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Kommentare zu:
CDU zweifelt an Denkmal für LGBTI in Düsseldorf


#1 Ralph
  • 11.04.2020, 11:48h
  • Die Idee eines solchen Denkmals halte ich für gut. Das konkrete Projekt erscheint mir indes fragwürdig. Erst mal ist Düsseldorf nicht der passende Ort. Zwei deutsche Städte hingegen drängen sich geradezu auf: Berlin, von wo aus der § 175 das Land vergiftete und wo dann die nationalsozialistische Verfolgungswelle der Jahre 1933 bis 1969 initiiert wurde; München im Gedenken an die große Rede von Karl Heinrich Ulrichs 1867. Aber der falsche Ort ist nicht mein einziger Kritikpunkt. Ich glaube nicht, dass es angemessen ist, ein solches Monument in der Ästhetik des Stalinismus zu gestalten, einerseits wegen der Aggressivität und Gigantomanie dieses Stils, andererseits wegen der stalinistischen Homosexuellenverfolgung, die ihre Schatten noch heute über Russland wirft. Dass der Künstler ganz unverblümt davon spricht, er sei von Kriegerdenkmälern der ersten Hälfte des 20. Jh.s zu seinem Entwurf inspiriert worden, verrät eine bedenkliche Nähe zu Geisteshaltungen, gegen die sich ein solches Denkmal doch wohl richten soll.
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#2 Leon 4Anonym
  • 11.04.2020, 11:57h
  • Ist es unüblich dass Statuen/Denkmäler erstmal "näher angeschaut" werden bevor man sie in Auftrag gibt bzw. Platziert?
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#3 MarcAnonym
  • 11.04.2020, 12:32h
  • Wenn man weiß, wie lange es gedauert hat, bis in Düsseldorf ein Denkmal an den dort geborenen linken, jüdischen Dichter Heinrich Heine erinnern durfte, überrascht das nicht. (Und besagtes Denkmal wurde auch nicht von der Stadt in Auftrag gegeben und bezahlt, sondern von einer Bürgerinitiative.)
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#4 StrottesAnonym
  • 11.04.2020, 12:37h
  • Antwort auf #1 von Ralph
  • Es handelt sich um ein Denkmal der Stadt Düsseldorf, und das sollte selbstverständlich in Düsseldorf und nicht in Berlin oder München aufgestellt werden. Oder umgekehrt gefragt: Darf nur Berlin und München der Verfolgung queerer Menschen gedacht werden?
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#5 BePrideAnonym
  • 11.04.2020, 12:47h
  • Ich kann mir nicht vorstellen, dass etwas Schlechtes bei dem Denkmal herausgekommen ist. Bei den vielen Vorgaben hätte eher die Gefahr bestanden, dass es etwas Langweiliges geworden wäre. Dem ist schon mal nicht so, weil es mit seiner Martialität in der Tat etwas Provokatives hat. Diese musste aber anscheinend ihren Platz finden in der Umgebung ebensolcher Denkmäler, um eben den zumindest geschichtlichen Geist dieser Stadt aufzugreifen und gegenüber diesem kontrastieren zu können. An dem Kontrast habe ich keinen Zweifel wegen Klaus Richter selbst und seiner Interpretationen von Käthe Kollwitz und Ernst Barlach. Und natürlich ist Stonewall auch ein Kampf mit gestreckten Fäusten, Pfastersteinen und mehr gewesen und weiter einer mit viel Leid, aber auch Humor, was sich in der Differenziertheit vielleicht ebenso in den Gesichtern der Denkmalstatuen widerspiegelt. Weil dieses Denkmal von unsereins für gut befunden wurde, kann es da in der Tradition von Stonewall gegenüber der CDU hinsichtlich einer Unkenntlichmachung
    queeren Lebens auch keinen Kompomiss geben.
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#6 FliegenAnonym
  • 11.04.2020, 13:04h
  • Ist Deutschland nicht schon voll genug mit Denkmähler??? In den Zeiten wie gerade wo so viele nach spenden zum überleben schreien wären Geldscheine für LGBT Szene Bars SIEGESSÄULE USW besser angebracht!!! LG FROHE OSTERN TROTZALLEM:-)
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#7 FliegenAnonym
#8 qwertzuiopüAnonym
#9 56James35Anonym
  • 11.04.2020, 14:52h
  • Kein Wunder, dass der Dichter Heinrich Heine diese Stadt verlassen wollte/musste !
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#10 Ich HierAnonym
  • 11.04.2020, 15:15h
  • Eine solche Ästhetik ist bei zeitgenössichen Denkmälern heute wohl nur noch in Nordkorea zu sehen.
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#11 BockbeinAnonym
  • 11.04.2020, 15:33h
  • Mit Abstand betrachtet, wirkt das tatsächlich wie ein Werk des späten Stalinismus. Um im Jargon zu bleiben, müsste man dann aber anmerken, dass bei fortgeschrittenen Produktivkräften das Herumfuchteln mit der Faust etwas wenig ist. Der alltägliche "Kampf" sieht anders aus.
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#12 Ralph
#13 Ralph
#14 Homonklin_NZAnonym
  • 11.04.2020, 23:18h
  • Antwort auf #6 von Fliegen
  • Um die 82 Millionen waren es zuletzt, oder nicht? Ob die alle beim Denken mahlen, weiß man zwar nicht, der Beruf des Müllers ist heute unterrepräsentiert. Da stehen und ne Faust hoch halten, können fast alle ohne ganz bestimmtes Handicap.

    Denk mal.
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#15 antosProfil
  • 12.04.2020, 11:13hBonn
  • Sind vielleicht erst die Blinden dran, bevor die Tauben das Denkmal schließlich übernehmen können? Wie dem auch sei, aus etlichen Kommentaren hier lese ich, wie leicht wir uns durch ein Deutungsangebot, das automatisiertes, blind verfügbares und gesinnungsethisch genehmes Wissen aufruft (gereckte Fäuste = kloppende Radikale = ästhetisch unschön, rät Ratsherr Fils) einen Deutungsrahmen verpassen lassen, in dem unsere Vorstellung und Projektion Betrachtung komplett ersetzt. Eyes wide shut. Betrachtung nicht mehr nötig, aber lieben Dank für das Angebot, Herr Richter. - Ein Effekt, den wir in anderen Zusammenhängen auf diesen Seiten ja doch ausgiebig beklagen, zum Beispiel, wenn wir die - ebenso blinden - von hetero- und cis-zentrischen Narrativen gerahmten Sicht- und Verhaltensweisen anprangern, die uns immer wieder ausschließen.

    Anscheinend nützt es auch wenig, dass der Künstler extra in Grobstrick erklärt: >>Es geht mir um das Spielen mit Eindrücken. Darum, dass das Denkmal erst mal klassisch aussieht, aber sich beim Näherkommen für andere Sichtweisen öffnet<<, dass das Denkmal außerdem in Beziehung zu weiteren (martialisch-monumentalen) Denkmälern in der Umgebung gesehen werden kann und soll, und selbst der von unseligen Schnell-Vergleichen heimgesuchte Ratsherr Fils einräumt, dass er sich das Modell doch >noch einmal näher ansehen< müsse, um dann vielleicht zu bemerken, was man schon am Foto des Entwurfs erkennen kann, nämlich zum Beispiel, dass die (linken) Fäuste gar nicht fest geballt sind (zuschlagen lässt sichs mit denen nicht), dass die Körperhaltungen keine aggressive Spannung aufzuweisen scheinen etc. - nein, nützt nix, hier stehen die Urteile fest. Kraftvoll, martialisch - wie aus Bronze: Aggressivität, Gigantomanie, Ästhetik des Stalinismus, Nordkorea. Schon Heine ist einst in böser Vorahnung vor sowas geflohen.

    Schaut doch mal hin.
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#16 steffdaAnonym
  • 12.04.2020, 12:18h
  • Das Gedenken an die Opfer gehört in die Herzen und Köpfe der Menschen und kann nicht an einen, wie auch immer gearteten Gegenstand, delegiert werden.
    Wir haben bereits die KZ-Gedenkstätten, die sehr greifbar zeigen worin staatliche, totalitäre Propaganda, Diskriminierung und Verfolgung münden können, wenn sie von breiten kreisen der Bevölkerung getragen wird bzw. wenn es schlicht egal zu sein scheint.
    Und wir haben die Stolpersteine, die zeigen das eben nicht nur die jeweils anderen verfolgt wurden, sondern Nachbarn, Bekannte, Kollegen, Freunde und Verwandte; das die Verfolgung eben sichtbar war und alle Schichten der Gesellschaft erfasste.

    Insofern halte ich immer neue Denkmäler für eine Alibifunktion und überflüssig.
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#17 BePrideAnonym
#18 Ralph
  • 12.04.2020, 12:54h
  • Dieser Entwurf entstammt dem sog. sozialistischen Realismus, d.h. dem stalinistischen Kunststil (wenn wir rein politisch gesteuerte und damit geistlose Kunst überhaupt eine solche nennen wollen, besser wäre wohl die Qualifizierung als Politkitsch). Schon Trotzki kritisierte an diesem Stil, dass er nur der Verehrung vermeintlicher Helden und der Schaffung falscher Mythen diene. Dass die Figuren des Entwurfs ein bisschen entspannter dazustehen scheinen als die üblichen vorwärtsdrängenden Karl-Marx-Aktivisten, ändert nichts am Gesamtbild, ebenso wenig der Verzicht auf die geballten rechten Fäuste, die durch ins Leere greifende linke Hände ersetzt sind - was soll denn da eigentlich aus der Luft gegriffen werden? Da sehen wir an Stelle der gängigen Drohgebärde der sozialistischen Monumentalfigur eine in zielloser Bewegung erstarrte zarte Geste wie nach dem Wattebäuschchenweitwurf. Die stilistische Selbsteinordnung fordert Kritik an anachronistischer Monumentalität heraus, die Ausführung im Einzelnen reizt zum Spott. Denkmal ja, aber bitte nicht als Wiedergänger eines Stils, den wir gerade in Deutschland wirklich satt haben und satt haben dürfen.
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#19 TheDadProfil
  • 12.04.2020, 13:55hHannover
  • Antwort auf #2 von Leon 4
  • ""Ist es unüblich""..

    Nein..

    Ebenso wie zu öffentlichen Bauten werden "Wettbewerbe" veranstaltet..

    Das dann trotzdem so viel hässliches an Bauten die Städte anfüllt muß also nicht wundern..

    Was das Denkmal betrifft..

    ""CDU-Ratsherr Alexander Fils gab dabei zu Protokoll: "Auf der Abbildung sieht das Kunstwerk zweifelhaft aus." Was ihn zweifeln lässt: Die nach oben gestreckten und geballten Fäuste erinnerten ihn an die Bildsprache der Zwanziger- und Dreißigerjahre.""..

    Exakt diesen Muff galt es aus den Amtsstuben zu vertreiben, und da ist die "Erinnerung" an ein "Kriegerdenkmal" auch richtig angesiedelt..
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#20 TheDadProfil
  • 12.04.2020, 13:58hHannover
  • Antwort auf #6 von Fliegen
  • ""In den Zeiten wie gerade""..

    Großer Unfug..

    Denn gerade "in den zeiten wie diesen" gilt es die bereits schon lange laufenden Prozesse NICHT einfach mal so in die Krise "umzulenken"..

    Es gibt ein Leben VOR, und es gibt auch ein Leben nach einer Krise..

    Jetzt hier einzuschreiten um in einer völlig fehlverstandenen Solidaritäts-Panik Gelder für Kunst&Kultur umzuleiten ist absolut Fehl am Platz..
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#21 Nk231Anonym
  • 12.04.2020, 20:27h
  • Solange die GroKo regiert, wird sich an dieser Situation nichts ändern. Was haben sie schon alles blockiert, stillgeschweigt, oder schlicht ignoriert?
    Das Denkmal ist völlig in Ordnung.
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#22 KenshiroProfil
#23 KenshiroProfil
  • 13.04.2020, 00:00hBerlin
  • Wenn man manche Kommentare hier so liest könnte man meinen das Motiv sollte möglichst demütigt, gebückt und bettelend sein.
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#24 David JacobAnonym
  • 13.04.2020, 02:12h
  • Liebe queer.de Redaktion. Gibt es die Möglichkeit, sich die Entwürfe der anderen Mitbewerber irgendwo anzuschauen?
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#25 BePrideAnonym
  • 13.04.2020, 10:48h
  • Antwort auf #24 von David Jacob
  • Etwas Besseres als den Siegerentwurf, wird erfahrungsgemäß nicht dabei sein. Dieser ist unter einem hohen Sachverstand aus ganzen 14 möglichen Einreichungen durch eine Künstlerkommisson ausgewählt und von einem LSBTIQ-Forum mit hohen Ansprüchen abgesegnet worden. Ein neuer Findungsprozess oder Änderungsvorschläge würden nur zu einem verflachten Denkmal mit bis zu keiner Aussagekraft führen. Diese, meine Erfahrung, rührt aus der Begleitung vieler Findungsprozesse mit hochkaretigen Voraussetzungen, wie dieser sie hatte.
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#26 Still_IthProfil
  • 13.04.2020, 11:19hHessen
  • "Das ist einfach Demokratie."

    Hmja, irgendwie ist das wohl so.

    Demokratie ist eben auch, dass die Mehrheit bestimmt, wie viel Selbstbewusstsein du als Minderheit haben, und vor allem auch ausstrahlen darfst.

    Ob das jetzt die große Mehrheit gegen die Minderheiten sind, oder die Mehrheit innerhalb von Minderheiten, die beschließen, wessen Interessen vorrangig sind und wer sich in der Reihe hinten anzustellen hat, was Entscheidungen, Rederechte und das Recht auf die eigene Repräsentation betrifft. Das Prinzip bleibt doch dasselbe.
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#27 rechtsAnonym
  • 13.04.2020, 12:46h
  • Antwort auf #26 von Ith_
  • niemand schränkt deine Rederechte ein, wie man an deinen zahlreichen Kommentaren hier sieht. Es ist aber bekannt, dass Kritik und das Äußern einer anderen Meinung in neurechten Kreisen derzeit gern als Redeverbot oder Meinungszensur diffamiert wird.
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#28 Ralph
  • 13.04.2020, 18:21h
  • Antwort auf #22 von Kenshiro
  • Was ist an Karl Marx denkmalwürdig? Ich meine eher, dass die Opfer seiner brutalen Ideologie ein Mahnmal verdient hätten. Und wenn doch - musste es eine Kolossalstatue im Stile des kommunistischen Personenkults sein, die das Irrsinnige des Marxismus noch unterstreicht, einen Führer verehrt und die Opfer außen vor lässt?
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#29 Ralph
  • 13.04.2020, 18:26h
  • Antwort auf #23 von Kenshiro
  • Ich weiß nicht, weshalb gerade diese Thematik so schwer in ein Denkmal umzusetzen zu sein scheint. Aber es muss doch auch noch etwas zwischen dem lächerlichen Knutschfilm in der Berliner Betonschachtel, den mit Füßen zu tretenden Winkeln im Münchner Fußgängerzonenpflaster, den überdimensionalen Blumen icheißgradnichtwo und dieser marxistischen Tanzgruppe geben. Der Frankfurter Engel oder das Amsterdamer Homomonument haben doch auch ein würdiges Gedenken hinbekommen.
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#30 Martina10Anonym
#31 KenshiroProfil
  • 13.04.2020, 22:55hBerlin
  • Antwort auf #28 von Ralph
  • "Opfer seiner brutalen Ideologie ein Mahnmal verdient hätten." Du machst Marx also verantwortlich für die Verbrechen die im Namen seiner Werke und Ideen begann wurden? Machst du Jesus auch verantwortlich für das Leid dass von den Christen versucht hat? Gibt es irgendwo ein Mahnmal dafür? Man kann die linken und sozialistischen Ideologien kritisieren und muss sie kritisch hinterfragen, aber was du machst ist pure Polemik und eine Gesinnungmache.
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#32 Ralph
  • 14.04.2020, 10:30h
  • Antwort auf #31 von Kenshiro
  • Jeder Mensch ist verantwortlich für seine Taten. Der Tendenz, Karl Marx als einzigen Menschen von dieser Verantwortlichkeit freizusprechen, kann ich nicht folgen. Selbstverständlich trägt er nicht die persönliche Schuld an jedem einzelnen Mord, den Stalin oder Pol Pot oder Mao begangen hat. Aber er hat die Grundlage geschaffen, auf der diese Verbrechen begangen wurden.

    Mit Jesus verhält es sich sehr viel komplizierter, denn wir wissen gar nicht, wer das überhaupt war. Der Jesus, der uns in den Evangelien beschrieben wird, ist eine literarische Figur, kein realer Mensch. Ich selbst vermute, dass diese Figur im Kern auf einen von unzähligen Wanderpredigern seiner Zeit zurückgeht, der die institutionalisierte jüdische Religion angriff, sich mehrfach blasphemisch äußerte und nach einem von ihm begangenen Tempelfrevel hingerichtet wurde. Ich glaube nicht, dass dieser Mann eine eigene, neue Religion stiften wollte. Vielmehr dürfte er ernsthaft geglaubt haben, noch zu seinen Lebzeiten die Weltherrschaft zu ergreifen bzw. nach seiner von ihm selbst provozierten Hinrichtung aufzuerstehen und das zu tun. Stifter des Christentums ist wohl eher Paulus, und der ist der Verantwortliche für all das mit dieser Religion verbundene Unheil.

    Es war sicher falsch von mir, hier die chinesische Kolossalstatue von Karl Marx in Trier zu kritisieren. Das ist off topic, wenn es auch illustriert, dass heute noch in Deutschland kommunistischer Personenkult getrieben wird und eine Statue im Stile des Stalinismus errichtet werden kann. Dem sollte sich das Gedenken an Opfer der Schwulenverfolgung bzw. an den Kampf um die Grundrechte queerer Menschen nicht anschließen, sondern dieses Gedenken sollte sich von solcher Gigantomanie fernhalten.
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#33 RetroGayProfil
#34 TheDadProfil
  • 14.04.2020, 21:13hHannover
  • Antwort auf #31 von Kenshiro
  • """Opfer seiner brutalen Ideologie ein Mahnmal verdient hätten." Du machst Marx also verantwortlich für die Verbrechen die im Namen seiner Werke und Ideen begann wurden? Machst du Jesus auch verantwortlich für das Leid dass von den Christen versucht hat?""..

    Im kleinem Gegensatz zu "Ralph" vertrete ich die Auffassung, das Ja..

    Denn wenn überall auf der Welt der Begründer einer Ideologie wie dem Kommunismus, der von sich selbst behauptet hat gar kein Kommunist zu sein, alle Schandtaten angelastet werden die durch diejenigen, die sich auf den Kommunismus berufen haben, begangen worden sind, dann ist auch dieser "Jesus" ein Massenmörder in diesem Sinne..

    Wer zwischen dem Begründer einer Philosophie (und eben nicht Ideologie!) und den Auswirkungen die durch andere hervorgerufen wurden, nicht unterscheiden kann, der hat dann auch die Philosophie nicht im Ansatz verstanden..

    Ich gehe allerdings mit "Ralph" eindeutig d'accord in der Auffassung, wenn denn Trier ein Marx-Denkmal braucht, weil sich das für "Vater-Städte" offenbar so gehört, dann sollen sie das bauen UND bezahlen, und sich nicht aus egal welchem Land auch immer, ein Bronze-Monster in die Stadt stellen lassen..

    Kleiner Tipp zum Schluß..

    "Polemik" kann man zuerst auf seine Bedeutung hin googlen, bevor man sie missbraucht..

    Wer hier dann Ironie und Sarkasmus findet, darf beides behalten..
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#35 TheDadProfil
#36 DüsseldorferAnonym
  • 29.06.2020, 11:36h
  • Es ist wohl eine gute Nachricht, dass es eine Art Denkmal geben wird, auch wenn ich hier andere Prioritäten setzen würde.
    Ein Denkmal ist aber auch immer ein Kunstwerk im öffentlichen Raum.
    Und hier kann ich mich leider nur dem ein oder anderen Kommentar anschließen:
    Die Ästhetik entspricht eher den monumentalen Denkmälern Nord Koreas.
    In diesem Falle wäre meines Erachtens nach kein Denkmal besser als dieser Entwurf.
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