie lautet "access".

    Dieser thread ist erneut ein Offenbarungseid der internalisierten Selbstunterdrückung, die man pathologisch verstrickt dann auch von anderen einfordert (siehe link in #44). Mit Menschen, die die "Argumentation" ihrer oppressors übernommen haben - "das ist nur eine Frage der schauspielerischen Leistung", etc. pp. - hat das emanzipatorische Anliegen, um das es hier geht und das auch immer formuliert wird, NICHTS zu tun. Unsere Kritik daran findet auf einer ganz anderen Ebene statt. Diese Ebene wird von cis-Filmschaffenden und cis-Schauspielern immer wieder vorsätzlich ignoriert und auf eine andere Ebene heruntergebrochen. Man hört der Kritik der trans Schauspieler:innen nicht zu, ignoriert sie, gibt ihnen keinen Raum und keine Anerkennung und silenced somit ihre Stimmen.

    Diese Kritik wird in diesem Forum seit Jahren aus den gleichen Gründen ignoriert. Seit Jahren auch von Dir. Es folgen die ewig gleichen Wort-für-Wort vorhersehbaren posts und thread-Verläufe. Es ist ein sich wiederholendes Ritual der Ignoranz. Ihr hört uns nicht zu. -
    Das ergibt keinen Sinn.

    I'm not in the business of wasting my time. Now - no - opportunity - WASTED.

    stay healthy.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #49 springen »
#52 AuthentizitätAnonym
  • 09.04.2020, 22:06h
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • "Es fehlen dazu aber immer noch echte nachvollziehbare Argumente.."

    Ob ein Argument nachvollziehbar erscheint oder nicht, muss nicht zwangsläufig nur an dem Argument liegen. Mir leuchten deine Gegenargumente z. B. auch nicht ein, während du sie vermutlich ja für sehr valide hältst. Wir scheinen sehr unterschiedliche Wahrnehmungen zu haben.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#53 trans naysayerAnonym
  • 10.04.2020, 02:02h
  • Antwort auf #47 von TheDad
  • Ergänzung:

    "und sich die Erkenntnis durchsetzen soll, dies müsse dazu führen Trans*-Menschen einen "erhöhten Zugang zur Darstellung" solcher Charaktere zu verschaffen..
    Es fehlen dazu aber immer noch echte nachvollziehbare Argumente.."

    Diese Argumente wurden hier seit Jahren vermittelt. Ich finde bereits die Frage, warum marginalisierten Gruppen ein "erhöhter Zugang" zu etwas verschafft werden soll, überaus bedenklich - insbesondere, wenn Angehörige einer anderen marginalisierten Gruppe diese Frage aufwerfen, die mit erlebten Ausschlüssen über die gleiche Erfahrung verfügen.

    Es geht GRUNDSÄTZLICH in allen Lebensbereichen darum, trans Menschen überhaupt ZUGANG zu verschaffen. Denn wir haben Zugang in den meisten Lebensbereichen bis heute nicht. Oftmals nicht mal in der so called "community". Selbst dort sind wir von Ausschlüssen betroffen. Das grosse Thema lautet "access", wie ich in allen posts zuvor bereits erklärt habe. We were forced to live on the margins of society! We were forced into invisibility! Es geht für trans Menschen immer nur um access, denn der ist uns überall verwehrt - nicht nur in der Filmbranche. Housing, Employment, parenting, health care system, etc.
    Daher ist bereits diese Fragestellung nach dem "warum" überaus irritierend.

    Es geht darum, dass wir unsere EIGENEN Geschichten und lived experiences durch eine Verkörperung von uns selbst erzählen können. Das nennt sich Emanzipation. Die Aneignung der eigenen Geschichten, die zuvor von anderen fremdbestimmt umgedeutet wurden. Es geht darum, unsere EIGENEN Stimmen zu erheben. Nur wer seine eigene Stimme über sich findet und sie erhebt, emanzipiert sich. Darum fordern wir überall "access". Das von mir in #44 verlinkte video - "the category is...access" - liess eigentlich keine Fragen offen. Üblicherweise erfolgt eine Antwort auf eine Frage. Diese Antwort wurde bereits von mir gegeben. Wieso diese Antwort ignoriert wird und die Frage erneut gestellt wird erschliesst sich mir nicht. Das sind Kreisbewegungen um sich selbst, als wäre man sein eigener Mond.

    Die Erfahrungen, was passiert, wenn cis Menschen IHRE Geschichten ÜBER UNS erzählen, sind eindeutig: In 99% der Fälle werden UNSERE Geschichten von ihnen angeeignet und umgedeutet in nicht auf uns zutreffende falsche cis-Narrative ÜBER trans Menschen. Das Ergebnis ist Desinformation, das Unterdrücken unserer Stimmen und unsere weitere Unsichtbarmachung. Marginalisierung.

    Es ist vergleichbar mit blackfacing. Die Mechanismen sind die Gleichen. Durch blackfacing wurden in 100% der Fälle UNSERE Geschichten von ANDEREN angeeignet und in falsche weisse Narrative ÜBER UNS IBPOC umgedeutet.

    Es dürfte sich die Erkenntnis durchgesetzt haben, dass blackfacing nicht zur Akzeptanz, Anerkennung, Emanzipation und Sichtbarkeit von IBPOC beigetragen hat (irony off). Im Gegenteil - das Ziel von blackfacing war ja u.a auch der Ausschluss und die Unsichtbarmachung von IBPOC in der Filmbranche. Von "access" zu allen Lebensbereichen ganz zu schweigen. Zugang zur Filmbranche musste auch von "authentischen" IBPOC erkämpft werden. Er muss selbst bis heute immer noch wieder erneut erkämpft werden - wie die tendenziell weissen cis-männlichen Oscar-Verleihungen zeigen.

    Es geht um die Verhinderung weiterer "appropriation of our lived experiences", es geht um "access" in Lebensbereiche, aus denen wir immer ausgeschlossen wurden, es geht um Akzeptanz und vor allem um Visibility. SICHTBARKEIT. Wir werden nicht zu mehr Akzeptanz und Sichtbarkeit gelangen dadurch, dass weiterhin cis Menschen uns darstellen - erst recht nicht, wenn wir oftmals sogar im falschen Geschlecht dargestellt werden, mit dem wir erst recht fremdbestimmt in einen cis-Narrativ ÜBER trans umgedeutet werden.

    Hinzu kommt - auch wenn Du das offensichtlich nicht verstehst - dass wir uns weltweit in einer Phase befinden, in der GERADE JETZT unsere authentische Darstellung von ENTSCHEIDENDER Bedeutung für die Zukunft von trans Menschen ist.

    Es wäre wünschenswert, wenn man unseren Stimmen endlich zuhören würde und unsere berechtigten Interessen zu unserer Emanzipation und Sichtbarkeit anerkennen und unterstützen würde.

    Dass trans Schauspieler:innen von der überwiegenden Anzahl der gay community in diesem queeren Forum in ihrer Arbeit und in ihrem Kampf um Emanzipation und unsere Sichtbarkeit nicht unterstützt werden, dass unsere Stimmen sogar in immer wiederkehrender Regelmässigkeit ignoriert werden, ist überaus irritierend und ergibt überhaupt keinen emanzipatorischen Sinn.

    Wir nehmen das zur Kenntnis. Das hindert uns nicht daran, einfach weiter voran zu schreiten.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #47 springen »
#54 TheDadProfil
  • 10.04.2020, 11:48hHannover
  • Antwort auf #50 von Leon 4
  • Danke für die Anmerkung..

    Das ist aber keine Liste in der Art, wie sie über Schwule und Lesbische Darstellende eingefügt wurde..

    Aus einer solchen wäre zumindest im Ansatz dann mal erkenntlich, ob sich denn eine veritable Anzahl von Darstellenden finden lassen würde, die für die Rollen zur Verfügung stünden..

    Was dann immer noch nicht geklärt hätte, ob die Eigenschaft "Trans*" schon zu Anfang der Einführung dieser Rolle originärer Bestandteil, und damit VOR dem Casting bestanden hat..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #50 springen »
#55 TheDadProfil
  • 10.04.2020, 12:13hHannover
  • Antwort auf #51 von trans naysayer
  • ""Du bleibst Deiner Linie treu: Du antwortest auf posts, die Du nicht mal gründlich gelesen - und deren Aussage Du noch weniger verstanden hast.""..

    Ein Schuh den ich mir nicht anziehen muß..
    Ich verweise dazu mal auf die vielen Aussagen dazu, die ich in den Kommentaren getroffen habe, und die Du geflissentlich weiterhin einfach ignorierst..

    ""Die Kritik an der Besetzung von trans Rollen lautet:""..

    Darauf wurde hier von allen Seiten eingegangen..
    Auf den Vorwurf was denn nun eine/n Trans*-Darstellenden eigentlich zum Experten* für die Darstellung einer Trans*-Rolle macht gibt es weiterhin keinerlei Antwort..

    Denn es geht immer noch um Schauspielerei..

    Doch Du wie alle anderen auch vermischt diese berechtigte Kritik auf ZWEI vorhandenen Sachebenen, ohne hier explizit zu differenzieren..
    Die eine Ebene ist die des Casting..
    Hier steht die Behauptung im Raum, dort würde grundsätzlich aussortiert..

    Die andere Ebene ist die Tatsache des Vorhandenseins von Rollen überhaupt..

    Und beiden Ebenen versucht man nun mit der gleichen Argumentation beizukommen, und bastelt sich munter dazu eigene Narrative zusammen..

    Was Ebene 1 betrifft, so kann man hier den Aussagen der Betroffenen wohl kaum widersprechen, denn es sind deren Erfahrungen..

    Auf der zweiten Ebene wird nicht einmal der Versuch einer Klärung unternommen, aber man versucht über die "vorhandene seltene Ressource" einen Einstieg in die Sichtbarkeit zu erreichen, und ist sich dabei nicht zu schade auf vielleicht oder sogar wahrscheinlich existierende Diskriminierung mit der "gleichen Münze" zu reagieren, und sich nun seinerseits für den "generellen Ausschluß von CIS" stark zu machen..

    Mit einer Diskriminierung auf eine andere Diskriminierung zu reagieren schafft keine Diskriminierung ab, sie schafft eine neue, ein zusätzliche !

    Das ist also keine Lösung des Problemes, es schafft nur neue Probleme..

    ""Dieser thread ist erneut ein Offenbarungseid der internalisierten Selbstunterdrückung, die man pathologisch verstrickt dann auch von anderen einfordert (siehe link in #44). Mit Menschen, die die "Argumentation" ihrer oppressors übernommen haben - "das ist nur eine Frage der schauspielerischen Leistung", etc. pp. - hat das emanzipatorische Anliegen, um das es hier geht und das auch immer formuliert wird, NICHTS zu tun.""..

    Diese Kritik kann ich für vielleicht für 99 Prozent aller Berufe die nichts mit Kunst&Kultur zu tun haben unumwunden zustimmen..

    Doch eben für diese Kunst&Kultur kann sie nicht gelten, denn es geht exakt um diese ""schauspielerischen Leistung"", und um nichts anderes !

    ""Unsere Kritik daran findet auf einer ganz anderen Ebene statt.""..

    Und geht damit originär am Problem vorbei..

    Denn es macht eben einen signifikanten Unterschied ob es sich um den Job der Darstellerei, oder die technische Ebene in den Produktionen wie etwa Kamera, Ton und Licht handelt..

    Ein weiteres "Problem" besteht dann auch in Deiner Kommunikation, denn man formuliert nicht wirklich exakt aus, man bleibt lieber auf der Position des "ungenauen" stehen, denn das macht dann auch wegen des Fehlens konkretisierender Aussagen viel weniger angreifbar..

    Wem auch immer das vermeintlich nutzen soll..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #51 springen »
#56 TheDadProfil
  • 10.04.2020, 12:16hHannover
  • Antwort auf #52 von Authentizität
  • ""Ob ein Argument nachvollziehbar erscheint oder nicht, muss nicht zwangsläufig nur an dem Argument liegen. Mir leuchten deine Gegenargumente z. B. auch nicht ein, während du sie vermutlich ja für sehr valide hältst. Wir scheinen sehr unterschiedliche Wahrnehmungen zu haben.""..

    Selbstverständlich haben wir unterschiedliche Wahrnehmungen..
    Es wäre auch obskur, wenn dies nicht so wäre..
    Dennoch ist das sehr schön formuliert, im Gegensatz zu den nachvollziehbaren Argumenten, an denen es hier fehlt..
    Was mit den unterschiedlichen Ebenen zu tun hat, auf denen man hier mit den gleichen Antworten agiert, ohne sich einen Kopf darum zu machen, was man damit anrichten könnte..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #52 springen »
#57 TheDadProfil
  • 10.04.2020, 12:38hHannover
  • Antwort auf #53 von trans naysayer
  • ""Diese Argumente wurden hier seit Jahren vermittelt. Ich finde bereits die Frage, warum marginalisierten Gruppen ein "erhöhter Zugang" zu etwas verschafft werden soll, überaus bedenklich - insbesondere, wenn Angehörige einer anderen marginalisierten Gruppe diese Frage aufwerfen, die mit erlebten Ausschlüssen über die gleiche Erfahrung verfügen.""..

    Ich gehe jetzt mal auf den Rest nicht weiter ein, denn diese Aussage ist zu wundervoll, um sie so stehen zu lassen..

    Heruntergebrochen auf die Gesellschaft stellt sich hier dann nämlich die Frage ob man einen Schwulen Mann zum Bundeskanzler machen kann oder darf, und dort lautet dann die Antwort :

    Ja, unbedingt, wenn er das Zeug dazu hat..

    Aber eben nicht weil er zufällig in der CDU ist, und auch noch zufällig Schwul..

    Aber genau das wollen hier offenbar einige erreichen :

    Die Besetzung von Rollen in Produktionen aufgrund irgendwelcher zufälliger Eigenschaften die die Darstellenden mitbringen MÜSSEN um überhaupt zum Zuge zu kommen, und damit das Handwerkszeug der Darstellerei vollständig in den Hintergrund zu drängen..

    Und dann geht es doch nicht anders..

    ""Es geht GRUNDSÄTZLICH in allen Lebensbereichen darum, trans Menschen überhaupt ZUGANG zu verschaffen.""..

    Das steht und das stand in allen dazugehörenden Threads hier von NIEMANDEN und zu KEINER ZEIT Infrage gestellt !

    Doch Du ignorierst das hier immer noch nachhaltig, und behauptest wider besseren Wissens, irgendeine Gruppe von Usern würde das anders sehen !

    Das bleibt einfach unverschämt !

    Und genau dort liegen dann auch die Probleme Deiner Kommunikation begraben, die sich immer wieder in Angriffen gegenüber anderen Menschen offenbaren die von Dir "Kraft eigener Autorität" zu Feindbildern stilisiert werden..

    Bevor es zu Nachträgen kommt..

    ""Es geht darum, dass wir unsere EIGENEN Geschichten und lived experiences durch eine Verkörperung von uns selbst erzählen können.""..

    Das erreicht man nicht durch den Ausschluß anderer Menschen an und oder von Produktionen..
    Mal abgesehen davon, das diese Geschichten dann auch von EUCH SELBST kommen müssen, geschrieben, produziert, finanziert und in die Kinos gebracht werden müssen..

    Schwule Filmemacher haben vorgemacht wie man das trotz aller Widerstände macht, man besehe sich dazu die Lebensgeschichten von Wieland Speck, Rosa von Praunheim, Kurt Raab, oder eben auch Rainer Werner Fassbinder..

    Und dann stellt man sich dem Wettbewerb..

    ""Die Aneignung der eigenen Geschichten, die zuvor von anderen fremdbestimmt umgedeutet wurden.""..

    Ob das für den Fall der hier vorgestellten Serie zutrifft mögen bitte die Zuschauenden entscheiden, auf Dein persönliches Urteil kommt es da gar nicht an, erklärt aber vieles von Deiner Argumentations-Strategie..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #53 springen »
#58 trans naysayerAnonym
  • 10.04.2020, 14:13h
  • Antwort auf #57 von TheDad
  • Erwartbar wird es jetzt endgültig absurd. Leider bist Du meinem Rat, einfach mal inne zu halten, nicht gefolgt. Daher fasse ich mich kurz.

    "und sich nun seinerseits für den "generellen Ausschluß von CIS" stark zu machen..
    Mit einer Diskriminierung auf eine andere Diskriminierung zu reagieren schafft keine Diskriminierung ab, sie schafft eine neue, ein zusätzliche !"

    Der Verzicht auf Privilegien ist keine Diskriminierung. Die Forderung nach erhöhten Frauenanteilen in Vorständen ist keine Diskriminierung von Männern. Was nicht ausschliesst, dass es durchaus Menschen geben soll, die den Verlust ihrer Privilegien als Diskriminierung wahrnehmen. Sie haben halt ihre Privilegien nicht reflektiert und als eben solche verstanden.

    "Die Aneignung der eigenen Geschichten, die zuvor von anderen fremdbestimmt umgedeutet wurden.

    Ob das für den Fall der hier vorgestellten Serie zutrifft mögen bitte die Zuschauenden entscheiden, auf Dein persönliches Urteil kommt es da gar nicht an..."

    Das ist jetzt nur noch lächerlich. Die (cis-)Zuschauenden können das gar nicht entscheiden. Sie kennen nur die umgedeuteten Geschichten über uns - die zuvor angesprochenen 99% der Produktionen, in denen unsere eigenen Geschichten in cis-Narrative umgedeutet wurden. Das kann man auch mit "gutem Schauspiel" nicht ändern. Auf das absurde "Argument" der "Schauspielerei" wurde von mir ausgiebig eingegangen. Die Erfahrung zeigt, dass Zuschauende einen Film um so "gelungener" halten, je mehr er cis-Narrative über uns bedient. Die meisten Zuschauenden haben ihre festen tradierten Bilder über uns im Kopf. Wenn diese nicht bedient werden, verlassen sie das Kino i.d.R. irritiert und ratlos. Es geht ja eben genau darum, eben diese desinformierenden Narrativeaufzubrechen.

    Ich habe hier bewusst eben nicht "persönlich" argumentiert, wie von Dir jetzt als letzter Notnagel unterstellt, sondern Dir UNSERE Argumente geduldig zum x-ten male erklärt. Du kannst sie überall auf der Welt genau so von anderen nachlesen. Es handelt sich hier nicht um eine "persönliche Meinung". Du drehst Dich wiederholt im Kreis um Dich selbst.

    Du hast hier anderen vorgeworfen, sich nicht auf der Welt sondern in einer Blase zu bewegen. Es gibt viele grundsätzliche Fragen, die Du Dir unbedingt selber stellen solltest. Dafür musst Du deine schwule Blase verlassen:

    Nicht nur trans Menschen kämpfen um Zugang und um eine AUTHENTISCHE Darstellung ihrer selbst. Auch IBPOC, die cis sind, kämpfen immer noch um die AUTHENTISCHE Darstellung ihrer selbst und um Zugang - insbesondere Frauen. Selbst weisse cis-Frauen müssen noch darum kämpfen, wie die diesjährigen Oscar-Verleihungen insbesondere in der Kategorie Drehbuch und Regie eindrucksvoll gezeigt haben.

    ALLE kämpfen gegen Klischees und falsche vermittelte Narrative über sie an:

    Trans Menschen gegen cis-Narrative, IBPOC gegen weisse Narrative und Frauen generell gegen männlich-patriarchale Narrative über Frauen.
    Alle entscheiden hier selbstbestimmt selber über die Art ihrer Darstellung - nicht die Zuschauenden. Alle diese Gruppen haben das Ziel, ihre authentische Darstellung zu vermitteln - sie sind nicht zur "Beurteilung durch die Zuschauenden" da.
    Absurder geht es nicht. Du hast die gesamten Emanzipations-Bestrebungen, die z.Z. in der Filmbranche stattfinden, nicht verstanden.

    Alle diese Menschen wollen nicht einen "erhöhten Zugang" - sie kämpfen um GLEICHEN ZUGANG. Alle diese Gruppen wollen auch keine "Sonderrechte" - wir wollen bekanntlich GLEICHE RECHTE.
    Es ist - mit viel Zurückhaltung ausgedrückt - ausgesprochen unseriös, die berechtigten Anliegen und Emanzipations-Kämpfe all dieser Menschen um GLEICHEN ZUGANG und GLEICHBERECHTIGUNG als "Diskriminierung" anderer darzustellen.

    Das ist (wiederholt) einfach nur unerträglich.

    Womit wir dann an dem Punkt angekommen sind, dass von mir Deiner Denunzierung marginalisierter Gruppen hier keine weitere Plattform geboten wird. Hier beende ich diese Diskussion.

    Wie ich bereits festgestellt habe, verschwende ich hier meine Zeit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #57 springen »
#59 trans naysayerAnonym
  • 10.04.2020, 17:11h
  • Antwort auf #58 von trans naysayer
  • und eine letzte Ergänzung, um zu klären, was hier wieder geschehen ist:

    - Emanzipationskämpfe von Behinderten bedrohen nicht die Rechte von Nicht-Behinderten - es geht um GLEICHBERECHTIGUNG und SICHTBARKEIT.
    - Emanzipationskämpfe von Homosexuellen bedrohen nicht die Rechte von Heterosexuellen - es geht um GLEICHBERECHTIGUNG und SICHTBARKEIT.
    - Emanzipationskämpfe von Frauen bedrohen nicht die Rechte von Männern - es geht um GLEICHBERECHTIGUNG und SICHTBARKEIT.
    - Emanzipationskämpfe von trans Menschen bedrohen nicht die Rechte von cis Menschen - es geht um GLEICHBERECHTIGUNG und SICHTBARKEIT.

    Die Emanzipation von trans Menschen "löscht" auch nicht die Existenz anderer "aus". Es macht andere auch nicht "unsichtbar"

    Die Behauptung, dass Emanzipationskämpfe von trans Menschen die "Rechte" von cis Menschen bedrohen, ist der reaktionärste transfeindlichste Narrativ schlechthin. Es gibt keinen Schlimmeren.

    Die Emanzipationskämpfe der eigenen Sichtbarkeit marginalisierter Menschengruppen dann auch noch als "Diskriminierung Anderer" darzustellen - dazu gehört nicht nur Skrupellosigkeit, sondern auch Gewissenlosigkeit.

    Was allerdings "bedroht" wird, sind Privilegien. Und darauf läuft es dann auch immer wieder hinaus:
    "Die Emanzipationskämpfe von trans Menschen dürfen nur "so weit gehen", dass sie die Privilegien von cis Menschen nicht "bedrohen".

    Wie immer geht es hier um Ideologie.

    Ich habe bereits in #44 geschrieben, dass man in diesem Forum die Kommentare unter Artikeln zu trans Schauspieler:innen Wort-für-Wort vorhersagen kann. Es ist immer klar worauf es hinausläuft und wo es endet. Es ist ein immer gleiches wiederkehrendes Ritual der Ignoranz.

    Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Es wird sich in ewigen Kreisbewegungen wiederholen. Einfach nur irritierend und gruselig.

    Aber was erwarte ich auch von einem Menschen, der seit Jahren bemüht ist, trans Menschen ihre Identität abzusprechen und sie zu einem "4. Geschlecht" erklären zu wollen. Letztendlich ist die Intention dahinter nur, dass eigene cis-Privilegien nicht "bedroht" werden.

    Bleibt zu hoffen, dass Mitlesende unsere Emanzipationskämpfe und die Argumente dahinter nun besser verstanden haben. Sie unterscheiden sich nicht von den Kämpfen anderer diskriminierter Menschengruppen um Sichtbarkeit.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#60 PascaleAnonym
#61 DamienAnonym
  • 11.04.2020, 09:37h
  • für mich liest sich das heruntergebrochen so:

    A: transschauspieler bekommen zu selten rollen, sind unterrepräsentiert. das ist ein problem

    B: ja das ist ein problem

    A: um das problem zu lösen, fordere ich xy (hier: transrollen dürfen nur von transschauspielern gespielt werden)

    B: das problem sehe ich, aber dieser lösungsweg ist falsch

    A: ihr seid alle transphob und versteht nichts!
  • Antworten » | Direktlink »
#62 TheDadProfil
  • 12.04.2020, 13:00hHannover
  • Antwort auf #58 von trans naysayer
  • ""Der Verzicht auf Privilegien ist keine Diskriminierung.""..

    Wenn Darstellende darauf verzichten MÜSSEN alle ihnen angebotenen Rollen spielen zu dürfen, weil dies als "originäre Aufgabe" einer Gruppe von Menschen begriffen werden soll, die dafür ihre eigenen Erfahrungen einbringen sollen, dann ist dies ein Form von Diskriminierung..

    Denn bei Licht betrachtet bedeutet dies eben den Ausschluß von CIS von Trans*-Rollen, den Ausschluß von Trans* von CIS-Rollen, den Ausschluß von Hetero an LGBI-Rollen, und ebenso anders herum..

    Rollen-BILDER ausschließlich mit Menschen besetzen zu wollen die die dazu "implizierten Eigenschaften" mitbrächten widerspricht dem Handwerk der Schauspielerei..

    Du vermischt hier immer noch die beiden verschiedenen Ebenen..

    Ich bin mit allen Argumenten die sich gegen die Unsichtbarkeit aller Menschen mit allen ihnen eigenen Eigenschaften in den Filmen und den anderen Produktionen richten unumwunden einverstanden..
    Doch die Anzahl von Rollen als "Spiegelbild einer Gesellschaft" hat NICHTS mit der Auswahl der darstellenden Person zu tun !

    Denn
    ""Es geht GRUNDSÄTZLICH in allen Lebensbereichen darum, trans Menschen überhaupt ZUGANG zu verschaffen.""

    ist ein vollständig anderes Problem, und das läßt sich NICHT einfach damit aus der Welt schaffen das alle vorhandenen Trans*-Rollen dann auch mit Trans*-Darstellenden besetzt werden..

    Es mag vielleicht zur Sichtbarkeit beitragen, doch diese Funktion erfüllt eigentlich die Rolle selbst, und nicht der Darstellende..

    ""Die Forderung nach erhöhten Frauenanteilen in Vorständen ist keine Diskriminierung von Männern.""..

    Mal abgesehen davon, das mit der Erhöhung eines Frauen-Anteiles in "Vorständen" ein ganzer Rattenschwanz an Problemen hängt, der einer Lösung harrt..

    Wann kommt eigentlich nach der Einführung des "d" in Stellenanzeigen mal die Forderung aufs Tablett die Aufzählung der Geschlechter in solchen Anzeigen um ein "t" zu erweitern ?

    Das würde dann doch mal zur Sichtbarkeit beitragen, denn inzwischen sind die Stellenanzeigen
    (oder eigentlich sogar von Anfang an seitdem das erstritten wurde)
    sämtlich so abgefasst..

    """Die Aneignung der eigenen Geschichten, die zuvor von anderen fremdbestimmt umgedeutet wurden.
    Ob das für den Fall der hier vorgestellten Serie zutrifft mögen bitte die Zuschauenden entscheiden, auf Dein persönliches Urteil kommt es da gar nicht an..."
    Das ist jetzt nur noch lächerlich. Die (cis-)Zuschauenden können das gar nicht entscheiden.""..

    Das habe ich von den "CIS-Zuschauenden" gar nicht erwartet..
    Um dann doch daran zu erinnern, auch ich bin CIS, und maße mir an ein solches Urteil fällen zu können..
    Nur bin ich als Schwuler Mann auch "näher dran" am Thema, als der durchschnittliche, in dieser Frage ungebildete Hetero..

    ""Sie kennen nur die umgedeuteten Geschichten über uns - die zuvor angesprochenen 99% der Produktionen, in denen unsere eigenen Geschichten in cis-Narrative umgedeutet wurden.""..

    Das ist eine Sichtweise..
    Verfolgte man die konsequent, hätte dies zur Folge, man würde vielleicht GAR KEINE solchen Rollen mehr wahrnehmen können, denn es fehlt ja an "allen Ecken und Enden" an ZUGANG..
    Wie man das ändert ist angesprochen worden..
    Man schreibt das selbst, man dreht das selbst, man geht auch das Risiko wirtschaftlichen Scheiterns ein..
    Oder auch des Scheiterns an der bestehenden Gesellschaft, die das dann vielleicht gar nicht erst sehen will..
    Was wieder mit dem wirtschaftlichem Scheitern korrespondiert..

    ""Nicht nur trans Menschen kämpfen um Zugang und um eine AUTHENTISCHE Darstellung ihrer selbst.""..

    Interessant ist hier wer in der nachfolgenden Aufzählung so alles fehlt..
    Das zeigt dann bisweilen Deine Blase auf..

    ""Wie ich bereits festgestellt habe, verschwende ich hier meine Zeit.""..

    Und immer noch sehr ausführlich..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #58 springen »
#63 TheDadProfil
  • 12.04.2020, 13:10hHannover
  • Antwort auf #61 von Damien
  • Zutreffender kann man das gar nicht mehr formulieren..

    Denn um all die vermeintlichen CIS-Narrative auszulöschen erfindet man eigene Narrative, zu denen allerdings der gesellschaftliche Konsens fehlt, der aber auch gar nicht erst angestrebt wird..
    Das hat schon im Ansatz "diktatorische Züge", vor allem dann wenn man einfordert allein Aufgrund seiner Existenz in beruflichen Fragen zum Zuge zu kommen..

    Man missachtet dabei originär das sich andere Menschen mit ihren erworbenen Qualifikationen um einen Job "bewerben", und denkt, man brächte diese Qualifikationen allein aufgrund seiner Existenz schon mit..

    Da schwingt dann schon so etwas absurdes mit, was man unter dem Schlagwort
    "ich bin türke, gemüsehandel ist meine profession"
    einordnen könnte..

    Und alle anderen dahinter verborgenen Schieflagen der Gesellschaften werden dabei geflissentlich ignoriert..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #61 springen »
#64 TheDadProfil
  • 12.04.2020, 15:39hHannover
  • Antwort auf #62 von TheDad
  • Auch ich habe hier dann noch mal einen Nachtrag,,

    Aus Nr.#59..
    Denn dort offenbart sich die Schieflage in der Sichtweise besonders deutlich :

    ""Was allerdings "bedroht" wird, sind Privilegien.""..

    Mal davon ausgehend, es stimmte so, was allerdings nachweislich nicht der Realität entspricht, denn verschiedentlich werden Trans-Rollen von Trans*-Darstellenden verkörpert, was das Vorhandensein eines solchen als "Privileg" empfundenem Vorteils widerlegt..

    Wenn es also ein solches Privileg wäre Trans*-Rollen darstellen zu dürfen, dann bedeutet die vollständige Übernahme dieser Funktion ebenfalls ein Privileg !

    Wenn also das vermeintlich vorhandene Privileg Trans*-Menschen diskriminiert, dann diskriminiert die vollständige Übernahme durch den Fakt "ausschließlich", und so der Wortlaut der Forderung, dann seinerseits die CIS-Darstellenden..

    Das ist dann die bereits angesprochene Ablösung einer Diskriminierung durch eine andere, welche keine Probleme löst, aber neue schafft..

    Das bedeutet also, wer die Forderung exakt so aufrecht erhält, der fordert für sich als Gruppe ein Privileg ein !

    Das Ziel ist die Privilegierung von Trans*-Menschen in der Darstellung von Trans*-Menschen, weil nur sie das angeblich "authentisch" könnten..

    Es gibt genügend Beispiele dazu, daß diese Einschätzung nicht stimmt..

    ""die zuvor angesprochenen 99% der Produktionen, in denen unsere eigenen Geschichten in cis-Narrative umgedeutet wurden.""..

    Das Eine Prozent genügt nämlich um das Argument "ausschließlich" außer Kraft zu setzen..

    Worum es hier also geht ist es die Sichtbarkeit zu erhöhen, vor allem aber dazu beizutragen den Zugang zu beruflichen Möglichkeiten zu verändern..

    Das erreicht man nicht über Ausschließlichkeits-Forderungen, wie sie hier schon mehrfach in verschiedenen Threads erhoben worden sind, und die nicht zuletzt im Fall Johansson zum Tod des Projektes geführt haben..

    ""Die Emanzipation von trans Menschen "löscht" auch nicht die Existenz anderer "aus". Es macht andere auch nicht "unsichtbar" ""..

    Das stimmt..
    Aber das Argument "ausschließlich" löscht dann Möglichkeiten aus !
    Und das nachhaltig..

    ""Die Behauptung, dass Emanzipationskämpfe von trans Menschen die "Rechte" von cis Menschen bedrohen, ist der reaktionärste transfeindlichste Narrativ schlechthin.""..

    Eine solche Behauptung existiert HIER gar nicht..
    Sie wurde hier auch nicht erhoben..
    Sie ist nur Teil eines der von Dir vorgetragenen Narrativen welche als Inhalt die Aussage in sich tragen
    "alles was cis-menschen tun dient der unterdrückung von trans*"..

    Damit lassen sich dann prima und ebenso beliebig alle anderen Aussagen in "generelle trans*feindlichkeit" "übersetzen"..
    Diese wird ebenso beliebig allen Cis-Gruppen übergestülpt..

    ""Ich habe bereits in #44 geschrieben, dass man in diesem Forum die Kommentare unter Artikeln zu trans Schauspieler:innen Wort-für-Wort vorhersagen kann. Es ist immer klar worauf es hinausläuft und wo es endet. Es ist ein immer gleiches wiederkehrendes Ritual der Ignoranz.""..

    Das eint dann wohl das Forum mit Deinen Kommentaren ?
    Denn auch die sind besser vorhersagbar als das Wetter, sie sind erwartbar in ihren Anfeindungen, in ihren inzwischen gruppenbezogenen Feinderklärungen, und auch in den verbreiteten Narrativen, die am Ende immer auf eine "ausschließlichkeit" hinauslaufen..

    Doch bei Licht betrachtet beinhaltet eine Aussage wie
    "alle cis sind scheiße"
    dann auch im Subtext die Aussage
    "nur wir trans sind die guten",
    und einer solchen Arroganz kann man dann gar nichts mehr entgegensetzen ohne sich dem Vorwurf ausgesetzt zu sehen per se trans*-feindlich zu sein..

    Es ist Dein permanenter Angriffs-Modus der hier ein Problem darstellt, und der ziemlich viel zu den absurden Threads beiträgt, mehr als man sich vorstellen will..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#65 Anonyma
  • 13.04.2020, 01:57h
  • Antwort auf #62 von TheDad
  • "Wann kommt eigentlich nach der Einführung des "d" in Stellenanzeigen mal die Forderung aufs Tablett die Aufzählung der Geschlechter in solchen Anzeigen um ein "t" zu erweitern ? Das würde dann doch mal zur Sichtbarkeit beitragen, denn inzwischen sind die Stellenanzeigen (oder eigentlich sogar von Anfang an seitdem das erstritten wurde) sämtlich so abgefasst.."

    Mal ganz abgesehen davon, dass "trans" kein eigenständiger Geschlechtseintrag ist und auch keiner werden soll: Das "d" wird in Stellenanzeigen vor allem deswegen so konsequent verwendet, weil Firmen Abmahnungen vermeiden wollen. Und Sichtbarkeit auf Basis drohender Abmahnungen zu erzwingen, ist ganz bestimmt 'ne wunderbare Idee... *kopfschüttel*

    Ansonsten kann ich zu Deinen Einlassungen in dieser Diskussion hier nur noch sagen, dass ich selten so viel an den Haaren herbeigezogenen, vor allem aber fast schon paranoid anmutenden Unsinn auf einmal gelesen habe. Im Grunde geht es hier nur darum, trans Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Lebenserfahrung authentisch in entsprechende Rollen einzubringen. Der "Krieg", an dessen vorderster Front Du hier so unermüdlich heroisch kämpfst, existiert nicht. Den saugst Du Dir bloß selbst aus den Fingern und provozierst dadurch ein ums andere Mal die immer wieder gleiche Eskalation der Diskussion. Was soll das? Wie oft möchtest Du uns diese - bei allem Respekt - total alberne Inszenierung eigentlich noch zumuten? Ist es nicht irgendwann auch mal genug?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #62 springen »
#66 FrageAnonym
#67 lotosblueteAnonym
  • 13.04.2020, 15:12h
  • Eine Frage an alle Trans*-Betroffenen: Welche Maßnahmen zur Steigerung der Trans*-Sichtbarkeit stellt ihr euch vor?
  • Antworten » | Direktlink »
#68 TheDadProfil
  • 13.04.2020, 16:07hHannover
  • Antwort auf #65 von Anonyma
  • ""Mal ganz abgesehen davon, dass "trans" kein eigenständiger Geschlechtseintrag ist und auch keiner werden soll: Das "d" wird in Stellenanzeigen vor allem deswegen so konsequent verwendet, weil Firmen Abmahnungen vermeiden wollen. Und Sichtbarkeit auf Basis drohender Abmahnungen zu erzwingen, ist ganz bestimmt 'ne wunderbare Idee... *kopfschüttel*""..

    Ist es keine "wunderbare Idee" die Wirtschaft mittels drohender "Abmahnungen" und auch Bußgeldern zu zwingen Realitäten anzuerkennen ?

    Auf dem Gebiet der "Behinderten" geschieht das seit Jahrzehnten..
    Es gibt "Beschäftigungs-Quoten" in den Betrieben die eine bestimmte Anzahl an Beschäftigten überschreiten, und dort müssen dann entsprechende Arbeitsplätze für Schwerbeschädigte geschaffen sein, inklusive besonderer Kündigungsrechte für die Angestellten..
    Und noch immer kann dieses Instrument dann auch unterlaufen werden..
    Sogar ganz legal, denn man kauft sich einfach frei von dieser Vorschrift..
    Und das Geld aus diesem "Freikauf" wandert dann in die Behinderten-Strukturen..

    Ich kann mir schon ausmalen was als "Gegen-Argument" aufkommt :
    "wir trans*-menschen sind nicht krank und nicht behindert"..

    Richtig..
    Was nichts daran ändert das man Quoten und Richtlinien schaffen kann die Diskriminierung bei Beschäftigung verhindern können..
    Der Diabetiker und der Transplantierte Mensch ist zwar krank, aber bei Licht betrachtet genauso Leistungsfähig wie ein "Gesunder"..
    Der Rolli-fahrende IT-Fachmann ebenso viel "wert" wie seine fuß-gehenden Kolleg*innen..

    Und ein "t" in einer Stellen-Anzeige schafft dann auch keine "4.Geschlechtskategorie", sondern nur eine zusätzliche "Obligatorik" wie sie sich in den Anzeigen auch schon ausdrückt :

    "Bei gleicher Qualifikation werden die Bewerbungen von Frauen und Behinderten bevorzugt"..

    Ein ebenso wundervoller Unfug, der den "Wert" von Frauen über Jahre hinweg mit "Behinderten" gleichsetzte, bis man die Formulierung auf Druck von Gleichstellungsbeauftragten* in den behördlichen Verwaltungen und Öffentlichen Betrieben auf 2 Sätze verteilte..

    Schon klar..
    Man will die Inklusion, aber eben nicht die dazu notwendigen "Schutz-Verordnungen", die in unserer Gesellschaft dazu immer noch üblich ist, denn die Idee des
    "ich bin ja nicht krank, ich bin nur anders"
    ist eine schwere Hypothek, die man mit sich herumschleppt..

    Mal so nebenbei..
    Diese "4.Geschlechterkategorie" wurde bereits vom Staat geschaffen als er über das Urteil des BVerfG zur "Dritten Option" den Eintrag dieser in alle Formulare eingeführt hat..
    Sie ist also KEINE "Erfindung" der Community, und damit auch keine "Erfindung" einer Gruppe, die von Menschen wie Dir immer häufiger als Teil des Gegners kategorisiert wird..
    Du arbeitest Dich hier also umsonst an Menschen ab, die die gleichen Probleme im Staat haben wie Du selbst..

    Denn das Schwule, Bisexuelle und Lesben einen
    "ungehinderten Zugang zu allen Lebensbereichen"
    hätten ist ein Mythos..

    Und "zack", sind wir wieder in der "Betroffenheits-Hitparade"..

    Natürlich ist es keine gute Idee die "Marginaliserung" verschiedener Gruppen miteinander zu vergleichen..
    Trotzdem muß man es tun, denn im Gegensatz zu dem permanent vorgetragenen Mantra des
    "ihr habt doch alle keine ahnung von unserer situation"
    besitzen Schwule Männer in meinem Alter ein Füllhorn an eigenen Erfahrungen mit Diskriminierung, Unterdrückung, und auch Marginalisierung in der Gesellschaft, und haben deshalb auch einen guten Einblick dazu, wie man die Sache am Ende auf jeden Fall nicht macht..

    ""Im Grunde geht es hier nur darum, trans Menschen die Möglichkeit zu geben, ihre eigene Lebenserfahrung authentisch in entsprechende Rollen einzubringen.""..

    Jepp..
    Mit einer Forderung die ein Privileg einfordert, und gleichzeitig andere Gruppen in der Branche benachteiligt..

    Diese Forderung nach
    "trans*-rollen müssen ausschließlich trans*-menschen vorbehalten sein"
    ist die spiegelverkehrte Blaupause einer strukturellen Diskriminierung..

    Und die schreibt man sich auf die Fahnen seines "Emanzipationskampfes" und begegnet jedem Einwand mit dem Todschlagargument der Trans*-Feindlichkeit..

    Das ist eine asymmetrische Diskussion, in der die Fordernden als "Sieger" feststehen müssen, weil sie es Kraft eigener Ignoranz so festgelegt haben..
    Das hat schon "religiöse" Züge, dem man sich einfach nicht widersetzen darf, weil es einem am Ende ja nur "am rechtem glauben mangelt"..

    Und nicht nur Du erkennst nicht, weil Du nicht erkennen willst, nicht erkennen kannst, was man dort treibt..

    "Damien" hat es mit einem einfachem Satz auf den Punkt gebracht :

    ""B: das problem sehe ich, aber dieser lösungsweg ist falsch""..

    Das wird hier nachhaltig ignoriert, weil ihr gar nicht bereit dazu seid, den Lösungsweg auf ALLE seine Auswirkungen auf die Gesellschaft hin zu prüfen..

    Gleiche Rechte für ALLE
    bedeutet nämlich am Ende, das es keine solchen "Exklusivitäts-Ansprüche" geben KANN !
    Für NIEMANDEN !
    Auch für Euch nicht !

    Wenn wir dann am Ende endlich mal zu der Diskussion kommen die sich darum drehen muß, wie man Zugang für ALLE Menschen zu ALLEN Bereichen der Gesellschaft organisiert, dann können wir an dem Punkt gerne weiter machen..

    Doch dazu ist es einfach notwendig das "IHR" dieses Mantra
    "ihr seid alle trans*phob, und ihr seid sowieso alle unsere feinde"
    aufgebt..

    Daran habe ich allerdings allein durch die Rhetorik wie sie hier "trans naysayer" an den Tag legt, sehr große Zweifel..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #65 springen »
#69 TheDadProfil
#70 Anonyma
  • 13.04.2020, 18:48h
  • Antwort auf #68 von TheDad
  • "Ist es keine "wunderbare Idee" die Wirtschaft mittels drohender "Abmahnungen" und auch Bußgeldern zu zwingen Realitäten anzuerkennen ?"

    Nein, ist es nicht. Dieses "d" in den Stellenanzeigen ist nicht mehr als ein Potemkinsches Dorf, das den schönen Schein einer Inklusion suggeriert, die es in Wirklichkeit gar nicht gibt. In der Regel sind noch nicht mal Personalbögen an den Geschlechtseintrag "divers" angepasst. Sprich doch einfach mal mit Menschen, die den Geschlechtseintrag "divers" haben, über ihre Erfahrungen mit Bewerbungen auf solche Stellenanzeigen. Da wirst Du dann sehen, wie viel sowas bringt.

    "Ich kann mir schon ausmalen was [...]"

    Genau das scheint mir hier ein grundsätzliches Problem zu sein: Du malst Dir einfach viel zu viel aus (offenbar bevorzugt in schwarz-weiß) und drängst anderen durch Unterstellungen Diskussionen über (extreme) Themen auf, um die es eigentlich gar nicht geht. Ein kleines Beispiel: Bei Dir wird aus "trans Rollen sollten von trans Menschen gespielt werden" ganz schnell "trans Rollen dürfen ausschließlich von trans Menschen gespielt werden". Hier haben sich zwar nur ein paar Worte geändert, die Aussage ist aber eine gänzlich andere. Und diese völlig andere Aussage erklärst Du dann zum Gegenstand der Diskussion. Es tut mir wirklich leid, aber auf einer solchen Basis kann man keine vernünftigen Diskussionen führen und ich werde den Teufel tun, das hier noch weiter mit Dir zu versuchen. Sollte es Dir irgendwann mal gelingen, erst zuzuhören, bevor Du Dir was ausmalst, dann können wir es gerne nochmal versuchen. Und bis dahin empfehle ich Dir die Anschaffung eines Malbuchs. Da kannst Du dann ausmalen, so viel Du willst...
  • Antworten » | Direktlink » | zu #68 springen »
#71 TheDadProfil
  • 13.04.2020, 21:54hHannover
  • Antwort auf #70 von Anonyma
  • ""Nein, ist es nicht.""..

    Wie zu erwarten war ist selbst trotz der Anführungszeichen der enthaltene Sarkasmus entgangen, denn noch immer wird die eigene Situation als etwas besonderes, gar einmaliges dargestellt, das sich Marginalisierungen, Unterdrückungen und Diskriminierungen auch auf andere Gruppen der Gesellschaft erstrecken, und es damit auch Vergleichswerte gibt, will nicht wahrgenommen werden..

    ""n der Regel sind noch nicht mal Personalbögen an den Geschlechtseintrag "divers" angepasst. Sprich doch einfach mal mit Menschen, die den Geschlechtseintrag "divers" haben, über ihre Erfahrungen mit Bewerbungen auf solche Stellenanzeigen. Da wirst Du dann sehen, wie viel sowas bringt.""..

    Was bringt Dich zu der Auffassung, ich hätte auf diesem Gebiet so gar keine persönlichen Eindrücke und Erfahrungen ?
    Es gibt sie, diese "angepassten Personalbögen", und es gibt auch Bewerbungen die entsprechende Einträge enthalten, und ich ignoriere sie immer noch, denn ob sich jemand als Mann oder Frau oder als Divers auf einen Job bewirbt, ist vollständig irrelevant vor der zu erledigenden Aufgabe..
    Es ist mir auch egal ob jemand Josef oder Aische als Vornamen trägt, in Berlin oder Damaskus geboren wurde, LGBTTIQ* oder Hetero ist, ob verheiratet oder Single, das ist alles irrelevant für die Erledigung eines Jobs auf den man sich bewirbt..
    Da zählt die Ausbildung und die erworbenen Qualifikationen..

    Stört euch aber alles nicht..
    "Ihr" "denkt" von allen anderen grundsätzlich, sie wären gegen "euch", und genau so formuliert sprecht ihr dann auch das Gegenüber an !

    DAS ist hier das Problem, neben der Tatsache eine neue strukturelle Diskriminierung nicht erkennen zu wollen, bloß weil sie "von euch selbst" entwickelt wurde..

    """Ich kann mir schon ausmalen was [...]"""..

    Die "Antwort" dazu ist vollständig aus dem Zusammenhang gerissen..
    Ein sehr offensichtlicher rhetorischer Trick..

    ""Ein kleines Beispiel: Bei Dir wird aus "trans Rollen sollten von trans Menschen gespielt werden" ganz schnell "trans Rollen dürfen ausschließlich von trans Menschen gespielt werden".""..

    Nöö..
    Das steht genau so in diversen Kommentaren in den diversen Threads zu dieser Thematik..

    Und genau deshalb ist das was ich hier als Kritik anzumerken habe auch immer noch nicht vom Tisch, immer noch nicht mit einem einzigem Satz des "einsehens" von eurer Seite goutiert worden !

    Dazu muß man dann nur mal lesen was dort steht :

    ""Die Erfahrungen, was passiert, wenn cis Menschen IHRE Geschichten ÜBER UNS erzählen, sind eindeutig: In 99% der Fälle werden UNSERE Geschichten von ihnen angeeignet und umgedeutet in nicht auf uns zutreffende falsche cis-Narrative ÜBER trans Menschen.""..

    ""Es ist vergleichbar mit blackfacing. Die Mechanismen sind die Gleichen. Durch blackfacing wurden in 100% der Fälle UNSERE Geschichten von ANDEREN angeeignet und in falsche weisse Narrative ÜBER UNS IBPOC umgedeutet.""..

    Geht schon im Artikel los :

    ""In sozialen Netzwerken gibt es jetzt Kritik, dass für die Rolle keine trans Schauspielerin ausgewählt wurde. "Wie kann es sein, dass 2020 eine Cis-Schauspielerin noch eine Trans-Rolle übernehmen kann", fragte etwa Twitter-Nutzerin Patricia. Eine andere empörte sich: "Gibt es etwa keine trans Schauspielerin in ganz Spanien oder darüber hinaus, die die Rolle der Manila übernehmen kann?" ""..

    ""Auf Englisch beklagte ein Nutzer: "Alle haben sich so gefreut über die neue Figur Manila in 'Haus des Geldes'. Ich werde es also einfach sagen: Transfiguren sollten von trans Schauspielern und Schauspielerinnen dargestellt werden." ""..

    Das ist die Forderung, und exakt so steht sie im Raum !
    Ob man dann noch wahlweise schreibt
    "trans*-rollen müssen von trans*-menschen gespielt werden"
    oder auch
    "wieso müssen das cis-frauen spielen ?"
    ist dabei schon egal, die Aussage bleibt die gleiche..

    So zieht sich das durch alle Threads hindurch die sich bislang damit beschäftigt haben..
    Immer ganz vorne dabei dann "trans naysayer" mit einer toxisch-rhetorischen Aggressivität, die ständig erklärt, alle anderen haben sich ja sowieso herauszuhalten, weil es sie nicht beträfe, und sie auch gar nichts davon verstünden, und dann noch "Ith", der sich nicht zu schade dazu ist den Rest der Welt zum Feindbild zu stilisieren..

    ""Es tut mir wirklich leid, aber auf einer solchen Basis kann man keine vernünftigen Diskussionen führen""..

    Stimmt..
    Denn das Thema lautet, wieso es so wenig Sichtbarkeit gibt, und wieso der Zugang zu allen gesellschaftlichen Bereichen an solchen Barrieren scheitert, und eben nicht
    "trans*-rollen müssen von trans*-menschen gespielt werden um sie authentisch zu gestalten"..
    Das geht am Problem vorbei..
  • Antworten » | Direktlink » | zu #70 springen »
#72 trans naysayerAnonym
  • 13.04.2020, 21:59h
  • Antwort auf #67 von lotosbluete
  • "Eine Frage an alle Trans*-Betroffenen..."

    Bitte? An wen? An was? "Trans*-Betroffene"? Was soll denn das bitte sein-?

    Es ist für mich immer wieder faszinierend, zu welchen mentalen und verbalen Stilblüten die unreflektierte Übernahme des pathologisierenden trans-Narrativs der Sexualmedizin in Deutschland führt.

    Wir hatten das Thema vor einigen Wochen monatelang. Da ging es um "mental gymnastics" bzw. "Gehirnverrenkungen", die immer dann zur Anwendung kommen, wann immer es um das Thema trans geht.

    Könnte die Internalisierung dieses Narrativs womöglich mit den 99% der Filme zusammen hängen, in denen cis-Narrative über trans tradiert werden-? (sic!)

    Werden in Deutschland Menschen, die sich mit dem bei der Geburt zugewiesenen Geschlecht identifizieren, eigentlich "Cis-Betroffene" genannt-? Gibt es in Deutschland "Lesbisch-Betroffene", "Bi-Betroffene" oder "Schwul-Betroffene"-?

    Ich weiss nicht mehr, wie oft ich in diesem Forum in den letzten 4 Jahren über die dringende (Selbst-) Ent-Medikalisierung von trans Menschen geschrieben habe. Es bewegt sich irgendwo im 4-stelligen Bereich...Es bleibt mir ein Rätsel, wie man die (Selbst-) Stigmatisierung von Menschen, die einfach nur trans sind, durch die Verwendung von Termini wie "Trans-Betroffene" nicht erkennt.

    Könnte auch das mit den 99% der Filme über trans Menschen zusammenhängen, in denen trans immer "problematisiert" wird-?

    Trans Menschen sind von nichts "betroffen". Sie sind einfach nur Frauen, Männer und Non-Binäre Identitäten.

    Es ist in Deutschland dringend notwendig, das Thema "trans" endlich zu ent-dramatisieren.

    Wirklich, ich meine das ernst: In Deutschland begegnet man flächendeckend einem einzigen versengten Trümmerfeld, wann immer es um das Thema "trans" geht. Es ist eine Katastrophe. Man weiss gar nicht, wo man mit dem Aufkehren der Asche beginnen soll. Verbrannte Erde soweit das Auge reicht.

    Welche Maßnahmen zur Steigerung der Trans*-Sichtbarkeit stellt ihr euch vor?"

    Im Film-Business-? Jeder einzelne meiner posts in diesem thread hat sich ausschliesslich der Beantwortung dieser Frage gewidmet. Meine Antworten, Herleitungen und Erklärungen waren gründlich und gewissenhaft. Ich habe nichts vergessen. Sie sind internationaler Konsens unter Schauspieler:innen, die trans sind.

    Bitte dabei die Äusserung von @Anonyma aus #70 beherzigen:
    "Sollte es Dir irgendwann mal gelingen, erst zuzuhören, bevor Du Dir was ausmalst, dann können wir es gerne nochmal versuchen."

    In jedem 2. meiner posts war ich gezwungen zu schreiben "Du (Ihr) hörst uns nicht zu". Ich habe sogar darum gebeten, das von mir Geschriebene nur einen Tag lang mal zu überdenken. Vergeblich.

    Eine ganz wesentliche Bitte von uns trans Menschen lautet nicht umsonst:
    "Hört trans Menschen bitte endlich zu und lernt".

    "...Nothing about us without us. Period..."

    www.youtube.com/watch?v=PXs1UME1AEg

    Ich habe alles ausführlich von Grund auf erklärt - einfach erneut bei #44 beginnen zu lesen.

    Dort habe ich auch ein Video verlinkt, in dem folgende Sätze fallen:

    "I'm not in the business of wasting my time".

    "...now...no...opportunity...wasted..."

    "Don't waste your opportunity - no opportunity wasted."

    Ich habe die "Gelegenheit" hier in einem deutschen Forum genutzt. Ich habe sie nicht "verschwendet". Mehr konnte ich nicht tun. Lesen muss jede:r selbst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #67 springen »
#73 lotosblueteAnonym
  • 13.04.2020, 22:44h
  • Antwort auf #72 von trans naysayer
  • Zitat: "Es ist für mich immer wieder faszinierend, zu welchen mentalen und verbalen Stilblüten die unreflektierte Übernahme des pathologisierenden trans-Narrativs der Sexualmedizin in Deutschland führt."

    Jetzt bedauere ich die Verwendung dieses Begriffs. Allerdings hätte ich die Formulierung "Cis-Betroffene" in einer Diskussion über Cis-Angelegenheiten ebenfalls gewählt.

    Zitat: "Trans Menschen sind von nichts "betroffen". Sie sind einfach nur Frauen, Männer und Non-Binäre Identitäten."

    Danke für diese deutlichen Worte.

    Zitat: "Im Film-Business-? Jeder einzelne meiner posts in diesem thread hat sich ausschliesslich der Beantwortung dieser Frage gewidmet. Meine Antworten, Herleitungen und Erklärungen waren gründlich und gewissenhaft. Ich habe nichts vergessen. Sie sind internationaler Konsens unter Schauspieler:innen, die trans sind."

    Liest Netflix, lesen irgendwelche Produzenten hier mit oder ist diese ganze Diskussion folgenlos, weil niemand der Beteiligten auch nur entfernt die Möglichkeit hat die Situation zu ändern - sofern daran ein Interesse besteht?
    Und wenn die Möglichkeit nicht besteht, was spricht dagegen, sie selbst zu erschaffen?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #72 springen »
#74 trans naysayerAnonym
  • 13.04.2020, 23:05h
  • Antwort auf #71 von TheDad
  • ""trans*-rollen müssen von trans*-menschen gespielt werden um sie authentisch zu gestalten"..
    Das geht am Problem vorbei.."

    Das geht in der Tat am Problem vorbei. Und so habe ich das hier auch nicht geäussert - meine Aussagen waren weitaus differenzierter. Ich habe eine ganz andere Problematik erläutert, die sich Dir offensichtlich leider nicht erschliesst.

    Mit der Äusserung von Belén Cuesta stimme ich absolut überein:
    "Eine Cisfrau kann eine Transfrau und eine Transfrau kann eine Cisfrau spielen."

    Dieser Äusserung schliesst sich im Grundsatz jede trans Schauspielerin an.

    Du vermengst hier eine Twitter-Empörungs-Blase mit unseren differenzierten Aussagen, die auf ganz andere Problematiken verweisen. Du hörst uns nicht zu. Du hörst Twitter zu.

    Surprise: Wir spielen sogar seit Pose bereits in Produktionen, in denen wir cis-Frauen darstellen. Wir werden dafür sogar in den USA gefeiert. Diese Hürde ist bereits genommen - Du hast das nur in Deutschland offensichtlich noch nicht bemerkt.

    Du bist überhaupt nicht im Thema drin. Du bist gar nicht up to date.

    Stattdessen zerschiesst Du wie eh und je jeden thread zum Thema "trans" mit Deinen Inszenierungen, die nur in Deinem Kopf stattfinden. Es ergibt einfach keinen Sinn, sich darauf einzulassen. Es führt zu nichts. Es ist ein Ritual. Dafür fehlt mir nicht nur die Zeit, sondern natürlich auch der Wille. Ich sehe die Auseinandersetzung mit Deiner Person und Deinen Unterstellungen nicht als meine Aufgabe.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #71 springen »
#75 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 13.04.2020, 23:16h
  • "Trans-Betroffene" ist ungefähr genauso "wunderschön" wie der Begriff "Homosexuell Begabte", den man immer wieder in einem gewissen evangelischen Blog lesen muss.

    Beides zeugt nicht unbedingt davon, dass die Personen, die solche Ausdrücke verwenden, wirklich verstanden haben. In manchen Fällen zeugt es auch davon, dass sie gar nicht verstehen wollen.
  • Antworten » | Direktlink »
#76 trans naysayerAnonym
#78 lotosblueteAnonym
#79 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 03:07h
  • Antwort auf #75 von RuferInDerWueste
  • "Beides zeugt nicht unbedingt davon, dass die Personen, die solche Ausdrücke verwenden, wirklich verstanden haben. In manchen Fällen zeugt es auch davon, dass sie gar nicht verstehen wollen."

    "Betroffen" ist man von Nierensteinen, Rheuma oder Cancer. Von schlimmen Ereignissen, wie z.B. Unfällen, plötzlichen Todesfällen oder Pandemien.

    Ich empfinde es als Zumutung und Übergriffigkeit, wenn meine pure Existenz mit einem Terminus wie "Trans*-Betroffene" in einem Atemzug problematisiert und medikalisiert wird. Ich verbitte mir diese Fremdzuschreibung schon aufgrund meines SELBSTBILDS.

    Das einzige, von dem ich "betroffen" war, als sich vor langer Zeit in einem letzten kleinen Schritt die Erkenntnis bei mir durchsetzte, wer ich bin, war ein Dauergrinsen, dass diese Erkenntnis auf mein Gesicht zauberte. Ich habe meine gesamte Wohnung mit meinen Lieblingsblumen dekoriert. Und ich war "betroffen" von einem willkommenen Anlass für eine Riesenparty, zu der es dann auch kam. It was HUGE. Ich habe mich gefeiert und mich feiern lassen. Nicht dafür, dass ich trans bin, sondern dafür, dass ich die Frau bin, die ich schon immer war.

    Leider wird dieser cis-Narrativ "Trans*-Betroffene" in Deutschland auch von der Mehrheit der trans Menschen und ihrer Organisationen bedient, wenn sie von sich selber sprechen. Sie bezeichnen sich auch selbst so. So funktioniert Selbst-Stigmatisierung und Selbst-Medikalisierung. Welche Konsequenzen dieses negative und desaströse SELBSTBILD in allen möglichen gesellschaftlichen Bereichen hat, wurde hier oft genug nicht nur von mir erläutert.

    Ja, Du hast Recht. Wer diesen Terminus benutzt, hat nicht einmal verstanden, wer wir sind und ja - will es oftmals auch erst gar nicht verstehen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#80 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 03:51h
  • Antwort auf #75 von RuferInDerWueste
  • "...In manchen Fällen zeugt es auch davon, dass sie gar nicht verstehen wollen."

    Wobei ich @Lotosbluete diese letzte Äusserung nicht unterstellen möchte. @Lotosbluete hat diese Formulierung immerhin nach meiner Erläuterung sofort bedauert. Wenn das jetzt noch zu einer kritischen Hinterfragung des Terminus "Trans*-Betroffene" führt, ist ein erster Schritt zum tatsächlichen Verstehen, wer wir sind getan.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #75 springen »
#81 RuferInDerWuesteEhemaliges Profil
  • 14.04.2020, 06:13h
  • Antwort auf #80 von trans naysayer
  • Ich meinte damit auch eher den evangelischen Blogger, mit dem ich mal auf Facebook eine sehr unerfreuliche Diskussion hatte. Er hielt "homosexuell begabt" quasi für das Nonplusultra der Gnädigkeit... seines "Gottes" und seiner eigenen Ausdrucksweise. Dass er damit auch Menschen, die das strikt für sich ablehnen, auf eine Art und Weise labelt, die eben NICHT generell akzeptabel ist, war ihm nicht zu vermitteln.

    Typisch religiös verblendete Sicht halt - Menschen etwas überzustülpen, als "gute Gabe Gottes", mit dem sie in dieser Form bitte nichts zu tun haben möchten. Denn ein Recht auf Entscheidung darauf, wie man sich selbst bezeichnet bzw. wie man sich bezeichnen lassen will, hat man aus seiner Sicht wohl nicht so wirklich.

    Anstrengend, sowas. SEHR anstrengend. Er meinte dann nur noch, wenn mir das nicht passe, müsste ich seine Texte ja nicht lesen. Komplett kritikunfähig.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #80 springen »
#82 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 13:04h
  • Antwort auf #78 von lotosbluete
  • "Ich muss gestehen, dass ich "Pose" nicht gesehen habe..."

    Bitte unbedingt bei Gelegenheit nachholen. Pose ist ein historischer Meilenstein, was die authentische Darstellung von uns QTIBPOC und unsere gelebten Lebenserfahrungen betrifft. Mit Weissen communities ist das jedoch in keinster Weise vergleichbar. Da trennen uns Welten.

    QTIBPOC = Queer-Trans-Indigenous-Black-People Of Color
  • Antworten » | Direktlink » | zu #78 springen »
#83 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 13:29h
  • Antwort auf #81 von RuferInDerWueste
  • "Typisch religiös verblendete Sicht halt..."

    Deshalb gibt es in diesen Kreisen auch so viele "Trans*-Betroffene"...und die nennen sich dann auch öffentlich selbst so (z.B. grosse Teile der Führungsriege des deutschen BVT*).
    Da stellen sich bei mir wie bei einem Stachelschwein alle Stacheln auf. Zing!

    " (...) Anstrengend, sowas. SEHR anstrengend."

    Es ist toxisch. Im wahrsten Sinne des Wortes. Und diese "Kommunikation" ist immer Sinn-frei. Gib auf Dich acht. Das ist eine Frage der Psychohygiene.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #81 springen »
#84 lotosblueteAnonym
  • 14.04.2020, 14:50h
  • Antwort auf #83 von trans naysayer
  • Zitat:
    "Deshalb gibt es in diesen Kreisen auch so viele "Trans*-Betroffene"...und die nennen sich dann auch öffentlich selbst so (z.B. grosse Teile der Führungsriege des deutschen BVT*)."
    Daher habe ich diesen Begriff auch gewählt. In Zukunft werde ich anderen und mir das (er)sparen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #83 springen »
#85 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 17:23h
  • Antwort auf #84 von lotosbluete
  • "...und die nennen sich dann auch öffentlich selbst so (z.B. grosse Teile der Führungsriege des deutschen BVT*)."
    Daher habe ich diesen Begriff auch gewählt. In Zukunft werde ich anderen und mir das (er)sparen."

    Bitte! Und Danke!

    Das Tragische ist nämlich, dass dieser toxische trans-Narrativ in diesen "Interessensvertretungen" mit all ihren SHGs - self hate groups (die ich nicht umsonst so nenne) - von den Älteren immer wieder auf die neu hinzu kommenden Jüngeren tradiert wird. Ich halte diese Tradierung eines toxischen Selbstbilds nicht nur für verachtenswert, sondern schon für kriminell. (das ist auch eine Form von "Konversions-Therapie")

    Wer dann noch als "Trans*-Betroffene" bei der Politik nach "Beratung, Führung und Begleitung" ruft, der darf sich bei so viel zur Schau gestellter Selbst-Kompetenz (sic) dann auch nicht wundern, dass man anstelle des TSG keinen auf Selbstbestimmung basierenden Gender Recognition Act bekommt - sondern ein auf Entmündigung basierendes "Geschlechtsidentitätsberatungsgesetz" angeboten bekommt.

    Ebenso darf man sich bei einem solchen Selbstbild dann auch nicht darüber wundern, wenn man, anstatt für seine Ent-Pathologisierung zu kämpfen, durch tatkräftige Zusammenarbeit(!) mit der psychiatrisierenden Sexualmedizin zusammen eine re-pathologisierende S3-Leitlinie zur eigenen "Behandlung" entwickelt und bekommt.

    Ich sagte es bereits: In Deutschland weiss man gar nicht, wo man mit dem Aufkehren der Asche beginnen soll. Es ist eine Katastrophe von epischem Ausmass.

    Das ist dann auch nicht umsonst der häufigste Narrativ in Filmen über trans und trans Menschen:
    Trans wird als "tragisch" und als "Schicksalsschlag", der "traumatisch" für die davon "Betroffenen" ist - und ebenfalls für ihr soziales Umfeld - dargestellt. Wenn es dann häufig auch noch um die Körper von trans Menschen geht, die sexualisiert, sensationalisiert und objektifiziert dargestellt werden, bezeichnen wir dieses "Genre" nicht umsonst zynisch als "Trans Trauma Porn".

    Man kann es drehen und wenden, wie man will. Es läuft alles immer und immer wieder auf das SELBSTBILD hinaus. In Deutschland ist das im überwiegenden Teil der community unglücklicherweise ein Selbst-Stigmatisierendes und Selbst-Medikalisierendes.

    Mit einem solchen Selbstbild lässt sich schlecht für seine Bürger- und Menschenrechte kämpfen.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #84 springen »
#86 TheDadProfil
  • 14.04.2020, 20:59hHannover
  • Antwort auf #74 von trans naysayer
  • www.queer.de/detail.php?article_id=31491&antwort_zeigen=
    ja&chronologisch=nein


    www.queer.de/detail.php?article_id=31542&antwort_zeigen=
    ja&chronologisch=nein


    Wer warst Du denn in diesen beiden Threads, wenn Du doch so unablässig die vergangenen 4 Jahre alles so ausführlich erklärt haben willst ?

    Ein Fließtext mit der Nick-Auswahl wäre hilfreich, eine Liste würde wohl das System überfordern..

    "unablässig" wurde dann wohl auch nur der Vorwurf ignoriert, von dem man jetzt, mehrere Threads und Dutzende Kommentare später "zurückrudert", und sich daruf einlassen will, man hab das sooo ja gar nicht gesagt..

    ""Und so habe ich das hier auch nicht geäussert - meine Aussagen waren weitaus differenzierter.""..

    ""Ich habe eine ganz andere Problematik erläutert,""..

    Jepp..
    Andere Erklärungen zu einer anderen Problematik..
    Wurde erkannt, dann von mir bestätigt, und als "vorbei am Thema" bezeichnet, um dann wieder von Dir als "Angriff" umgedeutet zu werden, bevor es ignoriert wurde..

    Ich habe mir das angetan, und beide Threads aus den Links oben komplett nachgelesen, von "differenziertheit" kaum ein Spur, und von einem "Abrücken" von dieser vorgeworfenen "Forderung" allerdings auch nicht..

    ""Mit der Äusserung von Belén Cuesta stimme ich absolut überein:
    "Eine Cisfrau kann eine Transfrau und eine Transfrau kann eine Cisfrau spielen."

    (Dieser Äusserung schliesst sich im Grundsatz jede trans Schauspielerin an.""..

    Bis auf Jamie Clayton, die die Absurdität dieser Forderung gegen Miss Johansson an die Trans*-Community gespiegelt hat..)

    Man geht über den Vorwurf einfach hinweg, setzt sogar Links dazu, die mehr Fragen aufwerfen als sie beantworten, und dessen Antworten man dann selbst auch nicht nachliefert (stichwort : Jamie Clayton
    "Traut euch")
    und verfährt dann, wie hier inzwischen üblich :
    Man wird persönlich, bisweilen beleidigend, und wiederholt das Mantra
    "alle außer mir selbst sind doof, und nur ich habe den durchblick"..

    Wie diesem hier :
    ""Du vermengst hier eine Twitter-Empörungs-Blase mit unseren differenzierten Aussagen, die auf ganz andere Problematiken verweisen. Du hörst uns nicht zu. Du hörst Twitter zu.""..

    Ich lese keine solchen Blasen, lese kein Twitter, kein Facebook, kein Instagram..

    Das sind nicht meine Informationsseiten..
    Für Dich auf einem "internationalem parkett agierend" mag das vielleicht zutreffen..
    Meine Sache ist das nicht..
    Daher auch noch einmal die Frage :
    Wer bist Du ?
    Wieso kann man die "mühevolle Aufgabe der letzten 4 Jahre" nicht unter einem angemeldetem Nick nachlesen ?

    Das erleichtere vielen Mitlesenden die Aufgabe an entsprechende Informationen zu gelangen, und man müßte nicht erst mühevoll suchen, um dann zu raten unter welchem Avatar sich dann hier gerade "trans naysayer" versteckt hält..

    ""Surprise:""..

    Und wieder die Attidüde des
    "ihr seid alle doof, nur ich weiß bescheid"
    unter dem Kleid der vermeintlich Ironie..
    Stilblüten allesamt..
    So wie diese hier :

    ""Es ist in Deutschland dringend notwendig, das Thema "trans" endlich zu ent-dramatisieren.""..

    Dann hör mal auf es zu dramatisieren..

    ""Ich habe sogar darum gebeten, das von mir Geschriebene nur einen Tag lang mal zu überdenken. Vergeblich.""..

    Nur danach nicht mehr darauf geachtet, wann er worauf geantwortet hat..
    Sack und Asche über Dich..
    Aber genug der freundlichen Schelte

    ""Du bist überhaupt nicht im Thema drin. Du bist gar nicht up to date.""..

    Doch..
    Aber nicht in dem Thema welches Du abseits der eigentlichen Thematik "diskutieren" willst, und Du dann auch nicht "diskutierst", sondern referierst und belehrst, und das in einer arrogant-toxischen Art die ihres Gleichen sucht..

    Um dann mehr als ein Dreivierteljahr nach einem Thread reuevoll einzugestehen
    "ach scheiße, alle meine formulierungen lesen sich aber nach genau der forderung, die das problem beschreibt",
    und sich dann herauszureden sucht, ohne einen Funken Anstand zu besitzen, auf all die Kommentare die man MISSVERSTÄNDLICH formuliert hat noch einmal eingehen zu wollen..
    Denn das zerstörte ja den Nimbus der Rechthaberei..

    Mein Kommenatre stehe alle hier !
    Ich habe überall darauf verweisen was das Problem ist :
    die VERALLGEMEINERUNG und die GENERALISIERUNG einer Forderung die dann andere Menschen Gruppenweise ausschließt, und ein vermeintliches Privileg dann eine anderen, zuvor benachteiligten Gruppe zusichert..

    Und all das wird geflissentlich überlesen, ignoriert, das gegenüber als "zu doof zu kapieren" beschrieben..

    Ich hab da na Tipp, und deshalb die Links zu 2 der Johansson-Threads gesetzt..
    Hinsetzen, nachlesen, und seine Formulierungen darauf abklopfen was sie TATSÄCHLICH aussagen und fordern, und mich dann fragen, ob ich dort eigentlich wirklich so richtig liege, wie ich hier permanent behaupte..

    Und nicht wundern das dort kein Nick "trans naysayer" und kein "Ith" zu finden sei..
    Sie sind dort

    (Stattdessen zerschiesst Du wie eh und je jeden thread zum Thema "trans" mit Deinen Inszenierungen, die nur in Deinem Kopf stattfinden.)

    Vielleicht kommst Du dann mal zu der Erkenntnis :
    Eure eigenen Formulierungen bestimmen den Verlauf einer Diskussion hier, eines Diskurses mit Miss Johansson, einer überspitzten Forderung die zur Absage eines Projektes geführt haben, und dann frage man sich mal, wie hilfreich das dann jetzt wohl war ?
  • Antworten » | Direktlink » | zu #74 springen »
#87 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 22:25h
  • Antwort auf #86 von TheDad
  • "Scarlett Johansson"

    Ich weiss, dass ich Deine aggressiv geführten Tiraden hier nicht ändern kann. Daher nur ganz kurz:

    Scarlett Johansson ist ein ganz anders gelagerter Fall. Sie sollte einen Mann darstellen. Darauf lässt sich diese Formulierung hier ganz offensichtlich nicht übertragen:

    @trans naysayer, #74:
    Mit der Äusserung von Belén Cuesta stimme ich absolut überein:
    "Eine Cisfrau kann eine Transfrau und eine Transfrau kann eine Cisfrau spielen."

    Mit Scarlett Johansson sollte eine Rolle gegengeschlechtlich besetzt werden. Das ist ein ganz anderes setting und dazu haben alle trans Schauspieler:innen eine klare Meinung:
    Wir lehnen das entschieden ab. Trans Menschen gegengeschlechtlich zu besetzen, war Jahrzehnte lang ein Stilmittel der Desinformation über trans und der Stigmatisierung von trans Menschen. Insbesondere Frauen. Damit wird eine alte Intention verfolgt, die den toxischen trans-Narrativ bedient, dass trans Frauen "in Wahrheit" Männer sind und trans Männer "ja eigentlich" Frauen sind.

    Von diesem Narrativ emanzipieren sich trans Menschen gerade. Das ist unmittelbar existenziell für trans Menschen, denn dieser Narrativ tötet - wortwörtlich. Zu 98% Transwomen of Color. Hunderte von uns jedes Jahr.

    @trans naysayer, #53:
    "Hinzu kommt - auch wenn Du das offensichtlich nicht verstehst - dass wir uns weltweit in einer Phase befinden, in der GERADE JETZT unsere authentische Darstellung von ENTSCHEIDENDER Bedeutung für die Zukunft von trans Menschen ist."

    Trans Frauen sind Frauen. Trans Männer sind Männer.

    "Und nicht wundern das dort kein Nick "trans naysayer" und kein "Ith" zu finden sei..
    Sie sind dort"

    Ich habe mir beide verlinkten threads durch gelesen. Ich habe dort nicht geschrieben.

    Ich weiss nicht, warum Du mich hier immer mit @Ith_ in einem Zuge nennst. Ich muss das auch nicht verstehen.

    Nur so viel: Es ist mir vollkommen egal, was Du denkst. Vollkommen egal, was Du über mich denkst. Deine rabulistischen Inszenierungen sind mir egal. Deine zunehmend paranoider werdenden Verschwörungs-Theorien über trans Menschen sind mir egal. Das transfeindliche Grundrauschen in Deinem Kopf, dass hier zunehmend zu übergriffigen Hassausbrüchen gegen die hier schreibenden trans Menschen führt, ist mir egal.

    Es interessiert mich nicht. Du hast jede Kommunikations-Basis verlassen. Ich setze mich nicht mehr mit Dir auseinander.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #86 springen »
#88 ArchivAnonym
  • 14.04.2020, 23:04h
  • Antwort auf #87 von trans naysayer
  • "Mit Scarlett Johansson sollte eine Rolle gegengeschlechtlich besetzt werden."

    Das hat TheDad, wie er selbst zugeben musste, über weite Teile der damaligen Diskussion hinweg gar nicht kapiert. Er ist davon ausgegangen, dass da eine weibliche Rolle besetzt werden sollte. Vielleicht hat er das inzwischen sogar schon wieder vergessen.
    Das hat ihn jedenfalls nicht daran gehindert, diese Diskussion, wie unzählige andere, mit seinem Unverständnis grundlegender Definitionen, seinen Strohmannkämpfen und seinen endlosen Rabulistik-Feuerwerken zu zerschießen.
    Du fütterst hier zwar nicht direkt einen Troll, aber einen Menschen, der zu einer trans Diskussion noch nie einen fundierten Gedanken oder ein kluges Argument beigesteuert hat. Jeder Diskussionsversuch ist reine Zeitvergeudung.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #87 springen »
#89 trans naysayerAnonym
  • 14.04.2020, 23:30h
  • Antwort auf #88 von Archiv
  • "Das hat TheDad, wie er selbst zugeben musste, über weite Teile der damaligen Diskussion hinweg gar nicht kapiert. Er ist davon ausgegangen, dass da eine weibliche Rolle besetzt werden sollte."

    Ich weiss. Ich erinnere mich. An dieser Diskussion habe ich teilgenommen. Tagelang ist es allen anderen nicht gelungen, ihm das zu vermitteln. Ich erinnere mich mit Entsetzen daran.

    Danke für Deine Hinweise, aber ich weiss sehr genau, mit wem und mit welcher geballten Ignoranz ich hier konfrontiert bin.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#90 Moment MalAnonym
  • 15.04.2020, 14:23h
  • Antwort auf #88 von Archiv
  • "Mit Scarlett Johansson sollte eine Rolle gegengeschlechtlich besetzt werden.

    Das hat TheDad, wie er selbst zugeben musste, über weite Teile der damaligen Diskussion hinweg gar nicht kapiert"

    hierzu sollte aber fairerweise angemerkt werden, dass es sich bei der Rolle nicht um einen Mann, sondern um die Geschichte der Entwicklung eines Transmannes handelt. Daher passt eine Frau, wahrscheinlich sogar besser, durchaus für die Rolle, weil die körperliche anatomische Figur realer an der Filmfigur drankommt.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #88 springen »
#91 Ach kommAnonym
  • 15.04.2020, 14:51h
  • Antwort auf #90 von Moment Mal
  • "hierzu sollte aber fairerweise angemerkt werden, dass es sich bei der Rolle nicht um einen Mann, sondern um die Geschichte der Entwicklung eines Transmannes handelt."

    Bitte was? Transmänner SIND Männer. Die Rolle ist die eines Mannes. Transmänner mal eben zu Frauen zu erklären ist transphob. Überleg mal vorher, was du hier von dir gibst.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#92 Anonyma
  • 15.04.2020, 15:06h
  • Antwort auf #90 von Moment Mal
  • "Daher passt eine Frau, wahrscheinlich sogar besser, durchaus für die Rolle, weil die körperliche anatomische Figur realer an der Filmfigur drankommt."

    Such doch bitte einfach mal bei Google nach Bildern von Dante Tex Gill (das ist der trans Mann, den Scarlett Johansson spielen sollte) und vergleiche dessen Anatomie mit der von Scarlett Johansson. Solltest Du dann immer noch glauben, dass "die körperliche anatomische Figur realer an der Filmfigur drankommt", dann empfehle ich Dir DRINGEND einen Besuch beim Augenoptiker.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#93 AuthentizitätAnonym
  • 15.04.2020, 15:26h
  • Antwort auf #90 von Moment Mal
  • "dass es sich bei der Rolle nicht um einen Mann, sondern um die Geschichte der Entwicklung eines Transmannes handelt."

    Ergänzend zu dem, was "ach komm" und Anonyma schon richtig angemerkt haben: Wenn ich die Veröffentlichungen richtig verstanden habe, sollte der Film nicht "die Entwicklung" eines Transmannes darstellen, sondern sein Leben. Die Reduktion eines Lebens auf den Aspekt der "Transition", die deine Formulierung suggeriert, ist genau eines der Probleme, die hier immer wieder angesprochen wurden: das ist eine unterkomplexe Außensicht, die dem Leben von trans Menschen nicht gerecht wird.
    Wenn es etwas Gutes an dem Filmprojekt gab, dann, dass es vermutlich nicht in diese Falle tappen wollte (wie gesagt, soweit ich das beurteilen kann).
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »
#94 trans naysayerAnonym
  • 15.04.2020, 15:30h
  • Antwort auf #90 von Moment Mal
  • "...dass es sich bei der Rolle nicht um einen Mann, sondern um die Geschichte der Entwicklung eines Transmannes handelt. Daher passt eine Frau, wahrscheinlich sogar besser, durchaus für die Rolle."

    In den USA nennen wir das Epic Fail.

    Ich bin nur noch sprachlos. Wenn man denkt, man hat das Schlimmste hinter sich und es geht nicht mehr schlimmer, taucht garantiert irgend jemand auf, der beweist, dass es noch ganz viel Platz nach unten gibt. Jedes einzelne Wort dieser Aussage ist ein Desaster. Und der Schreibende merkt es nicht mal.

    Wie ich bereits sagte: In Deutschland weiss man gar nicht, wo man mit dem Aufkehren der Asche beginnen soll. So viele Hände hat ein Mensch gar nicht.
  • Antworten » | Direktlink » | zu #90 springen »

» zurück zum Artikel