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USA

Trauer um Phyllis Lyon

Die bekannte LGBTI-Aktivistin aus San Francisco starb im Alter von 95 Jahren. Lyon und ihre langjährige Partnerin Del Martin waren 2004 als erstes lesbisches Paar in den USA getraut worden.


Im Rampenlicht der Medien: Phyllis Lyon bei ihrer zweiten Hochzeit mit Del Martin im Jahr 2008, die das Paar nach Annullierung der ersten Ehe vor Gericht erkämpfen musste (Bild: Brian Kusler / flickr)

Die lesbische Bürgerrechtlerin Phyllis Lyon ist tot. Die amerikanische Aktivistin, die sich seit den Fünfzigerjahren für die Rechte von Lesben und Schwulen einsetzte, starb am Donnerstag (Ortszeit) in ihrem Haus in San Francisco, wie der kalifornische Senator Scott Wiener mitteilte. Sie wurde 95 Jahre alt.

Lyon und ihre langjährige Partnerin Del Martin waren 2004 als erstes lesbisches Paar in den Vereinigten Staaten getraut worden (queer.de berichtete). "Ihr Mut hat die Geschichte verändert", würdigte der kalifornische Gouverneur Gavin Newsom die Verdienste der Aktivistin. Es sei eine große Ehre gewesen, Lyon und Martin zu trauen, erklärte er.

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Lyon und Martin klagten für die Ehe für alle

Als damaliger Bürgermeister von San Francisco hatte Newsom dort grünes Licht für die Ehe für alle gegeben. Tausende gleichgeschlechtliche Ehen wurden aber später gerichtlich annulliert. Zusammen mit anderen Paaren zogen Martin und Lyon vor Gericht und hatten damit Erfolg.


Phyllis Lyon und Ehefrau Del Martin bei ihrer zweiten Hochzeit im Jahr 2008 im Rathaus von San Francisco (Bild: Olga Berrios / flickr)

2008 konnten sie die Öffnung der Ehe für Lesben und Schwule in Kalifornien feiern, das Paar gab sich erneut das Ja-Wort. Sie waren zu diesem Zeitpunkt 55 Jahre miteinander liiert. Martin starb wenige Monate nach der Trauung im Alter von 87 Jahren (queer.de berichtete).

Zusammen hatten sie 1955 den Verein Daughters of Bilitis (DOB) als erste lesbische Bürgerrechtsorganisation mitbegründet. In den Sechzigerjahren engagierten sie sich in der Nationalen Organisation für Frauen (NOW). (cw/dpa)



#1 FinnAnonym
  • 10.04.2020, 10:05h
  • Eine der ganz frühen Kämpferinnen für Gleichstellung ist nicht mehr unter uns.

    Sie hat sich sein den 1950er-Jahren für unsere Rechte eingesetzt. Oder wie der kalifornische Senator Scott Wiener auf Twitter geschrieben hat: zu einer Zeit, als es weder populär noch sicher war, sich dafür einzusetzen. Sie spielte ein zentrale Rolle im Kampf für unsere Grundrechte.

    Sie war ganz ohne Zweifel eine echte Heldin, die nach einem erfüllten Leben von uns gegangen ist.

    Sie wird niemals vergessen werden.

    Möge sie in Frieden ruhen.
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#2 Carsten ACAnonym
  • 10.04.2020, 10:26h
  • Phyllis Lyon und ihre Frau Del Martin haben Geschichte geschrieben.

    Sie waren nicht zufällig das erste lesbische Paar, das in den USA geheiratet hat, sondern das war der Lohn für einen langen, schweren (und lange Zeit auch aussichtslos scheinenden) Kampf.

    Ihre Frau war ja leider schon länger tot.

    Schade nur, dass Phyllis Lyon nicht mehr die Ablösung von Trump erlebt hat und dass es unter einem anderen Präsidenten ein US-weites Diskriminierungsgesetz gibt.

    Umso wichtiger, jetzt ihr Erbe zu erhalten und dafür (und für einige weitere Dinge) zu kämpfen.
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#3 BaerchenProfil
  • 10.04.2020, 11:02hzuhause
  • 56!!! Jahre waren die Beiden zusammen, das muss man erst einmal toppen!!! Jetzt sind sie wieder vereint, ruhet in Frieden Mädels!
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#4 GerritAnonym
  • 10.04.2020, 11:02h
  • Ich danke dieser Heldin aus tiefstem Herzen für alles, was sie getan hat...

    Ihr Leben und ihr Andenken sind uns Motivation und Verpflichtung, den Kampf für volle Gleichstellung und volle Akzeptanz fortzuführen...
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#5 Nk231Anonym
  • 10.04.2020, 18:51h
  • Zwei ganz starke Frauen :-)
    Vielen Dank für eure Pionierarbeit. Das hallt durch die Welt. Schade, dass ihr eure Ehe nur kurz gemeinsam genießen konntet, aber es freut mich sehr, dass ihr das noch miterleben konntet.

    Es ist überfällig, dass dieses unnötige Leid der Diskriminierung und der Stigmatisierung aufhört, und zwar weltweit.

    Drücken wir den Demokraten in den USA die Daumen, dass sie viel erreichen können.

    Gibt es was Neues zum Gesetz der sexuellen und geschlechtlichen Identität, das im GG verankert werden soll? Wieso dauert das wieder so lange, rhetorisch gefragt.
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