Hauptmenü Accesskey 1 Hauptinhalt 2 Footer 3 Suche 4 Impressum 8 Kontakt 9 Startseite 0
Neu Presse TV-Tipps Termine
© Queer Communications GmbH
https://www.queer.de/detail.php?article_id=35886
Home > Kommentare

Einzelkommentar zu:
KONTRA: Der gestörte Schwule als mörderische Witzfigur


#1 IrrtumAnonym
  • 13.04.2020, 13:54h
  • " Joe Exotic ist kein Held. Und schon gar kein schwuler Held."

    Behauptet auch niemand.

    "in denen es "doch lustig" ist, wenn Menschen in Camps gesperrt und mit Kakerlaken überschüttet werden"

    Was haben Menschen, die sich daran ergötzen, andere Menschen leiden und vorgeführt zu sehen, zu tun mit Menschen, die eine spannende, skurille Geschichte feiern? Nichts.

    "in denen Twitter als Nachrichtenkanal gehandelt wird und Kim Kardashian den Präsidenten der USA in Fragen des Waffenrechts berät."

    Hat alles nichts mit der Doku zu tun.

    "Wäre es super gewesen, sich damit auseinanderzusetzen, wie schwierig ein Coming-out im tiefsten Süden der USA vor 30 Jahren war? Wäre es. Hätte es spannend werden können, sich damit zu beschäftigen, wie fließend die Identität von Männern sein kann, die Sex mit anderen Männern haben und wie der aussieht? Sehr. Könnte es eine tolle Fernsehserie abgeben, sich über erfolgreiche Polyamorie unter Schwulen zu unterhalten? Yup. Sollte man sich Gedanken darüber machen, warum Männer sich mit Tigern, Löwen und fetten Autos ihr Ego aufblasen müssen, um "echte Männer" zu sein? Sollte man."

    Eine Serie muss nicht zwingend moralisch belehren, sie kann auch einfach nur der Unterhaltung dienen, solange sie zumindest keine falschen Morallehren vermittelt und ich sehe nicht, wo die Doku dies tun würde. Abgesehen davon ist es aus meiner Sicht Unsinn, zu behaupten, dass Joe sich die Großkatzen zugelegt hat, um irgendwelche Männlichkeitsideale zu erfüllen. Er wirkt, als könnten Männlichkeitsideale ihn gar nicht weniger interessieren.
    Und was ist bitte gemeint damit, wie "fließend die Identität von Männern sein kann, die Sex mit anderen Männern haben"? Ist das eine Anspielung auf Joes nicht-schwule Ehemänner, die er mit Drogen und Tieren gefügig gemacht hat? Diese Männer hatten keine fließende Sexualität/Identität, sie waren stockhetero und wurden einfach nur ausgenutzt.

    "In denen man nicht über, sondern mit uns lacht."

    Niemand, der die Doku schaut lacht über "uns". Man lacht über die groteske Geschichte und evetl. über Joe als Person. Steckt der Autor dieses Text wirklich schon so tief in Identitätspolitik drin, dass er denkt, über einen Schwulen zu lachen wäre gleichbedeutend mit über die Community zu lachen?
  • Antworten » | Direktlink »

» zurück zum Artikel